Falknerei

Falknerei – die Meinungen zu Haltung von Greifvögeln sind sehr unterschiedlich. Auch wenn die Falkner für ihre Tätigkeit eine Prüfung ablegen müssen und gut ausgebildet sind, sehen viele Tierschützer die Haltung als Tierquälerei an.

Die Falknerei hat eine lange Geschichte und war im Orient weit verbereitet. Jeder Herrscher legte Wert auf eine große Zahl Falkner. Die größten Adler wurden abgerichtet um auf die Wolfsjagd zu gehen.

Natürlich ist die Jagd auf andere Tiere durch Tiere heute im Naturschutzgesetz verankert und verboten. Ausnahmen gibt es aber auch hier. So werden Falkner gerufen, wenn Tauben oder Krähen zur Plage werden.

Sakerfalke
Sakerfalke – auch Würgfalke

Falkner wollen auch mit ihren Tieren dazu beitragen die Arten zu präsentieren und und den Zuschauern bei Greifvogelschauen die Lebensweise der Tiere näher zu bringen.

Der Falkner befasst sich in der Regel täglich mit seinen Tieren um ein starkes Vertrauen aufzubauen. Es gibt Falkner die ohne Anbindung arbeiten.

In der Anbindung und in der Unterbringung sehen Tierschützer Probleme bei der Falknerei. Oft sind die Käfige zu klein, werden Tiere eine Zeit bewußt hungrig gehalten, um sie zu „erziehen“.

Heute werden keine Tiere mehr aus Horsten entnommen. Bis in die 80er Jahre konnten noch Bussarde entnommen werden. Heute ist das verboten. Falkner züchten ihre Tiere und bei der Wiederansiedlung der Wanderfalken waren Falkner tatkräftig engagiert um den Vogel in der Natur wieder heimisch zu machen.

Schleiereule
Schleiereule

Der Tätigkeitsbereich der Falknerei hat sich erweitert. So gibt es Falkner die ihre Tiere zur tierunterstützten Therapie bei Demenzerkrankten, oder physischen Erkrankungen einsetzen. Sie bringen bei schulischen Veranstaltungen ihre Tiere mit, um Schülern die Greifvögel zu erklären und gehen in Kindergärten. Die eigentliche Jagd mit den Tieren hat nicht mehr die hohe Priorität wie früher.

Eingesetzt werden neben Falken auch Adler, und Bussarde. Viele bieten gleichzeitig die Jagd durch Frettchen mit an und bilden Hunde aus.

Brillenkauz
Brillenkauz

Jeder mag sich selbst seine Meinung bilden wie er zur Falknerei steht. Der Faszination der Tiere wird man sich nicht entziehen können und wenn die Zucht hilft, Tiere auch wieder auszuwildern wäre das ein großer Schritt die Falknerei akzeptieren zu können. Allerdings habe ich erst selten gehört das Falkner Tiere auswildern. Die Ausnahme war aber, wie oben beschrieben, der Wanderfalke.

Falknerei
Harris Hawk – Wüstenbussard

Falknerei
Uhu