Wissenswertes

Wissenswertes aus den Geschehnissen in der Natur.

verklebtes Auto nach dem Parken unter dem Baum

Auto – wer sein Auto ungünstig unter einem Baum geparkt hat, erlebt oft sein blaues Wunder. Die Scheiben sind total verkleb und das ganze Auto sieht furchtbar aus.

Woher kommt das? Blattläuse hängen ihre Rüssel in die Adern der Blätter oder Nadeln. Dort saugen sie das Baumblut derart heftig aus, dass es Hinten als Tropfen wieder herauskommt.

Das Baumblut enthält Eiweiß, welches die Blattläuse dringend benötigen. Weil sie das Kohlehydrat „Zucker“ nicht brauchen landet diese klebrige Substanz mit der Ausscheidung auf dem Auto.

Honig – aus Fäkalien – Wissenswertes

Der beim Menschen so beliebte Waldhonig besteht aus den Fäkalien der Blattlaus. Die Honigbiene saugt die süßen Tropfen auf und würgt sie im Bienenstock wieder hoch um sie zum Waldhonig zu verarbeiten.

Frühjahr – leckere aus der Rinde

Wer im Frühjahr eine umgeworfene Fichte findet, sollte einmal mit dem Messer einen Teil der Rinde abziehen. Danach einen schmalen Streifen flach vom Stamm abschälen, einen etwa einen Zentimeter langen Streifen. Dann probieren Sie einmal. Es schmeckt nach Möhre und ist äußerst Nahrhaft. Das was wir da abgeschält haben ist das Kambium des Baumes.

neue Taktik der Borkenkäfer- Wissenswertes

Borkenkäfer bohren Löcher in die Rinde um ihre Eier in das Kambium des Baumes abzulegen. Bäume wehren sich dagegen, indem sie die Insekten mit Torpene und phenolischen Substanzen. Die Larven werden so mit Harzklümpchen verklebt und töten die Insekten ab. Auf diese Art können gesunde Fichten den Borkenkäfer überleben.

Neue Generationen der Blattläuse haben gegen dieses Verfahren einen Pilz entwickelt, der die Wirkung der chemischen Stoffe der Fichte entschärft. Der Pilz vermehrt sich schneller als der Borkenkäfer bohren kann und macht so den Weg frei für den Käfer, der jetzt weniger bohren muß und kann schneller seine Eier ablegen. Die Folge ist das Massensterben von Fichten.

Der Baum – als Alarmanlage

Die Holzfasern im Baum leiten den Schall besonders gut. Ein Grund weshalb aus dem Werkstoff edele Musikinstrumente hergestellt werden.

Die Krallen von Mardern oder Eichhörnchen die am Baum wirken sind von den Vögeln, die in der Nisthöhle im Baum leben wahrzunehmen. So können sie bereits früh genug Maßnahmen treffen um sich und die Brut/Jungvögel zu schützen.

Der Baum – Lebensraum unzähliger Insekten

Dr. Martin Goßner, hat vor einigen Jahren den mit 600 Jahren ältesten Baum im Bayerischen Wald mit dem Pestizid Pyrethrum eingesprüht um zu sehen wieviele Insekten in den Baumkronen leben. Durch das Pestizid fielen alle Spinnen und Insekten tot auf den Boden und so konnte man zählen, dass es sich um 2042 Tiere aus 257 Arten handelte.

In sogenannten „Zwiesekn“ – Zweiggablungen- bilden sich sogar Mini Biotope die ein Zuhause für Mückenlarven sind, von denen wiederum seltene Käferarten leben.

Das Leiden der Stadtbäume

Im Vergleich zum Waldbaum hat der Stadtbaum nur wenig Platz für sein Wurzelwerk. Der Gehweg, Rohrleitungen und Versorgungsleitungen versperren den Weg. Deshalb haben Stadtbäume lediglich ein Wurzelwerk mit einer Tiefe von etwa eineinhalb Metern. Dadurch sind sie bei Sturm besonders gefährdet.

Hinzu kommt das Stadtklima. Im Wald können sich die Bäume in der Nacht nach extremer Hitze abkühlen. Die Häuser und die Betonflächen lassen in der Stadt keine Abkühlung zu. Die Gebäude strahlen noch Wärme ab. Die Lufttemperatur bleibt hoch und wird von Abgasen getränkt. Die Luft ist trocken. Kleinstlebewesen am Baum können nicht existieren.

Ein weiterer Aspekt ist der Urin der Hunde , der die Rinde zersetzt. Im Winter erreichen etwa 10 Prozent der Salzgischt von der Straße die Bäume und sorgen für Verätzung, dadurch wird die Fotosynthese im Frühjahr verhindert. Parasiten haben leichtes Spiel. Ein Profiteur ist der Eichenprozessionsspinner. Keine guten Aussichten auf ein langes Leben.

Kiefer und Fichte im Wintersturm

Kiefern und Fichten halten bei Winterstürmen oft nicht stand. Das liegt einmal an der Anpflanzung auf geschädigten oder verdichteten Böden durch den Menschen, zum Anderen werden die Nadelbäume bei uns viel höher als in ihrem Stammland im Norden. Im Norden behalten die Bäume auch nicht ihre Nadeln. wie sie es bei uns tun. Das wiederum führt zu einer größeren Angriffsfläche für den Sturm.

Die Jagd und der Wald

Um mehr Trophäen erbeuten zu können wurden im letzten Jahrhundert die Pflanzenfresser von Jägern zugefüttert um den Wildbestand zu erhöhen. Dadurch erhöhte sich der Wildbestand im deutschsprachigen Raum über das Fünfzigfache des natürlichen Bestandes. Auf diese Weise trugen Jäger so erheblich zur Schädigung des Waldes durch die Tiere bei.

2018 töteten Wölfe für ihren Lebensunterhalt etwa 40.000 Stück Rotwild, Rehe und Sauen. Jäger erlegten knapp 2 Millionen Stück Rehe, Rotwild und Sauen.

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