Wetter und Klima

Wetter und Klima – diese beiden Begriffe sorgen offensichtlich bei einigen Menschen für Verwirrung. So schreibt ein Dr. Peter Reich auf Twitter zum aktuellen Wetter:


Beim #Brennpunkt zum Wintereinbruch fehlt jetzt eigentlich nur noch ein grüner „Experte“, der uns erklärt, dass auch dieser Wintereinbruch „mit absoluter Sicherheit“ ein Beleg für die menschgemachte #Klimaerwärmung sei…

dr. peter reich

dazu der Kommentar des AfD Mitglied Dr. Maximilian Krah:

Das Potsdam Institut für Klimaforschung – quasi das deutsche Lehramt für diese Religion – hat das gestern schon getan. Wird es warm: #Klimawandel. Wird es kalt: #Klimawandel. Und das nennen die Wissenschaft.

twitter dr. maximilian krah

Nun ist es ja nicht neu das Politiker dieser Partei, im Bezug auf den Klimawandel, der Theorie des US amerikanischen Präsidenten Trump nacheifern, der den Klimawandel ja als Nonsens darstellt.

Das liegt womöglich daran, dass ihnen die Begriffe Klima und Wetter völlig fremd sind.

Wetter – Begriffserklärung

Wetter schildert einen momentanen Zustand. Es beinhaltet den vorherrschenden Wind, den Niederschlag und die Wolkenbildung. Das Wetter wird bestimmt vom derzeitigen Hoch- oder Tiefdruckgebiet.

Eine Vorhersage des Wetters kann, unter Berücksichtigung des Istzustandes mit Hilfe physikalischer Berechnungen der Luftströme, für etwa acht Tage vorhergesagt werden.

Klima – Begriffserklärung

Das Klima ergibt sich aus Vergleichswerten und Klimavariablen : Temperatur, Wind, Verdunstung, Niederschlag und umfangreiche atmosphärischen Zusammenhänge. Zum Klimasystem gehören auch die Treibhausgase und die Belastung der Atmosphäre durch Bevölkerungsdichte und Energieverbrauch.

Der Klimawandel ergibt sich aus Vergleichen der Messwerte über einen Zeitraum von 30 Jahren.

Um zu ermitteln wie sich die Klimaveränderung in der Zukunft auswirken, muss man wissen, wie es mit der Belastung der unteren Atmosphäre weitergeht. Höhere Treibhausgase führen zu einer negativen Entwicklung und werden den Klimawandel verschärfen. Der Umgang mit fossilen Brennstoffen und den natürlichen Ressourcen spielt eine extrem große Rolle für die Zukunft unseres Klimas.

Eine weitere globale Erwärmung führt in den Ozeanen zu erhöhter Verdampfung und zu höherem Niederschlag auf den Kontinenten. Hierbei werden die hohen Breiten und die Tropen noch mehr Niederschlag ertragen müssen, während die bereits trockenen Regionen, wie die Subtropen, noch trockener werden.

In Europa wirken sich künftige klimatische Veränderungen regional und saisonal unterschiedlich aus. Für den Mittelmeerraum wird in den Sommermonaten ein Temperaturanstieg von mehr als 2,5 Grad Celsius erwartet. In Teilen Mitteleuropas dagegen weniger als 1,5° C.

Für die Wintermonate rechnet man für die Region – Skandinavien bis Mittelmeer – mit einem Temperaturanstieg von 1,5 – 2° C.

Die Simulation der Ergebnisse aus den Jahren 1970 bis 1999 ergaben ein Szenario für 2060 bis 2090 welches dazu führt, dass in Südeuropa die Niederschlagsmengen abnehmen und in Nordeuropa zunehmen. Starkregen wird in Nord- und Mitteleuropa deutlich zunehmen. Im Norden können sich die Starkregentage gar verdoppeln.

Extremwetterlagen werden häufiger. Durch die Erwärmung des Mittelmeeres kann es auch dort zu Tornados kommen und im Landesinneren kann es vermehrt zu Hurrikans – Windhosen – kommen.

Es wird also vieles darauf ankommen eine vernünftige , vorsorgende Umweltpolitik zu führen um Extremen vorzubeugen. Stoppen kann den Klimawandel wohl niemand mehr. Er kann aber noch in einem einigermaßen erträglichen Rahmen gehalten werden

…… Ich bin übrigens kein Mitglied der „Grünen“. Halte aber Ansichten, wie am Anfang des Artikels beschrieben, für unvernünftig und gefährlich.

Infos u.A. Max Planck Institut für Meteorologie

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