Eisvogel

Eisvogel – ein Vogel der Gruppe Rackenvögel, mit dem wissenschaftlichen Namen  Alcedo atthis .

Eisvogel

Es gibt wohl kaum einen anderen kleinen Vogel der die Menschen so in seinen Bann zieht, wie der Eisvogel. Er hat etwa die Größe eines Haussperlings und sitzt meistens etwas in sich gedrungen auf einem Ansitzast am Fliessgewässer, um auf eine Beute im Wasser zu warten, oder einfach nur zu Ruhen.

Aussehen des Eisvogel

Ins Auge fällt die leuchtende,schillernde Färbung. Sie glitzert regelrecht in der Sonne umso mehr, wenn das Gefieder noch nass ist.

Männchen und Weibchen sehen nahezu gleich aus. Nur die Unterseite des Schnabels ist beim Weibchen rot und beim Männchen komplett schwarz.

Nahrung und Beobachtung

Neben Fischen verzehrt der kleine Vogel auch Frösche und Kaulquappen. Es ist nicht einfach den Vogel zu entdecken und man braucht schon etwas Übung. Zunächst habe ich mich immer gefragt wo die Anwesenden ihn sehen, ich sah ihn einfach nicht. Irgendwann war dann aber der Punkt erreicht, wo ich ihn jetzt auch immer wieder sofort sehe. Anfangs habe ich nicht gedacht das er ja sooo klein ist. Auf den Bildern wird er ja immer ziemlich groß abgelichtet gezeigt. Außerdem passt sich seine Färbung sehr gut der Umgebung an. Die türkis bis dunkelblau schimmernde Unterseite tarnt ihn über der Wasseroberfläche. Die Unterseite, orangebraun , tarnt ihn zur Land- Baumseite perfekt.

Eisvogel - Ansitz
Ansitz

Nisthöhle

Schön ist es, dass so viele Bachläufe wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden. So findet der Eisvogel an den lehmigen Seitenhängen der Gewässer wieder Nistmöglichkeiten. Dort kann er seine Bruthöhlen bauen in denen er bis zu sechs Junge aufzieht. Die Lage am Steilhang verhindert den Einfall von Fuchs oder Marder. Weil der Eisvogel die Fischreste vom Füttern achtlos in den Röhren vermodern lässt, baut er für jede Saison eine neue Nisthöhle. Aufräumen ist eben nicht sein „Ding“.

Weibchen  - Männchen
links das Weibchen – rote Schnabelunterseite, – rechts das Männchen

Wenn der Eisvogel vom Ansitz aus einige Male mit dem Kopf nickt, kann man davon ausgehen, dass er Beute im Wasser entdeckt hat. Dann stürzt er sich blitzartig ins Wasser, um bald darauf mit dem Fisch wieder aufzutauchen . Nach dem Fang fliegt er mit diesem auf einen Ast, um ihn durch das Schlagen auf den Ast zu betäuben, erst dann wird gefressen.

Winter

Das Überleben im Winter, der Eisvogel ist Standvogel, wird für ihn schwer, wenn es zu einem starken, frostigen Winter kommt, indem die Seen und Gewässer zugefroren sind. Der Zugang zur Beute, Nahrung ist nicht mehr möglich.Ein solcher Winter kann zu einem großen Sterben unter der Art führen. So gesehen sind die milden Winter der letzten Jahre für ihn ein Glücksfall.

Gedicht:

Der Eisvogel ruhig auf dem Aste sitzt, das Vogelkleid in der Sonne blitzt.

Nichts ahnend im Wasser der Stichling schwimmt, der blaue Vogel sich vom Aste schwingt.

Stürzt sich ins kühle Nass, der Stichling hat nicht aufgepasst

Dem Eisvogel ist es wieder mal gelungen, der Stichling wird jetzt schnell verschlungen

uli kloes

Durch den Umzug meiner Seite waren einige Artikel nicht mehr zu finden, deshalb habe ich den Beitrag noch einmal verfasst, falls er Ihnen bekannt vorkommt liegt es wohl daran.

Saarner Aue

Saarner Aue – Eines unserer beliebtesten Ausflugsziele in der nahen Umgebung ist die „Saarner Aue“, ein Teil der Ruhraue und der Nachbarstadt Mülheim/Ruhr. Gelegen in dem altertümlich wirkenden Stadtteil „Saarn“. Mit den wunderschönen Fachwerkhäusern, Restaurants und schicken Läden. Obwohl Saarn der flächenmäßig größte Stadtteil ist, wird er liebevoll „Dorf Saarn“ genannt.

Saarner Aue

Am Flußlauf der Ruhr befindet sich mit einigen Altwässern und Grünland , die Saarner Aue. Auch ein Bachlauf zieht sich durch das Gelände. Ein Teil, weiter im nördlichen Bereich, unterhalb der Mendener Brücke bietet den weniger Naturbegeisterten die Möglichkeit zum Grillen und es gibt dort eine Ballspielwiese und einen Spielplatz. Der südliche Teil ist  der Natur belassen. Ein Parkplatz befindet sich an der Kahlenbergstraße, Ecke Mintarder Straße.

Artenvielfalt in der Saarner Aue

Wer von hier aus den Weg in die Aue beginnt, sieht recht bald eine große Kolonie Graureiher. Mehr als 80 Paare finden sich hier im Frühjahr ein, um auf den Weiden der ehemaligen Tongrube Rotkamp zu brüten.

Etwas weiter nähert man sich  der kleinen Holzbrücke die den Mühlenbach überquert. Der Bach hat sich hier etwas aufgestaut und ist der Aufenthaltsort für Schwäne, Enten, Kormorane, Zwergtaucher, Haubentaucher, Blässhuhn und in den Wintermonaten  für den Gänsesäger. 

Das Geländer der Holzbrücke nutzen die Spaziergänger um Vogelfutter auszulegen. Das Rotkehlchen würde auch aus der Hand fressen, es hat keine Berührungsängste und die Kohlmeise zeigt auch nur wenig scheu vor den Beobachtern. Selbst die Heckenbraunelle nimmt sich ein wenig Zeit und frisst gleich vor Ort. Auch der Kleiber und die Blaumeise haben sich angepasst. Lediglich die Sumpfmeise und die Schwanzmeise sind sehr vorsichtig und scheu. Oben aus den Gipfeln der Silberweiden schaut der Eichelhäher kurz auf das Treiben, bevor er sich schnell entfernt.

Saarner Aue

An der Fußgängerbrücke „Saarner Auenwald“ kommt es dann zur Begegnung mit den Fotografen, die hier mit ihren riesigen „Brennweiten“ auf den Eisvogel warten. Die Überflutungsgewässer und der Mühlenbach haben einen reichen Fischbestand, Die Uferbewachsung geht hier bis dicht ans Wasser und der Eisvogel hat hier ideale Bedingungen.

Die „normalen“ kleinen Singvögel finden hier nur wenig Beachtung. Es sei denn, ein Zaunkönig läßt sich blicken, dann schwenken die „Rohre“ gleich in seine Richtung. Selbst die kleine Wühlmaus, die sich am Futter bedient wird ignoriert.

Auf den Weideflächen und Grünflächen der Aue findet man Kolonien der Kanadagans, der Nilgans und der Graugans. Auch einige Rostgänse haben sich eingefunden und im Hintergrund sieht man eine Gruppe Rehe grasen. 

Im Seitenarm der Ruhr mit stillem Gewässer entdecke ich Schnatterenten, Krickenten und die Reiherenten. Kurz vor dem Ende des Rundganges entsteht gerade eine neue Auenlandschaft. Wo der Holunderweg den Mühlenbach überquert, säumen Kopfweiden beide Uferseiten und der Bach wird wieder in einen natürlichen Lauf gebracht. 

Auch wenn wir schon sehr oft in der Saarner Aue waren, entdecken wir immer wieder etwas neues. Sei es die wunderschöne Wildblumenwiese oder wieder ein neues Tier das sich hier eingefunden hat.

Neue Gewächse und Insekten erregen unsere Aufmerksamkeit und auch wenn es jetzt in den Wintermonaten ruhiger geworden ist, gibt es immer wieder einen neuen Wintergast zu begrüßen.

Die Aue entspricht den FFH Richtlinien der EU (Flora-Fauna-Habitat) und ist Teil des Netzwerkes Natura 2000.