Erde – es reicht !

Erde – es reicht – wenn sie zu uns spricht, wie in dem Gedicht von Hilde Philip, lobt sie uns zunächst weil wir sie gehegt, gepflegt und betreut haben. Das hat aber leider nicht allzu lange angehalten.

Wenn man bedenkt, wie der Mensch die Ressourcen der Erde über die Maßen ausgebeutet hat, wenn man bedenkt wie der Mensch die Natur zerstört hat, wenn man bedenkt wie rücksichtslos der Mensch über alles andere Leben auf dem Planeten herrscht, wie er mit Flora und Fauna umgeht, andere Lebewesen ausrottet, fragt man sich ob der Mensch überhaupt noch eine Berechtigung hat, als Gast auf dieser Erde zu existieren.

Das Gedicht schildert wie es der Erde in den letzten hundert Jahren ergangen ist. Die Erde fragt ob der Satan in den Menschen gefahren ist. Sie beklagt sich über die Ausbeutung und Verschmutzung, über Kriege, Habgier und Geiz. Die Erde schickt Stürme und Tsunamis auf die Menschen. Sie will sich revanchieren und hat noch weitere Dinge auf Lager, wenn der Mensch nicht reagiert.

Die Erde hat durchaus das Recht auf den Menschen sauer zu sein. Schließlich war die erste Folge der Industriellen Revolution der “saure Regen”.

Erde - es reicht

der saure Regen – Waldsterben 1

Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe sorgen für Verunreinigung der Atmosphäre. Schwefelhaltige, organische Stoffe werden durch Oxidation zu Schwefeldioxid. Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid lösen sich im Wolkenwasser und in Niederschlägen auf und gehen auf Wälder, Pflanzen und den Erdboden nieder.

Durch den “sauren Regen” verlieren die Baumwipfel die Blätter. Wipfeldürre läßt die Bäume sterben. Der saure Boden sorgt dafür das die jungen Triebe am Wachstum gehindert werden. Auch die Gewässer, Flüsse, Seen und die Ozeane übersauern. Meeresbewohner, wie Muschel und Schnecken, verlieren den Schutz ihrer kalkhaltigen Schale.

In den 80er Jahren mußten dann die großen Werke ihren Rauchgasausstoß entschwefeln. Autos und Flugzeuge erhielten Vorrichtungen zur Entschwefelung.

Langsam erholten sich die Wälder, aber die Erde hatte nicht lange Zeit sich zurück zu lehnen.

Kühlmittel für Sprühdosen, Reinigungsmittel und Lösungsmittel benötigen ein Treibgas, das FCKW.

Erde – es reicht – das Ozonloch

Fluorkohlenwasserstoffe zerstören in der Atmosphäre die Ozonschicht. die die UV – Strahlen der Sonne abhalten. Der antropogene Anteil des FCKW, also der menschgemachte Anteil aus chemischen Laboren, hat einen großen Anteil am Kohlenwasserstoff in der Atmosphäre.

Schon bald entdecken Wissenschaftler ein Ozonloch über der Antarktis. In kurzer Zeit wächst das Ozonloch von anfänglich wenigen Prozenten um fünfzig Prozent auf mehrere Millionen Quadratkilometer.

Die bedrohliche Entwicklung führte zu einem Verbot von FCKW. Kohlenwasserstoff baut sich allerdings nur sehr langsam ab und Wissenschaftler rechnen erst 2050 damit, dass sich das Loch schließt.

Die Veränderung der Ozonschicht mit den steigenden CO² Werten und Treibhausgasen haben auch mit dem Klimawandel und der Veränderung des Jetstreams zu tun.

der Jetstream

Die Erwärmung der Arktis verändert die Temperaturdifferenz zum gemäßigten Äquator. Der sogenannte Polar-Front-Jetstram hat eine Stärke von 535 km/h. Ein Grund das Flugzeuge auf dem Flug von Amerika nach Europa ein bis zwei Stunden schneller sind, als in umgekehrter Richtung.

Die Erwärmung der Arktis führt dazu das der Jetstream nicht mehr stets seine gewohnte Bahn parallel zum Äquator einhält, sondern auch in großen Wellen das Hoch und Tief lenkt. Die Verlangsamung führt auch dazu, dass Extremwetter immer öfter und länger anhaltend vorkommen.

Erde – es reicht -der Klimawandel

Das größte Problem für Mutter Erde ist der menschgemachte Klimawandel. Der afrikanische Kontinent leidet bereits seit Jahren unter kriegerischen Auseinandersetzungen, wie auch der Nahe Osten. Hinzu kommt eine extreme Dürre mit Hungersnot und die Ausbeutung durch andere Mächte. Ausbleibende Niederschläge nehmen den Menschen ihre Lebensgrundlage. Die Folge sind Ströme von Flüchtigen.

In Südamerika, aber auch in Europa, wird der Regenwald systematisch vernichtet um Raum für intensive Landwirtschaft zu schaffen. Der größte natürliche CO² Speicher wird vernichtet. In Deutschland und Polen werden die Ressourcen durch den Braunkohletageabbau zerstört. Die alten Moore wurden entwässert um der Landwirtschaft zugeführt zu werden. Die Moore hatten eine Speicherkapazität in der gleichen Größe wie der Wald.

Die Grünen kämpfen seit Jahren gegen den Klimawandel und erhalten immer mehr Zustimmung. Aber auch populistische Parteien werden größer. Friday for Future setzt sich weltweit für eine bessere Zukunft der Jugend ein. In Deutschland retten Demonstranten den Hambacher Forst und das Ende der Braunkohle wird beschlossen. Erneuerbare Energien sollen eingesetzt und gefördert werden. Dennoch steigt der CO² Wert in der Atmosphäre weiter an.

Extremwetter ist kein Fremdwort mehr. Starkregen, extremer Schneefall, Überschwemmungen und Orkane kommen ständig vor.

Erde – es reicht – Waldsterben 2

Auch in Deutschland zeigt der Klimawandel Spuren. Die Fichten-Plantagen werden in noch nie gewesenem Maße vom Borkenkäfer befallen. Ein neues Waldsterben hat begonnen. Die Waldwirtschaft fordert Hilfen vom Staat, wie auch die Landwirte wegen ausgefallener Ernten durch Trockenheit Hilfen fordern. Das es in der Vergangenheit einer falschen Holzwirtschaft zu verdanken ist, dass die Fichten sterben wird nicht eingesehen.

Landwirte blockieren mit Traktoren Autobahnen und Landstraßen um gegen eine Gülleverordnung zu protestieren, die die Vergiftung des Grundwassers durch Nitrat verhindern soll. Die intensive Landwirtschaft benötigt nach ihrer Ansicht eine Unmenge an Gülle-Dünger, der aus der Massentierhaltung die Felder überschwemmt.

In den letzten Jahren nahmen die Großbetriebe drastisch zu. Das Sterben der kleinen Höfe nahm in gleichem Maße zu wie das Artensterben der Tiere, die ländliche Flächen zum Überleben brauchen. Ein Insektensterben von 80 Prozent kann die Landwirte nicht überzeugen ihre Produktion zu ändern. Nur wenige haben den Ernst der Lage verstanden und verändern etwas. Dringend wird die EU aufgefordert ihre Förderungen der intensiven Landwirtschaft zu überdenken und den biologischen Anbau stärker zu Fördern.

Erde – es reicht – Umweltzerstörung und Viren

Zur Zeit wird die Menscheit von einer neuen Geissel heimgesucht. Corvid-19 heißt ein Virus der bereits tausende Todesopfer weltweit gefordert hat. Entstanden durch die Übertragung von einem exotischen Tier auf den Menschen auf einem Nässemarkt in China, wo unbekannte exotische Tiere und Pflanzen auf engstem Raum mit den Menschen in Verbindung kommen. Die chinesische Regierung hat vor kurzer Zeit den Handel und Konsum mit Wildtieren verboten. Leider liest man genau am heutigen Tag (31.03.2010) das die Regierung jetzt als Heilmittel gegen das Corona Virus Gallensaft aus der Galle von Bären empfiehlt. Der Lernprozess scheint also nur von kurzer Dauer gewesen zu sein.

Auch das eine Folge der Umweltzersörung. Immer häufiger kommt der Mensch durch Vernichtung von Ökosytemen mit fremdartigen Tieren und Pflanzen in Berührung, wodurch die Gefahr von Pandemien ständig wächst.

Am Ende des Gedichts “die Erde spricht” heißt es:

Ich kann es noch viel ärger treiben, drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!

Hört Menschen, was die Erde spricht! denn ihr braucht sie – doch sie euch nicht.

Corona Virus

Corona Virus – Pandemien und Artenverlust – besteht da ein Zusammenhang ?

Hat die Zerstörung unserer Umwelt, die Zerstörung von Ökosystemen und der Klimawandel einen Einfluß auf durch Viren entstehende Katastrophen, wie es zur Zeit durch das Corona Virus der Fall ist ?

Dr. Enric Sala, ein Forscher von National Geographic, der sich aktiv mit Exploration (Erkundung von Lagerstätten und Abbaumöglichkeiten für erschöpfliche Ressourcen) , Forschung und Kommunikation beschäftigt, um den Schutz der Ozeane voranzutreiben, ist überzeugt das es in Zukunft mehr Krankheiten geben wird. Das Abholzen und die Zerstörung der Natur, das Fangen von Wildtieren zur Nutzung als Haustiere, als Nahrung oder Medizin wird neu Krankheiten mit sich bringen.

Bereits jetzt fordert Covid-19 tausende Tote.

COVID-19 ist die ansteckende Krankheit, die vom zuletzt entdeckten Coronavirus verursacht wird.

Experten bezeichnen dieses Coronavirus als das neuartige Coronavirus. Dies bedeutet, dass es sich um eine neue Art Coronavirus handelt, die bisher unbekannt war bzw. über den man noch nichts wusste.

IFAW – International er Tierschutz-Fonds

Der Ursprung des Virus verbreitete sich, so wird jedenfalls angenommen, von einem Nassmarkt im chinesischen Wuhan.

Aus Nass- oder Feuchtmärkten entwickelten sich auch die MERS und SARS Pandemien. Chinesische Forscher gehen davon aus, dass Säugetiere, die als “schuppige Ameisenfresser” bekannt sind, die wahrscheinliche Quelle von Corvid-19 sind. Krankheiten, die sich von Tieren auf Menschen übertragen und umgekehrt, nennt man Zoonosen. HIV und AIDS haben wohl ihre Ursache in Westafrika. Dort wurden Schimpansen gejagt, geschlachtet und verzehrt.

Corona Virus
pixabay – piro4D

Auf Nass / Feuchtmärkten sind exotische Tiere in Käfigen auf engstem Raum zu finden, wie es in der freien Natur niemals möglich wäre. Unmittelbar daneben, Meeresfrüchte und natürlich mittendrin der Mensch. Der Hunger nach Eiweiß treibt zum Verzehr wilder, unbekannter Tiere und machen uns als Ziel für Viren leicht erreichbar.

Es fehlt an Aufklärung über die Gefahren beim Konsum oder Verzehr von Wildtieren. Regulierungen sind faktisch nicht vorhanden. Erst jetzt, nach den verheerenden Folgen des Corona Virus in Wuhan, erfolgt in China ein Verbot der Zucht und des Konsums von Wildtieren auf Märkten.

Die Ebola Pandemie entstand durch Überfischung an den Küsten afrikanischer Staaten, was die Bevölkerung dazu zwang auf Buschfleisch zurück zu greifen. Dadurch verbreitete sich das Ebola Virus mit der Folge von 11.000 Toten, wobei eine hohe Dunkelziffer vermutet wird. Ursache: der Verzehr von afrikanischen Fledermäusen.

Die Zerstörung der Umwelt und die Vernichtung ganzer Ökosysteme bringt den Menschen in engen Kontakt mit der Tierwelt. Ökosysteme sind voll mit wilden Tieren, Pflanzen und Bakterien. Sie alle enthalten eizigartige Viren, die uns völlig unbekannt sind. Mit diesen unbekannten Viren setzen wir uns durch Umweltzerstörung unmittelbar aus.

Der Wissenschaftsautor David Quammen schrieb bereits 2012 in seinem Bestseller “Spillover, der tierische Ursprung weltweiter Seuchen” das die nächste Pandemie vom Tier auf den Menschen übertragen wird.

David Quammen vergleicht das Geschehen mit dem Abriß einer Scheune . Durch den Abriß entsteht Staub der sich in der Nachbarschaft weit verbreitet. Durch die Zerstörung des Regenwaldes werden entsprechen viele Viren aufgewirbelt und weit verbreitet. Die Viren erhalten so die Gelegenheit in den Menschen einzudringen und sich zu etablieren.

Dr. Samuel Myers, Hauptforscher am Harvard Departement of Envirement Health, erklärte gegenüber “The Independent” : Es ist bekannt, dass fremde Tiere ein enormes Reservoir an Krankheitserregern sind, von denen wir vielen noch nicht ausgesetzt waren.

17 Prozent aller Infektionskrankheiten verursachen jährlich mehr als 700.ooo Todesfälle, mit steigendem Trend. Diese vektorübertragene Krankheiten, unter vektorübertragenen Krankheiten versteht man Infektionskrankheiten, bei denen die Erreger durch Vektoren wie z. B. Mücken oder Zecken übertragen werden, haben sich von 30 in den 1950er Jahren um das Dreifache in den 1980er Jahren vervielfältigt.

Wenn wir hoffentlich bald das Corona Virus überstanden haben, wird das Leben wieder an Fahrt aufnehmen. Werden wir aber dann auch daraus gelernt haben? Werden wir dann endlich die Einsicht gewonnen haben sorgsamer mit den Ressourcen und der Umwelt umzugehen? Werden wir den Ökosytemen mit der nötigen Ehrfurcht begegnen und sie zu schützen versuchen? Sollte uns das nicht gelingen, wird es uns in einigen Jahren wieder zu einer womöglich weit größeren Katastrophe führen.

Quellen : National Geographic, Harvard Departement of Envirement Health , Dr. Samuel Myers , David Quammen , The Independent , IFAW

 

Flugfähigkeit

Flugfähigkeit des Vogels – Beim Fliegen muss der Vogel mit drei Problemen fertig werden, sein Gewicht, dem Luftwiderstand und Luftwirbeln. Trotzdem sind die meisten Vögel ausgezeichnete Flieger. Der Auftrieb den die Flügel erzeugen befähigt die Vögel zum Fliegen. Je länger die Flügel sind und je schneller die Vorwärtsbewegung ist, desto größer ist der Auftrieb.

Die stärkere Krümmung der Oberseite gegenüber der Unterseite des Flügels bewirkt auf der Oberseite eine höhere Luftströmung. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der für den Auftrieb sorgt. Dieser Auftrieb wird durch das Flügelschlagen in Form einer “Acht” noch verstärkt.

Kann man die Flugfähigkeit der Vögel wegen der “windschnittigen Form” noch nachvollziehen, so waren in den 30er Jahren die Forscher noch der Meinung das die Insekten eigentlich vom Himmel fallen müßten. Die Hummel hat so gar keine aerodynamische Gegebenheiten um den recht plumpen Körper mit den kleinen Flügeln in die Luft zu hieven. Außerdem fliegt die Hummel relativ langsam, fast in Zeitlupe. Woher kommt dann der Auftrieb?

Flugfähigkeit der Insekten

Der Forscher Charles Ellington fand bei Versuchen im Windkanal heraus das über dem Vorderende der Flügel ein Tornado ähnlicher wirbelnder Aufstrom erzeugt wird, der die Flügel in die Höhe saugt. Ein derartiges Prinzip ist auch in der Luftfahrt bekannt, dort aber nicht gerne gesehen, weil es zu Abstürzen führen kann.

Die Hummel aber stürzt nie ab. Die Lösung dieser Frage bestand in der Beweglichkeit der Flügel. Auch der Flügelschlag der Insekten bildet wie bei den Vögeln eine “Acht”. Zu Beginn und am Ende dieser “Acht” entstehen Auftriebskräfte. Insekten sind zudem in der Lage verbleibende Restenergie aus den Luftverwirbelungen für den Vor- und Auftrieb zu nutzen.

Charles Ellington verstarb im Juli 2019. Er revolutionierte in seinem Schaffen die das Verständnis um den Insektenflug.

Mythologie und Vogel

Mythologie – der freie Flug des Vogels mit seinen herrlichen Schwingen hatte schon immer eine besondere Faszination für den Menschen. So ist es nicht erstaunlich das in der Mythologie vieles zu finden ist was sich um den Vogel rankt.

Bereits der Gott Odin hatte die Gabe sich in einen Raben zu verwandeln und um über die Geschehnisse in der Welt informiert zu sein schickte er seine beiden Raben Munin und Hugin hinaus um ihm zu berichten.

Auch die Germanen verehrten den Raben als Göttervogel, der den Ausgang einer Schlacht bereits vorher wußte. In der Folgezeit galt er als “Galgenvogel” wegen seiner Vorliebe zu Aas und das Christentum sah in ihm einen Vorboten für Tod und Pest.

Der “Benu” wurde als göttlicher Vogel bei den Ägyptern verehrt. Er erneuerte sich jedesmal mit der aufgehenden Sonne und wurde mit der Auferstehung vom Tode und dem Gott Osiris in Verbindung gebracht. In der griechischen Mythologie entstand daraus der Phönix , der am Ende seines Lebens verbrannte um dann als Phönix aus der Asche aufzuerstehen.

Die EuleSinnbild der Weisheit, des Guten und des Bösen. Weil die Eule ihr Augenlid über den Augapfel ziehen kann wie der Mensch, gilt sie als Synonym für die Weisheit. Als Weisheitsvogel wurde sie von der Göttin Athene auserkoren. Der fast lautlose Flug der nachtaktiven Eule erzeugte bei den Menschen gewisse Ängste vor der Dunkelheit, weshalb sie auch mit Dämonen und Hexerei in Verbindung gebracht wurde.

Der wirtschaftliche Name des Specht lautet”Picus Viridis” – der Gott Picus , Gott des Feldes und des Waldes, war mit der Nymphe Canens verheiratet, die er so sehr liebte und ihr treu ergeben war, dass er die Liebe der Kirke verschmähte. Aus Wut darüber verzauberte Kirke den Gott Picus in einen Specht, der der heilige Vogel des Mars war, mit dem Picus associiert wird. So ist der Name Picus für den Specht erklärbar.

Die nordisches Mythologie zeigt ein Bild auf dem der Adler im Wipfel des Weltenbaumes sitzt. An der Wurzel schlängelt sich die Schlange. Der Weltenbaum ist der Mittelpunkt der Welt. Seine Wurzeln reichen tief in die Erde. So verbindet er den Boden mit der Unterwelt, während der Wipfel den Himmel berührt.

Der Greif stand für Klugheit und Stärke. Er war ein Mischwesen mit einem Leib des Löwen und dem Haupt eines Rabenvogels. Er war das mystische Wesen das alles Böse überwinden konnte.

Das schwarz weiße Federkleid des Storches galt als Symbol für die Unterschiedlichkeit von Männlichkeit und Weiblichkeit, Gut und Böse oder Helligkeit und Dunkelheit. Der Aberglaube befürchtet das Abbrennen eines Hauses, wenn der Storch das Nest nicht mehr annimmt. Den Namen “Seelenträger” verdankt er dem Glauben das der Storch durch seine Beute die verlorenen und verstorbenen Seelen repräsentiert, weil er seine Beute aufnimmt und weg trägt. Im friesischen Volksglauben wandelt der Storch sich in einen Menschen und der Mensch in einen Storch.

Elster und Specht wurden von den Römern und Deutschen verehrt und der Elster schenkte man einen Strauß aus Heide und Lorbeer, der in dem Wipfel eines hohen Baumes drapiert wurde. Das war der Dank für das Geschrei der Elster, wenn ein Wolf sich nähert.

In der Böhmischen Mythologie ist der Speber in Liedern ein heiliger Vogel. Aus dem Grab eines Erschlagenen wächst eine Eiche heran, auf deren Geäst der Sperber sitzt und die Geschichte des Mordes erzählt.

Der Kuckuck galt als Prophet der sehen konnte wie lang die Zeit des Ledigseins dauern wird. Man sah ihn als Verwunschenen und als Ehebrecher oder Teufel, aber auch als Schalk der allerlei Spuk verursachte.

Der im Minnegesang verehrten Nachtigall sagt der Mythos nach das ihr Gesang totgeborene Kinder lebendig werden lasse.

Der Kranich wird in Skandinavien als “Vogel des Glücks” bezeichnet, weil er mit seinem Erscheinen den Frühling ankündigt und damit die Zeit der Wärme, der Nahrungsvielfalt und des Lichtes anbricht. In Japan ist er das Symbol für Langlebigkeit und in China zusätzlich der Vogel der Weisheit und des Alters, sowie für das Verhältnis zwischen Vater und Sohn.

Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe, schlüpfte aus dem Ei einer Taube. In der germanischen Mythologie galt die Taube, wie auch der Kuckuck und die Elster, auch als Vogel des Todes. Man glaubte das die Taube aus dem Mund eines Sterbenden fliegt, um dessen Seele ins Jenseits zu begleiten.

Im Christentum galt die Taube als Symbol für den heiligen Geist.

Sperlinge sind Attribut des heiligen Remigius, ein Heiliger des fränkischen Volkes, und des heiligen Dominicus, weil dem heiligen Dominicus der Teufel in Gestalt eines Sperling erschien. In der griechischen Mythologie soll der Sperling ein Wesen gewesen sein, das das Rätsel des Lebens kannte und den Menschen aus dem Reich des Lebens in das Reich des Todes begleitet.

Auch in Märchen und legenden nehmen immer wieder Vögel eine führende Rolle ein.

Infos u.a. Reallexikon der Deutschen Altertümer

Totholz

Totholz wird im aufgeräumten Wirtschaftswald meistens schnell entfernt. Deshalb finden wir oft einen “aufgeräumten” Wald vor. Als im letzten Jahr der Birkenkäfer die Fichtenwälder heimsuchte wurden in riesen Mengen Bäume gefällt, dass Totholz gestapelt und mit schwerem Gerät abtransportiert um dem Käfer den Garaus zu machen.

Mit dem schweren Gerät wurde dann zusätzlich zum Schaden der durch den Borkenkäfer entstanden war, auch noch der Boden derart verdichtet das noch mehr Schaden entstanden ist.

Totholz

Das Beispiel Bayerischer Wald hat in der Vergangenheit gezeigt das es auch anders geht. Der Nationalpark war in den 1980er und 1990er Jahren stark vom Borkenkäfer befallen und überall sah man die kahlen Baumwipfel. Die Bevölkerung regte sich bereits auf, weil die Parkverwaltung nichts unternahm. 60 Prozent der Altfichten starben und auch gesunde Bäume wurden teilweise befallen. Man sprach vom Borkenkäfer als den “Totengräber des Waldes”. Die Verwaltung blieb aber bei ihrer Linie die Natur einfach Natur sein zu lassen. Man hatte wohl erkannt, dass der Borkenkäfer lediglich seiner ihm zustehenden Aufgabe nachkommt, nämlich kranke Bäume zu befallen. Die Bäume sind allerdings nicht durch den Borkenkäfer erkrankt, sie nahmen Schaden durch den Klimawandel, die Luftverschmutzung, Bodenversauerung und Monokulturen, also alles menschgemachte Ursachen.

Das Totholz sorgte für neues Leben im Wald. Unzählige wirbellose Tiere und Pilze im Totholz sorgten durch die Zersetzung für die Nahrungs- und Lebensgrundlage eines neuen gesunden Wald. Die Menge Totholz ließ einen starkem Verbiss der jungen Triebe nicht zu. Viele neue Arten siedelten sich im neu entstehenden Urwald an. Der Borkenkäfer hatte so nicht nur für die Entstehung eines neuen gesunden Waldes mit starken Abwehrkräften gesorgt, sondern auch die Rückkehr vieler Arten. Der Bayerische Wald ist heute für seinen Artenreichtum ein Vorbild und ein Beweis dafür, dass die Natur sich selbst regeneriert, wenn man sie nur läßt.

Das Totholz fungiert als Nisthilfe für zahlreiche Arten. Er ist Trommelbaum für den Specht, Ansitzwarte und Spender für Nistmaterial für die Vögel des Waldes. In den toten Wipfeln legen Greifvögel ihre Horste an, sie bieten Platz für Nestburgen und viele unserer Vögel haben eine starke Bindung an das Totholz des Waldes. Baumläuf, Spechte, Sperling, Habicht und Meisen sind nur einige die vom Totholz profitieren.

Totholz

Selbst im Wirtschaftswald kann Totholz ein wichtiger Bestandteil für die Qualität des Bodens sein. So kann auch dieser ein Faktor für die Artenvielfalt werden.

Wilderei und Massenaussterben

WILDEREI verhindert die Wiederansiedlung gefährdeter Arten. 2017 wurden durch die Polizei 1020 Fälle von Wilderei erfaßt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Die höchst Fallzahl lag 1996 bei 1502 Straftaten und hat sich bis heute bei im Schnitt 1000 Fälle im Jahr eingependelt. Viele Wilderer haben sich wie beim Wolf an das Motto der “drei S” gehalten: Schießen, Schaufeln,Schweigen.

Im Bayerischen Wald ist die Ansiedlung des Luchses noch nicht wirklich gelungen, weil immer wieder Tiere illegal getötet werden. 2010 wurden mindestens zehn Luchse umgebracht.

Die illegalen Tötungen geschützter Arten wie Luchs, Biber, Uhu und Wolf gefährden den Nachwuchs und somit den Bestand der gefährdeten Arten.

Im Jahr 2018 befanden sich auf der “Roten Liste gefährdeter Tierarten” 26.840 Tierarten und Organismen. Damit hat sich die Zahl der gefährdeten Tierarten und Organsimen seit dem Jahr 2000 weltweit mehr als verdoppelt.

Massenaussterben

Der IPBES – Intergovernmental Science Poilicy Platform on Biodiversity an Ecosystem Services – berichtet über das Ergebnis von 15.000 Studien und Berichten, erstellt durch 150 Wissenschaftlern und 310 Experten aus 50 Ländern zum Tema Massenaussterben.

Bis zu 1 Millionen Tiere und Pflanzenarten werden durch menschliche Einflüsse an den Rand der Ausrottung gebracht.

Gründe sind Lebensraumverluste und geänderte Landnutzung, die Jagd, die Wilderei, der Klimawandel, Umweltgifte und invasive Arten. Von den Folgen sind besonders indigene Völker und arme Bevölkerungsteile weltweit betroffen.

Viele Wissenschaftler sprechen bereits vom 6. Massenaussterben und einige sind davon überzeugt, dass wir bereits inmitten dieses Massenaussterbens sind.

das sechste Massenasussterben

Fünfmal wurde das Leben auf der Erde in den letzten 500 Millionen Jahren fast ausgeslöscht. Ursachen waren Klimawandel, extreme Eiszeit, Vulkanausbrüche und ein Meteorit.

Das Wissenschaftsmagazin “Science Advances” berichtet von einer Studie wonach das aktuelle Aussterben mehr als hundert Mal höher als normal ist. Man geht davon aus das in einigen Menschengenerationen drei Viertel aller Tierarten ausgestorben sein werden.

Der Anteil des Menschen beruht auf Überfischung der Meere, die Intensivierung der Landwirtschaft, der nicht zu stoppende Klimawandel und die überproportionelle Aussnutzung natürlicher Ressourcen.

Deutschland verlor alleine seit den 1990er Jahren 14 Millionen Vögel, also 7 Millionen Brutpaare.

Mittlerweile muß man sich fragen welche Folgen ein Massenartenaussterben auf das Überleben der Menschheit hat. Bisher ist darauf noch keine Antwort gefunden worden.

ESSEN – MEINE STADT

Essen – meine Stadt – meine Jahresaufgabe für den Fototreff Essen – wie ich die Stadt Essen sehe.

Ulrich Kloes

Mobilität

Essen - meine Stadt
Mobile – bei der Eröffnungsfeier zur Kulturhauptstadt
Essen  - meine Stadt

Schifffahrt

auf der Ruhr von Mülheim bis Essen – Kettwig und auf dem Baldeneysee

Essen - meine Stadt

Eisenbahn

historische Fahrten mit der Hespertalbahn

Essen -  meine Stadt

Eisenbahn

Verkehrsknotenpunkt Essen

Essen - meine Stadt

Eisenbahn

Regionalbahnen , S-Bahnen und U-Bahnen

Essen  - meine Stadt

Radfahrer

Radwege entstehen auf ehemaligen Trassen der Gütertransportwege

Essen  - meine Stadt

Straßenbahn

durch die Mitte von Essen – Borbeck

Essen meine Stadt

Stadthafen

Umschlagplatz für Waren aus aller Welt. Hier bei Trimet Aluminium.

Wassertürme in Essen

Essen meine Stadt

Frintrop

Wasserturm für Bottrop und Essen

Essen meine Stadt

Bredeney

heute beinhaltet der Wasserturm Büroräume. Auf der höchsten Erhebung des Stadtteils errichtet 1921 , mit einer Höhe von 31 Metern . Er steht unter Denkmalschutz

Steeler Wasserturm

1898 erbaut bezieht der Turm das Wasser direkt aus dem Steeler Wasserwerk an der Ruhr

Essen – meine Stadt – Events und Promis

Margarethenhöhe

viel Betrieb bei einer Schlagerparade

Essener Original

Rene Pascal – das Essener Urgestein am Schlagerhimmel. In seiner “Kultkneipe Drehscheibe” häufig anzutreffen.

Patrik Lindner

bei seinem Auftritt auf der Margarethenhöhe

Rock`n Roll

mit Danny and the chicks

Berthold Beitz

bei der Eröffnung des Berthold Beitz Boulevard – Ekkehard Schulz, Essens damaliger OB Wolfgang Reiniger, Berthold Beitz, Gerhard Cromme (von rechts nach links)

Impressionen aus Essen – meine Stadt

Erinnerung

…an die Bergbauzeiten. Immer wieder sieht man eine alte Lore aus der Zeit der Kohle.

blauer Elefant

… ein Symbol der Kindertagesstätte und Familienzentrum in Essen Katernberg

Borbeck

… der Schloßpark Borbeck ist der zweitgrößte Park der Stadt.

Sturmschäden

…gefallene Bäume in der Heisinger Aue

Wandern und Natur

Erholung im Grünen wird in Essen “Groß” geschrieben

Landwirtschaft

noch gibt es einige Betriebe im Bio Anbau und in der konventionellen Landwirtschaft

Sport

nicht nur der Fußball spielt eine Rolle. Freizeitsportler lieben auch das Swingolfen.

Bauernhof

einer der Höfe , der Wallneyer Hof

Friedenskapelle

… der Heiligen Eucharistie mit angrenzendem Kreuzweg. Ein Ort der inneren Einkehr und Besinnlichkeit …
in der Nähe des Wichteltals

alte Brücke

über einen Nebenarm der Ruhr, im Vogelschutzgebiet Heisinger Aue

Heveneyer Hafen

An der Promenade der Ruhr , am Wichteltal ist die Brücke über den Ruhrarm in den ehemaligen  Heveneyer Hafen

Hirtsiefer Siedlung

Die Hirtsiefer-Siedlung ist ein wichtiges Beispiel für den gemeinnützigen und reformierten Wohnungsbau von 1919 bis 1930. Erbaut vom Architekten Theodor Suhnel

Kirschblüte

…in Essen Rüttenscheid. Die etwa 180 japanischen Kirschen hüllen die RÜ in ein spektakuläres Farberlebnis, das sehenswert ist und viele Frühlingsgenießer und Fotografen von weither anzieht .

Schloß Borbeck

…gehörte den Äbtissinnen von Essen und diente dem Hochadel zur Erziehung ihrer Töchter.

Grillo Theater

eine Stiftung des Industriellen Friefrich Grillo aus dem Jahre 1892

Hauptbahnhof

Der Essener Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof der Stadt Essen und gehört zu den 21 Bahnhöfen der höchsten Bahnhofskategorie der DB 

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen sind die ersten zarten Pflanzen die dem Winter trotzen. Bereits im Januar sieht man die ersten schneeweißen Blüten auf den teilweise noch mit Schnee bedeckten Flächen sprießen.

Die zu den Amarylisgewächsen zählende Pflanze ist in der Tierwelt beliebt. Die Vögel wissen jetzt, der Frühling ist nicht weit und die Bienen nutzen das Schneeglöckchen um erste Pollen zu sammeln.

Schneeglöckchen

Für die Verbreitung ihres Samens nimmt die Pflanze aber die Hilfe der Ameisen in Anspruch, was wiederum den Grünspecht freut. Wenn der Fruchtknoten platzt, erobern Ameisen die Samen und verzehren die bei ihnen so beliebten Fortsätze am Samen, wobei sie den Rest des Samens weit verbreiten. Diese Form der Samenverteilung wird Myrmekochorie genannt.

Das Schneeglöckchen liebt lichte Stellen mit humusreichem Boden und halbschattige Rasenflächen. Das Pflänzchen ist in allen Teilen leicht giftig und in vielen Arten gezüchtet worden. Die ursprüngliche Art ist nicht mehr sehr oft zu sehen und steht deshalb auch unter Schutz.

Häufig sieht man die Blume in der Nähe von Klöstern oder Kirchen. Das erklärt sich aus einer biblischen Verbindung mit der Pflanze.

Schneeglöckchen und die biblische Geschichte

So gibt es die Geschichte die davon erzählt das Gott dem Erzengel Raphael die Aufgabe erteilte in einem Prototyp der Erde, die Gott in den nächsten sieben Tagen erschaffen wollte, nachzusehen ob er denn an alles gedacht hat.

Als Raphael nach dem Rechten sah, war er zunächst zufrieden, bis aus einer dunklen, kalten Ecke ein zartes, klägliches Läuten zu hören war. Als Raphael näher hinsah bemerkte er eine kleine, farblose Pflanze die sich durch den Schnee hindurch arbeitete. Schnell rief Raphael nach Gott und zeigte ihm das arme Pflänzchen. Gott gab daraufhin zu, das Blümchen wohl vergessen zu habem

Die Beiden einigten sich darauf der Pflanze ein weißliche Farbe zu geben, die zur Umgebung des Schnee paßte und Raphael bat Gott noch um ein bischen “Grün”, welches er durch einen kleinen Klecks an der Blütenseite anbrachte. Weil die Pflanze so früh durch den Schnee brach, nannten sie sie Schneeglöckchen und gaben ihr noch eine Bioheizung hinzu.

Der Erzengel und Gott betrachteten zufrieden ihr Werk, als Raphael noch einen Wunsch anbrachte. ” Herr, die Pflanzen sollen ja den Menschen zum Nutzen sein, laß uns dem Schneeglöckchen noch Galantamin beifügen, das hilft dann später den Menschen gegen Alzheimer !”

Beide lachten darauf herzlich, sollte dieser Hinweis Gott doch darauf aufmerksam machen, dass er eine Pflanze vergessen hatte.

Sexualleben der Vögel

Sexualleben – wie sieht es damit eigentlich bei unseren gefiederten Freunden aus ?

Anläßlich des nahenden Valentinstages kann man sich ja auch einmal Gedanken machen, wie es denn bei anderen Arten so mit dem Liebesleben bestellt ist.

Die meiste Zeit des Jahres interessieren sich die Vögel nicht besonders für das Sexualleben. In den Wintermonaten erst recht nicht. Während die Menschen wohlig am warmen Ofen sitzend auf den Gedanken kommen einmal wieder schön zu kuscheln, sind durch Kälte und Klima bei unseren Vögeln die Geschlechtsorgane geschrumpft. Davon berichtet jedenfalls Kevin Mc Gewan vom Cornell Lab.

Das Interesse am Partner ist gleich Null. Viele sind in den anstregenden Monaten des Winters auch ohne Partner unterwegs, auch wenn sie in einer festen Beziehung leben. Die Partnerschaft wird erst im Frühjahr wieder aufgenommen.

Sexualleben

Erst die beginnende Frühlingszeit mit der Frühlingssonne, verändert diesen winterlichen Spuk. Mit den ersten Werbungen stellen sich auch physische Veränderungen ein. Mit beginn der Balz beginnt dann die Zeit wo auch Vögel sich für den anderen Partner interessieren. Die beginnende Wärme verändert alles. Es beginnt eine kurze Phase wo das Sexualleben bei den Vögeln einen hohen Stellenwert einnimt.

Die Balz, also das Werben um einen Partner, ist sehr unterschiedlich. Das geht von der einfachen Übergabe von Speisen über ein besonders gut gebautes Nest (obwohl das beim Spatz völlig unordentlich ist) und fantastischen Tanz- und Show- sowie Flugeinlagen bis zum gegenseitigen Putzen.

Ältere Paare, die schon einige Zeit zusammen sind, oder jene die ein paar Monate getrennt waren, begnügen sich häufig mit einem schönen Gesang oder dem Strecken des Halses , Klappern mit dem Schnabel oder führen rhytmische Körperbewegungen aus.

Auch bei Vögeln gibt es häufig Bindungen die ein Leben lang halten. Andererseits aber auch Verbindungen für nur eine oder mehrere Jahreszeiten. Ein paar Exemplare lehnen jede feste Beziehung ab und wechseln ständig den Partner.

Für alle legen aber ein besonderes Augenmerk auf die richtige Wahl des Partners.

Besonderheiten aus der Vogelwelt

Besonderheiten gibt es eine ganze Reihe bei unseren gefiederten Freunden. Wenn ich etwas Neues hierzu erfahre, werde ich es künftig hier ergänzen.

Der KIEBITZ gilt als Gaukler der Lüfte, Wegen seines schaukelnden Fluges und des besonderen Balzfluges erinnert er an Akrobatik.

Besonderheiten

Das SPATZEN Männchen wirbt mit dem unordentlichsten Nest der Vogelwelt um das Weibchen.

Besonderheiten

Die HAUBENLERCHE wird auch “Trümmervogel” genannt, weil sie nach dem 2. Weltkrieg die Trümmerfelder als Brutstätte nutzte.

Der AUSTERNFISCHER stampft mit dem Fuß auf den Boden um so bei den Würmern den Fluchtinstinkt zu wecken.

Wo WEIDENMEISEN sind ist meistens das GOLDHÄHNCHEN nicht fern.

BASSTÖLPEL stürzen sich mit 100 km/h kopfüber ins Meer.

Der längste Flug einer PFUHLSCHNEPFE ging über 10.220 Kilometer.

Rund 12 Millionen Vögel rasten im Wattenmeer.

37 Millionen Vögel werden jährlich auf dem Zug getötet.

GARTENGRASMÜCKEN schlafen während des Fluges.

ELSTERN schwören sich ewige Liebe. Fremde Damen verjagt das Männchen vom Nest, wenn die eigene Dame zu Hause ist. Ansonsten flirtet er mit ihnen auf “Deibel komm raus”.

Der MÄUSEBUSSARD ist bei Landwirten wegen der Mäusejagd beliebt. Sie bauen ihm mit Pfählen Wartesitze .

Besonderheiten

STÖRCHE bekoten bei großer Hitze ihre Beine. Die verdunstende Feuchtigkeit im Kot entzieht dem Körper Wärme.

MAUERSEGLER heißen auf griechisch “Apus” was soviel bedeutet wie – ohne Füße. Die Beine sind inkl. Fuß nur 10-12 mm lang.

STOCKENTEN bauen zum Teil ihre Nester in Bäumen.

DROSSELN benutzen Steine um Schneckenhäuser zu knacken, sogenannte “Drosselschmieden”.

Die älteste BLAUMEISE wurde 11 Jahre alt.

BLAUMEISEN leben monogam. Waren sie allerdings im Winter mit einer/m Artgenossen auf Futtersuche, kann es durch “Fremdgehen” passieren das ein “Kuckucksei” im Nest liegt.

Bei den Nesthockern hält die BLAUMEISE mit einem Gelege von 17 Eiern den Rekord.

Bei den Nestflüchtern hält das REBHUHN mit 24 Eiern den Rekord.

KOHLMEISEN können zur Gefahrenabwehr wie eine Schlange zischen.

Der WENDEHALS wendet bei Gefahr seinen vorgestreckten Kopf hin- und her um eine Schlange zu imitieren.

Der WANDERFALKE erreicht im Sturzflug 300 km/h.

Die ALBATROS – Dame “Wisdom” gilt als ältester beringter Vogel der Welt. 2017, im Alter von 67 Jahren, begann sie noch einmal mit dem Brutgeschäft.

Die LERCHE singt mehrere Strophen “stehend” in der Luft.

Die GEBIRGSSTELZE verfüttert 30.000 bis 45.000 Insekten an den Nachwuchs.

Den höchsten Baumhorst in Europa baute ein STEINADLER in Schottland. Er hatte eine Höhe von 5,2 Metern.

Schwarzstorch –Nester können einen Durchmesser von 2 Metern und eine Höhe von 2 Metern haben.

Vögel haben in der Netzhaut vier Zapfen, einen mehr als der Mensch, deshalb können auch mehr Farben im gelben und ultravioletten Bereich sehen.

Vögel haben kein Knochenmark und können nicht schwitzen.

In Deutschland leben etwa 248 Vogelarten.

Der STAR kann auch andere Vogelarten imitieren.

Hat die AMSEL am Boden den Kopf schräg geneigt, versucht sie Würmer, Insekten oder Schnecken im Boden zu hören.

Damit Vögel auf Eis nicht anfrieren, werden die Beine mit warmen Blut versorgt – Wärmeaustausch.

WACHOLDERDROSSELN einer Kolonie zwingen Feinde auf den Boden und versuchen ihn mit “Kotbomben” flugunfähig zu machen.

Zur Abwehr von Parasiten nutzen Stadtvögel für ihr Nest Zigarettenstummel.

Im Petitionsausschuß in Magdeburg forderte ein Petent einen “von Vögeln befreiten Himmel“, weil ihn in der freien Natur ein wahrer “Kotregen” treffe.

BLAUMEISEN sammeln zur Abwehr von Parasiten für das Nest Minze, Lavendel und Curry.

Der STRAUß erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von über 70 km/h.

EULEN können auch am Tag gut sehen. Sie sind nachtaktiv weil ihre Beute, Mäuse und Ratten nur nachts unterwegs sind.

Das TAUBENWEIBCHEN kann nur dann ein Ei legen wenn sie andere Tauben sieht. Wenn sie alleine ist funktioniert es nicht.

SPATZEN Waisen werden von Adoptiveltern groß gezogen.

ROTKEHLCHEN UND AMSEL lassen Warntöne erklingen wenn eine Katze zu sehen ist. Diese Warnlaute enden erst, wenn die Katze wieder verschwunden ist.

Vögel können durch Luftsackmilben einen Stimmenverlust erleiden. Auch Vögel haben einen Kehlkopf, eine Luftröhre, zwei Luftsäcke und Bronchien.

Das Männchen der Heckenbraunelle pickt gegen die Kloake des Weibchen. Dadurch wird das Sperma eines anderen Männchens ausgestoßen und er ist sich sicher das er der Vater des kommenden Nachwuchses ist.

BLAUHÄHER ahmen den Ruf eines Falken nach um andere Vögel von einer Futterstelle zu vertreiben und so alles für sich zu haben. Auch die KOHLMEISE geht ähnlich vor, indem sie den Ruf des SPERBERS imitiert.

Der EICHELHÄHER vergräbt seine Vorräte unter den Augen anderer Vögel und Fressfeinde, um sie in einem unbeobachteten Augenblick wieder auszugraben und woanders zu verstecken.

Besonderheiten

KRÄHEN können durch eine höhere Aktivität der Amygdala, mandelförmige Gehirnregion die zuständig ist für das Empfinden von Angst, auch zehn Jahre später einen Gegner wiedererkennen und die Population vor ihm warnen.

Männliche SCHWALBEN verhindern einen Seitensprung der Ehefrau indem sie am Nest den Ruf eines Fressfeindes ausstoßen. Aus Angst um den Nachwuchs eilt “Sie” dann sofort zum Nest zurück.

Einige VOGELWEIBCHEN täuschen bei der Sichtung eines Feindes in der Nähe des Nestes einen gebrochenen Flügel vor, um ihn vom Nest abzulenken.  

STIEGLITZE heißen auch DISTELFINK, wegen ihrer Vorliebe zur Distel. Das Nest wird mit der Blütenfaser der Distel gepolstert. So wird der Hang zur Distel an die Jungen weiter gegeben.

Besonderheiten

Die BEUTELMEISE erbaut ein so perfektes Nest in Beutelform, dass der brütende Vogel nicht ständig auf dem Gelege sitzen muß. Die Temperatur bleibt gleich. Deshalb wird für das Brüten auch nur e i n Partner gebraucht. Das ist der Grund warum sich die Partner bereits während der Brut trennen. Zumeist verläßt das Männchen von sich aus den Partner, um sich zugleich mit einer Anderen zu verpaaren. Oft wird das Männchen aber auch vom Weibchen regelrecht “rausgeschmissen”.

In der Münchener Innenstadt leben mehr als 60 Turmfalkenpaare

BUNTSPECHTE haben eine Lebenserwartung von etwa neun Jahren. Ein 1982 beringter Vogel wurde 1994 wieder gefangen und freigelassen. Der Buntspecht-Opa wurde also mindestens 13 Jahre alt

POLIZEI – ALBATROS Forscher setzen im Kampf gegen die Überfischung der Meere im indischen Ozean Albatrosse ein. An den Vögeln werden Peilsender angebracht, die illegale Fischerboote aufspüren. Der Albatros sieht in großer Höhe Schiffe auf 30 Kilometer Entfernung. Jeder Albatros deckt ein Gebiet von fast 300 km² ab. Fischerboote die das AIS Informations – Kontrollsystem unterlaufen und abschalten, werden von den Peilsendern erkannt.

Der SCHWAN hat mit 25.000 Federn die größte Befiederung

Mehr als 70 Melodien lauschte ein Forscher den AMSELN ab

Männliche AMSELN liefern sich Gesangsduelle – den sogenannten “Kontergesang”.

SINGVÖGEL erlernen den Gesang von den älteren Vögeln. Die Klangfolgen der verschiedenen Arten nennt der Ornithologe “Strophen”.

SINGVÖGEL singen in Dialekten. So klingt der Regenruf des Buchfinken in Niedersachsen wie “huit”, weiter im Osten wie “wrüd” und im Schwarzwald wie “tititüt”.

Eines der letzten Rückzugsgebiete des STEINSCHMÄTZERS ist die Ostfriesische Insel Norderney. Wegen des hohen Bestandes von Wildkaninchen fühlt er sich dort wohl. Der Vogel benutzt die Höhlen der Kaninchen und profitiert von den abgegrasten Wiesen (Verbiss) auf der Suche nach Nahrung.

Besonderheiten aus afrika

der RÜPPELL-Geier flog vor der afrikanischen Elfenbeinküste in die Rekordhöhe von 11.200 Meter. Leider kollidierte er dort mit einem Linienflugzeug.

Die AFRIKANISCHE SPORNGANS frißt Ölkäfer. Diese Käfer sind giftig und die Sporngans, die zu den Glanzenten gehört und mit Ausnahme von Nordafrika über ganz Afrika verbreitet ist, nimmt den Stoff Cantharidin auf. So gehört die Sporngans zu den wenigen giftigen Vögeln.

Besonderheiten aus Island / Nord Atlantik

PAPAGEIENTAUCHER tauchen bis zu 60 Meter tief.

Der KAISERPINGUIN ist der größte flugunfähige Vogel, bleibt bis zu 18 Minuten auf der Jagd unter Wasser und taucht bis zu 535 Meter tief.

Besonderheiten aus Südamerika

Der RUSSSEGELER , etwas größer als unser Mauersegler, durchdringt die reißenden Wassermassen der IguazúWasserfälle im Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay um hinter den Fällen ein sicheres Versteck und Nester anzulegen.

Der WEISSGLÖCKNER ist der lauteste Vogel der Welt. Der im Brasilianischen Urwald lebende Vogel ruft mit 17,5 Dezibel, was etwa der Lautstärke eines Preßlufthammers entspricht.

AKAZIENZAUNKÖNIGE liefern sich “Kampfgesänge” um das Territorium zu erweitern. Der heimische Vogel pfeift die Lieder aus dem Repertoir seines Nachbarn, um diesen zu provozieren und zum Duell herauszufordern. Der Nachbar wiederum singt die Lieder des Herausforderers zurück. Das kann über mehrere Tage gehen. Danach kommt es zu Schnabelhieben , oder einer der Kontrahenten gibt auf. Das verdeutlicht er durch die Wiedergabe eines Liedes, das der Gegner nicht kennt. Der Vogel lebt von Zentralmexiko bis Costa Rica.

Besonderheiten aus amerika

Weil der ROTHALSTAUCHER während der Balz mit einer Art “wiehern” über das Wasser läuft nennt man ihn auch “Teichhengst“.

Das größte Nest eines WEISSKOPFSEEADLERS wurde 1963 in Florifa gefunden. Es hatte einen Durchmesser von 2,9 Metern und war 6 Meter hoch. Das Nest wog mehr als eine Tonne.

Besonderheiten aus Kuba

Die BIENENELFE, eine Kolibri Art, ist der kleinste Vogel der Welt. Er wiegt 1,8 Gramm und ist von der Schwanzspitze zum Kopf 7 cm groß.

Besonderheiten aus Neuseeland

Der KIWI, Nationalvogel Neuseelands, kann nicht fliegen, ist fast blind und lebt in Erdlöchern.

Die MAORI FRUCHTTAUBE könnte man praktisch als “Alkoholiker” bezeichnen. Die Vorliebe auf eine alkoholhaltige Beere bewirkt das die Taube häufig betrunken an Ästen hängt, oder torkelnd durch die Gegend schaukelt.

Besonderheiten aus Australien

Die TASMAN – ERDDROSSEL (Australien) hockt sich, nachdem sie Luft geschluckt hat, auf den Erdboden und “pupst” hörbar. Das “Pupsen” bewirkt das der Wurm im Boden sich krümmt. Die Erddrossel hört die Bewegung und pickt mit dem spitzen Schnabel den Wurm aus den Boden.

Besonderheiten aus Neuguinea

Der PITOHUI frißt giftige Käfer und wird so zum einzigen giftigen Vogel.

bESONDERHEIT AUS sIBIRIEN

Ein 40.000 (zur Zeit der Mammuts) Jahre altes Fossil einer OHRENLERCHE entdeckten 2018 Forscher im Permafrostboden in Sibirien. Heute weiß man das es sich um einen Urahn der beiden heute lebenden Ohrenlerchen Arten in Nordrussland und der Mongolei handelt.

Anpassungsstrategie

Anpassungsstrategie – Die Kanzlerin wird in großen Reden vor den internationalen Gremien, sei es Klimagipfel oder Weltwirtschaftsgipfel, nicht müde darauf zu verwiesen wie nötig und dringend die Maßnahmen zur Beschränkung der Erderwärumung sind. Gerne lobt man sich dann selbst, was man bereits mit der Kohlekommision und den Beschlüssen zum Kohleausstieg erreicht hat.

Allerdings werden die Beschlüsse nur halbherzig und nur teilweise in die Wirklichkeit umgesetzt. Das Kraftwerk Datteln wird sogar noch in Betrieb genommen. Da fehlt mir dann schon der Glaube an die Ernsthaftigkeit beim Willen die Ziele zur Klimaerwärmung wirklich erreichen zu können.

Es sieht eher so aus als hätte man sich damit abgefunden das Ziel, die Erwärmung bei 1,5 bis 2 Grad stoppen zu können, überhaupt noch erreichen zu können.

Tatsächlich wird die Erderwärmung auch deutlich höher ausfallen. Realistisch muß man sich tatsächlich darauf vorbereiten mit den Folgen einer Erwärmung um bis zu 5 Grad Celsius zu leben. Schließlich war bereits im Jahr 2018 die eigentliche Jahresdurchschnittstemperatur um mehr als zwei Grad höher.

Climate Cervice Center fasst die Ergebnisse einer Euro Codex Initiative bestehend aus 27 Forscherteams zusammen.

Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts wird mit einem Temperaturanstieg um bis zu 5 Grad Celsius gerechnet. Das bedeutet im Sommer eine deutliche Erwärmung im Süden und eine deutliche Erwärmung im Winter in den nördlichen Regionen. Im Süden Hitzewellen und Trockenheit und im Norden Europas vermehrt Starkniederschläge.

In Deutschland werden vor allem in den Wintermonaten, aber auch im Sommer, die Temperaturen merklich ansteigen.

Besonders im Süd-Westen ist mit Hitzewellen zu rechnen. Der Winter wird deutlich mehr Niederschläge bringen.

Die Deutsche Gesellschaft und die Infrastruktur müssen auf die neuen Verhältnisse vorbereitet werden. Dazu gehören beispielsweise das Absichern von Hausdächern gegen starken Schneefall. Kanalisationen müssen auf ein größeres Fassungsvermögen umgestellt werden und Deiche aufgestockt werden. Die Landwirtschaft wird auf Bewässerungssysteme angewiesen sein. Besonders schwere Zeiten werden auf die Forstwirtschaft zu kommen, da dort bereits viel zu spät reagiert wird.

Auch für den Erhalt, oder die Rettung verschiedener Arten müssen Maßnahmen getroffen werden. Bewässerung ehemaliger Moore mit Wasserstandsregulierung wäre zum Beispiel eine dieser Maßnahmen.

Das ist den Regierenden durchaus bewußt. Schließlich wurde bereits 2008 eine nationale Anpassungsstrategie beschlossen und 2011 wurde der Aktionsplan zur Klimaanpassung ins Leben gerufen. Daran beteiligt sind Wissenschaftler, Kommunen, die Länder und gesellschaftliche Gruppen.

Bundesländer und Gemeinden haben bereits Anpassungspläne erarbeitet oder arbeiten noch daran.

Die Kosten für derartige Anpassungsstrategie werden immense Dimensionen haben. Je weiter man vom Erreichen der Klimaziele entfernt ist, um so höher werden die Anpassungskosten ausfallen. Vielleicht ist das auch ein Grund weshalb man noch nicht viel von derartigen Plänen gehört hat, oder man will nicht zugeben das man längst nicht mehr an einen Erfolg bei der Bekämpfung des Klimawandels glaubt.

Pflanzen

Pflanzen galten wohl schon in der Bibel nicht als Lebewesen, sonst hätte Noah, der ja von allen Lebewesen ein Paar mit auf die Arche nahm, auch einige Pflanzen mitnehmen müssen.

Auf diese Tatsache wurde ich durch einen Bericht des Pflanzenphysiologen Stefano Mancuso aufmerksam. Stefano Mancuso, Professor an der Universität Florenz, leitet das Laboratorio Internazionale di Neurobiologia Vegetale und ist Gründungsmitglied der International Society for Plant Signaling and Behavior. Sein Buch hat den Titel  „Die Intelligenz der Pflanzen.“

Früher war man der Ansicht das Pflanzen keine Lebewesen sind, weil sie sich nicht bewegen, fühlen oder reagieren können und auch keine Intelligenz besitzen.

In dem Buch von Charles Darwin und Francis Darwin Das Bewegungsvermögen der Pflanzen von 1880 wird ein völlig neuer Blick auf die Pflanzen gelenkt. In seiner üblichen Art kommt Darwin erst auf den letzten Seiten des Buches zu dem eigentlichen Höhepunkt. Dort schreibt er : “Es ist kaum eine Übertreibung zu sagen, daß die Spitze eines Wurzelkeims sich so verhält wie das Gehirn einer der niederen Tierarten.

Im Folgenden zeigt Mancuso das die Bewegung der Pflanzen durch den Zeitraffer sichtbar wird, so das Erblühen einer Pflanze, oder die Bohne die sich ständig nach dem Licht dreht, oder die Mimose die in der Nacht ruhiger wird und ihre Blätter einrollt. Junge Triebe der Sonnenblume die eindeutig miteinander “spielen”. Oder die fleischfressende Pflanze, die auf eine Schnecke wartet um sie zu fressen. Das Anlocken von Insekten zur Bestäubung durch Farbwechsel oder dem Ausströmen von Duftstoffen. Schließlich ein Wurzelkeim der sich ähnlich wie ein Wurm durch schlingende Bewegung empor bewegt.

Pflanzen

Er widerspricht das das größte Lebewesen der Blauwal ist. Für Mancuso ist der Riesenmammutbaum, sequoiadendron giganteum, das größte Lebewesen. 2000 Tonnen Masse, eine Wuchshöhe von 95 Metern und eine Stammdicke von 17 Meter kennzeichnen diesem immergrünen Baum aus.

Bei Peter Wohlleben, Autor von “Das geheime Leben der Bäume” ist ein tausende Jahre alter Hallimasch das größte Lebewesen dessen Myzel sich über tausend Hektar Waldboden erstreckt.

Auch Mancuso spricht von einer künstlichen Intelligenz der Pflanzen und von Datenverabreitungszentren in den Wurzelspitzen, die mit einer Art Internet zu vergleichen ist.

Sperling die Nummer 1

Sperling – genauer der Haussperling hat bei der Stunde der Wintervögel die Kohlmeise von der Spitzenposition abgelöst.

Offenbar kommt beim Sperling der Haussperling mit den dürren und heißen Sommermonaten gut klar. Der Sperling konnte deutlich zulegen, allerdings den Rekord aus dem Jahr 2011 nicht toppen.

NAUBU und LBV konnten eine gute Beteiligung verzeichnen. Als eines der Ergebnisse wurde festgestellt das die Zahl der Amseln auf niedrigem Niveau konstant geblieben ist. Drastisch fällt der Verlust bei den Grünfinken auf, während der Eichelhäher auf dem Vormarsch ist. Seine Zahl hat sich deutlich erhöht.

Der warme, nahezu schneefreie Winter sorgte dafür, dass die Vögel den reich gedeckten Tisch in den Gärten nicht so oft aufsuchten, weil das Angebot in der Natur groß genug ist.

Interessant ist auch die Feststellung das Star, Zilpzalp, Hausrotschwanz und Bachstelze immer “zugfauler” werden. Der milde Winter läßt die Sehnsucht in die angestammten Winterquartiere offenbar drastisch sinken. Bei Einbruch einer späteren Kälteperiode starten sie mit Verspätung in den Süden oder nutzen die Angebote in den Gärten.

Diese Beobachtung konnte ich auch im eigenen Garten bestätigen. Vor einigen Wochen hatte ich ja noch über das Ausbleiben der Amsel berichtet. Mittlerweile haben sich ein Weibchen und zwei Männchen zumindest ab und zu wieder im Garten eingefunden. Die Rotkehlchen sind wie immer da und auch ein Zaunkönig findet sich ein. Ein Gimpel / Dompfaff Pärchen läßt sich auch manchmal blicken.

Die Stunde der Gartenvögel 2020 findet vom 8. bis 10. Mai statt.

Haubenmeise

Haubenmeise, Blaumeise, Weiden- und Sumpfmeise gehören zu den “Kleinmeisen”. Die Haubenmeise ist eine insektivore Art das heißt, sie frißt in der Hauptsache Insekten. In den Wintermonaten begnügt sie sich aber auch mit Samen, Körnern und dann nimmt sie sogar die Angebote in Futterhäusern an. Dort hält sie sich aber nicht auf, sondern nimmt das Korn auf um sogleich damit fortzufliegen.

Haubenmeise

Ihr eigentlicher Lebensraum ist der Nadelwald. Heute findet man sie aber auch in Mischwäldern, Parks und sogar in Gärten.

Haubenmeisen leben monogam, sie sind ihr Leben lang treue Partner. Sie zeigen auch ein hohes Maß an sozialem Verhalten. Paare mit erfolgloser Brut helfen den Eltern anderer Jungvögel bei der Aufzucht der Jungen. Die Haubenmeise gibt es nur in Europa. Sie nehmen am Meisenzug teil . Der Meisenzug geht durch Wälder und Wohngebiete, hat aber nichts mit dem Zug der Zugvögel zu tun. Die Habenmeise gehört zu den Standvögeln. Im Gegensatz zu anderen Meisenarten sind sie nicht sehr gesellig, verteidigen aber auch ihr Revier gegen Artgenossen.

Haubenmeisen sind die einzigen Meisen mit einer deutlichen Federhaube auf dem Kopf. Diese ist schwarz-weiß gemustert ist. Kopf- und Halsseiten sind weiβ und mit schwarzen Streifen schwarzen versehen. Oberseite ist braun-grau und die Unterseite weiß-grau.

Die Nesthöhle schlägt die Meise in morsche, alte Baumstämme, oder sie übernimmt eine verlassene Höhle eines Spechtes, die sie nach ihrem Empfinden mit Moos und Tierhaaren auffüllt.

Die Jungen werden noch bis zu drei Wochen nach dem ersten Ausflug gefüttert.

Warum die Meise eine Haube trägt, die auch meistens aufgerichtet ist, konnte noch nicht erforscht werden und ist noch ein Rätsel. Überhaupt unterscheidet die Haubenmeise sich in mehreren Dingen von der üblichen Meise. Si versteckt sie zum Beispiel Futter für schlechte Zeiten und bedeckt das Versteck mit Rinde oder anderem Gehölz. Auch offene Flächen und Laubwälder sind bei ihr nicht sehr beliebt.

Schreiadler

Deutschlands kleinster Adler ist der Schreiadler. Er ist deutlich größer als ein Mäusebussard. Früher war der Adler in Deutschland weit verbreitet. Heute gibt es noch etwa 100 Brutpaare, davon der größte Teil in Mecklenburg Vorpommern. Ein kleinerer Bestand, etwa ein Drittel, findet sich in Brandenburg. Wegen der verhältnismäßig hohen Zahl in Mecklenburg Vorpommern nennt man ihn auch Pommernadler.

Der Bestand dieses Adlers ist stark gefährdet. Das liegt zum Teil auch an dem eigenen Verhalten der Jungtiere. Das Paar legt zwei Eier. Das Erstgeborene will sich von dem später geborenen aber nicht das Futter nehmen lassen und tötet es deshalb.

Dieses Verhalten, das auch Kainismus genannt wird, gibt es auch bei den Weißkopfseeadlern. Die Eltern sehen dabei gelassen zu wie das ältere Küken das schwache Tier tötet. Ihnen ist es lieber ein starkes Junges groß aufzuziehen als zwei schwache Jungtiere.

Das Problem liegt nun darin das die Brut mit einem Jungvogel nicht ausreicht um den Bestand zu sichern oder zu erhöhen. Aus diesem Grund haben Forscher das Jungtier aus dem Nest entnommen und weiter von Hand aufgezogen. Nachdem das Tier eine gewisse Größe erreicht hatte , hat man es wieder in das Nest verbracht. Nun konnte der Ältere dem Jüngeren nichts mehr anhaben und die Elterntiere haben beide weiter gefüttert. Auf diese Weise hofft man das sich der Bestand langsam erholen kann.

Die Brut mit den beiden feindlichen Geschwistern nennen die Forscher bezeichnender Weise “Kain und Abelbrut”.

Der Schreiadler fällt auch wegen seiner Art der Jagd auf. Er beobachtet das Gelände von einer Sitzwarte aus um dann, nachdem er eine Beute gesichtet hat, zu Fuß einen Spurt hinzulegen um sein Opfer zu greifen.

Der Schreiadler ist ein sehr scheuer Vogel. Wird er gestört, verläßt er umgehend sein Revier. Er benötigt für seinen Lebensraum Laub- und Mischwälder mit goßen, unzerschnittenen Flächen.

Schreiadler sind Zugvögel und werden auf ihrem Weg in das südliche Afrika zu tausenden im Libanon gejagt und geschossen. Weltweit gibt es etwa 20.000 Brutpaare.

Erwärmung

Erwärmung der Erde und die Folgen.

ab 1,5 bis 2 Grad Celsius – erste große Ernteausfälle.

Ab 3 Grad Celsius – viele Milionen Menschen sterben.

Ab 4 Grad Celsius – fast alle Menschen sterben.

Ab 6 Grad Celsius der Planet wird unbewohnbar.

Eine Erwärmung um 1,5 ° erreichen wir 2025.

Eine Erwärmung um 2° erreichen wir 2035.

Eine Erwärmung um 4 – 6° erreichen wir 2075,

wenn nicht gegengesteuert wird.

Sollte es tatsächlich gelingen die Erwärmung der Erde auf das Ziel des Pariser Klimavertrages um 2° zu begrenzen, würde das bereits verheerende Auswirkungen auf die Artenvielfalt bedeuten.

Jede vierte Art würde aussterben. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Anglia in Großbritannien und des WWF.

Der Afrikanische Elefant, der Große Panda, zehntausende Insekten und Naturparadiese wie der Amazonas oder die Galapagos Inseln werden zu großen Teilen zerstört.

Wenn man aber davon ausgeht das die Begrenzung auf 2° Erwärmung eh nicht zu schaffen ist und die Erwartungen der Wissenschaftler eintritt, dass die durchschnittliche Erwärmung zwischen 3,2 und 4,5° sein wird, hat das wiederum regionale Folgen in immensen Dimensionen. Besonders betroffen werden das südliche und östliche Afrika, sowie der Südwesten Australiens und der Amazonas Regenwald.

Bis zu 90 Prozent der Amphibien, 86 Prozent der Vögel und 80 Prozent der Säugetiere werden den Temperaturanstieg nicht überleben. Welche Folgen auf Europa, durch eine Flucht der Menschen aus den Regionen, zukommen kann man erahnen.

Ein Zeugnis dessen, was geschehen wird, ist an den Viktoriafällen zu sehen. Aus der ehemaligen Touristenattraktion mit den immensen Wassermassen ist ein ausgetrocknetes Gebilde mit einem kleinen Rinnsal geworden.

Nun wird wohl wieder von einigen Leuten behauptet werden das alles wäre Utopie und den menschengemachten Klimawandel gäbe es nicht. Aber 97% der Wissenschaftler sind sich darüber einig, dass der Klimawandel menschengmacht ist. Nur einige wenige Personen streuen noch Zweifel und diese kommen aus den Lobbygruppen der fossilen Industrie.

Der CO² Ausstoß lag international 2017 auf einem Rekordhoch von 32,5 Milliarden Tonnen. Da werden die Behauptungen von Politikern, man habe ja schon viel getan, als Absurdum geführt.

Pro Millionen Teilchen beträgt die globale CO² Konzentration heute 40,5 ppm, dass ist ein Rekord in der Geschichte der Menschheit.

Wissenschaftler befürchten, dass das sechste Massenaussterben bereits begonnen hat. Das würde ein Aussterben von drei Viertel aller Arten bedeuten.

Nach dem zweiten Weltkrieg setzte ein enormes Wirtschaftswachstum ein. Wir waren darauf erpicht ein Leben in Komfort und Luxus zu schaffen. Unserer Kinder sollten es einmal besser haben als wir. Maschinen, Elektrogeräte, Autos schafften ein Leben im Wohlbehagen.

Technische Neuerungen im Haushalt und in der Mobilität nahmen einen rasanten Aufschwung. Bei allem aber haben wir die Folgen für die Umwelt, das Klima und die Natur aus den Augen verloren. Das Ergebnis liegt heute vor uns und es ist unsere Pflicht alles dafür zu tun, den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Das sind wir unseren Kindern und Kindeskindern schuldig.

Rückblick

Rückblick auf das Jahr 2019 – Das beherrschende Thema war natürlich der Klimawandel. Friday for Future ist es gelungen den Menschen aufzuzeigen wie wichtig der Einsatz zur Begrenzung der Klimaerwärmung ist.

Den Politikern wurde mit Hilfe international anerkannter Wissenschafter verdeutlicht, dass ein Zögern und Abwarten nicht mehr hingenommen werden kann. Mit Blick auf die Zukunft der Kinder und Kindeskinder ist nunmehr dringend Handeln angesagt.

Längst ist es nicht mehr nur die Jugend die an den Aktionen und Demonstrationen teilnimmt. Es gibt sogar die Organisation Omas for Future.

Rückblick auf die Klimapolitik

Anfang 2019 sorgte das RWE mit dem Hambacher Forst für Aufregung. Der Staat, in diesem Fall NRW mit dem Ministerpräsidenten Armin Laschet, wollte Härte zeigen und den Hambacher Forst von Besetzern und Demonstranten räumen lassen, die sich gegen das Vordringen des Braunkohletagebaus wehren wollten. Der Restwald mit uraltem Baumbestand und geschützten Arten, sollte dem Tagebau weichen. Ein Richterspruch stoppte dieses Vorhaben, während in Berlin noch die Kohlekomission über die Formalitäten um den Ausstieg aus dem Kohleabbau beriet.

Langsam wurde den Politikern bewußt, dass sie nicht einfach den Willen eines großen Teils der Bevölkerung aussitzen konnte. Spät zwar, aber immerhin noch in diesem Jahr, kamen erste Beschlüsse zur Minderung des CO² Ausstoß. Die Beschlüsse, die viele für unzureichend hielten, wurden gegen Ende des Jahres noch einmal zum Besseren korrigiert, mit dem Versprechen auch künftig die Maßnahmen anzupassen.

Es war klar das mit einem “Weiter so” die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens nicht erreicht werden konnten. Das enttäuschende Ergebnis des Treffen des UN-Klimagipfels kam zum Ende des Jahres noch hinzu. Offensichtlich schwebt das “mein Land zuerst – Denken” seit Donald Trump in vielen Köpfen der Regierenden um.

Rückblick

Der – Wald

Hatte man schon geglaubt das Waldsterben zu den Akten legen zu können, wurde man 2019 eines besseren belehrt, obwohl man es auch schon in den Dürrejahren davor absehen konnte.

Der sehr starke Befall der Fichten durch den Borkenkäfer und die Trockenheit sorgen für ein drastisches Sterben der angelegten Wälder – oder besser Plantagen. Die Fichte kann dem Klimawandel nichs entgegensetzen, weil sie eigentlich steht, wo sie nichts zu suchen hat und sich dort auch nicht wohl fühlt. Aber als schnell wachsender Baum war sie natürlich für die Holzwirtschaft der Lieblingsbaum.

Hinzu kommt das nun auch durch die Fällung einzelner Buchen, den gestandenen Bäumen der Schatten und das Wasser entzogen wird. Die Waldbauern denken über die Ansiedlung neuer Baumarten, wie der Douglasie nach, um weiterhin schnell an Holz/Geld zu kommen. Den Verlust soll bis dahin der Staat, der Steuerzahler, ausgleichen. Warum auch sollte man sich mindesten eine Teilschuld an der Misere zuschreiben, auch wenn andere Experten schon seit längerer Zeit auf die Mißwirtschaft hingewiesen haben.

Harz

– Artenschutz – der Wolf

Hatte man Anfang des Jahres noch den Eindruck es könne gelingen Wolfsgegner und Befürworter zu einem vernünftigen Kompromiss zusammen bringen zu können, ist die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes in diesem Monat für den den Wolf wohl eher eine Katastrophe.

Nunmehr ist es möglich, so lange auf Wölfe zu schießen, bis man glaubt den Wolf, der eventuell für einen Riß verantwortlich ist, getötet zu haben. Das bedeutet, dass man ohne große Sorgen, ein ganzes Rudel vernichten kann.

Es ist zu vermuten das einige Lämmer durch schlechten Weideschutz geopfert werden, um gegen Wölfe vorgehen zu können. Richtiger wäre es gewesen sich stärker für den Herdenschutz einzusetzen, um einen Riß zu verhindern. In einigen Gebieten wird das ja auch vorbildlich praktiziert. Dort leben Hirten mit ihren Herden und Herdenschutzhunden in der Nähe der Wölfe ohne Konflikte.

Wolf

– Glyphosat

Offensichtlich hat sich aber auch hier wieder die Lobbypolitik durchgesetzt. Eine Spezialität der Landwirtschaftministerin Julia Klöckner, die zwar darüber redet, sich für den verminderten Einsatz von Glyphosat einzusetzen, aber deren Behörde dann geflissentlich Termine und Fristen im Umgang mit der Einschränkung oder der Zulassung von Glyphoasat vergißt einzuhalten. – Wer glaubt da schon an ein Versehen? Bei einer Behörde die ständig mit diesen Themen beschäftigt ist?

Rückblick Wahlen

Erschreckend ist der Rückblick auf die Ergebnisse der Landtagswahlen in den neuen Bundesländern im Bezug auf das Abschneiden der AfD. Obwohl durch Veranstaltungen des “Flügels” der AfD allen klar sein mußten dass der Ruck der Partei ganz nach rechts vollzogen wird, erhielten sie unfaßbare Stimmenanteile. Diese Partei hat es geschafft Deutschland zu spalten und es wird allerhöchste Zeit entschlossen zu Widerstehen. Immer öffentlicher outen sich Mitglieder der Partei und ihrer Anhänger als Menschen mit völkischem, nationalistischen Gedankengut, die am liebsten die Demokratie abschaffen würden.

Es kann also eigentlich im kommenden Jahr nur besser werden. Wenn alle mit anpacken. Nur gemeinsam können Staat, Wirtschaft, Verbände und Bevölkerung die Probleme der Zukunft meistern. Dazu müssen sich aller ihrer Verantwortung bewußt werden. Das gilt beim Artenschutz, wie beim Wolf, wo man gerne nach den “drei s “ handelt und ich befürchte das diese “drei s” jetzt noch mehr auf den Vormarsch kommen. Sie bedeuten : “schießen – schaufeln – schweigen.”

Bei der Landwirtschaft darf es beim Rückblick nicht länger heißen “Wachse oder Weiche”. Auch wenn die Demonstrationen mit Traktoren nicht viel Einsicht gezeigt haben, dass Gülle und Nikotide/Pestizide einen hohen Anteil am Insektensterben und dem Artenschwund der Feldvögel haben und man dringend handeln muß, gibt es doch auch gute Beispiele wo Landwirtschaft, Umwelt und Klima im Konsens zusammen arbeiten.

Ein Umdenken in der europäischen Agrarpolitik zu Gunsten nachhaltiger Betriebe hat bereits eingesetzt, muß aber deutlich stärker werden.

Hasenpfad

Hasenpfad ist die Bezeichnung für eine kleine Wanderung am Orsoyer Rheinbogen. knapp vier Kilometer lang ist der Rundweg. Auf sechs Informationstafeln erzählt der Hase wie er lebt. Das geht über die Fellpflege, bis zum Hochzeitstanz und dem Staubbad. Auch auf Besonderheiten wird hingewiesen. Wer weiß schon das der Hase ein guter Schwimmer ist? Oder das er bis in die Dachrinne des Hausen springen kann?

Hasenpfad

In Rheinberg Eversael, Drießen 11 , gibt es einen Parkplatz, den wir aber erst auf dem Rückweg entdeckten. Wir parkten an der Straße in der Nähe der Rheinstraße. Parkmöglichkeiten gibt es genügend um den Hasenpfad zu begehem. Der Weg führt zunächst in Richtung Deich. Auf dem Feld an der Rheinstraße waren unzählige Blessgänse zu sehen. Diese Gänse überwintern hier. Ihre Heimat sind die Gebiete um Sibirien und Grönland und dem arktischen Nordamerika. Weil es sehr windig ist bleiben wir unterhalb des Deiches.

Gegenüber liegt die Rheinaue Walsum/Dinslaken. Die Kraftwerke Voerde und Walsum sind gut zu sehen. Vor einer Woche waren wir ja bereits auf der anderen Seite an der Emschermündung um die Turmfalkendame “Lizzi” zu besuchen.

Hasenpfad

Nach einem kleinen Waldstück blicken wir auf einen See. Ein Schild weist auf die hier vorkommenden Vogelarten hin. Als Brutvögel : Zwergtaucher, Reiherenten, Flußregenpfeifer, Stockenten, Nilgans, Mittelmeermöwe, Sturmmöwe, Graugans und Rotschenkel.

Als Wintergäste der Singschwan, Zwergschwan, Schellente, Gänsesäger, Zwergsäger, Blessgans und Pfeifente.

Durchzügler sind der Löffler, Bekassine, Alpenstrandläufer, Säbelschnäbler, der Dunkle Wasserläufer und der Fischadler, der ja auf der Bislicher Insel zu Hause ist. Wir sehen allerdings Heute nur einige Enten, Schwäne und Blessgänse.

Hasenpfad

Hinter dem See geht es rechts ab vom Deich an einer Obstwiese vorbei. Im Hintergrund sehen wir die Drießener Mühle. Eine sehr schön restaurierte Windmühle, die im Privatbesitz ist. Die Mühle wurde 1871 erbaut und 2001 restauriert. Das Flügelkreuz wurde 2002 mit Stahlruten und Holzgatter durch einen holländischen Mühlenbauer erneuert.

Hasenpfad

ulrich Kloes

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Reptilien

Reptilien – das ist die Bezeichnung für Kriechtiere. das Wort “reptilis” heißt aus dem lateinischen übersetzt – “kriechend”. Damit wäre die Haupteigenschaft der Reptilien bereits erklärt. Aber viele der Reptilien haben Beine, kriechen also nicht nur. Man verwechselt den Begriff Reptilien leicht mit Amphibien.

Im Gegensatz zu Amphibien haben Reptilien gleich nach der Geburt ihre richtige Gestalt. Amphibien entwickeln sich in mehreren Stadien erst zu ihrer endgültigen Statur. Wie zum Beispiel der Frosch, der erst aus Laich und Kaulquappe entsteht.

In Deutschland häufig zu sehen ist die Blindschleiche, die Ringelnatter und die Kreuzotter. Die Blindschleiche wird dabei häufig in die Kategorie “Schlange” eingeordnet. Sie ist aber eine Echse, mit den Eidechsen verwandt und hat keine Beine.

Reptilien
links Blindschleiche (uk-foto) – oben rechts Ringelnatter (uk-foto)- unten Kreuzotter (pixabay)

Anhand der Fortbewegungsart kann man bereits den Unterschied erkennen. Auf einem asphaltierten Boden hat die Blindschleiche Mühe voran zu kommen. Sie bewegt sich schnell hin- und her, scheint aber dabei nur schwer ihren Weg zu finden.

Die Ringelnatter bewegt sich dagegen schnell voran. Sie wird durch die Schuppen und Rippen bei der Fortbewegung unterstützt. Die Blindschleiche hat einen glatten Unterkörper und hat deshalb auf glatten Flächen Probleme mit der Bewegung.

Die Blindschleiche wird so schnell das Opfer von Vögeln, hat aber einen genialen Trick auf Lager um zu überleben. Sie kann nämlich einfach ein Stück ihres Körpers abtrennen und dieser Teil bewegt sich noch eine ganze Zeit um den Vogel von der fliehenden Schleiche abzulenken.

Blindschleichen und Ringelnattern bewohnen Feuchtgebiete und lieben das Bad in der Sonne. Dann hat man die Gelegenheit sie zu beobachten. Sie sind aber sehr scheu und im Gras und Gebüsch sehr gut getarnt.

Blindschleiche und Ringelnatter stellen für den Menschen keine Gefahr dar. Die Ringelnatter verprüht bei Gefahr ein Sekret aus ihren Stinkdrüsen.

Sechs Schlangenarten sind in Deutschland vertreten. Zum einen die Nattern, zu der die Ringelnatter gehört. Auch Schlingnatter, Äskulapnatter, Würfelnatter und Glattnatter gehören zur Ordnung der Nattern. Des Weiteren findet man Vipern. Hier sind die Aspisviper und die Kreuzotter zu nennen.

Letztere, die Kreuzotter, ist bei uns relativ häufig anzutreffen. Das Zick-Zack-Band auf dem Rücken ist eines der Merkmale, aber nicht bei allen Kreuzottern vorhanden. Auf dem Kopf ist ein X bzw. Y zu erkennen. Auch die Kreuzotter lebt in Feuchtgebieten und Mooren.

Wird dies Schlange bedroht, oder wähnt sie sich in Gefahr, kommt es zum Biß. Der Schlangenbiß der Kreuzotter ist in der Regel für den Menschen aber nicht gefährlich.

ewige Jugend

ewige Jugend – diesen Menschheitstraum hat wohl jeder schon einmal geträumt. Schönheit ein Leben lang, ohne Falten und Runzeln. Aber gibt es das, ewige Jugend und Schönheit?

Ja, tatsächlich, gibt es. Ein Vogel sieht mit vier Jahren noch genau so frisch aus wie nach dem ersten Lebensjahr.

Das Wunderelexier heißt Telomerase und ist ein Enzym des Zellkerns mit der Aufgabe die Zellen frisch zu halten. Es verdrängt den Alterungsprozess und ist bei den Vögeln besonders aktiv.

Außerdem unterstützen Vögel durch ihre Lebensweise das Enzym in hohem Maße. Sie bewegen sich die größte Zeit an der frischen Luft und die Bewegung sorgt für intensive Atmung.

Vögel ernähren sich mit “regionaler Küche” und freuen sich über üppige Nahrung in den Frühlings- und Sommermonaten. Aber auch die Zeit des Darbens in den Wintermonaten, wo sie bis zur Hälfte ihres Gewichts verlieren macht ihnen gesundheitlich nichts aus.

Hinzu kommen regelmäßige Ruhe – und Pausenzeiten. Das gibt Kraft für die jährliche “Auffrischung” der Familie. Brutzeit und Aufzucht der Jungen fördern den sozialen Zusammenhalt. Deshalb leiden Vögel auch nicht unter dem Aspekt Einsamkeit.

ewige Jugend – was wir von den Vögeln lernen können

Wollen wir also etwas gegen den Alterungsprozess tun, müssen wir von den Vögeln lernen. Jeder weiß es und jeder Arzt rät dazu, täglich an die frische Luft zu gehen um “Sauerstoff zu tanken.”

Wir sind uns auch dessen bewußt, dass wir uns gesunder ernähren könnten. Nach unserer “Völlezeit” gibt es seit ewiger Tradition die Fastenzeit. Das entspricht der Zeit wo unsere Vögel darben.

Auch der Mensch liebt die Geselligkeit und das Leben in der Familie erhält wieder höheren Stellenwert.

Telomerase, dieses Wunderelxier ist auch im Menschen vorhanden. Nur pflegen wir es meistens nicht nach Gebühr. In der Wissenschaft wird es bereits bei der Krebsforschung angewandt. Durch die entsprechende Lebensweise könnten auch wir Menschen mehr für den Erhalt der eigenen Schönheit tun. Wir könnten das Enzym viel mehr unterstützen – wie es die Vögel tun, auch wenn es uns offensichtlich schwerer fällt als den Vögeln.

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