Waldsterben

Waldsterben – “Wenn wir wollen, dass der Wald unser Klimaschutz-Mitkämpfer bleibt, dann brauchen wir eine aktive Waldbewirtschaftung, also langfristiges Binden von CO2 in Holz. Und insofern ist die Frage, wie bauen wir mehr mit Holz und wie können wir dafür sorgen, dass der Holzmarkt nicht komplett zusammenbricht und wir Holz auch gut lagern können.” Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Interview im BR-Interview

Es ist schon bemerkenswert das Frau Klöckner von “Holz” spricht und nicht vom Baum. Ihr geht es um das Produkt “Holz”, welches wirtschaftlichen Nutzen und Ertrag bringen soll. Wie in der ersten Zeile zu lesen ist, ist die Bewirtschaftung der maßgebliche Faktor ihrer Gedanken. Es geht ihr nicht um das Allgemeingut “Wald” als CO² Speicher und Teil des Klimaschutzes.

Waldsterben durch den Borkenkäfer

Bereits jetzt ist der plantagenmäßige Anbau der Fichten nicht mehr berechtigt, weil diese Anbauweise den Borkenkäfer fördert. Das wärmere Klima und der eigentlich falsche Standort für diese Baumart sorgen dafür das die Fichte keinen Abwehrstoff gegen den Käfer bildet. Sie baut keinen Harz auf mit dem sie den Käfer bekämpfen könnte.

Waldsterben – durch Logistik

Der Abtransport der befallen Bäume soll jetzt mit Hilfe der Bundeswehr und schwerem Gerät erfolgen. Die Soldaten sind bereits im Einsatz. Mit Panzern gegen den Borkenkäfer – der Boden wird noch weiter verdichtet, Wasser wird noch mehr Mangelware und natürliche Feinde des Borkenkäfers werden “plattgewalzt”.

Waldsterben durch Wassermangel

Ein verlichteter Fichtenwald speichert etwa 16 Liter Wasser auf den Quadratmeter, eine Bergmischwald dagegen 100 Liter. (wissenschaftlich festgestellt). Das schwere Gerät und die Dürre vernichten diese 16 Liter noch weiter und dem Baum fehlt das so wichtige Wasser für die Bekämpfung seiner Feinde.

Nun wird verzweifelt nach anderen Baumarten gesucht die die schnell wachsende Fichte als “Holzlieferanten” ablösen sollen. Eine dieser Arten ist die Douglasie, eine Weichholzart, die robuster als die Fichte ist, aber eigentlich auch ein Baum der kälteren Zonen ist.

Die Waldbauern fordern nun Geld vom Staat und Hilfen im Kampf gegen den Borkenkäfer. Verantwortlich dafür machen sie den Klimawandel und deshalb müßte auch die Allegemeinheit für die Schäden aufkommen. Eine Schuld durch sie selbst sehen sie natürlich nicht, obwohl absehbar war, dass der in Reih und Glied aufgebaute Fichtenforst, auf noch dazu falschem Boden, anfällig für Krankheiten war und ist.

Für das Klima, über das ja zur Zeit alle Welt spricht, muß der Anteil der Misch- und Laubwälder bedeutend höher werden. Leider geschieht aber genau das Gegenteil. Der Regenwald brennt, weil er für die Schaffung von Flächen für die Rinderhaltung entzündet wird. Ein amerikanischer Präsident Trump will nun den Tongass National Forest in Alaska, einen der letzten intakten Regenwälder, gemäß Informationen der Washington Post den Holzfällern in die Hand geben. Mit 69000 km² Fläche ist der Regenwald der größte Nationalforst Alaskas.

Auch in Deutschland geht man nicht gerade rücksichtsvoll mit dem Wald um. Ich erinnere an den Hambacher Forst, der den wirtschaftlichen Interessen der Braunkohle weichen sollte. Von ihm ist nur noch ein “kläglicher Rest” übrig geblieben. Das auch nur weil es engagierte Personen gab die sich immens für den Erhalt der letzen Fläche eingesetzt haben.

Wichtig wäre jetzt ein Umdenken auch bei den privaten Waldbesitzern und der Forstwirtschaft. Mit neuen Forsten nach Legoart wird die Waldwirtschaft auf Dauer nicht existieren können.

Distelfalter

Distelfalter – auch Vanessa cardui – bevorzugen eigentlich die “Große Brennessel”, aber jetzt fand er wohl den Nektar auf den Blüten der Ringelblume und des Wandelröschen in unserem Garten erstrebenswert. Natürlich zu meiner großen Freude, denn bisher hatte ich noch keinen dieser Tagfalter fotografieren können. Auch in den benachbarten Gärten sind mir keine größeren Vorkommen von Disteln bekannt.

Distelfalter
Distelfalter am Wandelröschen

Der Distelfalter gehört zur Familie der eigentlichen Edelfalter und wenn man sich seine Flügel mit der schwarzen Oberseite, die mit mehreren weißen Flecken ausstaffiert ist ansieht, versteht man auch den Begriff “Edelfalter”. Sein Aussehen ist wirklich stattlich. Hinter dem bereits geschilderten Bereich ist der Falter orange gefärbt mit schwarzen Flecken. Am Rand der hinteren Flügel sieht man größere Augenflecken.

Die anhaltende Trockenheit im Essener Süden hat ihn wohl dazu bewegt uns aufzusuchen. Der Falter liebt trockene Regionen und weil es hier schon lange nicht mehr regnete, ist der Boden trotz des Gießen ziemlich ausgedürrt. Auch wenn es um den Essener Süden herum einmal eine Größere Schauer gibt, bleiben wir meistens im Trockenen. Das liegt vermutlich an der Nähe der Ruhr mit den Höhenzügen. Die Blumen halten sich aber tapfer und darüber freut er sich offensichtlich.

Distelfalter

Invasion der Distelfalter

Falter der ersten Generation findet man von Mai bis Juli. Je nach klimatischen Verhältnissen gibt es eine zweite Generation die wir von Juli bis August und September/Oktober sehen können.

Der Falter verbringt erstaunliche Leistungen. So überwintert er in Afrika und legt bis zu 15000 Kilometer zurück. Jedes Jahr fliegen die kleinen Flattermänner bis zu 15.000 Kilometer weit! Sie starten wenn die Regenzeit in Afrika beginnt und erreichen Nordeuropa im Frühjahr. Schon bald fliegen sie dann wieder zum Überwintern nach Afrika. Das alles bei nur sechs Zentimetern Körpergröße!

Man hat beobachtet das Distelfalter nach einer Flugstrecke von etwa 3000 Kilometern ihre Eier in Disteln ablegen und sich verpuppen. Während die Alttiere sterben, setzen die “Kinder” den Flug fort. Dabei fliegen sie in bis zu 1000 Meter Höhe bis zu 50 km/h schnell.

Schließlich kommen dann die Urenkel in Nord Europa an. In diesem Jahr meldeten Israel und der Libanon einen Einflug von Millionen Distelfaltern und bald darauf kamen derartige Meldungen aus Zypern. Bis Ende Mai 2019 verzeichneten Berlin, Brandenburg, Bremen und die Stationen des Wattenmeeres “Massen von Distelfaltern”. Die Lebensdauer des Falters beträgt 12 Monate

Infos, Quellen : Helmholtz Zentrum für Umweltforschung / NABU/ Naturdetektive für Kinder

Löffler

Löffler – Platalea leucorodia – sind Vögel aus der Familie der Ibisse. Sie sind kleiner als Störche und haben eine Flügelspannweite von etwa 120 cm, was etwa 50 cm kürzer ist als beim Storch.

Der Löffler Bestand hatte bis 1970 dramatisch abgenommen. Ihr Lebensraum wurde, wie auch bei vielen anderen Vögeln der Feuchtgebiete, durch die Entwässerung für die landwirtschaftlichen Nutzung zerstört. Ein weiterer Aspekt war die Bejagung der Tiere. Das Verbreitungsgebiet der Löffler ist in Bereichen von Nord – bis Südeuropa.

Seit 1990 erholen sich die Bestände deutlich. Vor allem an der holländischen Küste stieg die Zahl der Brutpaare von 150 im Jahr 1970 auf 3000 im Jahr 2014. Von Holland aus verbereitete er sich auch in den deutschen Küstenraum. Die Inseln Borkum, Spiekeroog, Norderney und Gebiete in Schleswig Holstein wurden zu Brutgebieten. 2014 zählte man bereits 800 Brutpaare in Deutschland.

Löffler

Die Löffler auf den Bildern sah ich in der Nähe von Greetsiel. Im Schutzgebiet Hauener Hooge, das ein Teilgebiet des Naturschutzgebietes Leyhörn ist, gibt es eine versteckt gelegene Beobachtungshütte von der aus man den Ruheplatz der Löffler sehr schön beobachten kann, ohne die Tiere zu stören. Überhaupt gibt es dort noch viele andere Arten zu sehen. So die Uferschnepfe, Rohrammer, Blaukehlchen, Rohrweihe – um nur einige aufzuzählen. Bis heute ist nicht genau geklärt woher das Wort “Hooge” abgeleitet ist. Im Bezug auf die “Hallig Hooge” bedeutet Hooge der höchste Punkt. Insofern könnte Hooge eventuell ein Hinweis darauf sein, dass es sich um eine Erhöhung im Gelände gehandelt hat.

Löffler

Im Gegensatz zum Storch nimmt der Löffler seine Nahrung nicht Stück für Stück auf, sondern “seiht” sie durch hin- und her Bewegungen des Kopfes über den löffelartigen Schnabel aus. Dieser ist auch der Grund warum er seine Nahrung nicht sehen kann. Im “Löffel” befinden sich feine Fühler die auf Bewegungsreize der in Frage kommenden Nahrung reagieren. Als “Seihen” bezeichnet man das Pendeln mit dem Schnabel.

Wie der Reiher lebt auch der Löffler in Kolonien. Die Nester befinden sich oberhalb des Wassers im Schilf oder am Boden in Büschen.

Das weiße Gefieder hat eine leichte Gelbtönung. Im Prachtkleid ziert die Brust ein klarer gelber Fleck. Am Hinterkopf zeigt sich ein langer Federschopf.

Uferschnepfe

Uferschnepfe – Limosa rimosa – wird auch wegen des typischen Rufes “gruta” mit dem Namen Greta bezeichnet. Die Schnepfe steht international auf der roten Liste gefährdeter Arten. Zu oft wurde ihr Lebensraum durch Entwässerung für die Landwirtschaft vernichtet. Einen großen Faktor spielen leider auch Tötungen durch frei laufende Hunde und eine frühe Mahd zerstört die Nester.

Die Uferschnepfe ist ein wenig scheuer Vogel. In der Brutzeit führt sie Scheinattacken auf Leute aus, die dem Nest zu nahe kommen. Außerdem werden die Störer lautstark beschimpft. Zu ihrem eigenen Schutz brüten die Vögel in Schutzgemeinschaften, jeweils mit einem Abstand im Rufkontakt.

Uferschnepfe
Ruheplatz

Bei der Nahrungsaufnahme schreitet die Schnepfe ähnlich wie ein Storch voran. Überhaupt könnte man ihn mit einem kleinen Storch vergleichen.

Die für Watvögel typischen langen Beine und der lange, orangefarbene Schnabel mit der schwarzen Spitze fallen sofort auf. Hals und Brust der Uferschnepfe sind ebenfalls orangerot. Die Oberseite des Körpers ist graubraun, die Unterseite hell gefärbt.

Uferschnepfe
ein Schwarm Uferschnepfen bei Greetsiel in Ostfriesland

Im Flug fällt der helle Schwanz mit der schwarzen Endbinde auf. Auch der weiße Flügelstreif ist deutlich zu erkennen.

Der Lebensraum der Uferschnepfe ist die norddeutsche Küste, das Wattenmeer und die Feuchtgebiete, sowie die Hoch- und Tiefmoore im Binnenland. Die Überwinterungsgebiete liegen in Zentralafrika und Südafrika.

Flussregenpfeifer

Flussregenpfeifer – Charadrius subius – sind von der Größe her etwa mit einem Star zu vergleichen. Es ist ein faszinierender Vogel mit erstaunlichen Eigenschaften. Das “Vereiteln” eines Prädators zählt zu dem Beeindruckendsten was ich gesehen habe. Leider konnte ich es nur in einer Dokumentation verfolgen.

Flußregenpfeifer

Nähert sich ein Feind dem Nest, auf dem der Vogel starr verweilt, auf eine Distanz von etwa fünf Metern, läuft der Vogel schnell in seitliche Richtung. Dabei zeigt er sein schauspielerisches Können. Offenbar flügellahm schleift ein Flügel am Boden und der Flussregenpfeifer kann nur ein kurzes Stück fliegend vorankommen. Seine “offensichtliche” Verletzung lässt ein schnelles Fortfliegen nicht zu. Der Gegner wähnt nun eine leichte Beute vor sich.. Aber kurz bevor er zuschlagen kann und wenn beide weit genug vom Nest entfernt, sind fliegt der Vogel, urplötzlich genesen, davon.

Auch das in einer Mulde angelegte Nest ist perfekt an die Umgebung angepasst und mit Kieselsteinen, die der Färbung der Eier entsprechen hervorragend getarnt. Die Jungvögel, die das Nest als Nestflüchter sehr früh verlassen, sind selbst für einen Turmfalken nicht zu sehen. So ideal sind sie ihrer Umgebung angeglichen.

Flussregenpfeifer

Flussregenpfeifer – Aussehen

Auffallend ist der gelbe Ring, der das ansonsten schwarze Auge umschließt. Auf der weißen Stirn befindet sich ein schwarzer Fleck und der Scheitel ist braun wie auch die Oberseite des Körpers. Der Schnabel ist kurz und schwarz. Augenfällig ist auch das schwarze “Halstuch” und die für Watvögel typischen langen Beine, mit denen er sich schnell über den Boden bewegt, um Spinnen, Würmer, Insekten und kleine Krebse zu ergattern. Der Ornithologe und Geologe Professor Liebe, der bis 1894 lebte, hat einmal acht Schritte in der Sekunde gezählt.

Das Brutgebiet ist die Paläarktis, so bezeichnet man die Region Europa – Nordafrika und Asien. Europäische Vögel überwintern zwischen Äquator und Sahara. In Deutschland schätzt man zwischen 5000 und 9000 Brutpaare. Die natürlichen Lebensräume des Flussregenpfeifer , die Flussläufe mit kieshaltigem Boden, gibt es wegen der Begradigungen der Flüsse nur noch selten und so hat sich sein Lebensraum verändert. Kiesgruben und Baggerseen hat er sich als neue Refugien auserwählt.

Greetsiel – Naturschutzgebiete

Greetsiel gehört zur Gemeinde Krummhörn. Bereits aus der Ferne sind die Zwillingsmühlen zu erkennen. Geprägt ist der Ort von Giebelhäusern aus dem 17. Jahrhundert.

Im Hafen liegt ein großer Teil der Krabbenkutterflotte vor Anker. Seit drei Wochen müssen sie eine Zwangspause einlegen, weil die Großhändler keine Krabben mehr abnehmen. Die Läger sind wegen der großen Fangmengen im Herbst überfüllt. Heute, 19. März 2019, sollen die Schiffe erstmals wieder auslaufen, wie die WAZ berichtet.

Greetsiel
Greetsiel – Hafen

Mit dem Bau der Schleuse Leysiel wurde der Hafen des Ortes tideunabhängig. Durch die Küstenschutzmaßnahmen kam es zu massiven Eingriffen in die Natur und dem Ökosystem Leybucht. Bedingt durch die Kleigewinnung für den Deichbau entwickelte sich die “Halbinsel Leyhörn”.

Diese ist heute ein großes Naturschutzgebiet, das nicht betreten werden darf. Es entstanden aber noch weitere Schutzgebiete wie die Hauener Pütten und die Hauener Hooge, die ein Refugium für Schilfbewohner und Wasservögel wurden.

Der Teilbereich “Speicherbecken” dient der Binnenentwässerung und nimmt das Wasser aus dem Binnenland auf, wenn das Sieltor geschlossen ist.

Mit dem Fahrgastschiff “Graf Edzard I.” machten wir eine Fahrt durch das Naturschutzgebiet und die Schleuse. Der Kapitän verstand es auf launige Weise seine Fahrgäste zu unterhalten und zu informieren.

Mein Augenmerk war natürlich mehr auf das Geschehen im Naturschutzgebiet gerichtet. In der Region “Speicherbecken” konnte ich Stockenten und andere Entenarten sehen, die ich aber aus der Ferne nicht bestimmen konnte. Anders war es da bei den Graugänsen und den Blässgänsen. In ihren Reihen erkenne ich dann auch Weißwangengänse.

Weißwangengänse
Weißwangengänse

Deutlich ist das weiße Gesicht zu erkennen, mit dem kurzen Hals und dem kleinen Schnabel. Die weiß-grau, quer gebänderten Flügel sind deutlich zu sehen. Ihr Aussehen erinnert an die Tracht der katholischen Nonnen, weshalb die Weißwangengans auch Nonnengans genannt wird. Früher war die Gans lediglich als Wintergast, aus dem Brutgebiet in der Arktis, in Mitteleuropa zu finden. Erst seit den 1990er Jahren haben sich Gänse auch in Niedersachsen und Schleswig Holstein niedergelassen.

Etwas abseits der Gänse entdecke ich dann zu meinem Erstaunen eine Mantelmöwe. Die größte der europäischen Möwen ist auf der roten Liste der BRD geführt und nur selten zu sehen. Ab Juli kommen sie vermehrt aus den skandinavischen Brutgebieten an die Küste und verschwinden bereits zu Beginn des neuen Jahrs wieder. In Deutschland gibt es lediglich 10 Brutpaare der Mantelmöwe.

Mantelmöwe

Das Schiff steuert nun in die Schleuseneinfahrt und an der Wand der Schleuse bemerke ich einige Rauchschwalben, die das Manöver des Schiffes beobachten.

Nach der Durchfahrt geht es noch ein kleines Stück ins Wattenmeer, bevor das Schiff wendet. In der Ferne sieht man das 15 Kilometer entfernt liegende, holländische Eemshaven und die Inseln Juist und Norderney. Schon geht es zurück in die Schleuse. An der Uferbefestigung lassen sich die verschiedenen Wasserstände anhand der Ablagerungen genau erkennen.

Greetsiel

Wieder werden wir von einer Rauchschwalbe beobachtet.

Rauchschwalbe

Auf der Fahrt in Richtung Greetsiel – Hafen passieren wir ein Teilgebiet des NSG, die Hauener Pütten. Hier befinden sich zwei Beobachtungshütten. Ehemals war dieses Gebiet Ackerland. Durch die Entnahme von Kleiboden für den Deichbau entstanden flache Gewässer, durchmischt mit Röhricht und Verlandungszonen, ein ideales Rückzugsgebiet für Vögel und Amphibien.

Etwa vier Kilometer von Greetsiel in Richtung Pilsumer Leuchtturm, der durch die Otto-Filme bekannt wurde, befindet sich die erste Beobachtungshütte. Dadurch das der Zugang sehr zugewachsen ist, sind meine Frau und ich alleine dort. Das hat den Vorteil ungestört zu sein und so können wir den Teichrohrsänger nicht nur hören, sondern auch sehen.

Teichrohrsänger
Teichrohrsänger
Beobachtungshütte
Beobachtungshütte

Wir kämpfen uns durch den “Dschungel” und erreichen die Beobachtungshütte. Auf dem Weg hierher haben wir bereits einen Schwarm Löffler fliegen gesehen. Nun entdecken wir auch ihren Ruheplatz. Leider muß ich wieder einmal feststellen das das 100-400 er Tele nicht ganz reicht. Es wird doch Zeit einen Konverter zu kaufen. Dennoch kann ich einige Belegbilder “schießen”.

Löffler
Löffler
Löffler

Die nächste Beobachtungshütte befindet sich auf der Zufahrt zum Parkplatz Pilsumer Leuchtturm, unmittelbar an der Zufahrtsstrasse. Es ist absolutes Halteverbot, was den Fahrer des Wagens der davor steht wohl nicht interessiert. Zu meinem Glück kommen die Insassen aber gerade aus der Hütte um davon zu fahren und so habe ich die Hütte für mich. Die Fläche vor der Hütte ist ausgetrocknet, aber offenbar voll Leckereien. Nicht nur ein Haussperlingspaar, auch zwei junge Stieglitze, noch ohne Kopffärbung, und ein Flussregenpfeifer suchen den Boden ab.

Greetsiel
Flussregenpfeifer
Greetsiel
junge Stieglitze

In der Ferne kann ich eine Rohrweihe erkennen, die aber für ein Bild zu weit weg ist. Ebenso der große Schwarm Uferschnepfen den ich dort sehe ist zu weit entfernt. Später sehe ich auch ihren Rastplatz, leider auch unerreichbar.

Rohrweihe
Rohrweihe
Greetsiel
bestimmt 200 – 300 Uferschnepfen
Uferschnepfen
… und ihr Rastplatz

Es plötzlich voll in der Hütte und ich mache mich lieber auf den Rückweg. Selbst die Rauchschwalben, die außen an der Hütte ihre Nester haben werden nun unruhig und fliegen unstet hin- und her.

Einige Stare fliegen auf, nur einer hält sich offensichtlich lieber auf dem Gebüsch mit den kleinen Trauben auf.

Star
Stare
Greetsiel
Star

Nun bin ich wohl etwas weit von der Heimfahrt mit dem Schiff abgedriftet, aber auf der Rückfahrt geschieht auch nicht Besonderes mehr. Ein Kormoran hat wohl Gefallen daran gefunden unsere Fahrt ein Stück zu begleiten.

Greetsiel
Kormoran

Ein verregneter Vormittag in Greetsiel bringt uns auf den Gedanken nach Norddeich zur Seehundauffangstation zu fahren. Als wir aus dem Auto aussteigen und die schier endlose Menschenschlange sehen, wollen wir bereits wieder umkehren. Als wir aber bemerken, das die Leute alle große Taschen mitführen, wird uns klar das sie für ein Erlebnisbad anstehen. Die Auffangstation befindet sich dahinter und ist nicht so stark besucht. Außerdem haben wir Glück, dass wir vor 11 Uhr da sind, denn nun beginnt die Fütterung der Seehunde.

Greetsiel
Seehundauffangstation

Es geht eine ereignisreiche Woche zu Ende und wir bedanken uns ausdrücklich noch einmal bei den netten jungen Leuten der Ferienwohnung “Odins Huus”. Wir waren perfekt untergebracht und versorgt. Nach etwa 15 Minuten Fußweg ist man im Ortskern, egal ob man den Weg durch die Siedlung oder naturnaher über den Deich wählt. Wir haben unsere Ferienwohnungen zuletzt immer über “traum-ferienwohnungen.de” gebucht, so in Grömitz und im Oktober auch in Büsum und waren immer begeistert. Zum Schluß noch einmal ein Bild von einer Rauchschwalbe, die wir hier ständig und überall sehen konnten.

Rauchschwalbe
Rauchschwalbe

Tyrannosaurus Rex – Verwandter der Vögel

Tyrannosaurus Rex ist mit unseren Vögeln verwandt – ich konnte es kaum glauben, aber die Sendung von GEO Television – T-Rex – Rekonstruktion einer Riesenechse –kam genau zu diesem Ergebnis, dass der Saurier eine Mischung aus Vogel und Reptil gewesen sein muß.

Bei Untersuchungen fanden die Wissenschaftler heraus, dass das im Verhältnis zum Schädel sehr kleine Gehirn dem eines Vogel sehr nahe kommt. Wie beim Vogel fehlt dem Gehirn die Großhirnrinde, die bei den Säugern besteht. Dafür hat das Gehirn deutlich mehr Neuonen.

Der “Arbeitsspeicher” des Gehirn befindet sich nicht in der Großrinde sondern im Endhirn. Dadurch kann das Gehirn deutlich kleiner sein als bei anderen Säugetieren. Es enthält aber auch bedeutend mehr Nervenzellen.

Weitere Ergebnisse aus der Untersuchung des Gehirns deuten darauf, dass T-Rex in einem Familienverband lebte und soziales Verhalten kannte. Verletzungen ergaben das es auch zu Revierkämpfen mit Artgenossen gekommen sein muß.

Der Saurier wird in Kinofilmen immer brüllend wie ein Raubtier dargestellt. Aber auch das wird von der Wissenschaft widerlegt. Für den Menschen war er fast stumm, weil er eine Stimme ähnlich einer Rohrdommel gehabt haben muß, nur um einige Oktaven tiefer. Ein Stimmenvergleich brachte auch eine Ähnlichkeit mit dem China Alligator, allerdings auch noch um einiges tiefer zu Tage. Diese tiefen Lagen sind für den Menschen fast nicht hörbar.

Ein weiteres Indiz für die Verwandtschaft mit Vögeln ergab sich aus den Untersuchungen und Vergleichen von erhaltenen Fußspuren in einem Flußbett. Die Fußabdrucke hatten große Ähnlichkeiten mit denen eines Emu. Gleichzeitig erbrachte die Untersuchung, dass Tyrannosaurus Rex sich nicht mit dem Schwanz abstütze, sondern der für den Gewichtsausgleich des schweren Kopfes zuständig war. Das wiederum belegt, dass der Tyrannosaurus nicht in der Lage war sehr schnell zu laufen. Maximal 16 km/h wurden ermittelt, da er sonst in Gefahr lief zu stürzen, was bei einem Gewicht von 7 Tonnen und einer Körperlänge von 13 Metern den Tod bedeuten könnte.

Eine weitere Entdeckung waren Melanin Spuren, die darauf schließen lassen das Tyrannosaurus Rex eine Färbung ähnlich der fleischfressenden Raubvögel gehabt haben muß. Sein Körper hatte eine braun- schwarz – graue Färbung gehabt haben, während im Augenbereich eine Orang – Tönung war.

Fossilienfunde in China, vom Vorgänger des T-Rex, erbrachten verkümmerte Federn. Demnach müßte Tyrannosaurus Rex eine ähnlich Befiederung wie der flugunfähige Kasuar gehabt haben. Tyrannosaurus Rex hatte wohl eine Art Löwenmähne, allerdings nicht so ausgeprägt.

Alle Untersuchungen wurden möglich durch den Fund des größten zusammenhängenden Skeletts eines Tyrannosaurus in Kanada. Dieser hat wohl ein Alter von 30 Jahren erreicht und zuvor war noch nie ein so großer Saurier entdeckt worden.

Klimaschutz – haben wir eine Zukunft ?

Klimaschutz – wenn ich die Debatten um das wichtigste Tema unserer Zeitgeschichte verfolge, stosse ich auf Zustimmung von vielen Seiten. “Ja, es muss etwas getan werden,” hört man von den Wirtschaftsverbänden, von der Wissenschaft. 105 Wissenschaftler aus 53 Ländern die das Klima für den IPCC verfolgen und analysieren warnen davor, dass es keine Zeit zu verlieren gilt. Es droht Nahrungsknappheit und die Zerstörung der Lebensgrundlage für 500 Millionen Meschen weltweit.

Eine Wende in der Agrarwirtschaft ist zwingend notwendig. Wälder müssen entstehen um mehr CO2 Speicherung zu ermöglichen. Die Landwirtschaft nachhaltiger werden und der Fleischverbrauch drastisch reduziert werden.

Die Erderwärmung hat bereits um 1,5 Grad Celsius zugenommen. Mit einem weiteren Anstieg auf über 2 Grad Erderwärmung erreicht man dann bald einen Punkt, wo der Wandel nicht mehr aufzuhalten ist. Es wäre also dringend nötig alle fossilen Brennstoffe sofort außer Betrieb zu setzen. Kohle, Öl und Gaskraftwerke die ihre Lebensdauer erreicht haben dürfen nicht mehr in Betrieb gehen.

Klimaschutz – Regenwald

Was passiert aber? Die Rodung des Regenwaldes wird durch den brasilianischen Präsidenten Jair Messias Bolsonaro noch forciert, um riesige Flächen für die Rinderhaltung zu schaffen. Allein im Juli sind demnach 2.254 Quadratkilometer Regenwald gerodet worden. Vergangenes Jahr betrug die Zahl im selben Monat knapp 597 Quadratkilometer, was einem Anstieg von 278 Prozent entspricht. Im vergangenen Juni lag das Ausmaß der Abholzung bereits 88 Prozent über dem Juni-Wert von 2018.  (Quelle Zeit online).

Die Proteste der europäischen Regierungen sind nicht wirklich überzeugend. Im Gegenteil – Deutschland und die EU erhöhen sogar den Import von Rindfleisch aus Brasilien. Laut ABIEC stiegen die Einfuhren der EU um 9 Prozent auf 118.317 t. Bezogen auf den Umsatz blieb die Europäische Union 2018 damit der drittwichtigste Absatzmarkt für die brasilianischen Rindfleischexporteure. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf umgerechnet 640 Mio. Euro verzeichnet. (Quelle: agragheute). Die Zahlen dürften sogar noch höher ausfallen, da diese von 2018 sind. Eine erneute Steigerung des Importes von brasilianischem Rindfleisch 2019 ist vorauszusehen.

Klimaschuz – neue Energien

Was die Schließung von Kraftwerken angeht, hat die Kohlekommission in einem Kompromiss am 26.01.2019 den Einstieg in den Kohleausstieg und damit endlich den Anfang vom Ende der Kohle beschlossen. Mit der Festlegung, bis 2022 erste Kohlekraftwerke abzuschalten. Wie die WAZ heute berichtet regt sich bereits Widerstand, das neue Kraftwerk Datteln IV nicht ans Netz gehen zu lassen. Das wird wahrscheinlich auch erfolgreich sein, warum sonst würde Uniper sonst weiterhin Millionen in das, nach Uniper, modernste Steinkohlekraftwerke der Welt investieren. Auch die Braunkohletagebau Betriebe halten die gesetzten Termine für nicht einahltbar, fordern aber schon einmal Millionen an Entschädigungen.

Fleisch

Gegen eine höhere Besteuerung von Fleisch gehen die Bauernverbände auf die Barrikaden. Sie fürchten um die Betriebe der Massentierhaltung . Eine Tierhaltung zum Wohle der Tiere spielt für sie keine Rolle. Methangas und Gülle als Produkt der Massentierhaltung ist hinzunehmen. Viele Betriebe könnten auf Nachhaltigkeit umstellen. Das ist aber sicherlich auch mit mehr Aufwand verbunden. Der Verbraucher hat hier aber die Macht, durch weniger Fleischverbrauch etwas Druck aufzubauen.

Mobilität

Um den Klimaschutz voranzutreiben soll sich die Mobilität verändern. Die Umstellung des LKW- Eisenbahn- und Schiffsverkehrs auf Elektroantriebe oder Wasserstoffantrieb wird noch Jahre dauern. Der Transport der Güter vom LKW auf die Schiene ist logistisch kaum möglich, da die Bahn die Entwicklung bisher aus Kostengründen verschlafen hat. Neue Gleise müssen erst verlegt werden, eine Deutschlandweite Modernisierung des Güterverkehrs auf der Schiene dauert Jahre. Spediteure klagen heute über große Verspätungen der Bahn, wenn sie ihre Güter vom LKW auf die Schiene schaffen.

CO2 Steuer

Die Einführung einer CO2 Steuer wird bereits vor der Beschlußlage von den industriefreundlichen Parteien torpediert. Die Steuer darf auf keinen Fall zu Lasten der Industrie gehen, die allerdings der größte Erzeuger von CO2 ist. Mehr Mischwald für das Klima? Die Waldbauern beklagen den Tod der Fichte durch die Hitzeperiode und den Borkenkäfer und wollen vom Staat Geld um den Abtransport des Totholzes zu finanzieren und neue, fremde Holzarten, die einen schnellen Wuchs versprechen, setzen zu können. Da interessiert nicht der Klimaschutz, sondern nur das schnelle Geld.

neue Energien

Bei der Entwicklung neuer Energieträger hat man sich schon immer erst nach der Installation Gedanken gemacht wie es denn um die Entsorgung der entstehenden Abfälle bestellt ist, die dann die Umwelt belasten. Atomkraftwerke wurden errichtet, ohne zu Wissen was mit dem atomaren Müll geschehen soll. Bei der Umstellung des PKW vom Diesel auf Strom, weiß noch niemand was mit den Batterien geschieht, wenn diese entsorgt werden müssen. Bei der Windenergie entstehen riesige Halden mit Rotorblättern. Für den Sondermüll ist noch keine Lösung in Sicht.

Zukunft ?

Es werden also noch unzählige Komissionen, Arbeitskreise, Ausschüsse und Tagungen zum Tema Klimaschutz folgen . Die Mächtigen der Welt, die Regierenden, Präsidenten und Großindustriellen, Wirtschafts- und Bauernverbände werden im Endeffekt das Sagen haben. Da steht die Befürchtung das wir unseren Kindern und Kindeskindern später einmal erklären müssen . “Wir hatten nicht die Macht entscheidendes zu tun, die hatten andere, denen Gewinnmaximierung wichtiger war als der Planet Erde.” Wir können unserem Nachwuchs nur noch empfehlen Naturwissenschaften und Ingenieurwesen zu studieren um noch einen Ausweg aus dem Dilemma zu finden und Leute zu wählen, die ihren Gedanken nahe stehen und entsprechend handeln.

Geoengineering – das künstliche Klima

Geoengineering oder climate – engeneering ist die Bezeichnung eines Verfahrens um den Klimawandel zu beeinflussen.

Das Gremium für den Kliamwandel IPCC der Vereinten Nationen entschied das die Regierungen der Welt bis 2030 den Emissionsausstoss halbieren müssen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem Niveau der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Jedes Grad über diesem Wert hätte mehr Stürme zur Folge. Würde den Meeresspiegel weiter ansteigen lassen und grössere Dürrezeiten mit sich bringen. Es käme zu Nahrungsknappheit und einem Verlust der Wasserressourcen. Folgeschäden in Höhe von 54 Billionen US-Dollar.

Da man davon ausgeht, dass die Ziele wohl nicht so einfach erreicht werden, ist die IPCC der Ansicht, dass weitere Maßnahmen notwendig sind um gegen die Treibhausgase in der Luft vorzugehen.

Hier kommt Geoingeneering ins Spiel. Bei diesen wissenschaftlichen Verfahren greift der Mensch in das Klima ein. Es wird versucht CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen, Strahlungen umzuleiten und zurück zu werfen. Durch den Einsatz von Schwefel werden Vulkaneruptionen nachgespielt, die die Sonneneinwirkung abmildern sollen. Wolken werden durch Salzemissionen erzeugt. Im All werden Spiegel installiert, die die Strahlungen reflektieren und so die Einstrahlung auf die Erde reduzieren sollen.

Diese Verfahren führen aber auch zu Veränderungen des Weltklimas global und regional. Die Niederschläge werden sich verändern. Sorgt das Geoengineering in Berlin, Paris, London, New York für weniger Hitzewellen, sorgt es unter Umständen dafür das in Fernost die Dürre noch verheerender wird. Der Schwefel der über dem Nordatlantik für Beruhigung sorgt, bewirkt eine Verstärkung der Taifune über Vietnam.

Es gibt bereits Wissenschaftler die vor Risiken beim Geoengineering warnen. Vergleiche mit dem Manhattan-Projekt nach dem 2. Weltkrieg über Atomwaffen werden aufgestellt. Bereits 2013 schrieb der Ethiker Cleve Hamilton im “Bulletin of Atomic Scientists:” Das Testen eines Geoengineerings – Schemas wie dem Versprühen von Sulfat Aerosolen, ist von Natur aus schwierig. Der Einsatz würde politische Entscheidungsträger in hohem Maße von einer technokratischen Elite abhängig machen. In dieser Welt der Geotechnik würden Experten die Bedingungen des täglichen Lebens kontrollieren; und es ist unwahrscheinlich, dass ein solches Regime gerechtfertigt ist.”

China hat bereits 2018 mit einem Geoengineering Verfahren auf dem Tibetischen Plateau begonnen. Das Gebiet leidet seit Jahren an immer niedrigeren Schneefällen. Das Tibetische Plateau ist aber ein wichtiger Wasserlieferant für Asien. Deshalb werden auf dem Plateau bereits 500 Brennkammern errichtet. Die Silberjodidöfen sollen Wolkenbänder von jeweils 6 Kilometer Länge erzeugen. Die Steuerung erfolgt über Wettersatelliten, die auch die Monsum Wolken kontrollieren sollen, die dann über Nordtibet abregnen sollen.

Anhand dieses Beispiels läßt sich erahnen welche Macht Staaten bzw. Regierungen haben können, die über das Klima bestimmen. Ein Krieg erhält so plötzlich eine “sanftere Note”. Staaten die unter Klimafolgen leiden werden erpressbar. Es gibt plötzlich neuer Möglichkeiten der Sanktionen und Zollerhebungen mit Hilfe der Steuerung des Klimas.

Man muß befürchten, dass irgendwann nicht mehr die Klimaforscher die Moderation haben, sondern Militärs das Geoengineering übernehmen. Bereits 1967 hat das US – Militär in einem geheimen Versuch Silber oder Bleijodid über Vietnam ausgebracht um die Wolken zu verdichten und so den Niederschlag zu beeinflussen.

Angesichts der momentan in der Welt herrschen Despoten und Chaoten wie Trump- USA, Duterte- Phillipinen, Bolsonato- Brasilien, oder den rechtspopulistisch gelenkten Staaten in Europa, kann einem da schon Angst und Bange werden, ob der Möglichkeiten durch Geoengineering.

Quellen: heise.de; Medium Daily Digest, Alexander Kaufman

Borbecker Muehlenbach

Borbecker Muehlenbach – von der Kloake zum klaren Bach. Im Rahmen der Renaturisierung der Emscher werden auch die Bäche erneuert die in die Emscher münden. Einer dieser Bäche ist der Borbecker Muehlenbach, der eigentlich Bredeneyer Muehlenbach heißen müßte , weil er im Essener Ortsteil Bredeney entspringt.

Wikipedia Text zum Flußverlauf :

Der Borbecker Mühlenbach entspringt in zwei Siepen in Essen-Bredeney. Der Bach wird unter der A52 und der Messe Essen hindurchgeleitet und durchfließt dann den Grugapark. Auf dem Parkgelände speist er den Margarethen- und den Waldsee. Seine Fließrichtung ist nach dem Grugapark nach Nordwesten ausgerichtet, wobei er für etwa einen Kilometer die Stadtgrenze von Essen und Mülheim an der Ruhr bildet. Bei Essen-Schönebeck ändert er seinen Lauf nach Nordosten. Zwischen Altendorf und Bochold bildet der Bachlauf ein Stück weit die Stadtteilgrenze, zugleich die südöstliche Grenze des Stadtbezirks Borbeck. Im Stadtteil Bochold mündet von rechts der Sälzerbach ein. Der Borbecker Mühlenbach mündet kurz nach Erreichen des Essener Stadtteils Bergeborbeck westlich des Stadions Essen in die Berne.

Borbecker Muehlenbach – Wasserralle stoppt den Weiterbau

An anderer Stelle berichtete ich bereits über die Probleme die bei der Renturisierung des Baches auftraten. Im Ortsteil Frohnhausen wurde in einem Bereich, wo ein Regenüberlaufbecken gebaut werden sollte, der Ruf der Wasserralle gehört. Niemand hat die Ralle jemals gesehen, aber die Baumaßnahmen mußten über einen langen Zeitraum gestoppt werden. Erst nachdem ein Umzugsgebiet geschaffen wurde, konnte weiter gebaut werden. Aus der ehemaligen “Köttelbecke”, die in offenem Verlauf in einem Bett aus Beton durch die Stadt floss, wurde ein sauberer Bach. Die Abwasser fließen nun in einem unterirdischen Kanalsystem zu den Klärbecken.

Borbecker Muehlenbach
ein Teil des Betonbettes der “Köttelbecke” wurde erhalten
Borbecker Muehlenbach
Natur und Bachverlauf sind wieder vereint.

Ein “Neuer Bach” mit Groppe

Die Luft schwadert nicht mehr in den Heißen Sommermonaten vor abartigem Gestank. Eine Sensation war die Entdeckung der Emschergroppe. Der sehr widerstandsfähige Fisch muss in Teilen des nicht ganz so verschmutzten Oberlaufs in Fulerum überlebt haben und verbreitet sich nun wieder im Bachlauf. Heute findet man die stachlige Stichlingsart in allen ökologisch wieder hergestellten Zonen der Emscher. Die Groppe ist der erste Rückkehrer unter den Fischen der “neuen Emscher” und ihrer Zuläufe.

Wald und Mensch

Was wir vom Wald lernen können

Wald – fast täglich lesen wir neue Berichte und Hiobsbotschaften über den sterbenden Wald. Dem deutschen Wald geht es schlecht. Die Fichte stirbt unter der Attacke des Borkenkäfers. Der Klimawandel und die damit verbundene Trockenheit gibt dem Baum den Rest. Harz zur Abwehr des Borkenkäfers kann sich nicht bilden.

Wald

Schon fordern die Waldbauern Entschädigung und Unterstützung vom Staat im Wissen, dass sie mit der Monokultur “Fichte” einen großen Anteil am Leiden der Bäume selbst verschuldet haben.

Die Fichte wurde überall angepflanzt weil sie ein schnell wachsender Baum ist, mit dem man das “schnelle Geld” machen kann. Obwohl der Baum für die hohen Lagen gedacht ist wurde er auch in ungeeigneten Regionen angepflanz.. Wichtiger war es den schnellen, maximalen Profit zu erzielen. Der Spruch “Willst du deinen Wald vernichten, pflanze Fichten, pflanze Fichten” macht nicht umsonst die Runde.

Wald

Vom ursprünglich großen Mischwaldbestand mit hohem Buchen – Anteil wollte man nichts wissen. Der Laubwald, der mit seinen Kronen den Waldboden schont, hat heute nur noch einen Anteil von 40 Prozent, Nadelbäume 60 Prozent. Den Urwald mit altem Baumbestand gibt es nicht mehr. In der neueren Zeit versuchen einige Personen, wie Peter Wohlleben, den Urwald wieder eine Zukunft zu geben.

Die robusteren Bäume wie Buche, Eiche, Esche und Kiefer, die den Mischwald ausmachen, unterstützen sich gegenseitig beim Lebensunterhalt. Die Gemeinschaft der verschiedenen Arten sorgt für Licht und die benötigten Nährstoffe. Das alles obwohl man weiß, dass es selbst unter Bäumen einen Konkurrenzkampf gibt. Jede Art sorgt zunächst für die eigene “Familie”. Dennoch wissen aber alle, von der Abhängigkeit und den Vorzügen der anderen Arten. Wer sich für das “Leben der Bäume” interessiert sollte Peter Wohllebens Buch : “Das geheime Leben der Bäume” unbedingt lesen.

Von der Vielfältigkeit des Mischwaldes profitieren auch die Tiere des Waldes. Insekten und Pflanzen lieben die Vielfalt die der Wald ihnen bietet.

Wald

Wald – ein Leben wie ein Mischwald

Was können wir aus dem Leben des Waldes lernen? Die Vielfalt des Mischwaldes, übertragen auf die menschliche Gesellschaft, bedeutet eine Vielfalt der Kulturen. Die verschiedenen “Arten” lernen voneinander und profitieren vom jeweils Anderen. Das gesellschaftliche “Wissen” wird durch die vielfältigen Interessen gesteigert. Gesunde Konkurrenz untereinander wird zur Bereicherung. Gemeinsamkeit macht stark.

Gesellschaften, die wie die Fichte in Monokulturen leben, werden einsam. Das Leben wird trostlos und verkümmert. “Parasiten” haben leichtes Spiel um die Macht an sich zu reißen und der Niedergang ist kaum noch aufzuhalten.

Hauskatzen

Hauskatzen – um es vorweg zu nehmen, ich hasse keine Katzen, genauso wie ich kein anderes Tier hasse. Ich ärgere mich aber über falsche Haltung durch die andere Tiere dann geschädigt werden.

Seit den 70er Jahren steigt die Population der herumstreunenden Hauskatzen enorm an. Auch in unserer Nachbarschaft erlebe ich täglich das die Hauskatze (in dem Fall gleich zwei) zum “Geschäftmachen” mindestens drei Mal vor die Tür geschickt wird. Weil unser Garten in unmittelbarer Nähe ist, haben wir die “Hinterlassenschaften” dann unmittelbar vor unserer Terrasse und Katzenkot riecht nicht sehr angenehm.

Das Schlimmste aber ist, dass wir in unserem Garten ja auch für Singvögel sorgen und die Katze sich in der nähe der Futterstellen auf die Lauer legt. Nach einer halben Stunde sucht dann Herr Nachbar seine Katzen um sie wieder ins Haus zu lassen. Ich denke das Katzenklo in seiner Wohnung ist immer sauber.

Hauskatzen

Hauskatzen – Studie aus Frankreich und Belgien

Nun ist mein Beispiel nur eines von vielen. Daten aus Frankreich und Belgien belegen, dass besonders Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Grünfink durch die Hauskatzen bedroht sind, weil sie ihre Nahrung überwiegend am Boden suchen. Die wenigsten Verluste erleiden Zilpzalp und Mönchsgrasmücke durch Katzen. Auch ein Beleg das die Art der Nahrungssuche maßgebend ist.

Von 2005 bis 2015 nahm die Mortalität (Sterblichkeitsrate aus der Demografie) um 50 Prozent zu, das entspricht der Zunahme der Katzendichte. Der Anteil der Mortalität der durch Katzen getöteten Vögel beträgt 12,8 – 26,3 Prozent. In etwa die gleiche Zahl der durch Scheibenanflug getöteten Tiere.

Somit steht fest, dass Hauskatzen einen erheblichen Anteil an der Biodiversität in Gärten und Parks tragen. Übrigens sollte man sich auch einmal fragen warum die Katzen “Hauskatzen” heißen. Läßt man sie nur aus Bequemlichkeit aus dem Haus, um weniger Arbeit mit einem Tier zu haben? Dann stellt sich allerdings die Frage ob man überhaupt ein Tier halten sollte.

Info der Falke