Klimastreik

Klimastreik – am 20. September 2019 – warum sollten wir teilnehmen ?

Das Klima geht uns alle an. Auch wenn ich nun kurz vor der 70 stehe, stehen wir in der Pflicht alles zu tun um unseren Kindern und Enkeln das Leben lebenswert zu machen. 15 Jahre hat die Politik nichts anderes getan als zu reden, wenn es um das Klima und die Umwelt ging. Gerade in Deutschland hatten die Lobbyisten der Autoindustrie und der Landwirtschaftsverbände immer die Oberhand und verhinderten Lösungen mit dem Ziel die gesteckten Ziele zur CO² Reduzierung einzuhalten. Im Gegenteil der Ausstoß ging sogar noch weiter in die Höhe.

Klimastreik muss sein weil…

Immer mehr Flächen werden versiegelt, Wälder werden in Plantagen der Holzindustrie umgewandelt. Die Moore ausgetrocknet, Wälder gerodet. Wichtige CO² Speicher wurden weiterhin vernichtet. Noch immer gibt es Gülle Tourismus, weil Betriebe der Massentierhaltung ihre erzeugte Gülle nicht mehr entsorgen können. Böden werden immer mehr mit Nitrat belastet. Neonikotinoide werden nicht reduziert oder verboten, nein, Deutschland erlaubt weiterhin die Ausgabe von Glyphosat, wenn jetzt auch zögerlich die Anwendung im privaten Bereich gestoppt werden soll.

Die Verkehrspolitik und Infrastruktur ist weiterhin auf das Auto fixiert. Die Regierung beschränkt sich darauf Ausschüsse und „Expertenrunden“ ins Leben zu rufen, die dann jahrelang an Ausarbeitungen feilen, die durch das ständige Debattieren nur noch kleine Tröpfchen als Lösungen anbieten.

Klimastreik – jetzt handeln

Jetzt muss endlich Schluß sein mit dem Reden, jetzt muß gehandelt werden. Friday for Future kam hoffentlich noch zur rechten Zeit und die Jugend und die Erde verdienen es unterstützt zu werden. Wir sind es der Welt und unseren Nachfolgern schuldig.

Deshalb ändere ich auch für einige Tage das Banner auf meiner Webseite.

Beluga Wale

Beluga Wale lieben die Beatles. Vom Boot aus läßt der Cellist Rob Knaggs einen Lautsprecher in das kalte Wasser des arktischen Meeres gleiten und beginnt auf dem Cello „Yesterday“ von den Beatles zu spielen.

Die Schwingungen der Musik verbreiten sich im Meer und faszinieren eine Gruppe von Belugas. Sie sind so hin- und hergerissen von der Musik das sie dem Boot folgen. Rob sagt später er meinte das Lächeln der Beluga Wale sehen zu können.

Dann beginnen die schneeweißen Tiere zur Melodie der Beatles leise zu pfeifen und zu Knarzen. „Gestern, schienen alle Probleme so fern zu sein…“ lautet der Text und in diesen Momenten scheint es zu stimmen. Mensch und Tier in wundersamer Stimmung zur Musik.

Rob Knagg ist so fasziniert, dass er den Belugas eine Melodie komponiert, ausgerichtet an den Gesang der Wale, die wegen ihres Gesangs auch „Kanarienvögel der Meere“ genannt werden.

An der Hudson Bay und dem arktischen Meer vermutet der Zoologe Stephe Petersen, vom Churchill Nothern Studies Center noch etwa 50.000 Beluga Wale. Gefährdet sind diese durch die Überfischung und Verschmutzung der Meere und durch die Schifffahrt.

Quelle: Mondberge Magazin für Umwelt- Natur- und Artenschutz 12/18 – 03/19

Verschollen

verschollen – das ist mein Eindruck seit Anfang August. Gemeint sind die Vögel in unserem Garten, hier inmitten des Ruhrgebietes. Von allen Arten die im Frühjahr und zum Sommeranfang zu sehen waren, sehe ich zur Zeit nur alle paar Tage einmal ein paar Kohlmeisen. Diese kommen immer zur gleichen Zeit, gegen 08:30 Uhr mit der gesamten Familie und sind sofort wieder verschwunden. Also lediglich eine Stippvisite.

Selbst das allgegenwärtige Rotkehlchen läßt sich nicht mehr blicken und die Amseln, auch immer etwa vier bis fünf gleichzeitig, sind verschollen. Bei der Amseln mache ich mir Sorgen, ob nicht etwa der Usutus Virus etwas damit zu tun hat. Aber es ist zum Glück auch nirgendwo ein toter Vogel zu sehen.

Einen Gimpel habe ich neulich kurz beobachten können. er, der sonst immer mit seiner Angetrauten kam, war allerdings alleine zu sehen. Sein traurig klingendes “ diü, diü „, höre ich am Morgen von einem Baum. Sein Lockruf wird aber zur Zeit wohl nicht erhört. Zu sehen ist er im Laubwerk aber nicht. Bis vor zwei Wochen war auch der Stieglitz noch zu hören, aber jetzt ist das große Schweigen angesagt.

verschollen
Eichelhäher

Verschollen – wegen der Mauser

Wir haben Anfang September, da geht so langsam die Zeit der Mauser vorbei. Das Prachtkleid ist im Schrank und das Schlichtkleid so gut wie fertig. Einige hatten während der „Umzugsphase“ ja auch Probleme mit dem Fliegen, deshalb habe ich die Hoffnung das sie sich nun bald wieder blicken lassen. Klar, einige wie die Mauersegler, die sonst abends ihre Kreise zogen um Insekten zu fangen, sind ja bereits die weite Reise gen Süden angetreten. Dafür werden nun bald Andere aus dem Norden kommen.

verschollen
Kohlmeise

Gerade als ich die Zeilen, die ich gestern Abend begonnen habe, am Morgen des 10. Septembers zu Ende bringe, sitzt gegenüber im Baum ein Eichelhäher, den hatte ich das ganze Jahr über nicht in der Nähe unseres Gartens. Eine schöne Überraschung, am frühen Morgen und wie zum Trost kommt jetzt auch noch die Kohlmeise und das lange verschollene Rotkehlchen, als wollten sie sagen: “ Immer mit der Ruhe, mein Freund, bald sind wir alle wieder da !“

verschollen
Rotkehlchen

Klimakrise

Klimakrise – der anthropogene Klimawandel ,vom Menschen versursachte Klimawandel, erzeugt durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdgas, Öl und durch die Massentierhaltung in Verbindung mit der Verwendung von Kunstdünger, sowie die industrielle Produktion, hat den CO² Wert und das Methangas in der Atmosphäre auf über 400 ppm ansteigen lassen (ppm= Anzahl der Teile pro eine Million Teile). Die Erde wird wärmer.

Die abiotische Umgebung wird durch Wetterextreme negativ beeinflußt. Stürme, Hochwasser,Brände,Anstieg des Meeresspiegles etc.

Klimakrise – Folgen

Ökosysteme verändern sich durch die physischen Veränderungen. Pflanzen bekommen zu wenig Regenwasser. Daraus folgt das Abtöten der Mikroben im Boden, die für die Vernichtung der Pflanzenabfälle gebraucht werden. Der Boden wird weniger belüftet, weil die Kleinstlebewesen verschwinden. Die Belüftung ist aber für die Pflanzenwelt überlebenswichtig.

Der Klimawandel hat bereits dazu geführt, dass die Insektenpopulation weltweit zusammenbricht. Gerade die Insekten sind aber wichtiger Bestandteil für die Pflanzen, indem sie Nährstoffe von Pflanzen und Tieren aufnehmen, für Bestäubung sorgen, Samen verteilen und Schädlinge bekämpfen.

Klimakrise – Ökosysteme Meer und Wald

Das Phytoplankton der Meere nimmt, vermutlich durch die gestiegenen Wassertemperaturen, ab. Phytoplankton absorbiert in sehr hohem Maße CO² aus der Luft und produziert den Großteil des Sauerstoff, den auch die Fische der Meere zum überleben benötigen.

Das das Ökosystem Wald besonders durch die klimatischen Veränderungen leidet, wird uns ja gerade täglich durch die Meldungen über das „Sterben des deutschen Waldes ins Bewußtsein gebracht.“ Der Wassermangel im Boden, durch die anhaltende Trockenheit, verhindert die Produktion von Baumharz, vor allem bei den Fichten- und Nadelbäumen. Weil die Fichten- und Nadelwälder plantagenmäßig an Stellen gesetzt wurden die für diese Baumart ungeeignet sind, können sie jetzt dem Ansturm des Borkenkäfers nichts Entgegensetzen, da die einzige Waffe gegen den Käfer, das Baumharz fehlt (Reuters, April 2019). Die schnelle Abschöpfung der Ware Holz hatte Vorrang.

Seit 1970 starben 60 Prozent aller Wildtiere aus (Living Planet Report 2018). Diese biologische Vernichtung hat Auswirkungen auf die Funktion der Ökosysteme und der Dienstleistungen für die Aufrechterhaltung der Zivilisation (IPBES Global Assessment Summary for Poicymakers Mai 2019).

Die Klimakrise besteht aus verschiedenen Faktoren. Zum Einen ist das die Veränderung der Land- und Meeresnutzung durch die industrielle Landwirtschaft und durch die Überfischung der Meere. Zum Anderen der beschriebene Klimawandel, die Umweltverschmutzung und die Verbreitung invasiver Arten. Letzteres geschieht durch die Globalisierung des Handels, indem fremde Samen und Insekten über die Transportmittel wie Flugzeuge und Schiffe befördert werden.

Auch der weltweite Tourismus und natürlich Zugvögel transportieren invasive Arten, die bedingt durch das veränderte Klima auch in anderen Regionen überleben und somit auch neue Krankheiten etc. übertragen können.

Das IPCC hat bereits im Oktober 2018 erklärt, dass die CO² Emissionen innerhalb von 12 Jahren halbiert werden müssen, um eine Erwärmung um 2 Grad Celsius zu vermeiden. Bedenkt man, dass Wissenschaftler erst danach festgestellt haben, dass die Ozeane 60 Prozent mehr Wärme absorbieren als bis dato vermutet wurde, müssten die Vorgaben des IPCC um 25 Prozent nach oben korrigiert werden (Nature 563 (7729)).

Quellen: Nature 563 (7729), Living Planet Report 2018, IPBES Global Assessment Summary for Policyfor people and nature Mai 2019, IPCC, Verfahren der Nationalen Akademie der Wissenschaften 07.2017, Reuters April 2019, Skip Spitzer offener Brief

Dingdener Heide

Dingdener Heide – Erholungsgebiet und Naturschutzgebiet im Ortsteil Dingden, Gemeinde Hamminkeln. Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 1500 Hektar und wird durch die biologische Station Wesel betreut.

Laub- und Kiefernwälder wechseln mit Grünlandschaften und Äckern. Deutlich sind zur Zeit die Folgen der Trockenheit und die Schäden durch den Borkenkäfer im Wald zu sehen. Überall findet man gefällte Bäume deren Rinde geschält wurden. Die Spuren der großen Maschinen zum Abtransport graben sich in den Waldboden. Große Schneisen sind entstanden.

Beobachtungshütten an der Dingdener Heide

An den Feuchtwiesen befinden sich zwei Beobachtungshütten. Nun sind die Feuchtwiesen aufgrund der anhaltenden Trockenheit leider nicht mehr sehr durchnäßt und offene Wasserstellen kaum noch zu sehen.

Die Limikolen sind momentan daher nicht zu sehen. Ansonsten findet man im Gebiet der Dingdener Heide unter anderem den Kiebitz, den Wiesenpieper,  Weißstorch,  Schwarzstorch, Rohrweihe, Kornweihe und Rotschenkel . Gesehen habe ich den Schwarzspecht und eine Weihe, beide allerdings in zu großer Entfernung um sie auf einem Bild festzuhalten. Auf ornitho.de wurden in den Tagen zuvor Braunkehlchen, Steinschmätzer und ein Baumfalke gemeldet.

Dingdener Heide
Ziegen in der Dingdener Heide

Wir parkten an einem Parkplatz der Akademie Dingden in der Klausenhofstraße, weil nach der Beschreibung der richtige Parkplatz am Ortsrand von Dingden an dieser Straße angegeben war. Man sollte aber die Klausenhofstraße weiterfahren, bis an die Kreuzung „zum Venn“ . Dort befindet sich ebenfalls ein Parkplatz, wo es auch Infotafeln des NABU zum Wolf und dem Zusammenleben mit diesem fantastischen Tier zu sehen gibt. Auch ein mustergültiger Herdenschutzzaun ist zu sehen.

Dingdener Heide
Herdenschutzzaun

Vom Parkplatz aus ist es nicht weit zur ersten Beobachtungshütte. Auch einen etwa 6 Kilometer langen Rundweg Dingdener Heide kann von hier aus gestartet werden. Der Rundweg ist mit einem separaten Schild gut zu erkunden.

Ein weiterer Parkplatz befindet sich auf der Krechtinger Straße kurz vor der Einmündung Bußter Weg.

Wahlen

Wahlen in zwei Bundesländern mit einem verschreckenden Ergebnis. Ich weiß, dass dieser Beitrag nichts mit Vögel und Tierfotografie zu tun hat. Allerdings hat Politik ja auch etwas mit Natur und Umwelt zu tun und in einem Blog kann man ja auch einmal seinen Gedanken zu anderen Temen freien Lauf lassen.

Bei den Wahlen in Sachsen und Brandenburg wählten die Bürger mit mehr als 20 Prozent Stimmenanteil eine rechtsradikale Partei in die Landtage. Dabei bestimmen die Anhänger des „Flügels“ der AfD die Partei im Osten. Diese ist bekannt für Reden die die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands leugnen und verharmlosen, extrem Ausländerfeindlich ist und eigentlich auch sämtliche sozialen Errungenschaften wie Arbeitslosenhilfe, Krankenversicherung abschaffen wollen.

Hinzu kommt, dass die Spitzenkandidaten alle aus dem so „verhassten“ Westen kommen und mit einer Wende 2.0 Wahlkampf machten, an der sie keinen Anteil hatten und die sie selbst nicht wirklich miterlebt haben. Die Wende war einzig ein Ergebnis der ostdeutschen Bevölkerung.

Leider sind aber die Initiatoren von damals irgendwo im Nirwana verschwunden oder wurden von westlichen Politikern der sogenannten etablierten Parteien verdrängt. Wie sonst ist zu erklären, dass die ersten Ministerpräsidenten in ostdeutschen Bundesländern Politiker wie Vogel und Biedenkopf wurden.

wie konnte es bei den Wahlen zu dem ERgebnis kommen ?

Ein schlimmes Ergebnis dieser Wahlen wird das Ansehen der Bundesrepublik in der Welt haben, zumal die Wahl zu einem Zeitpunkt erfolgt als sich der Überfall der Hitlertruppen auf Polen jährt und an den durch Nazideutschland verübten Mord an Millionen von Menschen erinnert.

Wie konnte es soweit kommen das der Osten so extrem wählt? Viele Menschen fühlen sich „abgehängt“, schreiben nun einige Wahlforscher. Richtig ist das die Politik dreißig Jahre lang nicht in der Lage war die Wiedervereinigung in allen Bereichen auch zu vollziehen. Es ist ein Unding das es noch immer Unterschiede bei der Rentenzahlung gibt, es ist auch ein Unding das die Löhne noch immer den Löhnen im Westen hinterherhinken. Auch wenn die Mieten noch niedriger sind als im Westen, sind die Lebenshaltungskosten nicht anders als bei uns. Das kann man auch nicht mit der schwächeren Wirtschaftsleistung im Osten begründen.

Die Politik hätte das in dreißig Jahren ändern können. Noch immer hat nicht ein einziger Dax-Konzern seinen Sitz im Osten. Kaum eine staatliche Institution befindet sich in einem östlichen Bundesland.

Wie auch beim Tema Klima und Umweltschutz haben die etablierten Parteien und die Bundes- und Landesregierungen diese lebenswichtigen Aufgaben ausgesessen, oder nur halbherzig in Angriff genommen. Ganze Heerscharen gut ausgebildeter Fachleute und gut gebildete junge Menschen haben die neuen Bundesländer in Richtung Westen verlassen. Das schadet der verbleibenden Gesellschaft massiv in sozialer und kultureller Hinsicht. Das Ergebnis dieses zögerlichen Regierens haben jetzt die Wahlen gezeigt.

Es reicht eben nicht, für gut asphaltierte Straßen und schön restaurierte Städte zu sorgen, die hätten wir hier im Ruhrgebiet übrigens auch gerne und die ländliche Versorgung durch Ärzte und die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs und Digitalisierung ist bei uns mindestens genauso schlecht wie im Osten, es sind die elementaren Dinge um die sich die Politik dreißig Jahre lang viel zu wenig gekümmert hat.

Der Niedergang des Braunkohle Tagebaus in Ost und West sorgt zusätzlich für extreme Ängste um Arbeitsplätze. Es ist kein Politiker hingegangen und hat in der Lausitz einmal vom Strukturwandel im Ruhrgebiet gesprochen, als das große Zechensterben begann. Man hätte die Chance gehabt damit zu erklären, wie ein Strukturwandel erfolgreich gehandhabt werden kann.

Dennoch besteht bei all den genannten Dingen kein Grund nationalsozialistisches Gedankengut und Fremdenfeindlichhkeit, rechtsextreme Parteien zu wählen. Protest kann man auch durch die Wahl anderer demokratischer Parteien äußern. Protest darf nicht soweit gehen, dass man den Galgen für Andersdenkende fordert, Ermordung von Staatsdienern hinnimmt und alles angeblich Schlechte den Menschen mit Migrationshintergrund andichtet.

Ich habe die Hoffnung, dass sich diese Landtagswahlen als ein einmaliger Ausrutscher herausstellen und folgende Wahlergebnisse anders ausfallen werden.

Waldsterben

Waldsterben – „Wenn wir wollen, dass der Wald unser Klimaschutz-Mitkämpfer bleibt, dann brauchen wir eine aktive Waldbewirtschaftung, also langfristiges Binden von CO2 in Holz. Und insofern ist die Frage, wie bauen wir mehr mit Holz und wie können wir dafür sorgen, dass der Holzmarkt nicht komplett zusammenbricht und wir Holz auch gut lagern können.“ Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Interview im BR-Interview

Es ist schon bemerkenswert das Frau Klöckner von „Holz“ spricht und nicht vom Baum. Ihr geht es um das Produkt „Holz“, welches wirtschaftlichen Nutzen und Ertrag bringen soll. Wie in der ersten Zeile zu lesen ist, ist die Bewirtschaftung der maßgebliche Faktor ihrer Gedanken. Es geht ihr nicht um das Allgemeingut „Wald“ als CO² Speicher und Teil des Klimaschutzes.

Waldsterben durch den Borkenkäfer

Bereits jetzt ist der plantagenmäßige Anbau der Fichten nicht mehr berechtigt, weil diese Anbauweise den Borkenkäfer fördert. Das wärmere Klima und der eigentlich falsche Standort für diese Baumart sorgen dafür das die Fichte keinen Abwehrstoff gegen den Käfer bildet. Sie baut keinen Harz auf mit dem sie den Käfer bekämpfen könnte.

Waldsterben – durch Logistik

Der Abtransport der befallen Bäume soll jetzt mit Hilfe der Bundeswehr und schwerem Gerät erfolgen. Die Soldaten sind bereits im Einsatz. Mit Panzern gegen den Borkenkäfer – der Boden wird noch weiter verdichtet, Wasser wird noch mehr Mangelware und natürliche Feinde des Borkenkäfers werden „plattgewalzt“.

Waldsterben durch Wassermangel

Ein verlichteter Fichtenwald speichert etwa 16 Liter Wasser auf den Quadratmeter, eine Bergmischwald dagegen 100 Liter. (wissenschaftlich festgestellt). Das schwere Gerät und die Dürre vernichten diese 16 Liter noch weiter und dem Baum fehlt das so wichtige Wasser für die Bekämpfung seiner Feinde.

Nun wird verzweifelt nach anderen Baumarten gesucht die die schnell wachsende Fichte als „Holzlieferanten“ ablösen sollen. Eine dieser Arten ist die Douglasie, eine Weichholzart, die robuster als die Fichte ist, aber eigentlich auch ein Baum der kälteren Zonen ist.

Die Waldbauern fordern nun Geld vom Staat und Hilfen im Kampf gegen den Borkenkäfer. Verantwortlich dafür machen sie den Klimawandel und deshalb müßte auch die Allegemeinheit für die Schäden aufkommen. Eine Schuld durch sie selbst sehen sie natürlich nicht, obwohl absehbar war, dass der in Reih und Glied aufgebaute Fichtenforst, auf noch dazu falschem Boden, anfällig für Krankheiten war und ist.

Für das Klima, über das ja zur Zeit alle Welt spricht, muß der Anteil der Misch- und Laubwälder bedeutend höher werden. Leider geschieht aber genau das Gegenteil. Der Regenwald brennt, weil er für die Schaffung von Flächen für die Rinderhaltung entzündet wird. Ein amerikanischer Präsident Trump will nun den Tongass National Forest in Alaska, einen der letzten intakten Regenwälder, gemäß Informationen der Washington Post den Holzfällern in die Hand geben. Mit 69000 km² Fläche ist der Regenwald der größte Nationalforst Alaskas.

Auch in Deutschland geht man nicht gerade rücksichtsvoll mit dem Wald um. Ich erinnere an den Hambacher Forst, der den wirtschaftlichen Interessen der Braunkohle weichen sollte. Von ihm ist nur noch ein „kläglicher Rest“ übrig geblieben. Das auch nur weil es engagierte Personen gab die sich immens für den Erhalt der letzen Fläche eingesetzt haben.

Wichtig wäre jetzt ein Umdenken auch bei den privaten Waldbesitzern und der Forstwirtschaft. Mit neuen Forsten nach Legoart wird die Waldwirtschaft auf Dauer nicht existieren können.

Distelfalter

Distelfalter – auch Vanessa cardui – bevorzugen eigentlich die „Große Brennessel“, aber jetzt fand er wohl den Nektar auf den Blüten der Ringelblume und des Wandelröschen in unserem Garten erstrebenswert. Natürlich zu meiner großen Freude, denn bisher hatte ich noch keinen dieser Tagfalter fotografieren können. Auch in den benachbarten Gärten sind mir keine größeren Vorkommen von Disteln bekannt.

Distelfalter
Distelfalter am Wandelröschen

Der Distelfalter gehört zur Familie der eigentlichen Edelfalter und wenn man sich seine Flügel mit der schwarzen Oberseite, die mit mehreren weißen Flecken ausstaffiert ist ansieht, versteht man auch den Begriff „Edelfalter“. Sein Aussehen ist wirklich stattlich. Hinter dem bereits geschilderten Bereich ist der Falter orange gefärbt mit schwarzen Flecken. Am Rand der hinteren Flügel sieht man größere Augenflecken.

Die anhaltende Trockenheit im Essener Süden hat ihn wohl dazu bewegt uns aufzusuchen. Der Falter liebt trockene Regionen und weil es hier schon lange nicht mehr regnete, ist der Boden trotz des Gießen ziemlich ausgedürrt. Auch wenn es um den Essener Süden herum einmal eine Größere Schauer gibt, bleiben wir meistens im Trockenen. Das liegt vermutlich an der Nähe der Ruhr mit den Höhenzügen. Die Blumen halten sich aber tapfer und darüber freut er sich offensichtlich.

Distelfalter

Invasion der Distelfalter

Falter der ersten Generation findet man von Mai bis Juli. Je nach klimatischen Verhältnissen gibt es eine zweite Generation die wir von Juli bis August und September/Oktober sehen können.

Der Falter verbringt erstaunliche Leistungen. So überwintert er in Afrika und legt bis zu 15000 Kilometer zurück. Jedes Jahr fliegen die kleinen Flattermänner bis zu 15.000 Kilometer weit! Sie starten wenn die Regenzeit in Afrika beginnt und erreichen Nordeuropa im Frühjahr. Schon bald fliegen sie dann wieder zum Überwintern nach Afrika. Das alles bei nur sechs Zentimetern Körpergröße!

Man hat beobachtet das Distelfalter nach einer Flugstrecke von etwa 3000 Kilometern ihre Eier in Disteln ablegen und sich verpuppen. Während die Alttiere sterben, setzen die „Kinder“ den Flug fort. Dabei fliegen sie in bis zu 1000 Meter Höhe bis zu 50 km/h schnell.

Schließlich kommen dann die Urenkel in Nord Europa an. In diesem Jahr meldeten Israel und der Libanon einen Einflug von Millionen Distelfaltern und bald darauf kamen derartige Meldungen aus Zypern. Bis Ende Mai 2019 verzeichneten Berlin, Brandenburg, Bremen und die Stationen des Wattenmeeres „Massen von Distelfaltern“. Die Lebensdauer des Falters beträgt 12 Monate

Infos, Quellen : Helmholtz Zentrum für Umweltforschung / NABU/ Naturdetektive für Kinder

Löffler

Löffler – Platalea leucorodia – sind Vögel aus der Familie der Ibisse. Sie sind kleiner als Störche und haben eine Flügelspannweite von etwa 120 cm, was etwa 50 cm kürzer ist als beim Storch.

Der Löffler Bestand hatte bis 1970 dramatisch abgenommen. Ihr Lebensraum wurde, wie auch bei vielen anderen Vögeln der Feuchtgebiete, durch die Entwässerung für die landwirtschaftlichen Nutzung zerstört. Ein weiterer Aspekt war die Bejagung der Tiere. Das Verbreitungsgebiet der Löffler ist in Bereichen von Nord – bis Südeuropa.

Seit 1990 erholen sich die Bestände deutlich. Vor allem an der holländischen Küste stieg die Zahl der Brutpaare von 150 im Jahr 1970 auf 3000 im Jahr 2014. Von Holland aus verbereitete er sich auch in den deutschen Küstenraum. Die Inseln Borkum, Spiekeroog, Norderney und Gebiete in Schleswig Holstein wurden zu Brutgebieten. 2014 zählte man bereits 800 Brutpaare in Deutschland.

Löffler

Die Löffler auf den Bildern sah ich in der Nähe von Greetsiel. Im Schutzgebiet Hauener Hooge, das ein Teilgebiet des Naturschutzgebietes Leyhörn ist, gibt es eine versteckt gelegene Beobachtungshütte von der aus man den Ruheplatz der Löffler sehr schön beobachten kann, ohne die Tiere zu stören. Überhaupt gibt es dort noch viele andere Arten zu sehen. So die Uferschnepfe, Rohrammer, Blaukehlchen, Rohrweihe – um nur einige aufzuzählen. Bis heute ist nicht genau geklärt woher das Wort „Hooge“ abgeleitet ist. Im Bezug auf die „Hallig Hooge“ bedeutet Hooge der höchste Punkt. Insofern könnte Hooge eventuell ein Hinweis darauf sein, dass es sich um eine Erhöhung im Gelände gehandelt hat.

Löffler

Im Gegensatz zum Storch nimmt der Löffler seine Nahrung nicht Stück für Stück auf, sondern „seiht“ sie durch hin- und her Bewegungen des Kopfes über den löffelartigen Schnabel aus. Dieser ist auch der Grund warum er seine Nahrung nicht sehen kann. Im „Löffel“ befinden sich feine Fühler die auf Bewegungsreize der in Frage kommenden Nahrung reagieren. Als „Seihen“ bezeichnet man das Pendeln mit dem Schnabel.

Wie der Reiher lebt auch der Löffler in Kolonien. Die Nester befinden sich oberhalb des Wassers im Schilf oder am Boden in Büschen.

Das weiße Gefieder hat eine leichte Gelbtönung. Im Prachtkleid ziert die Brust ein klarer gelber Fleck. Am Hinterkopf zeigt sich ein langer Federschopf.

Uferschnepfe

Uferschnepfe – Limosa rimosa – wird auch wegen des typischen Rufes „gruta“ mit dem Namen Greta bezeichnet. Die Schnepfe steht international auf der roten Liste gefährdeter Arten. Zu oft wurde ihr Lebensraum durch Entwässerung für die Landwirtschaft vernichtet. Einen großen Faktor spielen leider auch Tötungen durch frei laufende Hunde und eine frühe Mahd zerstört die Nester.

Die Uferschnepfe ist ein wenig scheuer Vogel. In der Brutzeit führt sie Scheinattacken auf Leute aus, die dem Nest zu nahe kommen. Außerdem werden die Störer lautstark beschimpft. Zu ihrem eigenen Schutz brüten die Vögel in Schutzgemeinschaften, jeweils mit einem Abstand im Rufkontakt.

Uferschnepfe
Ruheplatz

Bei der Nahrungsaufnahme schreitet die Schnepfe ähnlich wie ein Storch voran. Überhaupt könnte man ihn mit einem kleinen Storch vergleichen.

Die für Watvögel typischen langen Beine und der lange, orangefarbene Schnabel mit der schwarzen Spitze fallen sofort auf. Hals und Brust der Uferschnepfe sind ebenfalls orangerot. Die Oberseite des Körpers ist graubraun, die Unterseite hell gefärbt.

Uferschnepfe
ein Schwarm Uferschnepfen bei Greetsiel in Ostfriesland

Im Flug fällt der helle Schwanz mit der schwarzen Endbinde auf. Auch der weiße Flügelstreif ist deutlich zu erkennen.

Der Lebensraum der Uferschnepfe ist die norddeutsche Küste, das Wattenmeer und die Feuchtgebiete, sowie die Hoch- und Tiefmoore im Binnenland. Die Überwinterungsgebiete liegen in Zentralafrika und Südafrika.