Wissenswertes

Wissenswertes aus den Geschehnissen in der Natur.

verklebtes Auto nach dem Parken unter dem Baum

Auto – wer sein Auto ungünstig unter einem Baum geparkt hat, erlebt oft sein blaues Wunder. Die Scheiben sind total verkleb und das ganze Auto sieht furchtbar aus.

Woher kommt das? Blattläuse hängen ihre Rüssel in die Adern der Blätter oder Nadeln. Dort saugen sie das Baumblut derart heftig aus, dass es Hinten als Tropfen wieder herauskommt.

Das Baumblut enthält Eiweiß, welches die Blattläuse dringend benötigen. Weil sie das Kohlehydrat „Zucker“ nicht brauchen landet diese klebrige Substanz mit der Ausscheidung auf dem Auto.

Honig – aus Fäkalien – Wissenswertes

Der beim Menschen so beliebte Waldhonig besteht aus den Fäkalien der Blattlaus. Die Honigbiene saugt die süßen Tropfen auf und würgt sie im Bienenstock wieder hoch um sie zum Waldhonig zu verarbeiten.

Frühjahr – leckere aus der Rinde

Wer im Frühjahr eine umgeworfene Fichte findet, sollte einmal mit dem Messer einen Teil der Rinde abziehen. Danach einen schmalen Streifen flach vom Stamm abschälen, einen etwa einen Zentimeter langen Streifen. Dann probieren Sie einmal. Es schmeckt nach Möhre und ist äußerst Nahrhaft. Das was wir da abgeschält haben ist das Kambium des Baumes.

neue Taktik der Borkenkäfer- Wissenswertes

Borkenkäfer bohren Löcher in die Rinde um ihre Eier in das Kambium des Baumes abzulegen. Bäume wehren sich dagegen, indem sie die Insekten mit Torpene und phenolischen Substanzen. Die Larven werden so mit Harzklümpchen verklebt und töten die Insekten ab. Auf diese Art können gesunde Fichten den Borkenkäfer überleben.

Neue Generationen der Blattläuse haben gegen dieses Verfahren einen Pilz entwickelt, der die Wirkung der chemischen Stoffe der Fichte entschärft. Der Pilz vermehrt sich schneller als der Borkenkäfer bohren kann und macht so den Weg frei für den Käfer, der jetzt weniger bohren muß und kann schneller seine Eier ablegen. Die Folge ist das Massensterben von Fichten.

Der Baum – als Alarmanlage

Die Holzfasern im Baum leiten den Schall besonders gut. Ein Grund weshalb aus dem Werkstoff edele Musikinstrumente hergestellt werden.

Die Krallen von Mardern oder Eichhörnchen die am Baum wirken sind von den Vögeln, die in der Nisthöhle im Baum leben wahrzunehmen. So können sie bereits früh genug Maßnahmen treffen um sich und die Brut/Jungvögel zu schützen.

Der Baum – Lebensraum unzähliger Insekten

Dr. Martin Goßner, hat vor einigen Jahren den mit 600 Jahren ältesten Baum im Bayerischen Wald mit dem Pestizid Pyrethrum eingesprüht um zu sehen wieviele Insekten in den Baumkronen leben. Durch das Pestizid fielen alle Spinnen und Insekten tot auf den Boden und so konnte man zählen, dass es sich um 2042 Tiere aus 257 Arten handelte.

In sogenannten „Zwiesekn“ – Zweiggablungen- bilden sich sogar Mini Biotope die ein Zuhause für Mückenlarven sind, von denen wiederum seltene Käferarten leben.

Das Leiden der Stadtbäume

Im Vergleich zum Waldbaum hat der Stadtbaum nur wenig Platz für sein Wurzelwerk. Der Gehweg, Rohrleitungen und Versorgungsleitungen versperren den Weg. Deshalb haben Stadtbäume lediglich ein Wurzelwerk mit einer Tiefe von etwa eineinhalb Metern. Dadurch sind sie bei Sturm besonders gefährdet.

Hinzu kommt das Stadtklima. Im Wald können sich die Bäume in der Nacht nach extremer Hitze abkühlen. Die Häuser und die Betonflächen lassen in der Stadt keine Abkühlung zu. Die Gebäude strahlen noch Wärme ab. Die Lufttemperatur bleibt hoch und wird von Abgasen getränkt. Die Luft ist trocken. Kleinstlebewesen am Baum können nicht existieren.

Ein weiterer Aspekt ist der Urin der Hunde , der die Rinde zersetzt. Im Winter erreichen etwa 10 Prozent der Salzgischt von der Straße die Bäume und sorgen für Verätzung, dadurch wird die Fotosynthese im Frühjahr verhindert. Parasiten haben leichtes Spiel. Ein Profiteur ist der Eichenprozessionsspinner. Keine guten Aussichten auf ein langes Leben.

Kiefer und Fichte im Wintersturm

Kiefern und Fichten halten bei Winterstürmen oft nicht stand. Das liegt einmal an der Anpflanzung auf geschädigten oder verdichteten Böden durch den Menschen, zum Anderen werden die Nadelbäume bei uns viel höher als in ihrem Stammland im Norden. Im Norden behalten die Bäume auch nicht ihre Nadeln. wie sie es bei uns tun. Das wiederum führt zu einer größeren Angriffsfläche für den Sturm.

Die Jagd und der Wald

Um mehr Trophäen erbeuten zu können wurden im letzten Jahrhundert die Pflanzenfresser von Jägern zugefüttert um den Wildbestand zu erhöhen. Dadurch erhöhte sich der Wildbestand im deutschsprachigen Raum über das Fünfzigfache des natürlichen Bestandes. Auf diese Weise trugen Jäger so erheblich zur Schädigung des Waldes durch die Tiere bei.

2018 töteten Wölfe für ihren Lebensunterhalt etwa 40.000 Stück Rotwild, Rehe und Sauen. Jäger erlegten knapp 2 Millionen Stück Rehe, Rotwild und Sauen.

Rotkäppchen -der Wolf und das Fahrrad

Rotkäppchen der Wolf und das Fahrrad erzählt ein altes Märchen im Gewand der heutigen Zeit des Internets, der Werbung – eine nicht ganz ernst zunehmende Geschichte.

Nahe eines großen Waldes lebte das Rotkäppchen mit ihrer Mutter. Mutter war alleinerziehend, weil Vater sich mit einer Internetbekanntschaft davon gemacht hat. Die Großmutter lebte in einem kleinen Häuschen auf einer Lichtung inmitten des Waldes. Hier war es so abgelegen, dass die Großmutter weder einen PC, noch ein iPhone oder Smartphone besaß.

Einmal in der Woche machte sich das Rotkäppchen auf den beschwerlichen Weg zu ihrer Großmutter um ihr Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs vom Discounter Aldi zu bringen. Dinge wie die Tiefkühlpizza, Döner und Chevapchichi füllten dann ihren Korb den sie mit sich trug.

Das waren aber auch alles Sachen die dem Wolf gut schmecken würden. Dieser wohnte in der Nachbarschaft und hatte das Rotkäppchen schon oft beobachtet und überlegt wie er an die schönen Dinge herankommen könnte. Der Weg durch den Wald war sehr beschwerlich und unser Wolf liebte die Bequemlichkeit, deshalb lieh er sich am Bahnhof ein Fahrrad , zahlte per PayPal und fuhr dem Rotkäppchen hinterher. Dann fuhr er auf einem Nebenweg an ihr vorbei um sie zu überholen und wartete auf das Mädchen.

Schon bald erklang aus der Ferne der fröhliche Gesang des Mädchen : “ weißt du denn gar nicht wie schön du bist?“ schallte es durch den Wald.

Wie erschrak das arme Mädchen als der Wolf sie plötzlich anknurrte. Laut rief es um Hilfe und tatsächlich tauchte aus dem Dickicht Balu der Bär auf, der ohrfeigte den Wolf links und rechts und zertrat schließlich noch das Leihfahrrad.

So ging es in der Kalenderwoche 14 und 15 weiter. Immer wieder tauchte der verflixte Bär auf und zerstörte auch noch sein Fahrrad.

Eines Tages aber war es dem Wolf gelungen in das Haus der Großmutter einzudringen, als diese gerade bei Ikea war um sich eine neue Kommode anzuschaffen. Der Wolf hatte über seinen Facebook Kontakt herausgefunden welche Nachtkleidung die Großmutter trug und sich über ebay die gleichen Sachen besorgt. So lag er nun als Großmutter verkleidet im Bett und wartete auf das Rotkäppchen, die nichts vom Ikea Besuch der Großmutter wußte.

Es dauerte nicht lange und die Tür ging herauf. Das Rotkäppchen kam ins Zimmer und schaute besorgt auf das Bett, denn die Großmutter sah doch etwas verändert aus und so fragte sie besorgt:“ Großmutter, was hast du für große Ohren? “ – “ Damit ich dich besser hören kann“ – antwortete die angebliche Großmutter. „Aber Großmutter, was hast du für eine große Nase? “ kam es da schon vom Rotkäppchen. „Damit ich dich besser riechen kann“. „Großmutter , was hast du für rote Augen?“ – Da platzte dem Wolf der Geduldsfaden und er rief: „Weil ich dauernd das scheiß Fahrrad reparieren muß !“

Circadiane Uhr

Circadiane Uhr – „die Innere Uhr“. Man ging immer davon aus, dass der Beginn der Vogelgesänge im Zusammenhang mit dem Tageslicht und den Aktivitäten des Vogels steht. Nunmehr haben Versuche in abgedunkelten Räumen ergeben, dass Vögel einen etwa 24- stündigen Rhythmus nutzen. Eine innere Uhr.

Bei manchen Vögeln schlägt diese Uhr schneller, bei anderen langsamer. Sie ist also nicht beständig. Bei einer „langsam schlagenden Uhr“ beginnen Aktivitäten später, bei der „schneller schlagenden Uhr“, früher. Das bezeichnet man unter dem Begriff Circadiane Uhr.

Vögel sind durch diese innere Uhr bereits auf den kommenden Tag vorbereitet. Das bedeutet, dass sie ihren Hormonhaushalt, die Körpertemperatur und Stimmung bereits voreingestellt haben. Sie können den Tag sofort aktiv beginnen.

Circadiane Uhr ist der Wecker

Die circadiane Uhr stellt den Wecker für die Vögel dar. Die Sonne, Temperatur und Wetter stellen die Uhr ein. Sie sind der Zeitgeber der inneren Uhr.

Auch Umweltfaktoren und Lichtintensität wirken sich auf die Uhr aus. Während der eine Vogel bei der ersten Dämmerung singt, beginnen andere erst bedeutend später mit dem Gesang. Man glaubt, dass das mit den Tagesaktivitäten (voreingestellt) zusammenhängt. Untersuchungen an Vögeln ergaben, dass der dämmerungsaktive Vogel einen größeren Augendurchmesser hat. Bei den verschiedenen Individien gibt es wie beim Menschen den Frühaufsteher und Langschläfer.

die Jahresuhr der Vögel

Auch bei der „Jahresuhr“ der Vögel gibt es die circadiane Uhr. Der Verhaltensforscher Eberhard Gewinner stellte bei Versuchen mit mehreren Vogelarten fest, dass bei stets gleich bleibenden Bedingungen von Licht- und Temperatur, ein präziser Ablauf der Mauser und der Zugunruhe festzustellen war.

Es existiert also ein circidaner Kalender. Diese Kalender – Uhr läuft allerdings schneller als das Kalender – Jahr. Die Regulierung liegt wohl in der Länge des Tageslicht. Hinzu kommen Faktoren wie Nahrungsbedingungen und Wetterbedingungen.

Durch die globalen Veränderungen geraten die „Zeitpläne“ der Vögel in Gefahr. Ein immer früher eintretender Frühling oder Herbst durch den Klimawandel, verändert die Reaktionen der Vögel auf diese Veränderungen. Einige Arte können da nicht mithalten und ändern ihr Verhalten nicht. „Wettervögel“ sind eher in der Lage sich umzustellen als „Kalendervögel“. Der Wettervogel kann sich bedeutend schneller an eine neue Situation anpassen. Das gelingt den Vögeln mit festen Zug- und Zeitprogrammen oft nicht. Ein Beispiel ist der Kuckuck, der aufgrund des verspäteten Ankommens aus dem Winterquartier seine Eier in Nester ablegt, in den die Brut des Wirtsvogel jetzt eher schlüpft, als das „Kuckuckskind“. So geschieht es, dass das Kuckuckskind aus dem Nest geworfen wird und der Bestand des Kuckucks abnimmt.

Die Tagesuhr und die Jahresuhr der Vögel kann sich auch durch die hohe Beleuchtung der Städte, durch die Lichtverschmutzung, verändern. So konnte man feststellen, dass die Stadtamseln früher Brutbereit sind, als die Verwandten auf dem Lande.

Infos aus „Schattenblick“ – „Der Falke“ – -Dr. Barbara Helm-Ornithologin Max Planck Institut für Ornithologie.

Rewilding

Rewilding – während in Deutschland Politiker und Jagd- und Bauernverbände den Beschuß , die „Entnahme“ von Wölfen fordern, beschreitet man in anderen Regionen Europas einen neuen Weg.

Das Stichwort ist „REWILDING“ – Verwilderung – durch Entdomestizierung – vom Haustier zum Wildtier. Das Ziel ist anders als beim Artenschutz nicht der Erhalt eine Art, oder die Natur zu schützen, was zwar auch dazu gehört, sondern die Wiederansiedlung ehemals vorhandener Fauna und die Wiederherstellung verschwundener Ökosysteme. Durch die Megafauna sollen sich Landschaften selbständig wieder entwickeln. In Absprache mit den Bewohnern der Regionen soll die Landschaft sich selbst verändern.

Was ist Megafauna ?

Früher sah die Fauna in Europa ähnlich aus wie in den Nationalparks Amerikas. Seit 1950 der Artenschutz in Europa installiert wurde, stieg auch die Artenvielfalt. Auch Megafauna entwickelte sich langsam neu. Als Megafaun bezeichnet man die großen Raubtiere und Pflanzenfresser wie Bären und Elche , Wisente oder Bison und die großen Hirsche. Diese stellen also den Anteil der Tiere dar, die im Habitat die größten Organismen stellen. Die nächst kleineren Organismen fallen unter den Begriff Makrofauna und die kleinen Organismen bilden die Mikrofauna.

Yellowstone und Rewilding

In Europa leben in 22 Ländern doppelt so viele Wölfe wie in den USA und 17.000 Bären. Mit Rewilding sollen natürliche Abläufe wieder neu entstehen, ohne menschlichen Eingriff. Erstmals wurde Rewilding im Yellowstone Nationalpark durchgeführt. Durch den Einfluß des Menschen war das Ökosystem im Park durcheinander geraten. Die Raubtiere waren verschwunden oder ausgerottet. Den großen Pflanzenfressern fehlten die natürlichen Feinde und sie konnten sich in Ruhe vermehren. Da keine Gefahr bestand, fraßen sie seelenruhig die Vegetation im Park. Erst durch die Wiederansiedlung des Wolfes konnte sich die Vegetation erholen. Der Fluchtinstinkt der Pflanzenfresser war neu geweckt, sie zogen wieder umher, ohne ein ganzes Gebiet kahl zu fressen, weil der Wolf ihnen auf der Spur war. Die Bestände wurden natürlich reguliert. Das Ökosystem entstand neu.

Polnischer Urwald

Als einer der letzten Urwälder Europas gilt der Bialowieza Urwald an der polnisch – weißrussischen Grenze. Seit hundert Jahren hat der Mensch dort nicht mehr eingegriffen. Im Wald leben wieder Bären und der Luchs, aber auch die großen Pflanzenfresser wie der Elch. Das Ökosystem wird durch die Tiere intakt gehalten. Die Pflanzenfresser nagen zwar auch an der Vegetation, aber durch die Anwesenheit der Raubtiere nur in einem gewissen Maße. Außerdem hinterlassen sie im Kot wieder Nährstoffe im Boden, die sich der Wald zunutze macht.

Die Tiere schaffen auf natürlich Weise Lichtungen im Wald, was den Bäumen zu Gute kommt. Der Grund benötigt Licht zum Wachsen und Keimen. Ohne die Pflanzenfresser würde der Urwald so dicht, dass es wieder Schaden verursachen würde.

Rewilding Europa

Rewilding Europa ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Nijmegen. In etwa zehn Regionen Europas engagieren sich Wissenschaftler, Freiwillige, Schüler und Studenten. In den kleinen Niederlanden kann der Besucher sich bei einem Objekt in die afrikanische Savanne versetzt fühlen.

Ökosystem Oostvaarderplassen

Rewilding
pixabay Marky_Mark

Das Naturentwicklungsgebiet Oostvaarderplassen in der Provinz Lelystad entstand durch Trockenlegung eines Teiles des IJsselmeeres. Das klappte aber nicht richtig, weil weiterhin Teile des Polders bewässert waren. So wurde die Fläche nicht landwirtschaftlich in Benutzung genommen, sondern sich selbst überlassen. Schneller als erwartet bildete sich ein Tiefland-Riedmoorgebiet. Eine große Artenvielfalt der Vogelwelt entstand.

Nach und nach wuchsen immer mehr Büsche und man ließ die Flächen durch Graugänse beweiden. Die Ansiedlung von Megafauna durch Rothirsche, Heckrinder und Konikpferden sorgten für die Entstehung eines neuen Ökosystems, das sich alleine durch die dort lebenden Tieren entwickelte. Das 5600 ha große Gebiet und beinhaltet zu einem Drittel trockene und zu zwei Dritteln feuchte Biotope. Die Gewässer haben einen großen Fischreichtum und die Artenvielfalt am Land und im Wasser nimmt zu. Dazu gehören Seeadler, Fischadler Löffler und andere. Die Herden wachsen ständig, werden aber nicht durch den Menschen reguliert. Auch Zufüttern im Winter ist verboten. Im Winter 2017 kamen unzählig viele Tiere ums Leben, weil sie verhungerten.

Die Tiere die in den Sommermonaten genug Energie gespeichert hatten überlebten. Zuvor hatte man schon in Erwägung gezogen die hohe Anzahl der Herden zu regulieren. Es kam auch zu Protesten, weil die Zufütterung untersagt wurde. Dennoch hat man es schließlich einfach hingenommen und nicht angezeigt. Die Bestände erlitten einen Verlust um 60 Prozent in diesem Winter 2017. Wenn man so will, hat die Natur also dafür gesorgt, dass ein normales Leben wieder in der „Savanne“ möglich war.

Man verzichtet auch darauf den Wolf als natürlichen Feind der großen Pflanzenfresser anzusiedeln, weil man damit rechnet das er den Weg dorthin von alleine findet.

Erkenntnisse für die Wissenschaft.

Die Ergebnisse aus der Entwicklung in den Niederlanden zeigen Wissenschaftlern das Europa früher einmal nicht nur aus riesigen Waldflächen bestand. Es muß durch die großen Pflanzenfresser wie Wisent, Wildpferde und Auerochse auch große Offenlandschaften gegeben haben.

Rewilding befasst sich auch mit der Rückkehr ausgestorbener Arten. In Portugal versucht das TaurOs Project mit einer Züchtung aus verschiedenen Rinderarten, wie dem Maronesa Rind den Auerochsen wieder zu installieren. Die DNA befindet sich noch in diesen Rindern. Auerochsen müssen lange Beine haben und ein großes Horn, um sich gegen Beutegreifer wehren zu können.

In Rumänien wurden ganze Landflächen durch den Rückgang der bewirtschafteten Flächen sich selbst überlassen. Die Bewohner der Orte verloren ihre Lebensgrundlage und viele verließen ihr zu Hause.

Hier kommt Rewilding ins Spiel. Mit der Akzeptanz der Gemeinden siedelt man zum Beispiel den Wisent wieder an. Das Ökosystem entwickelt sich wieder neu und die Bewohner erhoffen sich durch die Megafauna einen eintretenden Tourismus in ihre Region. Naturfreunde, Tierfotografen, Hobby Ornithologen werden die Touristen sein die sich zuerst für neu entstehende Artenvielfalt interessieren.

Festzustellen ist, dass der ganz oben erwähnte Wolf im deutschen Ökosystem lediglich einen Regulierungsgrad von 10 – 15 Prozent erreicht. Der Mensch ist in Deutschland noch immer derjenige der die Natur steuert und wohl auch steuern und regulieren will. Das eine natürliche Regelung des Ökosytems bedeutend besser ist zeigen die Projekte von Rewilding Europa.

Viele Infos aus dem ARTE Film „Die Natur kehrt zurück“ – In der Mediathek verfügbar bis 11.06.2019

Rotkehlchen

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft, wipp, wipp !

hat sich ein Beerlein abgezapft, knipp, knipp !

Läßt sich zum klaren Bache hernieder,

tunkt`s Schnäblein ein und hebt sich wieder, stipp, stipp, nipp, nipp !

und schwingt sich wieder in den Flieder.

Es singt und piept ganz allerliebst, zipp, zipp, zipp, zipp trill !

sich eine Abendmelodie.

steckt`s Köpfchen dann ins Federkleid

und schlummert bis zur Morgenzeit.

Wilhelm Busch – Quelle Busch Bildergeschichten

Wilhelm Busch hätte auch Ornithologe werden können, so wie er das Vögelchen in diesem Gedicht beschreibt. Der wippende Flug und der tickende Warnruf sind beide im Gedicht erklärt.

Rotkehlchen
Rotkehlchen

Das Rotkehlchen zeigt nur wenig Scheu und hat sich mit dem Menschen arrangiert. Hält man die Hand mit Futter hin, kann man damit rechnen das das Vögelchen auf der Hand sitzend die Körner entgegen nimmt. Ansonsten findet die Futtersuche hauptsächlich am Boden statt. Würmer, Spinnen und Insekten werden emsig aufgepickt. Aber auch das Futterhaus im Garten wird gerne angenommen. Männchen und Weibchen sind kaum zu unterscheiden. Markantes Merkmal ist natürlich die große rote Brust, aber auch lange Beine kennzeichnen den Vogel, der etwas kleiner als ein Sperling ist.

Rotkehlchen
Fütterung

Der Gesang beginnt bereits in der Frühe, eine Stunde vor Sonnenaufgang und ist ganzjährig zu hören. Nur bei starkem Regen vergeht auch dem kleinen Sänger die Lust am Flöten.

Das Sommer-Rotkehlchen entspricht nicht unbedingt dem Winter-Rotkehlchen. Denn der Vogel der Sommermonate überwintert gerne am Mittelmeer. Der Wintervogel kommt aus dem Norden und mit unseren Temperaturen findet er es gemütlich genug um hier zu überwintern.

Rotkehlchen – der Einzelgänger

Der Singvogel ist ein Einzelgänger. Das Weibchen baut das Nest in Bodennähe unter einer Wurzel oder einem Baumstamm. Die Brut, die etwa zwei Wochen dauert übernimmt ebenfalls das Weibchen. Es wird dann vom Männchen mit Futter versorgt. Bei nahender Gefahr fliegen beide Eltern vom Nest um den Feind abzulenken.

Die Balz

Bei der Balz zeigt der männliche Vogel der Angebeteten gerne die stolze rote Brust und wirft den Kopf in den Nacken, mit den Schwanzfedern heftig wippend. Dennoch gehen die Beiden zunächst getrennte Wege, erst wenn das Weibchen von einem Ansitz aus Lockrufe hören läßt und das Männchen die Dame mit Leckereien füttert, ist der Bund fürs Leben geschlossen und sie bleiben zusammen.

Rotkehlchen
Jungvogel

Es kann zwischen rivalisierenden Rotkehlchen zu heftigen Kämpfen kommen, die bis in den Tod führen können. Zunächst erfolgt die kommunikative Warnung, mit aufgeplustertem Gefieder. Gibt aber keiner von Beiden nach, beginnt der Kampf. Sie verkrallen sich ineinander und versuchen dem Gegner die Augen auszustechen. Diese Kämpfe können bis zu einer halben Stunde dauern.

Lustig ist es wenn man den Garten umgräbt und das Vögelchen unmittelbar hinter uns den Boden nach Würmern absucht. Auch die Amsel lauert bereits im Hintergrund, aber so mutig wie das Rotkehlchen ist sie nicht.

Eisvogel

Eisvogel – ein Vogel der Gruppe Rackenvögel, mit dem wissenschaftlichen Namen  Alcedo atthis .

Eisvogel

Es gibt wohl kaum einen anderen kleinen Vogel der die Menschen so in seinen Bann zieht, wie der Eisvogel. Er hat etwa die Größe eines Haussperlings und sitzt meistens etwas in sich gedrungen auf einem Ansitzast am Fliessgewässer, um auf eine Beute im Wasser zu warten, oder einfach nur zu Ruhen.

Aussehen des Eisvogel

Ins Auge fällt die leuchtende,schillernde Färbung. Sie glitzert regelrecht in der Sonne umso mehr, wenn das Gefieder noch nass ist.

Männchen und Weibchen sehen nahezu gleich aus. Nur die Unterseite des Schnabels ist beim Weibchen rot und beim Männchen komplett schwarz.

Nahrung und Beobachtung

Neben Fischen verzehrt der kleine Vogel auch Frösche und Kaulquappen. Es ist nicht einfach den Vogel zu entdecken und man braucht schon etwas Übung. Zunächst habe ich mich immer gefragt wo die Anwesenden ihn sehen, ich sah ihn einfach nicht. Irgendwann war dann aber der Punkt erreicht, wo ich ihn jetzt auch immer wieder sofort sehe. Anfangs habe ich nicht gedacht das er ja sooo klein ist. Auf den Bildern wird er ja immer ziemlich groß abgelichtet gezeigt. Außerdem passt sich seine Färbung sehr gut der Umgebung an. Die türkis bis dunkelblau schimmernde Unterseite tarnt ihn über der Wasseroberfläche. Die Unterseite, orangebraun , tarnt ihn zur Land- Baumseite perfekt.

Eisvogel - Ansitz
Ansitz

Nisthöhle

Schön ist es, dass so viele Bachläufe wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden. So findet der Eisvogel an den lehmigen Seitenhängen der Gewässer wieder Nistmöglichkeiten. Dort kann er seine Bruthöhlen bauen in denen er bis zu sechs Junge aufzieht. Die Lage am Steilhang verhindert den Einfall von Fuchs oder Marder. Weil der Eisvogel die Fischreste vom Füttern achtlos in den Röhren vermodern lässt, baut er für jede Saison eine neue Nisthöhle. Aufräumen ist eben nicht sein „Ding“.

Weibchen  - Männchen
links das Weibchen – rote Schnabelunterseite, – rechts das Männchen

Wenn der Eisvogel vom Ansitz aus einige Male mit dem Kopf nickt, kann man davon ausgehen, dass er Beute im Wasser entdeckt hat. Dann stürzt er sich blitzartig ins Wasser, um bald darauf mit dem Fisch wieder aufzutauchen . Nach dem Fang fliegt er mit diesem auf einen Ast, um ihn durch das Schlagen auf den Ast zu betäuben, erst dann wird gefressen.

Winter

Das Überleben im Winter, der Eisvogel ist Standvogel, wird für ihn schwer, wenn es zu einem starken, frostigen Winter kommt, indem die Seen und Gewässer zugefroren sind. Der Zugang zur Beute, Nahrung ist nicht mehr möglich.Ein solcher Winter kann zu einem großen Sterben unter der Art führen. So gesehen sind die milden Winter der letzten Jahre für ihn ein Glücksfall.

Gedicht:

Der Eisvogel ruhig auf dem Aste sitzt, das Vogelkleid in der Sonne blitzt.

Nichts ahnend im Wasser der Stichling schwimmt, der blaue Vogel sich vom Aste schwingt.

Stürzt sich ins kühle Nass, der Stichling hat nicht aufgepasst

Dem Eisvogel ist es wieder mal gelungen, der Stichling wird jetzt schnell verschlungen

uli kloes

Durch den Umzug meiner Seite waren einige Artikel nicht mehr zu finden, deshalb habe ich den Beitrag noch einmal verfasst, falls er Ihnen bekannt vorkommt liegt es wohl daran.

Vogel – Mensch

Vogel – Mensch – wenn man einmal darüber nachdenkt, haben wir einiges mit unseren gefiederten Freunden gemeinsam, auch wenn der Größenunterschied enorm ist.

Wie die meisten Vögel sind auch wir Menschen in der Regel tagaktiv. Beide Arten bewegen sich am Boden auf zwei Beinen und wenn man nun sagt der Vogel kann fliegen und wir nicht, so bewegen wir uns allerdings doch in der Luft mit Flugzeugen die in der Form dem Vogel nachempfunden sind. Außerdem benehmen sich einige Menschen auch flatterhaft- aber das ist jetzt nicht so Ernst gemeint.

Was haben wir noch gemeinsam mit unseren gefiederten Freunden? Wir verständigen uns wie sie über die Stimme. Auch die Augen spielen eine große Rolle bei der Erkennung von Gefahren. Durch Rufe warnen wir uns vor Unheil, wie auch der Vogel seine Arten mit Warnrufen informiert.

Vogel - Mensch

Vogel – Mensch – die Balz

Auch bei der Werbung um die holde Weiblichkeit benehmen wir Männer uns ähnlich dem Vogelmännchen. Zum ersten Kennenlernen ziehen wir uns besonders gut an, wir tragen unser Prachtkleid (wie der Vogel). Auch was die Werbung um die Angebetet angeht, lassen wir uns oft etwas einfallen, auch wir wollen uns in ein gutes Licht stellen.

Macht- und Positionskämpfe um Reviere / Posten und zum Schutz der Familie / Wohnung gehören ebenfalls zu den Eigenschaften beider Erdbewohner und wie bei den Vögeln lieben die Einen die Geselligkeit und die Anderen die Einsamkeit.

Diese vielen Ähnlichkeiten und das gemeinsame Leben miteinander machen es wohl aus, warum Birding, das Beobachten von Vögeln immer beliebter wird. Es gibt viele Hilfsmittel wie Bestimmungsbücher, Führungen und Lehrgänge durch Naturschutzbund und andere Verbände. Außerdem ist der Anfang nicht so schwer, wenn man im eigenen Garten beginnen kann.

Rotschenkel

Rotschenkel-tringa totanus

Männchen und Weibchen dieses Schneepfenvogels sind kaum zu unterscheiden.

Auffallend ist das Auge, das weiß umrandet ist und der verhältnismäßig lange, rote Schnabel, der zur Spitze hin schwarz wird. Seinen Namen hat er von den stelzenhaften roten Beinen.

Rotschenkel ernähren sich von Weichtieren, Muscheln, Schnecken und Insekten.

Das Nest, in dem bis zu fünf Junge von beiden Elternteilen bebrütet werden, befindet sich in Nestmulden am Boden. Die Eier werden ca. 3-4 Wochen bebrütet. Wenn die Jungen geschlüpft sind, verlassen sie schon bald das Nest. Die Nestflüchter haben dann bereits ein Daunenkleid.

Die Rotschenkel haben etwa die Größe einer Taube. Meistens sitzt das Männchen auf einem Zaunpfahl oder einem sichtbaren Ansitz, von wo er auf einem Bein stehend das Nest bewacht. Bei aufkommender Gefahr versucht er den Gegner vom Nest abzulenken.

Der Lebensraum sind küstennahe Gebiete und im Binnenland die Feuchtgebiete und Moore.

Durch die Trockenlegung vieler Moore und Feuchtgebiete für die Nutzung durch die intensive Landwirtschaft war der Bestand rückläufig, weil ihnen der Lebensraum genommen wurde. Immer mehr Gebiete sind im Laufe der Zeit wieder renaturisiert worden und die Vögel kommen zurück. So konnte ich den Rotschenkel am Ochsenmoor am Dümmer See beobachten. Zuvor sah ich ihn vor einigen Jahren auf der Insel Föhr.

Rotschenkel

Der Vogel gehört zu den Limikolen. So bezeichnet man Vögel, deren Lebensraum am Meer liegt oder an flachen Gewässern und Teichen, oder Kiesgruben mit feuchten Uferabschnitten, Mooren und Feuchtwiesen. Zu den Limikolen gehören zum Beispiel die Watvögel Austernfischer, Kiebitz, Kampfläufer, Wasser- und Strandläufer, Regenpfeifer und Brachvögel. In Deutschland vermutet man noch etwa 17.500 Brutpaare. Noch wird die Art in der Roten Liste der gefährdeten Arten als gefährdet eingestuft.

Das Überwinterungsgebiet ist Afrika und die Vögel die bei uns überwintern ziehen im Frühjahr zum Brüten in den hohen Norden.

Hier ein kleines Gedicht :

Der Rotschenkel ist nicht groß, nein eher klein, etwa wie der Kiebitz, oder Taube und steht dann gern auf einem Bein.

Bewacht von eines Zaunes Pfahl, die Kleinen in der Mulde, da stört ihn nicht die Zeit, noch Stunde.

Von oben ist er schwarz, grau-braun gefleckt. Sein Schnabel ist recht lang gestreckt.

Ist die Wiese feucht und grün bestückt, kommt er im Frühjahr auch aus Afrika zurück.

uli klös

worum es mir geht…

Der Schutz der Natur ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Die Umwelt und die Natur sind Lebensgrundlage aller Lebewesen auf diesem Planeten. Es ist unsere Pflicht uns für den Erhalt dieser göttlichen Gaben einzusetzen, damit auch nachfolgende Generationen auf der Erde ein gesundes und erfülltes Leben genießen können.

Ich schreibe Beiträge als Hobbyornithologe und widme mich Temen über Klimawandel, Naturschutz, Artenvielfalt und Politik. Bereits geschriebene Artikel auf meiner Webseite ulikloes.de