Fliege

Fliege – mal ehrlich, wer hat sich schon einmal näher mit einer Fliege beschäftigt. Gilt in Form der Stechmücke als Krankheitserreger und meistens ist sie auf Unrat zu sehen. Seit ich mir angewöhnt habe auch in der Natur nicht immer nur geradeaus zu sehen, sondern auch zu den Seiten nach oben und unten, sehe ich auch Insekten.

Auf den Pflanzen am Rande des Weges wimmelt es von Leben und die Rinde eines Baumes beherbergt Tiere, für die man noch nie einen Blick hatte. Das alles verdanke ich der Fotografie und dem erweckten Interesse an die Welt der Vögel.

Fleischfliege

So ist es kein Wunder, dass ich vor einigen Tagen eine Fliege bemerkte, die mir irgendwie anders vorkam. Dann bemerkte ich die Streifen auf dem Oberkörper und die Flecken am Unterleib. Die Stubenfliege und Schwebfliegen sind mir bekannt und auch die Schmeißfliege ist nicht unbekannt.

Hornissen Schwebfliege

Hier muß ich aber ein wenig länger suchen bis ich herausfinde das es sich um eine Fleischfliege handelt. Sie ist recht groß und kann 15 Millimeter erreichen. Bekannt ist sie auch als Aasfliege.

Weil ich ein Foto von der Fliege machte, kann ich sie in der Vergrößerung etwas näher betrachten und muß Dr. Erica McAlister recht geben, die sagt das Fliegen zu Unrecht einen schlechten Ruf haben. Sie sind sogar schön. Dr. Erica McAlister ist eine britische Wissenschaftlerin und Expertin für Insekten.

Wenn man dann noch eine Makro Aufnahme von den Augen macht, wird der Eindruck noch bestätigt, dass die Fliege ein faszinierendes Wesen sein kann. Außerdem ist die Fliege ein wichtiger Bestäuber der Pflanzen.

Fliege
Schwebfliege

Wenn dann die gärtnernde Hausfrau noch erfährt das die Larve der Schwebfliege die Blattläuse auf den Balkonpflanzen vernichtet, das Wasser sauber hält und Schädlinge tötet, spricht eigentlich nichts mehr gegen die Fliege. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt sie nämlich als Larve.

Erica McAlister hat noch einen Trumpf für die Fliege im Ärmel. Ohne die Fliege gäbe es keine Schokolade, denn diese ist es die den Kakao bestäubt.

Quelle Deutschlandfunk Kultur

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