Hauskatzen

Hauskatzen – um es vorweg zu nehmen, ich hasse keine Katzen, genauso wie ich kein anderes Tier hasse. Ich ärgere mich aber über falsche Haltung durch die andere Tiere dann geschädigt werden.

Seit den 70er Jahren steigt die Population der herumstreunenden Hauskatzen enorm an. Auch in unserer Nachbarschaft erlebe ich täglich das die Hauskatze (in dem Fall gleich zwei) zum „Geschäftmachen“ mindestens drei Mal vor die Tür geschickt wird. Weil unser Garten in unmittelbarer Nähe ist, haben wir die „Hinterlassenschaften“ dann unmittelbar vor unserer Terrasse und Katzenkot riecht nicht sehr angenehm.

Das Schlimmste aber ist, dass wir in unserem Garten ja auch für Singvögel sorgen und die Katze sich in der nähe der Futterstellen auf die Lauer legt. Nach einer halben Stunde sucht dann Herr Nachbar seine Katzen um sie wieder ins Haus zu lassen. Ich denke das Katzenklo in seiner Wohnung ist immer sauber.

Hauskatzen

Hauskatzen – Studie aus Frankreich und Belgien

Nun ist mein Beispiel nur eines von vielen. Daten aus Frankreich und Belgien belegen, dass besonders Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Grünfink durch die Hauskatzen bedroht sind, weil sie ihre Nahrung überwiegend am Boden suchen. Die wenigsten Verluste erleiden Zilpzalp und Mönchsgrasmücke durch Katzen. Auch ein Beleg das die Art der Nahrungssuche maßgebend ist.

Von 2005 bis 2015 nahm die Mortalität (Sterblichkeitsrate aus der Demografie) um 50 Prozent zu, das entspricht der Zunahme der Katzendichte. Der Anteil der Mortalität der durch Katzen getöteten Vögel beträgt 12,8 – 26,3 Prozent. In etwa die gleiche Zahl der durch Scheibenanflug getöteten Tiere.

Somit steht fest, dass Hauskatzen einen erheblichen Anteil an der Biodiversität in Gärten und Parks tragen. Übrigens sollte man sich auch einmal fragen warum die Katzen „Hauskatzen“ heißen. Läßt man sie nur aus Bequemlichkeit aus dem Haus, um weniger Arbeit mit einem Tier zu haben? Dann stellt sich allerdings die Frage ob man überhaupt ein Tier halten sollte.

Info der Falke