Wolfsland

Wolfsgebiet – Julia Klöckner, ihres Zeichen Bundes Landwirtschaftsministerin, zeigt einmal mehr wie Lobbypolitik gemacht wird.

Zunächst bestätigte sie Bedenken gegen Glyphosat, um anschließend die Zulassung um drei Jahre zu verlängern. Bayer Leverkusen und Bauernverband lassen grüßen.

Nun schreien der Bauernverband und der Jagdverband (DJV) nach Lockerung des Wolfsschutzes. Der Bauernverband spricht bereis von 1000 Wölfen in Deutschland und Klöckner sieht eine Bestandsverdoppelung in 2-3 Jahren. Hier wird mit falschen Zahlen joungliert. Ist Deutschland bereits ein Wolfsgebiet ?

Hier zeigt sich schon die Unkenntnis über die Fakten in Bezug auf den Wolf. Auch die Bundesländer mit den größten Wolfbeständen, als da sind Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg, würden gerne den Wolfschutz aufweichen.

Wolfsgebiet – Wolfsfreie Zonen?

Einige Fraktionen denken über eine „Wolffreie Zone“ nach. Alleine der Gedanke erinnert an einen Witz. Ein Tier das am Tage bis zu 70 Kilometer zurücklegt wird sich sicherlich nicht an einer Wolfsfreien Zone bremsen lassen, oder soll diese Zone lediglich eine Begründung zum Abschuß bieten?

Die Fraktion der Union befürwortet ebenfalls den Abschuß ab einer bestimmten Bestandsgröße, ohne sich auf eine Zahl festzulegen. Die Festlegung einer Größe wäre auch total unsinnig. Es wird nicht zu einer „Übervölkerung“ durch den Wolf kommen.

Im November 2018 gibt es bei uns 73 Rudel, 30 Paare und 3 Einzeltiere. Ein Rudel hat zwischen 3 und 6 Welpen. Sechs Welpen hat momentan nur ein einziges Rudel.

25 Wölfe kamen durch den Autoverkehr zu Tode, 8 wurden illegal geschossen oder auf andere Art getötet und ein Wolf starb eines natürlichen Todes. Der Vermehrung liegt ein Faktor von 1,3 – 1,5 zu Grunde. Kurzfristige Verdoppelung und die Zahl 1000 ist dem reich der Phantasie einzuordnen.

Wolfsgebiet – Jagd nicht nötig

Eine Bestandsregulierung ist völlig Unsinnig. Das regelt die Natur selbständig. Zu Beginn einer Population ist die Vermehrungsquote durch eine steile Linie gezeichnet. Diese flacht aber mit der Bestandszunahme deutlich ab und gegen Ende der Aufnahmefähigkeit reguliert sich der Bestand 1:1 im Verhältnis der Geburt von Welpen und dem Tod älterer Welpen. Die Größe eines Rudels richtet sich immer nach dem Nahrungsangebot.

Der Deutsche Jagdverband fordert bereits jetzt, wo die Population des Wolfes gerade erst begonnen hat, die Wolfsjagd frei zu geben. Vor der Wiederansiedlung des Wildtieres sahen sich die Jäger als „Raubtierersatz“ um den Bestand des Rot- und Schwarzwildes zu regulieren. Nunmehr sehen sie Luchs und Wolf als Konkurrenten an. Das alles obwohl sie selbst nie Herr der Lage bei der Bestandsregulierung geworden sind.

Ein Beschuß von Wölfen ist auch heute möglich, wenn es sich um einen „Problemwolf“ handelt. Wobei auch in diesem Fall zunächst die „Vergraulung“ vorgesehen ist und nicht gleich die Tötung des Tieres.

Es ist also Zeit mehr Informationen über dieses herrliche Raubtier zu vermitteln.

Yellowstone Nationalpark

Im Yellowstone Nationalpark wurden vor 100 Jahren die Raubtiere ausgelöscht. Die Folge war eine rasante Vermehrung der Wapiti Hirsche und der Bison Herden. Der Nationalpark wurde geradezu leergefressen. Die Vegetation ging drastisch zurück. Uferbewachsungen der Flüsse wurden von den Bisonherden zerstört. Das Leben im und am Wasser erlosch. Die Jagd auf die Herden brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Deshalb siedelte man auf Grund der Erkenntnisse wieder vier Wölfe an. Mittlerweile gibt es wieder 100 Wölfe im Nationalpark. Die Vegetation erholt sich nach und nach und an den Flüssen gibt es den Otter und den Biber. Die Wapiti Herden werden vom Wolf bejagt. Durch die Angst vor dem Jäger halten sich die Herden nicht mehr so lange an einer Stelle auf, bis alles abgefressen ist, sondern ziehen ständig weiter. So kann die Vegetation sich erholen.

Über die Entwicklung im Yellowstone Nationalpark gibt es einen Bericht auf ARTE.

Wolfsgebiet


Wolfsgebiet – der soziale Wolf

Das Märchen vom bösen Wolf, von der Bestie, ist noch immer weit verbreitet, dabei ist der Wolf eines der vorbildlichsten „Familientiere.“ Das Rudel bildet die Familie, die aus dem Alphatier, dem Leitwolf und den 1-2 jährigen Jungwölfen sowie den Welpen besteht.

Der Leitwolf muß nicht der stärkste Wolf sein. Es ist der erfahrenste, klügste Wolf des Rudels, der für das Wohlergehen des Rudel verantwortlich ist. Jeden Morgen begrüßen sich die Tiere des Rudels liebevoll und sollte eines der jüngeren Tiere sich einmal nicht an die „Gesetze“ halten wird es vom Leitwolf zurechtgewiesen. Das so getadelte Familienmitglied zeigt durch Rückenlage und eingezogenen Schwanz seine Unterwerfung und das es verstanden hat.

Ein Wurf besteht aus 2 – 8 Welpen, je nach Größe des Nahrungsangebotes. Die ein bis 2 Jahre alten Jungwölfe helfen bei der Erziehung der Welpen. Etwa im Alter von drei Jahren verlassen einige den Familienclan um eine neues Rudel zu begründen.

Die Kommunikation unter Wölfen besteht aus dem „Jaulen“ . Hiermit zeigt eine einzelner oder eine Gruppe Wölfe an :“ hier ist unser Revier.“

Ein kurzes „Wuff“, wie wir es von unseren Hunden kennen, oder das „Knurren“ sind Warnlaute. Eine Weitere Verständigungsart geht über den Geruch. Harn und Kot sowie hormonelle Ausscheidungen gehören dazu.

Das „Markieren“ bestimmter Stellen zeigt an :“das ist mein Platz.“ Die Berührung mit der Nase, das Tasten mit den Pfoten und die Haltung der „Rute“ gehören ebenso zur Kommunukation.

Forscher fanden heraus, dass sich Wölfe sozialer gegenüber ihren Artgenossen verhalten, als der so geliebte Hund. Ein erfahrener Wolf duldet es, wenn ein Jungwolf sich an dem Futter des „Alten“ heranmacht. Selbst auf ein Knurren des Jüngren läßt er sich nicht ein. Bei einem derartigen Verhalten unter Hunden kommt es dagegen zu Streitereien. Diese sind deutlich aggressiver.

Wolfsland NRW : 20. Dezember 2018 :Ministerin Ursula Heinen-Esser: Ab heute können Maßnahmen zum Herdenschutz auch in Ostwestfalen gefördert werden.

Ein zweites ausgewiesenes Schutzgebiet ist jetzt in der Senne ausgewiesen worden. Ein weiterer Standorttreuer Wolf konnte jetzt nachgewiesen werden. Er hat die Kennung GW1044f und wird seit Juli 2018 beobachtet.

Das Wolfsgebiet Senne ist 922 km2 groß und umfasst Teile der Kreise Gütersloh, Lippe und Paderborn sowie der Stadt Bielefeld.

Quellen:Gesellschaft zum Schutz der Wölfe/NaBu/Mythos Wolf.de

Neujahr – was wird 2019 bringen ?

Neujahr – wieder ist ein Jahr vergangen. 2018 hat deutlich gezeigt das die Welt an einem Scheidepunkt angekommen ist. Klimatische Veränderungen und sich Wandelnde Strukturen in der Politik und der Wirtschaft haben das Jahr geprägt. Was aber erwartet uns im Jahr 2019. Es scheint, als wenn gerade in diesem neuen Jahr vieles Unumgänglich ist. Wichtige Entscheidungen müssen jetzt gefällt werden und Weichen in neue Richtungen gestellt werden.

Der Klimawandel 2019

An Neujahr denke ich an den Klimawandel der überall sichtbar ist und der auch im neuen Jahr nicht ohne Folgen bleiben wird. Starkregen, Unwetter mit heftigen Stürmen und Naturkatastrophen sind unausweichlich und können nahezu garantiert werden.

Die Staaten dieser Erde müssen alle Kräfte bündeln um der Erderwärmung entgegen zu treten. Der Klimagipfel in Polen hat noch einmal drastisch aufgezeigt das das Ziel, die Erderwärmung auf unter bzw. bei 2 Grad zu stoppen wohl nicht erreicht werden kann. Forscher halten eine Erwärmung auf 3 Grad für fast sicher. Das bedeutet bereits eine klimatische Katastrophe.

Trotzdem reagiert die Politik nur halbherzig. Noch gibt es zu viele Politiker die sich als Lobbyisten von der Industrie abhängig machen und entsprechend handeln.

Neujahr – Kohleausstieg 2019 ?

In Deutschland muß der Braunkohle Ausstieg so schnell wie möglich erfolgen und 2019 beginnen. Das Argument um den Erhalt der Arbeitsplätze ist scheinheilig. Das der Strukturwandel funktioniert hat die Steinkohle bewiesen. Auch durch das Ende der Braunkohle werden neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Energieversorgung wir auch durch den Braunkohlestopp nicht auf die Knie gehen. Ein großer Teil der Energie aus Braunkohlekraftwerken wird jedes Jahr ins Ausland verkauft. Alternative Energien sind vorhanden und können schnell ausgebaut werden.

In der Bevölkerung ist das Bewußtsein für den Schutz der Umwelt und des Klimas längst angekommen.

An Neujahr denke ich an die Demonstrationen um den Hambacher Forst. Diese haben gezeigt, dass man solidarisch zum Erfolg kommen kann, auch gegen die Macht von Großkonzernen.

Nun gilt es fortzufahren. Die Einhaltung der CO2 Grenzwerte ist ebenso wichtig wie das Tema Braunkohle. Die Autoindustrie als Verursacher ist in die Pflicht zu nehmen. Betrügerisches Handeln darf nicht noch belohnt werden, indem der Neukauf von weniger emmissionsschädlichen Fahrzeugen gefördert wird. Die Autoindustrie ist zum Ersatz verpflichtet ohne den Bürger zu belasten.


Neujahr und Donald Trump

Die Folgen des Klimawandels sind nicht zu übersehen. Dennoch gibt es Politiker wie den amerikanischen Präsidenten Trump, der den menschgemachten Klimawandel bestreitet. Mit Trump sind wir dann auch bereits beim nächsten Kapitel im Jahr 2019.

Die letzte angekündigte Aktion dieses offensichtlich kranken Menschen, ist der Rückzug aus Syrien und Afghanistan. Man könnte vermuten er bedankt sich auf diese Weise bei Putin für die Möglichkeit in Moskaus Immobiliengeschäften mitzuwirken.

Jedenfalls überläßt er den Nahen Osten nun den Despoten Putin und Erdogan. Letzterer freut sich bereits darauf, mit dem Argument die letzten IS Terroristen zu vernichten, gleichzeitig auch das Kurdenproblem lösen zu können.

Mit seiner Wahnvorstellung, die größte Mauer der Welt an Mexikos Grenze zu errichten, bringt der Spalter der amerikanischen Nation verbliebene, vernünftige Politiker zur Verzweiflung. Minister seiner Regierung verlassen nahezu monatlich seine Regierung. Dennoch gelingt es ihm wichtige Positionen in der Gerichtsbarkeit mit ihm wohlgesonnenen Personen zu besetzen.

Wenn es Amerika nicht gelingt diesen chaotischen Präsidenten schnellstmöglch des Amtes zu entheben, wird das unübersehbare Folgen für die Politik und die Wirtschaft weltweit haben. Das Ansehen dieser ehemals großen Nation, mit dem Anspruch der Weltpolizei, ist bereits auf dem Tiefpunkt. Keiner der Partner glaubt noch an die Bündnistreue und Zuverlässlichkeit dieses Präsidenten.

Was geschieht in Europa ?

An Neujahr denke ich an die Europäische Union. Diese steht vor unendlichen Problemen. Eine Reform muß eigentlich in 2019 zwingend erfolgen. Staaten wie Ungarn und Polen, die hier nur stellvertretend für weiter Ostblockstaaten aufgeführt sind, dürfen nicht länger Teil der EU sein.

Diktatorisch geführte, nationalistische Länder, in denen die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, die Gerichtsbarkeit auf Regimetreue fixiert wird und die Rechte der Arbeitnehmer beschnitten werden, gehören nicht in eine Europäische Union. Länder in denen Radio, Fernsehen und Presse zum Staatsmonopol werden, haben das Recht auf Förderung und Mitgliedschaft in der EU verwirkt.

Die Union basiert auf den Menschenrechten und Solidarität. All das ist in diesen Ländern nicht mehr gegeben. Es wäre wünschenswert wen die EU sich neu orientiert. Gegebenenfalls auch unter den Umständen kleiner zu werden.


Deutschland 2019

Die zauderhafte Politik in Deutschland muß in diesem Jahr beendet werden. Immer mehr erscheinen Populisten und Nationalisten in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Teile der AfD bekennen sich offen zu Nationalsozialistischem Gedankengut. Offen werden Bekenntnisse zu einem Teil deutscher Geschichte gezeigt, die unserem Land die schlimmste Zeit bescherte und von der wir gehofft haben das sie Vergangenheit wäre.

Leute wie Poggenburg und Höcke rufen beim Kyffhäusertreffen der äußersten Rechten der AfD offen zum Sytemsturz auf. Pegida Demonstranten laufen mit Galgen für Politiker herum und rufen zur Gewalt auf. Nazis jagen Menschen mit Migrationshintergrund. Verfassungsschutz und Politik dürfen hier nicht mehr tatenlos zusehen.

Wenn in Chemnitz und anderen Städten Frauen sexuelle Übergriffe durch Migranten anzeigen und davon mehr als 70 Prozent sich als Lüge herausstellen, stimmt in diesem Land einiges nicht mehr. Es wird allerhöchste Zeit zu reagieren.

Landwirtschaft

Eine Reform der industriellen Landwirtschaft ist unabdingbar. Nachhaltigkeit muß hergestellt werden. Massentierhaltung ,Überdüngung und der übermäßige Einsatz von Pestiziden vernichten den Boden, der eigentlich bewirtschaftet werden soll. Pestizide sind n i c h t die Heilsbringer der Landwirtschaft, sie vernichten sie. Die Folge ist der Verlust von Flora und Fauna . Der Tod der Insekten bedeutet auch großen Schaden an der Menschheit.

Das Jahr 2019 birgt viele neue Risiken, es kann aber auch das Jahr für eine erfolgreiche Wende werden.

Rudolph – die Kündigung?

Rudolph – das wohl weltweit bekannteste Rentier, hat offensichtlich die rote Nase voll und will seinem Arbeitgeber, dem Weihnachtsmann, kündigen.

Wie wir aus verlässlichen Himmelskreisen, hier in Persona des Herrn K. Ruprecht, Assistent des Weihnachtsmannes, erfahren konnten, liegt das Kündigungsschreiben bereits vor.

Laut Herrn Ruprecht reagiert Rudolph auf Umstände aus seinem Tätigkeitsbereich. In vielfacher Hinsicht macht er gerade jenen Vorwürfe, denen er Jahr für Jahr mit Geschenken viel Freude bereitete – dem Menschen.

Wegen der unerfüllten Forderungen aus Himmelskreisen, etwas gegen die Erderwärmung zu unternehmen, hat Herr Rudolph, bedingt durch die ausbleibenden Schneefälle, immer mehr Probleme mit seinem Transportmittel. Selbst der Weihnachtsmann hat schon in Erwägung gezogen einen Antrag auf angemessene Arbeitskleidung zu stellen.

Einem Antrag bei der HBfR – der himmlischen Behörde für Rentierfragen – auf ein Gefährt mit vier Rädern, wurde bisher stets aus humanitären Gründen die Annahme verweigert. Der schneefreie Boden ist aber für die Schlittenkufen äußerst schädlich und es kommt immer öfter zu einem Kufenwechsel. Das treibt natürlich auch die Transportkosten in die Höhe.

Schon die Anreise zur Erde wird, wie es ach der Weihnachtsmann bestätigt, zur Qual. Die Reise durch die immer dichter werdenden CO2 und Methangasschichten bewirken bei beiden Beteiligten oft einen starken Hustenreiz und schlägt sich auf die Atemwege nieder.

Ein weiterer Anlass für das Kündigungsschreiben ist die unerfüllte Bitte an die irdischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister das Besprühen der Bäume mit Pestiziden zu verbieten.

Bei der Geschenkablage unter die festlich geschmückten, aber zu 70 Prozent mit Pestiziden belasteten Tannenbäume, kommen Rudolph furchtbare Gedanken. So glaubt er durch das Einatmen der Gifte unter Umständen nicht mehr in der Lage zu sein für den Nachwuchs im Jugend-Rentierlager sorgen zu können.

Noch hat der Weihnachtsmann das Kündigungsschreiben des Herrn Rudolph nicht angenommen. Er appelliert gerade zum diesjährigen Weihnachtsfest noch einmal an alle Menschen, sich um die Belange für sich und seine Mitarbeiter einzusetzen.

Auch im Sinne der Kinder dieser Erde, die auch in Zukunft den Weihnachtsmann mit seinem Rentier Rudolph mit Freude erwarten wollen. Eventuell kann er Rudolph ja noch einmal Überreden seine Kündigung zurück zu ziehen.

Insofern wünschen wir allen Menschen auf Erden ein frohes Weihnachtsfest.

GfhA – Gewerkschaft für himmlische Angelegenheiten

Saarner Aue

Saarner Aue – Eines unserer beliebtesten Ausflugsziele in der nahen Umgebung ist die „Saarner Aue“, ein Teil der Ruhraue und der Nachbarstadt Mülheim/Ruhr. Gelegen in dem altertümlich wirkenden Stadtteil „Saarn“. Mit den wunderschönen Fachwerkhäusern, Restaurants und schicken Läden. Obwohl Saarn der flächenmäßig größte Stadtteil ist, wird er liebevoll „Dorf Saarn“ genannt.

Saarner Aue

Am Flußlauf der Ruhr befindet sich mit einigen Altwässern und Grünland , die Saarner Aue. Auch ein Bachlauf zieht sich durch das Gelände. Ein Teil, weiter im nördlichen Bereich, unterhalb der Mendener Brücke bietet den weniger Naturbegeisterten die Möglichkeit zum Grillen und es gibt dort eine Ballspielwiese und einen Spielplatz. Der südliche Teil ist  der Natur belassen. Ein Parkplatz befindet sich an der Kahlenbergstraße, Ecke Mintarder Straße.

Artenvielfalt in der Saarner Aue

Wer von hier aus den Weg in die Aue beginnt, sieht recht bald eine große Kolonie Graureiher. Mehr als 80 Paare finden sich hier im Frühjahr ein, um auf den Weiden der ehemaligen Tongrube Rotkamp zu brüten.

Etwas weiter nähert man sich  der kleinen Holzbrücke die den Mühlenbach überquert. Der Bach hat sich hier etwas aufgestaut und ist der Aufenthaltsort für Schwäne, Enten, Kormorane, Zwergtaucher, Haubentaucher, Blässhuhn und in den Wintermonaten  für den Gänsesäger. 

Das Geländer der Holzbrücke nutzen die Spaziergänger um Vogelfutter auszulegen. Das Rotkehlchen würde auch aus der Hand fressen, es hat keine Berührungsängste und die Kohlmeise zeigt auch nur wenig scheu vor den Beobachtern. Selbst die Heckenbraunelle nimmt sich ein wenig Zeit und frisst gleich vor Ort. Auch der Kleiber und die Blaumeise haben sich angepasst. Lediglich die Sumpfmeise und die Schwanzmeise sind sehr vorsichtig und scheu. Oben aus den Gipfeln der Silberweiden schaut der Eichelhäher kurz auf das Treiben, bevor er sich schnell entfernt.

Saarner Aue

An der Fußgängerbrücke „Saarner Auenwald“ kommt es dann zur Begegnung mit den Fotografen, die hier mit ihren riesigen „Brennweiten“ auf den Eisvogel warten. Die Überflutungsgewässer und der Mühlenbach haben einen reichen Fischbestand, Die Uferbewachsung geht hier bis dicht ans Wasser und der Eisvogel hat hier ideale Bedingungen.

Die „normalen“ kleinen Singvögel finden hier nur wenig Beachtung. Es sei denn, ein Zaunkönig läßt sich blicken, dann schwenken die „Rohre“ gleich in seine Richtung. Selbst die kleine Wühlmaus, die sich am Futter bedient wird ignoriert.

Auf den Weideflächen und Grünflächen der Aue findet man Kolonien der Kanadagans, der Nilgans und der Graugans. Auch einige Rostgänse haben sich eingefunden und im Hintergrund sieht man eine Gruppe Rehe grasen. 

Im Seitenarm der Ruhr mit stillem Gewässer entdecke ich Schnatterenten, Krickenten und die Reiherenten. Kurz vor dem Ende des Rundganges entsteht gerade eine neue Auenlandschaft. Wo der Holunderweg den Mühlenbach überquert, säumen Kopfweiden beide Uferseiten und der Bach wird wieder in einen natürlichen Lauf gebracht. 

Auch wenn wir schon sehr oft in der Saarner Aue waren, entdecken wir immer wieder etwas neues. Sei es die wunderschöne Wildblumenwiese oder wieder ein neues Tier das sich hier eingefunden hat.

Neue Gewächse und Insekten erregen unsere Aufmerksamkeit und auch wenn es jetzt in den Wintermonaten ruhiger geworden ist, gibt es immer wieder einen neuen Wintergast zu begrüßen.

Die Aue entspricht den FFH Richtlinien der EU (Flora-Fauna-Habitat) und ist Teil des Netzwerkes Natura 2000.

Weihnachtsbaum, voll Gift sind deine Blätter…

Weihnachtsbaum – wer seine Schwiegermutter loswerden will, kauft ihr zu Weihnachten einen Tannenbaum – aus einem Baumarkt in Gmünden. 

Was sich wie der Beginn eines Kriminalromanes liest, lässt erahnen das mit dem Baum etwas nicht stimmt.  Von 17 getesteten Weihnachtsbäumen hat der NaBu in und auf den Nadeln von 13 Tannen Pestizide festgestellt.

In  Gmünden befand sich an einem Baum sogar das Gift Parathion-Ethyl, auch bekannt als E 605, das im Volksmund den Beinamen „Schwiegermuttergift“ erhielt. Mit dem Gift begingen viele Menschen Suizid, oder nutzten es für einen Mordanschlag. E 605 ist seit 15 Jahren innerhalb der EU verboten.

Weihnachtsbaum – 76 Prozent mit Pestiziden belastet

Die Tester entnahmen 17 Proben aus Bäumen der verschiedensten Regionen in Deutschland. Tannen aus Plantagen, Baumärkten, Gartencentern und dem Straßenverkehr wurden untersucht.

Bei 76 Prozent, 13 von 17,  der mit Pestiziden belasteten Bäume wurden neun verschiedene Gifte gefunden. Fünf der nachgewiesenen Pestizide gelten als besonders schädliche Mittel Bei der Hälfte fand man gleich zwei Wirkstoffe je Baum, bei einem sogar drei.

Das schädlichste, in der EU zugelassene Pestizid, Lambda – Cyhalothrin , wurde an neun der getesteten Bäumen gefunden. Dieses Gift wird auf Plantagen als Insektengift genutzt.

Wer sicher gehen will, einen von Herbiziden (Unkrautvernichtung), Insektiziden (Insektengift) oder Fungiziden (Pilze,Sporn)  unbelasteten Baum für den Gabentisch zu schmücken, muß etwas tiefer in die Tasche greifen und einen Bio – Tannenbaum kaufen.

Es ist bisher nicht nachgewiesen ob die  Gifte an den Bäumen in den warmen Räumen eine Gesundheitsgefährdung darstellen. Allerdings kommt es bereits durch die Behandlung der Tannen mit Pestiziden in der Forst- und Baumwirtschaft zur Verunreinigung des Bodens und des Grundwassers.

Einen unbehandelten Bio-Baum erkennt man am Siegel der Öko Anbauverbände Bioland, Naturland, oder Demeter. Auch die Bäume aus FSC- zertifizierten Wäldern sind ohne Gifte.

Weihnachtsbaum mit Ballen ?

Oft empfehlen Weihnachtsbaum Verkäufer einen Baum mit Ballen zu kaufen, weil man damit die Umwelt geschont und der Baum wieder eingepflanzt werden kann. Allerdings gelingt die Wiedereinpflanzung nur sehr selten. Der Ballen muß groß genug sein. Der Baum muß langsam an die Umgebung gewöhnt werden.

Der Übergang aus der Kälte in die warme Wohnung hat langsam zu erfolgen, Genauso ist es dann später wenn er wieder gepflanzt werden soll. Die Energie des Baumes ist vor dem Ausnehmen bereits heruntergefahren worden. Kommt er nun abrupt in einen beheizten Raum, ist es für ihn ein Schock. Umgekehrt ist es das Gleiche. 

Übrigens möchte ich mit diesem Artikel niemandem die Freude am Weihnachtsfest nehmen. Auch ich habe Spaß an einem schönen geschmückten Tannenbaum an den Weihnachtstagen und deshalb wünsche ich auch allen Lesern ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr 2019.

mit dem schönen Weihnachtslied :


Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum,     voll Gift sind deine Blätter.                du strahlst nicht nur zur Sommerzeit,  nein auch im Winter, wenn es schneit,

Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum,      voll Gift sind deine Blätter.                                                                                          

Erlebnisse aus zwei Jahren

Erlebnisse

Erlebnisse aus zwei Jahren – ich zeige hier Tiere die mich in den letzten zwei Jahren ganz besonders fasziniert haben. Es gab natürlich noch viele andere, wunderbare und faszinierende Wesen die ich fotografieren und beobachten durfte. Zu sehen sind diese in der Galerie. Die nachfolgenden waren aber besondere Erlebnisse.

Das Taubenschwänzchen

Taubenschwänzchen

 besondere Erlebnisse – dazu zählte die Entdeckung eines Taubenschwänzchen . Zunächst glaubte ich einen Kolibri zu sehen, was ja in unseren Breitengraden unmöglich ist, als ich dieses schwirrende Wesen an unseren Balkonblumen bemerkte. Meine Nachforschungen haben dann ergeben,  dass es sich um einen Schmetterling handelt. Unter den Namen Taubenschwänzchen, Karpfenschwanz oder Kolibrischwärmer ist er in Südeuropa verbreitet. Erst durch die warmen Sommer 2003 und 2006 kam der Schmetterling nach Bayern und wird seit wenigen Jahren auch nördlich des Freistaates gesichtet. Nun hat er es wohl auch bis ins Ruhrgebiet und nach Essen geschafft.

Rostgänse

Diese beiden„Rostgänse“ landeten auf dem Dach der Winkelsmühle im Neandertal, als wir eine Wanderung durch diese herrliche Natur- und Kulturlandschaft unternahmen. Eigentlich stammt die Rostgans aus der innerasischen Steppe und ist durch Gefangenschaftsflucht nach Europa gekommen. Auch als Kasarkas oder Tadorna in Deutschland bekannt, gehört sie zur Gattung der Halbgänse.  Das Vorkommen der Rostgans in Europa ist problematisch, da die Exotin einheimische Vögel verdrängt. Zur Brutzeit verhält sie sich äußerst aggressiv und vertreibt die heimischen Enten. Außerdem nutzt sie die Brutstätten der Schleiereule und des Turmfalken. In den 80er Jahren kam es zu Bruten in Baden-Württemberg und NRW. Im Jahr 2000 schätzte man den Brutbestand auf fünf bis zwanzig Paare.


Der Kiebitz – Erlebnisse auf Borkum

Der Kiebitz gehört zu den gefährdeten Arten und wurde 2015 auf die rote Liste gesetzt. Ursprünglich stammt der Wattvogel aus Eurasien und brütet in Marschwiesen und Weidelandschaften. Nachdem zunächst die Anzahl in Europa stark gestiegen ist, ging der Bestand durch die Zerstörung des Lebensraumes drastisch zurück. 1996 wurde er deshalb zum Vogel des Jahres ernannt. Im Jahr 2000 war der Bestand nur noch die Hälfte des Bestandes von 1996. Er ist in Deutschland nun streng geschützt und ich konnte ihn auf den Hoppweiden und am Tüskendoorsee auf der Insel Borkum beobachten. Hier gibt es wider mehrere Brutpaare.

Der Grünspecht

Der Grünspecht , auch als  Grasspecht bekannt , wird wegen seines  lachenden  Rufes, auch „der lachende Hans“ genannt. Bevorzugter Lebensraum sind Streuobstwiesen, da seine Lieblingsspeise aus Ameisen besteht. Der sehr scheue Vogel ist stark Kälte empfindlich und lebt überwiegend in Höhenlagen bis zu 150 Metern. Der Bestand ist europaweit um ca.50 % gesunken, ebenfalls durch Pestizide und veränderte Landwirtschaften. Er wird in der Vorwarnstufe der gefährdeten Arten geführt und wurde Vogel des Jahres 2014

Der Sperber


besonderen Erlebnisse – Auch dieser abgebildete Sperber gehörte dazu. . Der Sperber gehört zur Familie der Habichte und ist ein Greifvogel. Das Sperberweibchen ist fast doppelt so groß wie das Männchen, das auch „Sprinz“ genannt wird. Der Bestand war eine Zeit lang (nach 1955) durch Pestizide und Gifte wie DDT gefährdet. DDT kam in der Nahrungskette bei Insekten und Singvögeln vor und wirkte sich auf die Fortpflanzung des Greifvogels aus. Der Sperber ernährt sich von Vögeln bis zur Größe einer Taube. Nach dem Verbot verschiedener Gifte in der Landwirtschaft hat sich der Bestand erholt und gehört nicht mehr zu den gefährdeten Arten. Bei unserer Wanderung durch die Naturlandschaften nahe des Flughafens auf Borkum konnten wir ihn aus nächster Nähe beobachten. Unsere Anwesenheit hat ihn nicht weiter gestört.

Flamingos in Deutschland

Aus einem Hochmoor entstand im Münsterland westlich von Vreden das Zwillbrocker Venn, benannt nach dem gleichnamigen Ort Zwillbrock. Durch das Ende des Moorabbaus entstand ein See mit  einer vielfältigen Pflanzen und Tierwelt. 1970 wurden erstmals im Venn zwei Flamingos gesichtet. 1983 waren es bereits 12 Chileflamingos und erstmals schlüpften zwei Junge. Da eines der Jungen nicht überlebte brachte man das andere in einen Zoo. 1983 bis 1989 wurden dreizehn Junge in Zoos verbracht. 1986 erschien erstmals ein Rosaflamingo und auch dessen Junge wurden flügge. 1994 tauchte der Kubaflamingo auf und 2006 erstmals der Zwergflamingo.  Bis 2006 wurden pro Jahr bis zu 17 Brutpaare registriert. Im Winter ziehen die Tiere auf die holländischen Seen und kommen im März zurück.

Gelbbauch Schmuckschildkröte

… wird auch Gelbwangen – Schmuckschildkröte genannt und gilt als typische Wasserschildkröte. Sie stammt aus Gewässern der USA zwischen Virginia und Florida. Da sie eine beliebte Art in Zoohandlungen ist, wurde sie durch falsche Tierliebhaber in deutschen Seen ausgesetzt. Im Vogelschutzgebiet der Heisinger Aue, am Baldeneysee Essen, habe ich sie nun bereits im dritten Jahr beobachten können, wenn sie sich in der Sonne ausruhten. Offiziell ist nicht bekannt ob sie sich halten kann. Da aber die Winter immer milder werde hat sie sich offensichtlich im Ruhrgebiet eingelebt. Sie erreichen eine Größe von über 30 cm.

Nutria

Die/das Nutria wir auch Biberrate oder Sumpfbiber genannt. Die Nagetierart ist eine aus Südamerika in Europa eingebürgerte Art. Sie gehört zu den bodenlebenden Stachelratten und ist die einzige wasserlebende Gattung ihrer Art. Oft wird sie mit der Bisamratte aus Nordamerika verwechselt. Die allerdings kleiner ist und einen abgeplatteten Schwanz hat. Nutria erreichen eine Körperlänge von bis zu 65 cm und wiegen erwachsen zwischen acht und zehn Kilogramm.
Einst war das Fell sehr begehrt und in Südamerika wurden sie zur Plage,weshalb man das Fleisch als Köstlichkeit anbietet. In allen Bundesländern  in Deutschland kann man in verschiedenen Gewässern die/das Nutria beobachten.

Ringelnatter

Ringelnattern überwintern an frostfreien Stellen im Erdboden oder in hohlen Baumstubben. Je nach Witterung kommen sie im März oder April wieder zum Vorschein. Nach einer Häutung paaren sie sich. Ende Juli bis August legen die Weibchen an geeigneten Plätzen bis zu 50 Eier ab. Die Brutplätze müssen feucht und möglichst warm sein. Ringelnattern sind sehr scheue Schlangen, die bei Gefahr schnell in einem Schlupfwinkel verschwinden. Bei Gefahr kommt es kaum zu Abwehrbissen. Die Schlangen sondern aus ihrer Analdrüse eine sehr stark stinkende gelbe Flüssigkeit ab, um damit abzuschrecken oder sie stellen sich tot. Bedroht wird der Fortbestand der Ringelnatter durch die zunehmende  Zerstörung ihres Lebensraumes durch den Menschen. Trockenlegungen von Feuchtgebieten, Ausbau von Uferzonen der Binnengewässer, Straßenbau und Landschaftszersiedlung, aber auch Umweltgifte sind Faktoren, die das Vorkommen dieser heimischen Reptilien gefährden. Im Müritz Nationalpark lagen sie auf einem Steg in der Sonne.

mein Freund der Baum

Baum – um ihn ranken sich Sagen, Mythen und Geschichten. Ein Symbol der Stärke, des Schutzes und  Teil religiöser Deutungen. Vielfach besungen, wie in dem Lied von Alexandra, dessen Titel die Überschrift trägt. Oft ist er der Begleiter eines Lebens. Gepflanzt anlässlich der Geburt eines Kindes, sieht man beide gemeinsam aufwachsen.

Auch wenn er stoisch, ruhig an seinem Platze steht und nur der Wind die Baumwipfel bewegt, ist der Baum im Inneren sehr aktiv. Jetzt, zu der kalten Jahreszeit ist er dabei seinen Lebenssaft zu verdicken. Er fährt seine Energie stark herunter. Das Wachstum wird gestoppt, um sich vor der zu erwartenden Kälte zu schützen. 

Die Rinde , die er jährlich erneuert schützt ihn vor Fressfeinden und anderen äußeren Einflüssen.  Gleich unter der Rinde befindet sich eine Schicht aus feinsten Fasern, der Bast. Dieser führt im Wasser enthaltene Nährstoffe, die er vom Wipfel aus bis in die Wurzel an den Baum abgibt.

Aus dem Bast wurden in früheren Zeiten Seile und Körbe angefertigt. Unter dem Bast folgt eine Schicht die man „Kambium“ nennt. Dies ist die Ebene welche die Stärke, die Dicke des Stammes ausmacht. Jeder kennt die Jahresringe eines Baumes. Das ist die Schicht Kambium.

Auf das Kambium folgt dann das Splintholz, das junge Holz eines Baumes. Es führt dem Baum von der Wurzel bis in die Baumkrone  Wasser, Salz und Zucker zu.. Erst danach folgt der eigentliche Stamm, der ihn statisch fest hält. Er ist der harte Kern des Baumes, das eigentliche „Holz“.

Das Kernholz stärkt den Baum und besteht aus besonders festem Stoff. Die schützende Rinde mit den darunter liegenden „Versorgungsteilen“ bilden also die Grundlage für einen gesunden, kräftigen Baum.

Der Baum – die große Pflanze

Einen kranken Baum erkennt man an austretendem Harz, Wasser oder Saft. Auch extreme Risse oder Wunden in der Rinde und starker Pilzbewuchs sind Anzeichen für eine Erkrankung. 

Der Baum ist eine Pflanze mit einem hölzernen Stamm . Der größte seiner Art ist der Mammutbaum. In Kalifornien wurde der größte mit einer Höhe von 120 Metern gemessen. Die maximale Größe die ein Baum erreichen kann errechneten Wissenschaftler mit 150 Metern, darüber hinaus kann er sich nicht mehr selbst versorgen.

Bei den Blüten unterscheidet man zwischen männlichen und weiblichen Bäumen. Sitzen die Blüten beider Geschlechter auf einem Baum, spricht man von „einhäusigen“ Blüten. Das ist zum Beispiel bei der Eiche, der Birke, der Erle der Rot-Buche und dem Nussbaum der Fall.

Befinden sich die Blüten auf verschiedenen Bäumen, reden wir von „zweihäusigen“ Blüten. Die Weide, die Pappel und der Gingko fallen in  diese Kategorie.

Schonen wir unser Bäume in den Wintermonaten. Streusalz das die Bäume erreicht  werden durch Chloride im Spritzwasser an ihren Wurzeln stark geschädigt. Zellen des Baumes sterben ab. Nährstoffe im Boden die für den Baum wichtig sind werden durch die Salze zerstört.

Achten wir darauf in der Nähe von Bäumen möglichst kein Salz zu streuen. Alternativen gibt es ja . Die große Pflanze sollte es uns wert sein.

Es ist immer wieder erstaunlich auf welche Wunder der Natur man trifft, wenn man sich näher mit ihr befasst.

Tierfotografie – Technik

Tierfotografie – Bevor wir mit der Tierfotografie beginnen, sollten wir uns überlegen welche Tiere fotografiert werden sollen. Geht es um einen Zoo Besuch, oder in die freie Natur?

Es ist immer ratsam sich über die zu erwartenden Tiere vorab zu informieren. Ein Tierfotograf sollte immer auch Natur- und Tierschützer sein.

Informationsmaterial gibt es überall, im Internet oder im Buchhandel ist alles über das jeweilige Tier zu lesen, um es während unserer Aufnahmen nicht zu stören. Das Tier steht an vorderster Stelle.

Zur Not verzichtet man lieber auf ein gutes Bild und erfreut sich an dem natürlichen Anblick. Kommt man zu nahe, können die Tiere verschreckt werden. Oft hat das Folgen für die Brut oder Jungtiere, Eltern kommen nicht wieder zurück und der Nachwuchs kann nicht überleben.

Auch wenn keine Jungtiere oder Brut vorhanden sind, kann man Tiere durch Unbedachtsamkeit aus ihrem Revier verschrecken.


Tierfotografie – das Auge

Das Auge ist für die Tierfotografie ein wichtiger Punkt. Der Fokus, die Schärfe sollte immer auf dem Auge des Tieres liegen.

Die meisten Tierbilder werden so gemacht, wie wir die Tiere sehen. Der Vogel von unten, der Käfer von oben.  Ein gutes Bild entsteht wenn man sich auf Augenhöhe mit dem Tier befindet.

Das bedeutet, das man sich nicht mit dem Gala Anzug auf „Fotopirsch“ begibt. Man muß auch einmal runter in den Dreck, oder in den Matsch. Die richtige Kleidung ist also auch ein wesentlicher Punkt.

Manchmal ist es zu überlegen, ob man nicht frische Kleidung in den Rucksack packt. Es ist oft unangenehm wenn man über lange Zeit in nassen „Klamotten“ herumlaufen muß. Planung ist alles.


Tierfotografie – das Porträt

Haustiere, Tiere im Zoo oder  Tierparks, Tiere die an den Menschen gewohnt sind, eignen sich gut für Porträtaufnahmen. Sie bewegen sich nicht viel, oder liegen am Boden. 

Bei derartigen Aufnahmen kann man eine längere Belichtungszeit wählen. Eine offene Blende sorgt für einen unscharfen Hintergrund und bringt das Tier in den Blick. Es genügt eine niedrige ISO Zahl, was ein Bildrauschen verhindert.

Bleibt noch der Hinweis sich mit der Drittelregelung und dem goldenen Schnitt zu befassen, um eine schöne Bildaufteilung zu erreichen.

Tierfotografie – Action

Anders sieht es bei Tieren in der freien Natur aus. Diese sind meistens unruhig und bewegen sich viel und schnell. Die Belichtungszeit muß hier, je nachdem wie schnell das Tier unterwegs ist, oder sich bewegt, angepasst werden. Das beginnt bei 1/250 Sek und kann durchaus bis 1/2000 Sek reichen.

Hier sollte die Blende auch nicht ganz geöffnet sein, um die Schärfe zu gewährleisten. Das zwingt uns dazu die ISO Zahl höher zu stellen. Hierbei besteht die Gefahr das zu viel Bildrauschen entsteht. 

Eine hohe  Lichtempfindlichkeit des eingesetzten Objektives hält den ISO Wert relativ klein. Natürlich sind derartige Objektive nicht die preiswertesten. Da man aber in der Tierfotografie mit Brennweiten ab 200mm beginnt, sollte man sich vor dem Kauf überlegen und informieren welches Objektiv für meine Zwecke besonders geeignet ist. 

Hinzu kommt das die Objektive mit großen Brennweiten auch sehr schwer sind. Im Zoo ist ein Dreibeinstativ meist kein Problem. Man sollte aber auch bei der Zoofotografie möglichst nicht zu den Hauptbesuchszeiten, wie dem Wochenende, seine Fototour beginnen. Stolpert einer der anderen Zoobesucher über Ihr „Dreibein“ kann es schon einmal Ärger geben. Informiere dich vorher wann Fütterungszeiten sind. Da sind die Tiere noch aktiv. Nach dem Fressen liegen sie meist gelangweilt am Boden.

Ansonsten genügt oft ein Einbeinstativ als Unterstützung. Fliegende Vögel oder ähnlich schnelle Tiere erfordern ein bischen Übung mit der Fotografie „aus der Hand“. Es gibt im Internet einige gute Tipps für einen festen Halt und eine ruhige Hand. Ehemaligen Soldaten sollte noch die Haltung mit dem Gewehr bekannt sein. Das ist auch bei den „dicken Tele“ hilfreich.

Zum Schluß sei noch einmal betont, dass wir auf keinen Fall einen „Blitz“ einsetzen. Tierschutz geht vor „Fotoschuß“

eine Tasse Kaffee wäre nett




Oekosystem Meer

Wie gesund das Oekosystem Meer ist, lässt sich leicht anhand der im System lebenden Seevögel beobachten. Deren Entwicklung  gilt hierbei als maßgebend.

In den letzten 60 Jahren ist ein dramatischer Rückgang der Gesamtpopulation zu verzeichnen.

Michelle Paleczny, Studentin und Forscherin des UBC – Masters sammelte Informationen zu mehr als 500 Seevogelbeständen weltweit.

Sie stellte fest, dass die Population um 69,6 Prozent zurückgegangen ist. Das entspricht 230 Millionen Vögel.  Diese Entwicklung zeigt eindeutig, das mit dem Ökosystem Meer etwas nicht stimmt.

Das  kranke Oekosystem

Die Überfischung der Meere raubt den Vögeln die Nahrungsgrundlage. Hinzu kommen Ölverschmutzung, Plastik und Fangnetze in denen sich die Seevögel verheddern und ertrinken. Weitere Faktoren sind die Veränderung des Lebensraumes und die Folgen des Klimawandels.

Vor allem der Albatros verfängt sich häufig in Fangnetzen und stirbt. Seevögel sind aber durch den abgebenden Dung wichtiger Bestandteil der Küstenregionen. Sie bringen mit ihren Ausscheidungen Nährstoffe in die Regionen.

Die Studie von Paleczny und weiteren Forschern der University of Technology in Sydney, Australien, ist die erste ihrer Art und wurde im PLOS ONE publiziert.

Durch die industrielle Fischerei verhungern Pinguine, da ihr Beuteschema dem der Fischer entspricht. Forscher des französischen National Zentrums für wissenschaftliche Forschung in Montpellier und der Sea Around US Initiative der Univerity of British Columbia haben herausgefunden das der jährliche Konsum von Seevögeln von 70 auf 57 Millionen Tonnen zurück ging. In der gleichen Zeit erhöhte sich die Fangquote von 59 Millionen Tonnen auf 65 Millionen Tonnen jährlich,

Das verminderte Nahrungsangebot ist Ursache für den Verlust eines Viertels der Pinguine und der Hälfte der Seeschwalben und Fregattenvögel.

Die Forscher beobachteten etwa 60 Prozent der weltweiten Seevögelpopulationen. Am stärksten gefährdet sind die Arten die vom Arktischen Krill, vom Tintenfisch und von Heringen und Sardinen leben.

Das Oekosystem Meer ist chronisch Krank und es wird Zeit gegenzusteuern.