Fliege

Fliege – mal ehrlich, wer hat sich schon einmal näher mit einer Fliege beschäftigt. Gilt in Form der Stechmücke als Krankheitserreger und meistens ist sie auf Unrat zu sehen. Seit ich mir angewöhnt habe auch in der Natur nicht immer nur geradeaus zu sehen, sondern auch zu den Seiten nach oben und unten, sehe ich auch Insekten.

Auf den Pflanzen am Rande des Weges wimmelt es von Leben und die Rinde eines Baumes beherbergt Tiere, für die man noch nie einen Blick hatte. Das alles verdanke ich der Fotografie und dem erweckten Interesse an die Welt der Vögel.

Fleischfliege

So ist es kein Wunder, dass ich vor einigen Tagen eine Fliege bemerkte, die mir irgendwie anders vorkam. Dann bemerkte ich die Streifen auf dem Oberkörper und die Flecken am Unterleib. Die Stubenfliege und Schwebfliegen sind mir bekannt und auch die Schmeißfliege ist nicht unbekannt.

Hornissen Schwebfliege

Hier muß ich aber ein wenig länger suchen bis ich herausfinde das es sich um eine Fleischfliege handelt. Sie ist recht groß und kann 15 Millimeter erreichen. Bekannt ist sie auch als Aasfliege.

Weil ich ein Foto von der Fliege machte, kann ich sie in der Vergrößerung etwas näher betrachten und muß Dr. Erica McAlister recht geben, die sagt das Fliegen zu Unrecht einen schlechten Ruf haben. Sie sind sogar schön. Dr. Erica McAlister ist eine britische Wissenschaftlerin und Expertin für Insekten.

Wenn man dann noch eine Makro Aufnahme von den Augen macht, wird der Eindruck noch bestätigt, dass die Fliege ein faszinierendes Wesen sein kann. Außerdem ist die Fliege ein wichtiger Bestäuber der Pflanzen.

Fliege
Schwebfliege

Wenn dann die gärtnernde Hausfrau noch erfährt das die Larve der Schwebfliege die Blattläuse auf den Balkonpflanzen vernichtet, das Wasser sauber hält und Schädlinge tötet, spricht eigentlich nichts mehr gegen die Fliege. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt sie nämlich als Larve.

Erica McAlister hat noch einen Trumpf für die Fliege im Ärmel. Ohne die Fliege gäbe es keine Schokolade, denn diese ist es die den Kakao bestäubt.

Quelle Deutschlandfunk Kultur

Klimaflucht

Klimaflucht und die Folgen – Indonesien besteht aus tausenden Vulkaninseln. Die Pegel des Indischen Ozeans und des Stillen Ozeans werden bis zum Jahr 2050 um 4-6 cm steigen. Die meisten der Inseln werden dann im Wasser versinken.

65 Prozent von 300 Millionen Menschen werden zu Opfern des Klimawandels. 40 Millionen werden ihre Heimat verlassen müssen.

Für den Inselstaat Indonesien rechnen Experten mit 10 Katastrophen. Da wären unter anderem Erdbeben, Hochwasser, Vulkanausbrüche, Ernteausfälle, Sturmfluten, Erdrutsche, Tsunamis.

Klimaflucht – Sibirien

In einem anderen Teil der Erde wird sich das Auftauen des Permafrostes dramatisch auswirken. Im sibirischen Jakutsk, der bisher kältesten Großstadt der Welt, erwärmt sich die Erde um drei Grad bis zum Jahr 2050. Bereits jetzt findet man in einem durch Erdrutsche entstandenen Krater uralte Fossilien. Einheimische nennen den freigelegten Krater „das Tor zur Unterwelt“. Einen Kilometer lang und 83 Meter tief ist der Krater, der jetzt 200.000 Jahre alte Kadaver, Wälder und Erdgeschichte frei gibt. Zur Freude der geologischen Wissenschaftler, aber eine Katastrophe in Bezug auf das Klima.

Durch das Auftauen werden enorme Mengen CO² und Methan Gase in die Atmosphäre freigesetzt und beschleunigen den Klimawandel noch.

In Sibirien werden 25 Millionen Menschen vom Auftauen des Permafrostes und den Folgen betroffen sein. Der Auftauprozess schreitet schneller voran als es Experten voraussagten. Dadurch ist die Ölpipeline stark gefährdet. Das Absinken des Erdbodens wird erhebliche Schäden an der Infrastruktur erzeugen. Somit ist der gesamte Osten Russlands gefährdet.

Umweltschützer wollen durch Ansiedlung von Elchen und Yaks das Ökosystem retten. Dadurch das die Tiere das Eis klein trampeln sinkt das zerbröckelte Eis in die Erde und festigt den Boden. Die Tiere komprimieren das Eis und der Boden könnte wieder etwas abkühlen. Das damit der Klimawandel nicht aufzuhalten ist, ist auch den Naturschützern klar. Ihre Argument lautet :“ Es geht nicht darum den Klimawandel aufzuhalten, es geht darum die Menschheit zu retten.“

Klimaflucht – Eine weiter Szene – Südafrika – Kamerun

Mittlerweile regnet es nur noch zweimal in zwei Monaten des Jahres im Kamerun. Die humanitäre Katastrophe ist kaum aufzuhalten. Für alle Tätigkeiten fehlt es an Wasser. Der Bevölkerungsschwund hat bereits begonnen. Klimaflüchtlinge stehen bis zu acht Stunden Schlange um Lebensmittel zu bekommen. Von 1970 bis 2016 gingen riesige Flächen für die Bewirtschaftung durch Wassermangel verloren. Die Menschen fliehen vor der Trockenheit auf der Suche nach Wasser. Der Tschadsee ist die einzige verbliebene Wasserstelle. Er schrumpfte bisher von 25.000 km² um 90 Prozent auf 2.500 km². Noch leben 40 Millionen Menschen in der Region. Man rechnet irgendwann, in absehbarer Zeit, mit etwa 50 Millionen Umweltmigranten. Durch den Verlust des Wassers gibt es natürlich auch bedeutend weniger Fisch im See. Der Überlebenskampf ist in vollem Gange .

Flucht in Brasilien

Wegen der Trockenheit fliehen in Brasilien die Menschen in den Norden des Landes. Raubbau an der Natur, intensive Landwirtschaft, ohne Rücksich auf Verluste verderben den Boden und die Umwelt, mit Unterstützung der europäischen Staaten. Fluchtursachen in Mittelamerika bestehen durch katastrophale Stürme und übergroße Hitze.

Europa

Man rechnet bis 2050 mit Klimaflüchtlingen aus Griechenland und Italien wegen der übermäßigen Hitze. 2 – 3 Milliarden Menschen werden aus Klima- und Umweltgründen zu Migranten werden.

Etwa 200 Millionen Menschen leben an Küsten die nur fünf Meter oder weniger über dem Meeresspiegel liegen. Bis Ende des Jahrhunderts wird diese Zahl auf 400 – 500 Millionen steigen.

In Deutschland leben 3,2 Millionen Menschen in einem Bereich bis 3 Meter über dem Meeresspiegel. Sie gelten als pontentiell Überflutungsgefährdet.

Für Europa geht man davon aus, dass bei einem Meerespiegelanstieg von einem Meter etwa 13 Millionen Menschen betroffen sein werden.

Quelle Spiegel online

Kaum zu glauben das es da immer noch Menschen gibt die den menschengemachten Klimawandel bestreiten und Gegenmaßnahmen für überflüssig halten.

der bessere Mensch

der bessere Mensch ? – Thema der Sonntagsfragen im WDR war die Frage was haben die Vögel dem Menschen voraus? Oder „Ist der Vogel der bessere Mensch ?“

Zu Gast war der Umweltschützer und Autor Ernst Paul Dörfler. Bekannt durch sein Buch aus der DDR Zeit „Zurück zur Natur“, das in der DDR unter Umweltaktivisten Kultstatus erreichte. Dörfler erforschte auch das Liebesleben der Vögel und schrieb darüber Bücher. Eines seiner bekanntesten Werke ist das Buch mit dem Titel „Nestwärme“.

Mit dem Thema: „Mensch – Vogel „ habe ich mich vor einiger Zeit auch schon einmal befasst. Vögel haben eine ausgeprägte soziale Struktur. Die Familie und Kinder stehen im Vordergrund. Zu 90 Prozent leben Vögel auch in einer festen Beziehung. Obgleich man das wohl noch nicht so komplex erforscht hat. Zum Überleben der Art können weibliche Vögel sich auch schon einmal mit anderen männlichen Exemplaren ihrer Art einlassen. Ein großer Unterschied zum Menschen ist das Verhältnis von Mann und Frau. Bei den Vögeln hat eigentlich die Frau das „Sagen“. Sie bestimmt ob sie den Partner akzeptiert und in den meisten Fällen ist der Bau und die Ausstattung der „Wohnung“ – des Nests , auch Frauensache.

Vorteil – Vogel der bessere Mensch

Ein gewaltiger Unterschied zum Menschen ist das Verhalten der Arten untereinander. Mir ist nicht bekannt, dass Vögel durch Kriege versucht haben eine andere Art auszurotten, oder dem Menschen den Krieg erklärt haben. Das gibt es wohl nur im Film „Die Vögel“ von Alfred Hitchkock. Die Kriegsführung obliegt offensichtlich dem Menschen. Auch gegenüber den Vögeln führt der Mensch in manchen Situationen Krieg. So zum Beispiel beim Vergraulen von Tauben, die ganze Straßenzüge besetzt haben und mit Kot überziehen. Oder um den Lärm der Krähenscharen nicht mehr ertragen zu müssen.

Der Erfindungsreichtum des Menschen ist dabei immens groß. Vom Austausch des Taubengeleges durch Gipseier, oder den Einsatz von „Legionären“ wie einem Falkenpaar. In Soest ging ein Landwirt gegen Krähen vor, indem er einige getötete Krähen mit dem Kopf nach unten zur Abschreckung aufhängte.

Eine Art Folter betrieben Menschen mit dem Einsatz von Laserpointern, um die Vögel nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Da hat man wohl von Mao gehört, der in China über mehrere Tage die Sperlinge ausrotten ließ, weil er meinte diese würden die Ernte schädigen. Dumm nur, dass er damit auch die Fressfeinde der Schädlinge tötete, die dann flächendeckend die Ernten vernichteten. Die Folge war der Tod tausender Chinesen.

In Australien ging sogar das Militär gegen Emus vor, weil die Landwirte sich durch tausende Emus in der Existenz bedroht fühlten. Drei Soldaten mit Maschinengewehren rückten gegen die Vögel vor, konnten aber nur knapp 50 Vögel töten, weil die Gewehre Ladehemmungen hatten. Erst als man eine Prämie auf jeden toten Emu aussetzte, wurden 55.000 der Vögel hingerichtet. Die Aktionen gingen als „Emukrieg 1932“ in die Geschichte ein. Schließlich kam man dann auf die gloreiche Idee, dass Emus ja flugunfähig sind und zäunte die Felder ein. Damit war das Problem dann endlich gelöst.

Wenn man sich diese wenigen Details zu Gemüte führt, kann man durchaus zu dem Schluß kommen, dass wohl doch der Vogel der „bessere Mensch“ ist.

Zwillbrocker Venn

Zwillbrocker Venn ist für Tierliebhaber ein Begriff für frei lebende Flamingos in Deutschland. „Venn“ ist die Bezeichnung für ein Gebiet mit morastigem Untergrund.

2017 war ich erstmals im Zwillbrocker Venn um Flamingos zu beobachten und zu fotografieren. Hier sind Bilder aus dem Jahr 2017 :

Zwillbrocker Venn
2017 – Blick vom südlichen Aussichtsturm

Hier ein Bild aus diesem Jahr ( (Juli 2019 )

Zwillbrocker Venn
2019 – Blick vom südlichen Aussichtsturm

Mit dem Wasser sind auch die Flamingos verschwunden. Die gesamte Fläche ist nahezu trocken. Die Heide übernimmt das Regiment. Wo sonst die Flamingos zu sehen waren herrschen jetzt Moos und Heidepflanzen.

Flamingos im Venn
2017

am nördlichen Turm konnte ich 2017 noch unendlich viele Gänse und andere Wasservögel sehen. Natürlich auch Flamingos.

2017
2017

… und so ist die Sicht im Jahre 2019 vom Nordturm ..

Innerhalb von zwei Jahren sind die Folgen des Klimawandels offensichtlich. Vergleichbare Bilder könnte ich noch für die Urdenbacher Kämpe zeigen, wo im letzten Sommer bereits kaum noch Wasser zu finden war .

Bleibt eigentlich nur die Hoffnung auf Regen und das sich das Venn wieder mit Wasser füllt. Außerdem wäre es schön wenn dann auch die Flamingos wieder im Zwillbrocker Venn zu sehen wären.

Honigbiene vs. Wildbiene

Honigbiene und Wildbiene – wobei die Honigbiene offensichtlich mehr in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist. Die Appelle zur „Rettung der Bienen“ ist wohl nicht überall richtig verstanden worden.

Es geht bei dem Appell nämlich nicht um mehr Honigbienen, sondern um die Rettung der Wildbiene. Wie die WAZ in ihrer heutigen Ausgabe (17.07.19) berichtet, stieg die Zahl der Honigbienen in der Zeit von Anfang 2017 bis November 2018, im gleichen Verhältnis zu der steigenden Zahl der Hobby Imker von 150 auf 402, enorm an.

Gab es in Essen Anfang 2017 noch 1803 Völker, gibt es Ende November 2018 bereits 2539 Honigbienen Völker. Geht man davon aus das ein einziges Volk aus 35000 bis 40000 Individien besteht, beherbergen wir in Essen über 87 Millionen Honigbienen.

Honigbiene

So könnte man auf den Gedanken kommen, dass diese enorme Anzahl an Honigbienen eine zusätzliche Gefahr für die gefährdete Wildbiene sein könnte, indem sie der Wildbiene den Nektar streitig macht. Wilhelm Deitermann vom LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen) sieht diese Gefahr allerdings nicht, weil nach seiner Meinung genügend Trachtpflanzen vorhanden sind.

48 Prozent der Wildbienenarten sind bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. In NRW sind von 364 Arten bereits 45 ausgestorben.

Der Vorsitzende des Kreis Imkerverbandes , Werner Küching fordert deshalb auch dazu auf, mehr Bäume zu pflanzen :„Wilde Bienen brauchen Bäume, auch hundert Insektenhotels ersetzen keinen gefällten Baum !“

Zum Rettungsappel für die Wildbiene und dem daraus entstanden Zuwachs bei der Honigbiene sagt Werner Küching :“ Mit Honigbienen erhält man ebenso wenig die Insektenvielfalt, wie man mit Hühnern nicht die Vogelwelt rettet !“

Farben und Vögel

Farben – um Farben sehen zu können,hat der Mensch in der Netzhaut drei Zapfen. Diese stehen für die Farben rot, grün und blau. Der Vogel und auch Amphibien haben vier dieser Zapfen und haben entsprechend ein größeres Farbspektrum. Sie stehen zusätzlich für den ultravioletten Bereich und für gelb.

Diese Farben bringen den Vogel in die Lage sich im dichten Dickicht des Laubes gut zurechtzufinden, weil sie viel deutlicher und klarer sehen. So sehen sie exakt den Unterschied zu Blatt Ober- und Unterseite. Der Biologe Dan Eric Nilsson von der Universität Lund, in Schweden beschreibt das so “ Was für uns Menschen wie ein grünes Durcheinander erscheint, sind für Vögel eindeutig zu unterscheidende Blätter !“

Vögel können anhand der Farben feststellen ob Früchte oder Beeren reif sind oder nicht. Ebenfalls an den Farben erkennen sie den Partner. In der Balz imponiert das Männchen mit der Farbenpracht seines Gefieders.

Biologen der Universität von Ossietzky in Oldenburg und der Universität Lund haben in den Augen der Vögel ein Protein entdeckt, das es ihnen ermöglicht Magnetfelder zu sehen. Die Biologin Rachel Muheim der Universität Lund :“Wir gehen davon aus, dass Vögel zu jeder Tages- und Nachtzeit Magnetkompasse verwenden.“ (welt.de) – Das wirft ein neues Licht auf die Frage wie Zugvögel ihre Überwinterungsquartiere erreichen.

Die Strukturen der Federn eines Vogels erzeugen immer wieder neue Farbeffekte, je nach Lichteinfall. Dieses Phänomen ist besonders schön beim Eisvogel zu beobachten. Das steht im Zusammenhang mit Lamellen im Federkleid, die die leuchtenden Farben erzeugen. Die oberen Lamellen bilden leuchtende Farben, die von den unteren Lamellen noch verstärkt werden. Die Lamellen sind an die Wellenlänge des Lichtes angepasst, wodurch je nach Lichteinfall zwei verschiedene Farben entstehen.

Bei den meisten unserer Singvögel entsteht das Farbenkleid der Federn durch Pigmente, die über die Nahrung aufgenommen werden. Das Pigment Cartinoid ist so ein Pigment, welches durch Nahrung zugeführt wird. Das Pigment Melanin erzeugt der Vogel durch eine Verbindung mit Aminosäure. Melanin ist für die Farbe „schwarz“ zuständig. Dieses schwarz ist das intensivste Schwarz das es gibt. Dadurch grenzt es sich stark von den farbigen Federteilen ab und der Vogel wirkt noch bunter.

Ab und zu sieht man Vögel mit sehr viel Weiß im Gefieder oder überwiegend weiß gefärbt. Diese Vögel sind nicht krank und es sind auch keine Albinos. Ihnen fehlt das Pigment Melanin, oder dieses ist nicht stark genug ausgeprägt. Leuzismus ist der fachliche Begriff dafür. Der Schnabel, zum Beispiel bei der Amsel, bei der Leuzismus häufiger vorkommt ist dennoch gelb oder orange und die Augen dunkel. Bei einem Albino wäre beides rot oder rosa.

www.vogelundnatur.de / www.halimasch-und-mollymank.de / www.welt.de

Federn – Flügel – Beine

Federn sind das auffallende Merkmal bei den Vögeln. Sie sorgen dafür das der Körper warm gehalten wird, halten Nässe ab und bringen den Vogel in die Lage zu fliegen.

Schauen wir uns den Ur- Vogel an, fällt auf das an den Flügeln verkümmerte “ Beine “ zu sehen sind. Eine Erklärung dafür, dass die Beine unserer Vögel so weit hinten am Körper sind. Offensichtlich war er einmal ein „4-Beiner“.

Das Skelett eines Vogels zeigt deutlich drei Finger. ein verkümmerter Daumen, ein langer Finger und ein kürzerer Finger. Da man sich bis heute nicht einig ist ob es sich um Daumen – Zeige- Ringfinger handelt, bleibe ich einfach bei Daumen, Lang- und Kurzfinger. Hier eine Studie der Universität Wien, zum Thema – die fünf Finger der Vögel: Neue Forschungsergebnisse zur Evolution von Vögeln.

Federn
ich bin nicht der „große Zeichner“ – aber so ähnlich sah der Ur Vogel aus

Federn – die Flügel

Die Feder eines Vogels hat in der Mitte einen Schaft, von dem Äste abgehen. Diese wiederum haben Haken- und Bogenstrahlen die miteinander verflochten sind und so für Luftundurchlässigkeit sorgen.

Die Schwingfedern bilden die Tragflächen, die Schwanzfedern sind für die Steuerung und Landung zuständig. Weil der Vogel Finger hat, gibt es auch einen Arm und eine Hand. Die Handschwingen und die Armschwingen. Die Flügelform die man beobachten kann wird durch die Handschwinge bestimmt und ergibt sich aus der Länge der Federn der Handschwinge. Die Anzahl der Federn an der Handschwinge wird ausgehend vom Handknochen nach Außen gezählt. Die Federzahl der Armschwinge vom Handknochen nach innen.

Federn

Der Handflügel besteht aus dem Handknochen an dem die Handschwingen sitzen, der Handdecke und dem Daumenfittich.

Der Körper des Vogels wird von Daunenfedern vor Kälte geschützt. Oberhalb der Schwungfedern befinden sich die Deckfedern, Handdecken und Armdecken. Wenn der Vogel die Federn durch seinen Schnabel zieht, gibt er an die Federn ein Sekret aus der Bürzeldrüse ab. Diese fetthaltige Substanz schützt das Tier vor Nässe.

Während der Mauser verlieren Vögel oft ihre Schwingfedern und sind für eine gewisse Zeit nicht flugfähig. Nach drei bis vier Wochen hat sich dann das neue Federkleid entwickelt und der Vogel ist wieder „voll Einsatzfähig“.

Infos Spektrum- Lexikon der Biologie

Stille – das Schweigen der Vögel

Stille – kein einziger Laut ist zu hören. Ich stehe auf der kleinen Terrasse vor unserem Garten und höre außer dem Fahrgeräusch eines Autos – nichts. Kein Vogel singt und am Futterhaus ist auch niemand zu sehen. So geht es seit ein paar Tagen. lediglich eine Kohlmeise kommt noch ab und zu zum Futterhaus. Alle anderen – Rotkehlchen, Gimpel, Blaumeise, Grünfink und so weiter sind verschwunden.

Nur Rüdiger läßt gegen Abend noch etwas von sich hören. Aber auch nicht jeden Abend. Rüdiger ist „unsere Amsel“. Immer wenn die Amsel ihren Gesang abspult, sagt meine Frau :“ das ist Rüdiger“. Der Ruf hört sich tatsächlich so an als würde er immer wieder nach „rüüüdiger, rüüüdiger“ rufen.

Stille
Rüdiger

Meine Frau hat wieder einige neue Pflanzen eingesetzt, heimische, nicht wie in Nachbars Garten nur exotische. An unseren Pflanzen sollen sich die Insekten, die noch da sind, wohl fühlen. Wenn meine Frau mit Erdarbeiten beschäftigt ist lauert direkt hinter ihr das Rotkehlchen in der Hoffnung auf einen dicken Wurm. Auch die Amsel wartet mit einem etwas größeren Abstand auf eine lohnende Nahrung. Heute waren die Beiden nicht zu sehen.

Wie gesagt, die Stille herrscht in unserem Garten. Die Vögel haben ihre aktive Zeit beendet und die Gesangsbereitschaft geht gegen Null. Jetzt, fast Mitte Juli und bis Ende August ist auch nicht mehr mit viel Gesang zu rechen. Das kann ich in dem „Falke – Gesangskalender“ ablesen. Ein paar Arten werden noch mit „geringer Gesangsaktivität“ angezeigt.

Die Pause endet bei der Amsel etwa Anfang September. Dann beginnen auch Mönchsgrasmücke und Zilpzalp wieder mit zaghaftem Gesang. So ist es auch bei Blaumeise und Kleiber. Gimpel und Rotkehlchen gehören zu den wenigen Arten die durchgehend zu hören sind, wenn auch stark mimimalisiert.

Es bleibt also nichts anderes übrig, als abzuwarten bis unsere gefiederten Freunde sich vom Streß der Kindererziehung und der Erhaltung ihrer Niststandorte erholt haben. Das man sie jetzt nicht so oft sieht, hängt sicher auch mit der vergangen Hitzeperiode zusammen. Da halten auch die Vögel sich lieber im Schatten der belaubten Bäume auf. Das Laub an den Bäumen ist jetzt so dicht, dass es eh schon schwer ist einen Vogel darin zu finden. Freuen wir uns auf die Zeit, wenn sie uns wieder mit ihrem Gesang und ihrer Anwesenheit erfreuen. In der Zwischenzeit können wir ja etwas für ihr Wohlergehen tun.

Bislicher Insel

Bislicher Insel – ist der Name einer Region, die eigentlich gar keine Insel ist. Geprägt ist das Naturschutzgebiet durch den Altarm des Rheins. Es entstand durch Überflutungen eine der wenigen Auenlandschaften in Deutschland. Bekannt wurde die Bislicher Insel durch den Einflug der Wildgänse aus dem hohen Norden, die alljährlich die Flächen der Insel nahezu schwarz werden lassen. 25000 Gänse werden in den Wintermonaten als Überwinterungsgäste gezählt. Saatgänse, Graugänse, dazwischen einige Weißwangengänse und in hoher Zahl Blässgänse bilden den Hauptbestandteil der Gänsearten.

Bislicher Insel
Graugans

Die großen Weiden und Wasserflächen bieten den Tieren einen guten Schutz vor Prädatoren. Aber auch in den anderen Jahreszeiten lassen sich hier viele Tiere beobachten.

Blässgans

Auenwald der Bislicher Insel

Der Auenwald besteht aus Pappeln, Erlen, Esche und Weiden. An den Gewässerrändern findet man Beobachtungshütten. Baumfalke, Schwarzmilan, Flußregenpfeifer und Rohrdommel sind zu beobachten. Der Eisvogel lauert auf seinem Ansitz auf Fisch und in der Nähe schwimmen Nil- Brand- und Zwerggans. Löffler und Silberreiher lassen sich auf den Freiflächen des 10,5 km² großen Naturschutzgebietes sehen.

Seeadler wird heimisch

Seeadler
Seeadler

Eine besondere Attraktion bescherte der Seeadler der Bislicher Insel. 2017 beobachtet man im Horst einer Pappel, in der Nähe der Straße zwei Seeadler, die erfolgreich brüteten. Auch 2018 und jetzt 2019 brüteten sie erfolgreich. in diesem Jahr konnten zwei Junge beringt und gesendert werden.

2004 wurden zwei Biberfamilien auf der Bislicher Insel angesiedelt und 2018 registrierte man bereits drei Biberburgen. Heute verzeichnet man am Niederrhein etwa dreißig Biberfamilien.

Für den auswärtigen Besucher empfiehlt sich der Parkplatz am Natur Forum des RVR Besucherzentrums. Auch hier lohnt eine Besuch der Ausstellung.

Schwalm – Wanderung

Schwalm – Laarer Bach -Hariksee und Borner See sind die Stationen dieses Rundweges.

Schwalm

Parkmöglichkeiten gibt es für den auswärtigen Wanderer an verschiedenen Stellen. Es bieten sich die Plätze an den Restaurants Mühlrather Hof und Mühlrather Mühle an, da kann man sich dann am Ende der Wanderung an vielen Köstlichkeiten laben. Am Wegesrand findet man aber auch schöne Bänke im Halbschatten oder in der Sonne, um ein kleines Picknick zu sich zu nehmen. Auch am Hariksee gibt es noch einen Parkplatz, da muß man aber ein wenig auf die Schlaglöcher achten.

Forelle im klaren Wasser des Laarer Bach

Gleich zu Beginn, etwas Abseits von der Mühlrather Mühle, liegt das Naturschutzgebiet Dielsbruch. Ein Schutzgebiet für Brutvögel und Rast- und Überwinterungsstätte für Zugvögel. Das Gebiet ist Teil des europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000“. 

Die Mühle wurde 1447 errichtet und diente als Flachs und Ölmühle. Als 1905 ein eisernes Wasserrad angebracht wurde konnte mit der Mühle ein Sägewerk betrieben werden.

Es geht ein Stück am Laarer Bach entlang. Im klaren Wasser sieht man die Forellen schwimmen. Zwar haben wir keinen Eisvogel gesehen, aber hier findet er ideale Voraussetzungen. Wir begleiten den Lauf der Schwalm. Die Schwalm mündet nun bald in der Maas.

Nutria

Schwalm – NSG Tantelbruch

Das Naturschutzgebiet Tantelbruch ist ebenfalls Teil des Netes „Natura 2000“. Erlen, Buchen und Eichenbestände säumen den Weg Im Tentelbruch findet man verschiedene Libellenarten und seltene Grashüpfer. Auch  Eisvogel, Pirol, Nachtigall, Wespenbussard, Kleiner Wasserfrosch und Wasserfledermaus sind hier zu Hause.

Schwalm
Prachtlibelle

Borner Mühle

Der Borner See ist heute für die Wasserwirtschaft als Rückhaltebecken umfunktioniert. Entstanden ist er durch Torfstich, Die Borner Mühle , wiederum eine Möglichkeit zur Einkehr, wurde 1412 erstmals erwähnt.

Schließlich passiert man noch den Laarer See und erreicht dann nach etwa 6,5 Kilometern wieder seinen Ausganspunkt. Die Fahrtzeit vom Ruhrgebiet, in unserem Fall von Essen, beträgt knapp 45 Minuten und wer früh fährt, kann auch viel sehen. Haubentaucher, Wiesenpieper, Reiher und mit Glück den Biber oder das Blaukehlchen. Wir waren spät dran und hatten da weniger Glück, aber es lohnt sich auch wenn man nicht so früh vor Ort ist. Man wird mit einer herrlichen Landschaft belohnt.

da kann man sich das Fleisch schon aussuchen