Usedom

Usedom ist unser Ziel in diesem Jahr.  Das Seeheilbad Bansin, eines der drei Kaiserbäder auf Usedom wird unser ständiger Sitz. Nach Ankunft beziehen wir unser Quartier in einer der Ferienwohnungen des Gastgebers „Wald am Meer“.

Die Wohnungen bieten einen recht großen Wohnraum, mit einer gut ausgestatteten Küche im Erdgeschoß. Im Obergeschoß, zu erreichen über eine nicht zu steile Treppe, kommt man dann zum Schlafraum in welchem sich ein Doppelbett sowie eine zusätzliche Liege befindet. Ebenfalls auf gleicher Etage das Duschbad mit WC. Vor dem Wohnraum befindet sich eine kleine Terrasse mit Tisch und Stühlen.

Usedom  – Strand und Promenade

Der Strand ist in weniger als fünf Minuten Fußweg zu erreichen, daher befindet  sich  auch der Wald  unmittelbar am Haus. Leider war die angeschlossene Gastronomie zu unserer Zeit geschlossen, da der Pächter zwei Wochen zuvor das Geschäft aufgegeben hatte. Wer wollte, konnte aber morgens im Restaurant frühstücken und es wurde auch ein Brötchenservice angeboten.

Fahrräder können an mehreren Stellen im Ort ausgeliehen werden. Wir erhielten sehr gute Räder am Buchenpark bei dem dort ansässigen Sportverein und zahlten  für acht Tage siebzig Euro.

Seebrücken

Kennzeichnend für diese Seebäder sind die sehr schönen Promenadenwege entlang des Strandes, unzählige Strandkörbe, die den feinen Sand belegen, außerdem mondäne Villen entlang der Hauptverbindungswege und Seebrücken der verschiedensten Größe. Während die Seebrücke in Bansin nur zum Schiffsanleger führt, findet man in Heringsdorf Geschäfte und in Ahlbeck Restauration auf den Brücken . An manchen Tagen werden die unterschiedlichsten musikalischen Darbietungen in den Konzertmuscheln an der Promenade aufgeführt.

Ückeritz

Eine der Radtouren die wir unternehmen führt uns durch dichtes Waldgebiet und über kleine Anhöhen von bis zu 54 Metern. Schließlich erreichen wir einen Natur -Campingplatzes am kleinen Seebad Ückeritz , nördlich von Bansin gelegen. Ein üppiges Strandleben findet an dem Küstenstreifen des Ortes statt. Kioske, Restaurants, kleine Läden der verschiedensten Art und erfreulicherweise einige kostenlos nutzbare Toilettenanlagen.  Außerdem gibt es ein kleines Odeon für Veranstaltungen.

Stagnieß

Folgt man dem Radweg in Richtung Achterwasser , das ist das Gewässer im inneren Teil der Insel, mit Zugang zur Ostsee, kommt man zu dem winzigen Örtchen Stagnieß . Hier finden wir  einen Campingplatz und einen kleinen, aber schönen Yachthafen, an welchem sich ebenfalls Restauration befindet. Der Ort scheint ziemlich im Wachstum zu sein, da überall neue schöne, reetgedecke Häuser entstehen. 

Die Fahrt führt dann weiter über flaches Geestgebiet. Hier weiden Kühe und leider gibt es bereits eine Erdölerprobungsstätte. Sieht so aus als wenn hier bald nach Öl gebohrt würde. Entlang einer Allee erreichen wir dann Pudagla. Hier kann eine Bockwindmühle besichtigt werden. Ein Stück schieben wir das Rad, da die Wegstrecke über einen gemähten Acker führt und radeln dann bergab durch Waldgebiet hinunter zum Schmollensee.

Benz

An diesem Abschnitt, der zum Ort Benz gehört, ist ein Haus schöner als das andere. Hier würde man gerne sein Domizil errichten. Wir machen eine kleine Pause an einer Raststelle am See und beneiden die Anwohner um die wunderbare Lage, in welcher sie ihren Wohnsitz anlegen konnten. In Benz kann die St. Petrikirche und die Hollandmühle besichtigt werden.

Nun beginnt eine Strecke wo wir des öfteren absteigen müssen, weil die Steigungen zwar kurz, aber anstrengend zu radeln sind. So geht es bis zum letzten, längeren Anstieg zum Ort Sellenthin , der für uns der Zugang nach Bansin zum kleinen Einkaufszentrum bedeutet, wo wir uns mit Wasser und Brot sowie einer Flasche Wein für den Abend eindecken.

Naturschutzgebiet

Von Bansin Dorf führt der Radweg direkt hinein in das Naturschutzgebiet „kleiner Krebssee“. Sehr schöne Reethäuser und Gehöfte säumen den Weg hinunter zu den beiden Seen, die nur durch einen schmalen Landstreifen getrennt sind. Hinauf geht es von dort zur Victoriahöhe, das angeblich Ziel eines Ausfluges der Königin Auguste Victoria mit ihrem Gefolge war.

Aussichtspunkt auf Usedom

Der Aussichtspunkt liegt auf einer Höhe von 55 Metern und ist bei Temperaturen um dreißig Grad nicht zu verachten. Dann geht es natürlich bergab zum Schmollensee, der bereits auf der Pudagla -Tour eine Etappe war. Hier erreichen wir aber die gegenüberliegende Seite des Sees mit dem Ort Sellin und einem schönen Rastplatz gleich am See. Auch hier findet man noch das Ursprüngliche, das man andererorts bereits vermißt.

Der Rückweg führt dann eine gute Strecke den See entlang, mit einem Abzweig  am Cafe Fangel vorbei, wieder zum Radweg parallel der B111 nach Bansin. Eine Tour mit dem Auto führte uns zu dem kleinen Ort Rankwitz. Kaum hat man das Ortseingangsschild passiert, ist man auch schon wieder am Ausgangsschild. Nun wurde uns Rankwitz allerdings empfohlen und so nutzten wir den Abzweig zum Hafen Rankwitz.

Sehr schöne und durchaus auch größere Yachten liegen hier vor Anker. Ein großes Fischrestaurant mit eigener Räucherei, sehr schöne Ferienhäuser und ein kleiner gepflegter Park säumen den niedlichen Hafen.  Außerdem finden wir ein wunderschönes bewaldetes Hinterland vor, wo sich romantische, alte Ortschaften wie Morgenitz finden lassen. Dem Wanderer dürfte hier in dieser Region das Herz höher schlagen.

Knapp sieben Kilometer von Rankwitz mit seinen Fischerhäusern kommt man nach Mellenthin. Eine Brücke führt zum Wasserschloß Mellenthin. In der Nachbarschaft wurde eine Scheune in ein Waffelrestaurant umgebaut, wo man sämtliche Arten an Waffeln bekommt. Am Ortsausgang befindet sich ein größeres Restaurant und eine Töpferei.  An einem regnerischen Tag machen wir uns auf den Weg zum Forsthaus Langenberg , welches oberhalb der Steilküste an der höchsten Stelle von Bansin liegt, um dort eines der angepriesenen Wildgerichte zu probieren.

Der etwas mühselige Anstieg hinauf zum Restaurant wurde aber durch den köstlichen Hubertus -Teller zu einem Glücksfall. Eine längere Treppe führt ca 50 Meter vom Hotel hinunter zum Strand und wir bummeln gemütlich entlang der Küste zurück nach Bansin. Wer übrigens einmal leckeren Fisch in besonderer Atmosphäre genießen möchte, sollte das Restaurant „Fischkopp“ in Betracht ziehen. Eine rustikale, mit Details aus dem Fischfang dekorierte Ausstattung und wirklich leckerer Fisch laden hierzu ein.  Reservierung ratsam.

Sehr gut bewirtet wurden wir auch im Restaurant „zur Post“, wo es ebenfalls sehr leckere Fischgerichte gibt. Die Abende kann man dann gut im  „Bierkutscher“ verbringen, wo neben kleineren Gerichten wie Currywurst-Pommes, ebenso Fleisch-und Fischgerichte angeboten werden und es gibt Livemusik.  Rustikaler, aber gemütlich geht es an den kleinen Räucherbuden an der Promenade zu, wo es neben Fischbrötchen auch Eintopf und gezapftes Bier gibt.

Alle Lokalitäten befinden sich auf der Seestraße. Einkaufsmöglichkeiten für den Selbstverpfleger bieten das kleine Einkaufszentrum an der Seestraße mit dem Discounter „Sky“ oder ein paar Meter weiter „Lidl“.

Ziel einer weiteren Radtour war der Wolgastsee. Durch die Seebäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck führt der Radweg bis zur deutsch-polnischen Grenze. Entlang der ehemaligen Grenzbesfestigung müssen wir die Räder eine kurze Strecke schieben, da der Weg völlig versandet ist.

Wenn unser Kartenmaterial besser gewesen wäre, hätten wir einen Weg vorher abbiegen können und uns wäre das Schieben erspart geblieben. Überhaupt muß ich leider feststellen, dass die Beschilderungen für Radler und Wanderer sehr dürftig ausfallen, hier könnte mehr getan werden. Dann überqueren wir die Bundesstraße und fahren durch einen dichten Mischwald vorbei an der alten Markleineiche, über hügeliges Gelände hinunter nach Korswandt am Wolgastsee.

In wunderschöner Landschaft liegt dieser kleine Badesee und wir werden von einer kleinen, gemütlichen Kiosk ähnlichen Restauration überrascht.  Wir genießen eine ausgiebige Pause auf der sonnigen Terrasse. Weiter führt dieFahrt durch Ackerland und Waldungen über Gothen nach Heringsdorf und zurück nach Bansin.

Swinemünde, etwa 15 Kilometer von Bansin entfernt, erreichen wir nach einer Fahrt entlang der Promenade mit den drei Seebädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Am Übergang zwischen Polen und der BRD erinnert nur noch eine mittlerweile bewachsene und versandete Furt an die ehemaligen Befestigungen. Zwei metallene Stelen mit den Fahnen der beiden Republiken markieren heute den Grenzübergang. Zwischen dem Radweg und dem Strand befindet sich bereits seit Ahlbeck eine schöne bewachsene Dünenlandschaft.

Swinemünde ist ebenfalls geprägt durch alte Villen im Seebäderstil. Entlang des Küstenabschnittes wechseln sich Verkaufsstände, Imbisse, und Lokalitäten ab. Fast hat man schon den Eindruck es könnte jeden Moment eine Kirmes auftauchen.

Wir machen einen kurzen Abstecher zu einem wunderbaren breiten Sandstrand und es fällt sofort auf, dass es hier keine Strandkörbe gibt. Die Strandnutzer haben hier alle Windschutztücher gespannt. Der Weg führt von Bansin Dorf über, zunächst befestigte Strecken, zu einem Rad-und Wanderweg, der durch sandige Verwehungen für Fahrräder nur schwer zubefahren ist. Die Waldungen auf der rechten Seite des Weges lassen zwischendurch immer einen Blick auf den Gothensee zu.

Leider erfüllt sich unser Wunsch am See eine Rast zu machen nicht, da eingezäunte Weideflächen und Privatgrund den Zugang zum See verhindern. Linkerhand erstrecken sich ausgiebigeFelder, auf denen der Mais noch in Blüte steht. Pferde und Ponys grasen auf den Weiden und sehr schön ist der Anblick der Pony-Fohlen auf einer Weidefläche.

An der Wegegabelung, die einerseits nach Gothen und zum Wolgastsee führt,  wenden wir uns der zweiten Möglichkeit zu und erreichen schließlich die Bahnunterführung durch welche wir das Klinikgelände des Seebades Heringsdorf erreichen. Von hier geht es dann zurück nach Bansin, aber nicht ohne nochmals im Biergarten des Hotel Coralle eine Mahlzeit zu uns zu nehmen. Hier waren wir bereits zuvor während eines Spaziergangs nach Heringsdorf gelandet. Wie wir jetzt erfahren haben heißt das Haus heute „Strandhaus Heringsdorf“.

Sturm auf Usedom

Eine heimliche Hoffnung sollte an diesem Tag in Erfüllung gehen. Bereits die Geräusche die nach dem Erwachen unser Ohr erreichen machen es klar ,es stürmt mächtig über der Insel. Schon immer wollte ich einmal die Gelegenheit haben eine stürmische See zu fotografieren. Warm eingepackt die Mütze aufgesetzt und selbst Ruth benutzt heute die Kapuze ihrer Wetterjacke, geht es rüber an den Strand. Man muss sich schon richtig gegen den Wind stemmen und das ruhige Halten der Kamera ist doch nicht so einfach wie gedacht.

Schloon Idyll

Es ist schon ein phänomenaler Anblick wenn man das Meer einmal so wüten sieht, auch wenn der Sand unangenehm ins Gesicht weht. Eine Zeit bewundern wir diesen Anblick während wir weiter die Promenade entlang in Richtung Heringsdorf laufen. Schließlich biegen wir ab und wenden uns dem Schloonsee zu.

Hier kehren wir im „Schloon Idyll“ ein. Das Hotel und Restaurant bietet Speisen und Getränke zu normalen Preisen und bietet dazu noch eine sehr schöne Außengastronomie, die natürlich heute bei dem Wetter nicht genutzt werden kann. Ebenso schön ist die Inneneinrichtung, so besteht die Theke aus einem Schiff.  Zander und Lachs schmecken uns hervorragend.

Andere Gäste empfehlen uns den Kuchen, der hier vom Chef selbst gebacken wird. Dazu sind wir allerdings jetzt nicht mehr in der Lage, aber der Kuchen in der Vitrine verspricht so einiges, riesige Stücke vom Allerfeinsten sind hier angeboten. 

Es wird kühl

Auf dem Weg zurück gehen wir noch einmal an der Promenade vorbei, wo der Sturm bereits für einen Einsatz der Feuerwehr gesorgt hat. Auch der heutige Tag beginnt stürmisch und kalt. Da wir die Leihräder bereits abgegeben haben und es auch zum Radeln und Wandern zu stürmisch und frisch ist, fahren wir mit dem Auto einige interessante Orte auf der Insel an.

Schloß Stolpe

Das sehr schön wieder restaurierte Schloß  Stolpe können wir leider nicht von Innen besichtigen, da wegen einer Familienfeier das Schloß fürBesucher geschlossen ist.Vom Turm aus hätte man einen Blick auf das Stettiner Haff genießen können. Der kleine Ort Stolpe ist ebenfalls schön anzusehen, mit schicken alten und neuen Häusern. In kurzer Entfernung kann auch ein Wisentgehege besichtigt werden.

Stadt Usedom

Weiter führt uns die Fahrt in das Städtchen Usedom, welches der Insel den Namen gibt. Einstmals eine angesehen Industrie und Handelsmetropole verlor die Stadt nach einem Großbrand diesen Ruf und beginnt jetzt mit dem Aufbau für den Tourismus interessant zu werden. Den Eingang zu der schön wiederhergestellten Altstadt bildet das Anklamer Tor.

Hubeisenbrücke

Die sehenswerte St. Marienkirche bildet mit dem restaurierten Rathaus den Kern der Altstadt. Die Fahrt führt uns in den äußersten Süd-Westen der Insel Usedom. In Höhe des Ortes Kanin findet sich der Rest einer ehemaligen Hubeisenbahnbrücke. Es steht heute lediglich noch das Teil mit welchem die Eisenbahnschienen bei Bedarf über Motoren hochgezogen wurden, um den Schiffen eine Durchfahrt zu ermöglichen. 

Einst zählte diese Eisenbahnverbindung zu einer sehr stark befahrenen Strecke, da zur Zeit der Hitler Ära Züge die die V1 und andere Raketen, die mit Hilfe des Ingenieurs Werner von Braun in Peenemünde hergestellt wurden, diese Strecke zum Transport in Anspruch nahmen.

Mönchow

Wir fahren nun weiter über Mönchow mit einer der ältesten Kirchen der Insel und einem außerordentlichen Mausoleum auf dem dortigen Friedhof. Der Bauer Carl Dennenfeldt, ließ sich 1891 auf dem Mönchower Friedhof dieses Mausoleum durch den Maurermeister Pistorius  aus Swindemünde errichten. Damals betrugen dieKosten für dieses, heute unter Denkmalschutz stehenden  Neobarockbaus 25.000Mark. Die Kuppel wird von 4 Obelisken umrahmt .

Bevor wir unsere Rückfahrt antreten, machen wir noch einen Abstecher zu dem kleinen Ort Warthe. Die Fahrt führt über Liepe, ebenfalls ein schöner kleiner Ort, mit altem Fachwerk und herrlichen reetgedeckten Häusern. Auf dem weiteren Weg haben wir noch ein besonderes Erlebnis. Kurz hinter einer Kurve steht plötzlich ein Bulle vor uns auf der Straße.  Zu gleicher Zeit biegt aber auch schon der Bauer auf einem Moped vom Acker um den verirrten Bullen zu seinem Stall zu lotsen und so können wir kurz darauf unsere Fahrt fortsetzen.

die blauen Häuser

Besonders in Erinnerung bleiben die blauen Häuser von Warthe, weshalb sie auch auf der gesamten Insel bekannt wurden. Die Rückfahrt nach Bansin unterbrechen wir mit einem Aufenthalt in Rankwitz um indem kleinen Hafen im Fischrestaurant einzukehren. Langsam sind die Tage unseres Insel  Urlaubes gezählt. Einmal noch spazieren wir von Bansin über die Promenade nach Heringsdorf.

Heute ist Himmelfahrtstag und daher ist auch besonders viel los auf den Wegen der Kaiserbäder. Besonders in Heringsdorf brummt der Bär. Den Rückweg nehmen wir dann nicht den Küstenweg, sondern die Wege durch die Ortschaften und wir sehen nochmals sehr schöne Baudenkmäler. Wieder in Bansin angekommen setzen wir uns auf die Außenterrasse des Restaurants „Schloon Idyll“. Das Stück Kuchen, das uns hier serviert wird hat eine enorme Größe. Andere Lokalitäten würden hier sicherlich 2 Stücke daraus machen.

Gegen Abend sind wir dann bei Frank und Heidrun eingeladen und es wird ein sehr gemütlicher Abend bei Essen und Trinken.

Fischland

– Lübeck Wochenende

Fischland  –  war unser eigentliches Ziel. Wir hatten aber beschlossen zwei Übernachtungen  in Lübeck einzuschieben. Wir  hatten  das „Hotelchen“ in der Schönböckener Straße gebucht. schön das wir schon vor der angegebenen Zeit (14:00) im Hotel einchecken konnten. So  hatten wir noch den gesamten Nachmittag in Lübeck zur Verfügung.

15. – 17.05.2015 Lübeck 

Der Fußweg in die Innenstadt währte knapp zwanzig Minuten. Auf dem ersten Weg dorthin begegneten wir einem netten jungen Mann mit Migrationshintergrund der uns auf dem Weg zur Stadtmitte und auf seinem Weg zum Freitagsgebet noch eine Abkürzung zeigte, indem wir ein Stück des Weges gemeinsam gingen. Vom Anleger an den schönen Altstadthäusern machten wir dann zunächst die uns so empfohlene Traverundfahrt. 

Traverundfahrt

Entlang der alten Speicherhäuser führt die Fahrt unter niedrigen Brücken bis in das Hafengebiet. Am Ufer liegen mehrere alte Segelschiffe. Mit dem Blick auf das Panorama der Altstadt mit seinen vielen historischen Kirchen wird der Hafen verlassen und das Boot biegt auf den Lübeck-Ems–Kanal.

An einem Abschnitt haben die Bewohner ihre Wäsche auf den am Uferrand stehenden Wäschestangen aufgehängt. Die niedlichen kleinen Häuser sind teilweise liebevoll mit Blumenkästen und frischer Farbe aufgehübscht. Schließlich, wir befinden uns wieder auf der Trave, kommt dann auch wieder unser Ausgangspunkt in Sicht.

Marzipan

Der zweite Tag in Lübeck ist naß und frisch. Wir besuchen das Marzipanmuseum und spazieren durch die Lübecker Altstadt, wo wir doch tatsächlich Bekannte aus Essen treffen. Auf dem Marktplatz findet gerade ein historischer Markt statt. Dort stärken wir uns mit einem Stück Fleisch im Brötchen. Als wir die Marienkirche betreten findet dort gerade ein Chorauftritt mit sakralen Titeln statt. Beeindruckenist die Akustik in dieser Kirche


17. – 31.05.2015  Wustrow auf Fischland

Am 17.05.2015 fahren wir dann gleich nach dem Frühstück weiter in Richtung unseres nächsten Urlaubsziels. Nach ruhiger Fahrt erreichen wir nach zwei Stunden Wustrow auf der Halbinsel Fischland – Darß – Zingst.

In früherer Zeit waren das einmal drei Inseln, die im Verlaufe der Jahre durch Versandung zusammen wuchsen. Während an der Südseite, am Fischland, die Ostsee dem Land immer mehr raubt, wird im Norden, Zingst, immer mehr Land angespült. In der fernen Zukunft wird wohl die Insel Hiddensee auf diese Weise durch den angespülten Sand andocken.

Wir haben eine überraschend große Wohnung mit zwei Duschen, einer Sauna, Außengarten und Schwimmbad im Garten. Was fehlt ist allerdings ein Waschbecken mit Warmwasser, z. B. um einmal etwas zu spülen. Aber im Laufe der zwei Wochen arrangieren wir uns mit dem Problem. Wie zu erwarten erkunden wir zunächst einmal unseren Ort Wustrow.

Wir finden einen wunderschönen Ort vor, der bestückt ist mit vielen kleinen und größeren reetgedeckten Häusern. Am Abend nehmen wir im Restaurant des Landhauses Schlunt, hier wohnen wir auch, unser Abendessen ein. Um es vorweg zu nehmen ist die Küche hier ganz hervorragend und wir wurden an keinem Tag enttäuscht.

Strand

Am nächsten Tag gehen wir bis zum Strand von Wustrow und wandern über den Dünenweg bis zur Steilküste bei Ahrenshoop, das durch eine Künstlerkolonie enstanden Dorf am Übergang von Fischland zum Darß. An den Hängen der Steilküste nisten eine Unmenge an Uferschwalben. Mit viel Geduld und x -Aufnahmen gelingen mir einige Aufnahmen dieser pfeilschnellen Vögel.

Der dritte Tag beginnt mit dem Ausleihen von Fahrrädern. Zunächst beginnen wir mit der etwa zehn Kilometer langen Boddentour bei Wustrow. Die Weiterfahrt nach Ahrenshoop wird durch einsetzenden Regen unterbrochen. Da gerade Lidl in der Nähe ist beschließen wir einige Sachen einzukaufen.

Ahrenshoop und Born – von Fischland zum Darß

Am Mittwoch folgt dann die ausgiebige Radtourüber Ahrenshoop nach Born am Darß. Wieder verlassen wir Fischland und gelangen auf den Darß. Die Gesamtstrecke beläuft sich auf ca. zwanzig Kilometer, was aber bei ständigem, zwar leichten Wind, schon eine gewisse Anstrengung bedeutet. Born ist ein kleiner Ort mit einem schönen kleinen Boddenhafen. Unser Mittagagessen nehmen wir dann in einer der Fischstände in Wustrow ein. Um dem Hochbetrieb am Wochenende zu entgehen fahren wir am nächsten Tag nach Zingst.

Zingst

Hier bemerkt man den höheren Bekanntheitsgrad auch an möndäneren Hotels und am Rummel in Strandnähe. Am Strand und im Ort sieht man bereits einiges vom bevorstehenden Fotofestival Zingst am Ende des Monats. Am Ende der Seebrücke befindet sich eine Tauchglocke.

Durch die Geschäftsstraße kommen wir dann schließlich zurück zu unserem Parkplatz und fahren wieder zurück nach Wustrow um noch eine Boddenrunde mit dem Fahrrad zu machen.

Zunächst erfolgen ein paar nötige Einkäufe bei Lidl. Dann wird die Fototasche gepackt. Ich möchte heute einige Aufnhamen mit Langzeitbelichtung und ND Filter ausprobieren. Es wird ein erfreuliches Ergebnis, wie wir dann am Abend feststellen. Vorher fahren wir aber noch mit dem Rad ins Ostseebad Dierhagen.

Dierhagen

Auf dem Weg zum kleinen Hafen entdecken wir ein Restaurant wo wir ein ganz fantastisches Mittagessen bekommen. Der Dierhagener Hafen ist zwar klein, aber einer der schönsten die wir auf der Halbinsel gesehen haben. Auf der Rückfahrt unterbrechen wir des Öfteren unsere Fahrt um in den Dünen mit Blick aufs Meer zu pausieren.

Am späten Abend machen wir uns dann noch einmal auf den Weg zum Wustrower Strand um den Sonnenuntergang zu fotografieren.

Bernstein – das Gold des Nordens

Am Pfingstsamstag hängt noch dichter Nebel über dem Bodden. So schnell scheint sich das Wetter heute nicht zu ändern und wir beschließen mit dem Schiff nach Ribnitz Damgarten zu fahren. Nach einstündiger Fahrt über den Bodden erreichen wir den Ort und besuchen das Bernsteinmuseum, das in einem ehemaligen Kloster untergebracht ist. Zu gleicher Zeit findet im Museum auch eine Ausstellung des Malers Wenneberg statt, der in der Zeit 1866 –1950 lebte.

Der Bodden

Während der Schiffsfahrt erklärt der Kapitän den Bodden. Die tiefste Stelle hat eine Wassertiefe von 2 Metern. Da der Bodden an der Ostseite mit der Ostsee verbunden ist, gerät wenig Salzwasser in das Boddengewässer, weshalb man das Gewässer auch Brackwasser nennt. Die Boddenland schaft zieht sich bis in die Rügener Bodden.

Wir befahren zur Zeit den Saaler Bodden, mit einer Wasserfläche von 50 km². Wir bummeln nach der Rückkehr noch etwas durch Wustrow und beenden dann den Tag. Pfingstsonntag und Pfingstmontag sind geprägt von aus giebigen Zahnschmerzen. Irgendetwas scharfgratiges kommt aus dem Zahnfleisch und verursacht grobe Schmerzen an Zunge und Gaumen.

Am Sonntag wandern wir noch einmal zur Steilküste und am Montag besichtigen wir Prerow, wo wir fünf Kilometer durch den Nationalpark zum Darßer Ort wandern. Die Rückfahrt vom einzigen noch funktionierenden Leuchtturm machen wir mit dem Pferdegespann.

Zahnweh

Dienstag führt unser erster Weg zum einzigen Zahnarzt in Wustrow, der natürlich prompt in dieser Woche keine Sprechstunde hat. Der Hinweis auf dem Schild leitet uns zu einem Zahnarzt in Dierhagen. „ So etwas habe ich noch nicht gesehen“ –ist dessen erste Reaktion und er versucht dem „Unding“ mit einer Pipette zu Leibe zu gehen.

Tatsächlich hält er kurz darauf ein Stück Knochen in der Pipette und es geht mit augenblicklich besser. Mit den Worten „ Ich bin ein Held „ verabschiedet sich der nette Zahnarzt von uns und wir fahren glücklich zurück.

Wieck

Wir fahren zu dem kleinsten der Boddenorte nach Wieck. Auch dort gibt es einen kleinen Boddenhafen, während der Zugang zur Ostsee nur durch den Nationalpark möglich ist Wir fahren durch das schöne Regnitztal nach Marlow zum größten und schönsten Vogelpark den ich je gesehen habe. Gute zwei Stunden dauert alleine der Rundweg durch die Anlage.

Großzügig gehalten und sehr gepflegt, mit vielen Spielplätzen für die Kinder, findet man außer Vögel auch Känguruhs, Präriehunde und Pinguine. Die Rückfahrt machen wir über Barth, auf der entgegengesetzten Seite des Boddens. Hier gefällt vor allem der Hafen.

Hafen

Am Donnerstag machen wir unsere längste Wanderung entlang der Ostsee und des Bodden. Wir sind ganztägig unterwegs. Das hat uns so angestrengt, dass wir am nächsten Tag nicht wie geplant nach Stettin fahren, sondern vor Ort bleiben. Lange sitzen wir in der Sonne die großzügig auf den Wustrower Hafen scheint.

Nun endlich besteigen wir auch den Kirchturm um Aufnahmen von oben zu machen. Danach gehen wir noch einmal zum Strand und essen im „Mobby Dick“. Auf dem Rückweg noch einige Kleinigkeiten käuflich erwerben und der vorletzte Tag neigt sich dem Ende entgegen. Da am Samstag das Wetter schlecht wir, beschließen wir zu packen und treten einen Tag früher die Heimreise an.

Bernkastel Kues

Bernkastel Kues – Pünktlich um 11:00 Uhr kamen wir nach angenehmer, störungsfreier Fahrt bei Familie Mehrfeld in  Kues an und wurden gleich freundlich begrüßt. Sofort erhielten wir viele Informationen zu Veranstaltungen und Festen in der Umgebung.


Bernkastel  Kues 21.-28.09.2013

Zunächst machten wir aber einen Spaziergang hinüber nach Bernkastel, da wir auf der Kuser Seite wohnten. Gleich unten an der Promenade und neben dem Geburtshaus des ehemaligen Bischofs und Philosophen Cosanus, dem wichtigsten Bürger der Gemeinde, befand sich das Hotel Restaurant „Alt Kues“, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Leider waren wir nicht gerade begeistert von den präsentierten Gerichten.

Nachmittags packte Ruth zunächst die Koffer aus und wir machten eine kleine Siesta, bevor wir uns noch einmal auf den Weg nach Bernkastel machten. Wir sahen wunderschöne Gassen und Fachwerkhäuser, eine stattliche Zahl großer und kleiner Restaurants , Gaststätten und Weinstuben und das bei herrlichem Wetter.

Brauneberg und der Nußbaum

Am zweiten Tag hebt sich beim Blick aus dem Fenster langsam der Nebel aus dem Moseltal und gibt den Blick frei auf die Burg Landshut. Über dem Nebel wird deutlich, dass auch dieser Tag sonnig und warm werden wird. Wir diskutieren ob wir uns Fahrräder leihen oder wandern.

Unser Ziel ist Brauneberg. Da man beim Wandern aber mehr von den Schönheiten der Natur zu sehen bekommt, entschließen wir uns zum Laufen. In Brauneberg findet heute der dritte Tag des dortigen Weinfestes in der  bekannten Nußbaumallee statt. Diese Allee hat eine Länge von 1600 Metern. Die Geschichte besagt, dass ursprünglich e i n Walnussbaum zum Schutz vor dem Eiswasser der Mosel angepflanzt wurde. In späteren Jahren verhinderte dieser, mittlerweile alte Baum, die Zerstörung des Ortes durch die mächtigen Eisschollen der Mosel. Aus Dankbarkeit wurde deshalb eine ganze Allee mit Nußbäumen angepflanzt. 

Weinfest

Auf dem Weinfest gab es natürlich an jeder Ecke Wein und Speisestände. Kapellen aus Deutschland, Holland und Belgien präsentierten ihr Können. Auf dem Weg nach Brauneberg wandern wir über die Höhen der Weinberge entlang der Kueser Seite die Mosel hinab. Vorbei am kleinen Ort Lieser geht es hinunter nach Mülheim. Dem „Zeppelin“ Ort.

Bei der ersten Weltfahrt des Luftschiffs Graf Zeppelin führte man an Bord Mülheimer Wein aus der Lage „Sonnenlay“ mit. So wurde dieser Wein bald zum „König der Lüfte“ unter den Weinen. Bei Mülheim überqueren wir die Mosel und erreichen nach knapp sieben Kilometern Brauneberg. Wir genießen auf dem Weinfest Scampis und natürlich Wein.

Die eingeplante Rückfahrt mit dem Schiff fällt leider aus, da es an diesem Tag keine Fahrten gibt. Der Rückweg über den beschilderten Wanderweg führt uns an der Brücke die wir eigentlich nehmen müßten vorbei, hin zu dem Moselort Brandel und schließlich wieder nach Bernkastel. Trotz der  brennenden Füße und Oberschenkel müssen wir nun natürlich noch die restlichen zwei Kilometer auf die Kuser Seite meistern. Total erschöpft und naß geschwitzt erreichen wir unser Ziel.

Brunnenhof

Nach zweistündiger Pause und der ersten Hochrechnung der Bundestagswahlen machen uns auf zum Weingut Brunnenhof um in der dortigen Straußenwirtschaft unseren Abendtisch einzunehmen. Während Ruth einen trockenen Grauburgunder erwählt, entscheide ich mich für einen süffigen lieblichen Riesling. Dazu bestelle ich eine Winzerplatte mit herrlich frischer Wurst und Schinken, indes Ruth eine Knoblauchstange bevorzugt (Passend zu den mit Knoblauch servierten Scampis von Brauneberg). Drei Schoppen Wein sorgen bei uns für eine prächtige Stimmung.

Cosanus

Am dritten Tag wollten wir eigentlich lediglich einen Besuch auf Burg Landshut unternehmen. Nach dem Frühstück entscheiden wir uns aber zu dem Cosanus Wanderweg. Dieser soll verhältnismäßig leicht zu gehen sein und lediglich 75 Höhenmeter betragen. Mit knapp vier Kilometern erscheint es uns auch nach den gestrigen fünfzehn Kilometern als angemessen. Vorbei an den Wirkungsstätten des großen Sohnes der Stadt führt der Weg der mit einem Krebs, dem Wappentier des Cosanus,
gekennzeichnet ist durch die Kuser Seite.

Cosanus begann seine berufliche Laufbahn als Kirchenjurist und studierte in Köln Theologie. Er wurde Fürstenbischof und Kardinal. Seine Kinder übergaben das Geburtshaus des Theologen dem St. Nikolaus Hospital, worin sich heute ein Museum und eine ständige Ausstellung über das Leben des Cosanus befindet.  Der Weg führt an Fachwerkhäusern vorbei zur St. Brixus Kirche, erstmals 1258 erwähnt. Die Kirche war der Taufort des Cosanus und seiner Geschwister. Vorbei am Cosanus Krankenhaus, indem sich eine beachtliche Bibliothek des Cosanus befindet, geht es hinauf auf den Weinberg, von wo man einen herrlichen Blick auf die Moselschleife genießen kann.

Wein Erlebniwselt

Das nächste Ziel ist die Vonothek und Wein- Erlebniswelt in der Akademie Kues. Hier befindet sich ebenfalls das im spätgotischen Stil erbaute St. Nikolaus Hospital. Die Stiftung des Cosanus stellte die Auflage, dass hier im Hospital dreiunddreißig abgearbeitete , arme Männer über fünfzig bis zu ihrem Lebensende ein sorgenfreies Leben führen könnten. Diese Regelung gilt bis heute. Als Fazit bleibt zu bemerken das außer der Brixius Kirche und der Vonothek dieser Wanderweg kein MUß ist, zumal er auch noch schlecht beschildert und der freie Blick auf die Mosel mittlerweile verbaut ist.

Wir machen dann noch einen Bummel durch Bernkastel und entdecken so den urigen, historischen Weinkeller in einer winzigen Gasse des Städtchens. Hier gibt es sehr leckeren Wein des Weingutes Bernd Kilburg aus Brauneberg.

von Bernkastel nach Traben Trabach

Tag 4 beginnt erneut mit dichtem Nebel über der Mosel Wir besteigen auf Bernkasteler Seite den Weinberg und erreichen die Höhe noch bevor der Nebel ganz aus demTal abgezogen ist. Wie über Wolken blicken wir hinunter auf die durchschimmernde Mosel. Ein herrlicher Anblick. Auf dem Hochplateau grasen Kühe in der Sonne und schließlich beginnt der Abstieg der uns hinunterführt nach Traben Trabach.

Schiffstour

Erschöpft, aber voller Eindrücke fahren wir dann um 16:20 Uhr mit dem Schiff zurück nach Bernkastel. Die Fahrt geht vorbei an bekannten Weinorten, wie Ürzig, Wolf, Kröv mit dem berühmten Kröver Nacktarsch und schließlich durch die Stellingen Schleuse mit einem Höhenunterschied von 6 Metern. 

Lieser

Tag 5 Heute ist etwas Entspannung angesagt. Wir laufen über den benachbarten Weinberg nach Lieser. Hier gibt es ein Schloß zu sehen, welches allerdings zu unserer Zeit gerade voll eingerüstet ist und wegen der Umbauarbeiten nicht zu besichtigen ist. Leider sind auch die Lokalitäten gerade alle geschlossen und öffnen erst ab 18:00 Uhr und so beschließen wir den Rückweg nach Kues, wo wir das „Uferstübchen“ entdecken.

Hier bestellen wir beide das „Uferstübchensteak“ mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch umd mit Käse überbacken. Dazu wird Pommes und ein frischer Salat serviert. Das Ganze mit 0,4 Liter herrlich kühlem Bitburger Pils und der Tag war wieder perfekt. Obwohl wir heute nur knspp sechs Kilometer unterwegs waren sind die Beine schwer und wir gehen  gegen Abend nur noch einmal zum Einkauf nach Kues. Bei einem Fläschchen Wein sehen wir uns dann das Pokalspiel des S04 an.

Burg Landshut

Tag 6. Wir beschließen den Aufstieg zur Burg Landshut um uns die im 7. Jahrhundert  erstmals erwähnte Burg anzusehen. Nach 1238 und dem Verkauf an Boermund von Wasberg wurde das Schloß mit prächtigen Säulen und Kammern sowie Mauern und Befestigungsanlagen versehen. 1692 wurde es durch ein Feuer völlig zerstört. Bis zu dieser Zeit war es Residenz der Erzbischöfe von Trier. Seit 1920 ist die Burg wieder im Besitz von Bernkastel Kues. Bei Ausgrabungen der neueren Zeit fand man Reste eines römischen Kastells von enormer Größe.

Die Kastelle waren als „Picastellum“ bekannt, wodurch sich evtl auch die Namensgebung der Stadt erklären läßt. Durch diese Entdeckung wurde die ursprünglich 700 jährige Stadtgeschichte um 1000 Jahre älter. Der Weg zur Burg führt über Serpentinen den Berg hinauf, über den 555 Meter langen Bergtunnel in den Wald. Anfängs läßt sich der Blick auf die Stadt genießen. Dann bleibt die Sicht durch den Wald versperrt.

Kreuzweg

Wir folgen dem Kreuzweg und erreichen die erste von dreizehn Kreuzwegstationen. Wir sind an der Anne Kappelle angelangt, die die Grablegung Christie zeigt. 1650 wurde die Kapelle errichtet und 1890 erweitert. Sie war der Grund für den Annenfeiertag im Ort. Von der Anne Kappelle gelangen wir dann zur Burg Landshut. Von der Annekapelle führt auch ein Weg über den „Olymp“ zur Burg, das hätte aber einen Aufstieg auf 415 Meter und einige Kilometer mehr Weg bedeutet. Leider war auch die Restauration auf der Burg geschlossen und ein Aufstieg auf den Turm nicht möglich. Sehr schön war es dann allerdings im einige Meter unterhalb der Burg gelegenen Schützenhof. Sehr gutes Essen und Trinken verbunden mit einer herrlichen Sicht von der Außenterrasse auf die Mosel und den Ort machten den Aufstieg dann doch noch lohnenswert.

Den Abend verbrachten wir dann in der Straußenwirtschaft Denzer in Kues.

Auch am 7. Tag weckt uns die Sonne. Der letzte Tag unserer Moseltour verspricht wieder sehr schön zu werden. Heute bummeln wir noch einmal in aller Ruhe durch beide Ortsteile, tätigen letzte Einkäufe und lassen den Nachmittag auf der Terrasse des Schützenhauses ausklingen.

Müritz Nationalpark

– Reisebericht 

– Müritz Nationalpark Mai 2013

Waren an der Müritz

Waren – gegen 16:00 Uhr erreichen wir bei herrlichem Sonnenschein Waren. Wir haben ein Ferienhaus mit Terrasse. Esszimmer, Küche und Bad befinden sich im Erdgeschoss, während Wohnzimmer und Schlafzimmer über eine Steintreppe in der oberen Etage zu finden sind.

Hafen

Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zum Warener Hafen und Innenstadt. Der Weg führt uns vorbei an einem Campingplatz und einem Klettergarten. Gegenüber vom Klettergarten befindet sich die Gaststätte Klönpott wo wir uns mit einem Glas Bier erfrischen. Wir gehen den Wanderweg weiter nach Waren, das wir nach einer Stunde erreichen. Aus Sorge noch einmal eine Stunde Rückweg laufen zu müssen, leihen wir uns sofort Fahrräder. Der Warener Hafen ist wunderschön und lädt zum Verweilen ein. Restaurationen mit Außenbetrieb sind da und überall gibt es Möglichkeiten zum Sitzen. Da wir auch noch ein wenig von der langen Fahrt erschöpft sind, schlafen wir am Abend sehr schnell ein.

Damerower Werder


Der zweite Tag beginnt mit leichtem Nieselregen. Wir fahren mit den Rädern nach Damerow, wo sich auf der Halbinsel Damerower Werder ein Wisentreservat befindet. Es gibt im gibt im linken Teil der Insel auf 5 ha ein Schaugehege mit fünf Tieren und im rechten Teil ein 2,5 ha großes Gehege mit drei erwachsenen Wisenten. Im 287 ha großen Freigehege lebt eine Herde mit ca. fünfzehn Tieren. Bei bedecktem Himmel fahren wir dann am Nachmittag noch in die Altstadt von Waren. Ab siebzehn Uhr setzt sich dann die Sonne doch noch durch und wir nehmen unser Essen im Fischerhaus ein. Weil das Essen hier sehr gut ist, werden wir noch des öfteren hier speisen.

Tiefwarener See

Am dritten Tag ist wieder Nieselregen angesagt, aber es ist trocken und wir beschließen eine Wanderung um den Tiefwarener See. Die Wanderung erstreckt sich über acht Kilometer durch eine herrliche Natur am See entlang und wir haben uns das leckere Essen im Reusenhaus danach redlich verdient. Auf dem Rückweg zum Quartier, das wir gegen 16:30 Uhr erreichen, werden wir vom plötzlich eintretenden Regen überrascht und kommen völlig durchnäßt an.

Müritzeum

Regen am vierten Tag. Wir besuchen das Müritzeum, mit Deutschlands größtem Seewasseraquarium für heimische Süßwasserfische. Man lernt hier vieles über die Region und die Seenplatte kennen. Nach dem Museumsbesuch fahren wir weiter zur Scheune nach Bollewick bei Röbel. Hier gibt es ein Bauerncafe, Dorfschänke, Drechselstube, Kürschnerei, Tischlerei und eine Glasstuben zu sehen. Da wir wegen des anhaltenden Regens beschließen im Quartier zu kochen fahren wir dann noch einige Sachen hierfür einzukaufen.

Nationalpark

Tag fünf ist bewölkt, aber überwiegend sonnig. Wir sind mit den Rädern vorbei an der Pension zur Fledermaus in den Müritz Nationalpark getadelt. Vorbei am Kesseler Moor bis zum Wienpietschsee, wo wir die Räder abstellen und etwas zu Fuß ins Moor gehen. Tatsächlich sonnen sich hier auf einem Steg mehrere Ringelnattern. Wir wollen zum Beobachtungspunkt  Schnakenburg und stellen bald fest das wir uns verfahren haben, da wir unseren Ausgangspunkt plötzlich wieder erreicht haben. Wir machen uns nochmals auf die Fahrt in den Nationalpark, da wir ja auch die Waldschänke suchen wollen und am Seebad vorbei wollen. Obwohl mein Orientierungssinn eigentlich immer ganz gut funktioniert, geraten wir immer weiter in den Wald hinein.

Ich erinnere mich an das GPS im Handy und habe Glück das wir sogar Empfang haben. Eine Abbiegung nach links und wir sind auf dem richtigen Weg zur Waldschänke. An einer Badestelle vorbei gelangen wir schließlich auch zum Seebad. Wir genießen Kohlroulade wie von Muttern.

Auf der Rückfahrt machen wir noch eine Pause im Warener Hafen. Im
Quartier angekommen genießen wir noch eine Tasse Kaffee und lassen einen wunderschönen Tag ausklingen.
Freitag der sechste Tag unseres Aufenthaltes wird zum Warentag .Wir wollen uns die schöne Stadt Waren heute genauer ansehen und besichtigen die Marienkirche und besteigen den Glockenturm von wo man einen tollen Blick über die Stadt und die Umgebung hat. In der Apotheke holen wir noch ein Mittel um gegen den Juckreiz der unzähligen Mückenstiche zu behandeln, die ich mir im Nationalpark zugelegt habe. Gegenüber dem Marine-Museum nehmen wir eine Mahlzeit im Reusenhaus ein. Der Warener Friedhof liegt oberhalb der Stadt und auch von hier hat man wunderbare Aussicht auf die Seen.

Prenzlin

Am siebten Tag regnet es leider wieder. Wir fahren zur Burg Penzlin. Um 1300 mit frühzeitlichen Verliesen und Kräutergarten erbaut, beherbergt die Burg seit 1994 das kulturgeschichtliche Museum für Magie und Hexenverfolgung in Mecklenburg. Nach unserer Rückkehr speisen wir wieder im Fischerhaus und holen uns für den Nachmittag ein Stück Kuchen.

Am folgenden Tag geht es in den Nationalpark bei Federow. Wir wandern 10 Kilometer über Wald, Wiese und Weiden. Ein toter Fuchs, ein Hirsch und ein Wildschwein, das erfreulicherweise Reißaus nimmt, begegnen uns auf dieser Wanderung. Menschen begegnen wir keine. Am Ausgangspunkt essen wir im Jägerhof. Wir sind die einzigen Gäste und eigentlich will der Wirt gerade schließen um zur Jagd zu gehen, aber er bedrängt uns zu bleiben und macht uns ein leckeres Essen. Der neunte Tag besteht aus einer Schiffsfahrt nach Röbel. Es gibt eine Uferpromenade und im Ort viele kleine Fachwerkhäuser.

Müritzfischer

Am nächsten Tag erledigen wir ein paar Einkäufe, machen einen Abstecher nach Kabel und sehen uns die 300jährige Eibe mit ihrem mächtigen Stamm an. Später fahren wir dann zu den Müritzfischern nach Damerow und zu der Badestelle am Kölplinsee. Von hier aus verrät uns ein netter Herr den Weg zur Kanalverbindung zwischen Müritz und Kölplinsee.

Am elften Tag fahren wir mit dem Rad nach Federow, machen aber einen Bogen um den Tiefwarener See. Wir treffen auf bewaldete Höhen und saftige Wiesen sowie heideähnliche Gebiete und der See mit seinen Feuchtgebieten. In Federow entdecken wir dann den  Adlerhorst und sehen bald darauf ein Adlerpaar das sich bei der Versorgung der Brut abwechselt.

Adler

Am Aussichtspunkt Herrensee können wir einen Adler beim Fischfang beobachten. Nachdem wir dem Vermieter am Nachmittag die Fahrräder wieder zurück gebracht haben kehren wir im Klönpott ein.

Tag zwölf beginnt mit einer Wanderung nach Klink. Hin und zurück knapp zwanzig Kilometer. Am Eldekanal, der Verbindung zwischen Kölplin und Müritzsee machen wir eine Rast und beobachten die vorbeifahrenden Schiffe. Im Wald mit ausgedehnten Feuchtgebieten treffen wir auf einen Waschbär und Rehe, sowie eine Blindschleiche. Nach einem Kurzbesuch im Klönpott schlafen wir bereits auf der Couch ein.

Scheune Bollewick

Der dreizehnte Tag führt uns noch einmal zur Scheune nach Bollewik. Von dort nach Malchow entlang des Fleesensees. Ein schönes kleines Städtchen dessen Altstadt auf einer Insel zu finden ist, die über eine Schiebebrücke zu erreichen ist. Für den Abend haben wir im Klönpott eine Vorbestellung gemacht. Es gibt eine 600 gr. Lachsforelle. Ein schöner Abschluss für eine wunderschöne Reise an die Müritz.

Monreal – Eifel

–  Eifel und Wanderungen

– Reisebericht Monreal – 23. bis 30 September 2012

Monreal liegt etwa nach 1 Stunde und 40 Minuten  Fahrt vor uns.  Bekannt wurde das idyllische Fachwerkdorf durch die Krimi-Serie „der Bulle und das Landei„ mit Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle. In den Gassen des kleinen Ortes wurden die Szenen gedreht .

Die Burgen

Eingebettet in ein enges Tal , durchflossen von der Eltz,  reihen sich hier Fachwerk an Fachwerk. Oben auf den Höhen wachen die Ruinen der Philippsburg und der Löwenburg über das Geschehen.

Für das leibliche Wohl gibt es das Hotel -Restaurant Löwenburg und das Hotel Lotfis Inn. Das Restaurant der Löwenburg ist durchaus zu empfehlen. Eine gut bestückte Speisekarte von der Pizza über Fleisch und Fischgerichte bis zum Salat und alles durchaus schmackhaft zubereitet.

Das Lotfis gehört , wie unsere Hauswirtin uns erzählte, zur gleichen Inhaberfamilie und ist wohl eher etwas für die jüngere Generation. Mit einem Billardtisch sowie Darts und Fernseher wird es auch von dem  Sohn der Familie geführt. Beide Häuser arbeiten Hand in Hand.

Dann wäre da noch das Stellwerk im alten Bahnhof von Monreal mit einem etwas gehobeneren Anspruch und den entsprechenden Preisen. Wir hatten uns einmal auf den Weg gemacht um dort einzukehren und mussten dann feststellen, dass erst um 18 Uhr geöffnet wurde. So nötigte uns der Hunger dazu wieder in die Löwenburg zu gehen.

Außerdem gibt es im Ort einen Bäcker, ein kleines Cafe und eine Weinhandlung in der man ganz vorzügliche Flammkuchen.  Dort gibt es auch ausgezeichnete Weine. Hiervon konnten wir uns am Anreisetag überzeugen. 

Der Übernachtungsgast mit Ferienwohnung sollte seine Vorräte wohl mitbringen, denn ein Lebensmittelgeschäft oder einen Discounter sucht man hier vergebens. Da muss man  schon eine Fahrt nach Kaiseresch oder Mayen unternehmen . Soviel zu unserem Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Eifel. Der Anreisetag bescherte uns noch einen sonnigen Tag an dem wir die Schönheiten Monreals erkundeten.

Kaiseresch

Mit dem Schienenbus unternehmen wir eine Fahrt nach Kaiseresch . Die Fahrkarten müssen im Zug gelöst werden, allerdings fahren wir heute kostenlos, da der Fahrscheinautomat defekt ist und der Fahrer keine Tickets verkauft. Die Fahrt führt durch eine wunderschöne Landschaft.  Man sagte uns bereits, dass die Reise mit dem Schienenbus bis Andernach sämtliche Facetten der Eifel beinhaltet. Allerdings können wir diese Tour während unseres einwöchigen Aufenthaltes nicht mehr ausprobieren.

Vom Bahnhof Kaiseresch laufen wir bergab bis in die Ortsmitte. Hier befindet sich der  historische Ortskern.  Wieder am Bahnhof angekommen stellen wir fest, dass der nächste Zug zurück erst in zwei Stunden abfährt und wir beschließen die 11 Kilometer nach Monreal zu wandern. Leider hat  mittlerweile der Regen eingesetzt  und als wir  unser Ziel erreichen sind wir bis auf die Haut nass, aber wir bereuen  nichts.

Über Höhenzüge, herrliche Lichtungen, saftige Wiesen und Täler,  führt uns der Weg stetig näher heran an Monreal.   Es  geht vorbei an einer alten Mühle, die von einer Künstlerfamilie liebevoll restauriert wurde. Schließlich erreichen  wir  total geschafft, aber zufrieden unser Ziel. Da fällt es dann auch nicht mehr ins Gewicht, dass bei der Leerung des Rucksacks auch noch im Inneren ein kleinerer Bestand Regenwasser festgestellt wird.

Cochem 

Der Regen will  uns anscheinend in dieser Woche ständig begleiten. Wir beschließen uns die Stadt Cochem an der Mosel anzusehen. Trotz des schlechten Wetters staunen wir über den recht großen Besucherandrang an einem Wochentag. Durch die engen Gassen, vorbei an unzähligen Weinlokalen, Restaurants und Gaststätten bahnen wir uns den Weg zwischen den Regenschirmen hindurch und erreichen schließlich eine lange Steintreppe, die uns zum Kulturzentrum von Cochem führt.  Von hier aus hat man einen  Panoramablick über die Stadt, der leider durch den Regen getrübt wird.

Cochemer Wein

Wieder an der Uferpromenade angekommen probieren wir in einer Weinhandlung einige liebliche Weine aus.  Wir erwerben einen  leckeren , lieblichen Weisswein, der aber nicht nur die Traube schmecken läßt, sondern auch den typischen Weingeschmack erkennbar macht. Das Cochemer Goldbäumchen– Riesling – Spätauslese wechselt somit den Besitzer und noch in der gleichen Woche wird sich herausstellen, dass nur wenige Flaschen die Stadt Essen erreichen werden.

Schloß Bürresheim

Von Cochem aus fahren wir über Mayen zum Schloß Bürresheim. Das Schloß gehört zu den wenigen seiner Art die nie zerstört wurden und gibt daher einen realistischen Blick auf die Architektur und Lebensweise der damaligen Zeit frei. Erbaut wurde Schloß Bürresheim ab 1134 und seither wurde die Anlage stetig erweitert.

Bis 1938 war das Gebäude noch in Privatbesitz und wurde dann an das Land Rheinland Pfalz verkauft. Wir nehmen an einer Führung teil und erfahren dadurch unter anderem woher der Begriff „etwas auf die hohe Kante legen“ kommt. Über den Betten gab es zur damaligen Zeit immer einen Holzleiste über dem Kopfende, auf der man die Schätze des Hauses aufhob, da diese dort ja ständig unter Bewachung waren.

Burg Eltz

Bei mäßigem bis schlechtem Wetter fahren wir zur Burg Eltz , die wohl bekannteste Burg der Eifelregion. 1143 begann der Bau dieser wunderschönen Burg, die mit ihren Zinnen und Erkern ein bischen an Schloß Neuschwanstein erinnert. Erstaunlicherweise liegt sie nicht auf einem Gipfel,  sondern auf etwa halber Höhe auf einer Erhebung aus dem Tal heraus. Umflossen von der Eltz und umgeben von wunderschönem Waldbestand wirkt Burg Eltz wie aus einem Märchen.

Noch heute befindet sich die Burg in Privatbesitz. Auch hier nehmen wir an einer interessanten Führung teil und nutzen für den Rückweg einen 1,5 Kilometer langen Wanderweg. Wer schlecht zu Fuß ist kann vom Parkplatz aus einen Shuttlebus benutzen, der für 1,50 € seine Dienste anbietet.

Maria Laach

Heute beschließen wir eine Fahrt zum Laacher See, in der Hoffnung der Regen möge einmal etwas nachlassen. Das Auto bleibt am Klosterparkplatz stehen und wir beginnen einen acht Kilometer langen Rundweg um den , durch einen Vulkan entstandenen See. Der Uferweg führt netterweise nicht ständig am Wasser entlang, sondern leitet uns auch durch dichten Waldbestand – der uns etwas vor dem natürlich nicht nachlassenden Regen, schützt.

Immer wieder gewährt man uns zwischendurch einen unverwachsenen Blick auf das Kloster Maria Laach, das von noch fünfzig Mönchen bewohnt wird. Für den interessierten Wanderer findet man in gewissen Abständen Informationstafeln über die Vegetation und über Gestein, das durch den Vulkan entstanden ist. So erkennen wir einen Geröllstreifen der sich als Basaltgestein, entstanden durch einen Lavafluss, herausstellt.

Auf dem fruchtbaren Boden außerhalb des Waldes grasen Kühe mit ihren Kälbern. Zurück in Monreal reißt plötzlich der Himmel auf und es wird trocken. Nach einer kleinen Pause, in der sich unsere Waden etwas regenerieren können, machen wir uns auf dem Weg zum Restaurant Löwenburg, wo wir heute ein edles Zanderfilet zu uns nehmen.

Traumpfade

Der Blick aus dem Fenster und die erstaunte Feststellung das es trocken ist, läßt uns hoffen einmal wieder eine Wanderung ohne Regen durchführen zu können und so machen wir uns auf den Weg um einen der bekannten „Traumpfade“ zu erforschen. Die Eifel – Traumpfade sind allesamt sehr gut gekennzeichnet und gibt es in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen und Längen. Wir entscheiden uns für den Traumpfad „Hochbermeler.“

Ausgangspunkt für unsere Wanderung ist der Ort Bermel – Fensterseifen, wo wir uns natürlich fragen wie man einen Ort „Fensterseifen“ nennen kann, aber diese Frage bleibt heute unbeantwortet. Zunächst geht es bergauf in den Wald hinein bis wir vorbei an einem Steinbruch mit herrlichen Ausblicken über die Vulkaneifel den Gipfel auf 570 Metern erreichen. Dann geht es wieder sanft den Berg hinunter , unterbrochen von Plateaus auf denen man sicherlich auch ab und an Wild beobachten kann. Hochsitze gibt es in großer Zahl.

Auf einer Länge von zehn Kilometern umrundet man so den Vulkan Hochbermeler. Zurück in Monreal schmerzen zwar die Waden durch die Auf – und Abstiege, aber wir wurden belohnt durch die unterschiedlichsten Wege, auf denen wir teilweise wie auf einem Teppich liefen, oder über Geröll, entstanden durch den Vulkan, wie über Feldwege. Wir hatten wunderbare Panoramablicke über die wirklich sehr schöne Eifellandschaft.

Monrealer Ritterschlag

Kaum zu glauben, aber wieder ist es nur bewölkt und die Sonne übernimmt im Laufe des Tages sogar den Löwenanteil. Zunächst fahren wir allerdings nach Kaiseresch zum Einkauf. Es muß ja für den Sonntag in Essen wieder etwas vorgesorgt werden. Etwa gegen zwölf Uhr machen wir uns auf den Weg um einen Teilabschnitt des Traumpfades „Monrealer Ritterschlag“ kennen zu lernen. Der gesamte Wanderweg hat eine Länge von 13,7 Kilometern, was uns heute allerdings zu viel wäre.

Wir begnügen uns mit knapp fünf Kilometern, die uns einen Eindruck vom Gesamtweg erkennen läßt. Entlang schmaler Waldpfade an denen es unmittelbar steil abfällt und es schon ziemlich eng wird , wenn andere Wanderer uns begegnen. Hier erkennt man dann schon den Schwierigkeitsgrad „mittel“. Manchmal frage ich mich ob es nicht zu gefährlich ist diese Wege ungesichert freizugeben. Wir erreichen aber ohne Unfall wieder das Tal der Eltz und Monreal. Da ja noch „Packen“ ansteht, entschließen wir uns noch zum Essen einzukehren und erreichen dann das Haus Erika noch zeitig um die Endstände der Fußballbundesliga noch in Erfahrung zu bringen.

So endet eine Woche in der Eifel, in der wir viel zu sehen bekamen und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir wieder nach Monreal zurückkehren um von hier aus diese überwältigende Schönheiten dieser Region zu erkunden.

Altkötzschenbroda und Dresden

– Reisebericht Altkötzschenbroda

Dresden – Radebeul – 20.05. –02.06.2012

Dresden und Radebeul sind die Ziele für dieses Jahr . Nach gut sieben Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel. Altkötzschenbroda ist ein Ortsteil von Radebeul.  Zur Zeit der  DDR  sollte dieser Ortsteil, der die Altstadt von Radebeul  ausmachte, wegen Baufälligkeit der Häuser abgerissen werden. Durch die Wende wurde das glücklicherweise verhindert und der gesamte Ortsteil historisch restauriert.

Heute ist er ein beliebtes Ziel von Einheimischen und Touristen, da rund um den Dorfanger viele kleine Restaurationsbetriebe, Cafes, Gaststätten, Bistro und Geschäfte sind. Wir wohnten in der Pension Ott –  „alte Schule“ . Obwohl wir mehrere Treppen erklimmen müssen um in unser Zimmer zu gelangen, hat es uns hier sehr gut gefallen. Nette Leute und ein tolles Frühstück.

Radebeul und Weingut Wackerbarth

Nur wenige Minuten Fußweg vom Dorfanger fließt die Elbe vorbei. Am Ufer kann man bequem relaxen und den vorbeiziehenden Schiffen und den Ausflugs – Raddampfern  zusehen. Auf der Radebeuler Seite erheben sich steile Weinberge, hier wird der berühmte sächsische Wein angebaut. Viele Wanderungen unternahmen wir hier. Die Berge hinauf auf das Hochplateau, wo man herrliche Aussichten auf die Stadt, die Elbe und das nahe liegende Dresden genießen kann. Danach weiter zum Weingut Wackerbarth,  wo  wir viele unterhaltsame Stunden bei Dixie Musik und Oldtimerschau verbrachten. Anwesend waren dabei einige  DDR Prominente aus Funk und Fernsehen. 

Meissen

Eine Tour führt uns mit dem Raddampfer nach Meissen. Schon bei der Anfahrt zur Stadt, mit der herrlichen Altstadt und vielem Fachwerk, sehen wir die Albrechtsburg und den Dom, den wir selbstverständlich auch besichtigen.

Moritzburg

Von Radebeul aus machen wir eine Fahrt mit dem Lößnitzdackel. Hierbei handelt es sich um eine Schmalspurbahn mit Dampflok, die seit 1969 als Lößnitzbahn von Radebeul über Moritzburg nach Radeberg fährt. Eine angenehme Reise durch das schöne Lößnitztal führt uns  nach Moritzburg mit seinem wunderbaren  Schloß und dem Landesgestüt. Das Schloß erhielt auch durch die Verfilmung des Aschenbrödel Märchens eine große Bekanntheit.

Hier residierte einst August der Starke, der auch das Fasanenschlößchen bauen ließ. Da er stets Sehnsucht nach dem Meer hatte, wurde am See ein Miniaturhafen mit Leuchtturm angelegt, der einzige Leuchtturm Sachsens. In naher Umgebung befindet sich ein großer Park mit Wildgehege.

Dresden

In Dresden konnten wir eine Aufführung von Verdis „La Traviata“ bewundern und wir waren begeistert, zumal es unser erster Opernbesuch überhaupt war. Die Semperoper ist ein fantastisch restauriertes Bauwerk mit pompösem Glanz der früheren Jahre. Wie auch die Altstadt mit dem Zwinger, der Hof – und der Frauenkirche, dem Ständehaus und dem Stadtschloß ein Zeugnis  von gelungener Restauration abgeben. Eine wunderschöne Stadt, die immer einen Besuch wert ist. Gäbe es nicht Pegida.

Karl May

Da Karl May ein Bürger der Stadt Radebeul war, wurde ihm hier auch ein Museum errichtet. Selbstverständlich nutzen wir die Gelegenheit um das Karl May Museum und den Friedhof mit der Grabstätte des berühmten Schriftstellers zu besuchen.

Festung Königstein und die Bastei

An einem der nächsten Tage fahren wir mit der S-Bahn von Radebeul nach Königstein und wandern über den Malerweg steil bergauf zur Festung Königstein.

Ein gewaltiges Bauwerk aus der Zeit von August dem Starken. Die Festung galt als uneinnehmbar. Von den Festungsmauern bietet sich ein herrlicher Blick auf das Elbsandsteingebirge und die Sächsische Schweiz.  Für den Rückweg nutzen wir bis kurz vor Dresden wieder den Raddampfer, da er uns unmittelbar durch die Sächsische Schweiz mit der „Bastei“ führt.

Unsere Reise nach Sachsen war ein ganz besonderes Erlebnis mit unendlich vielen Eindrücken , die sicher lange in Erinnerung bleiben.