Naturschutz – Erneuerbare Energie

das Verhältnis zwischen erneuerbarer Energie, die unzweifelhaft dringend gebraucht wird und dem Naturschutz wird immer problematischer. Um Gas zu erzeugen werden Energiepflanzen angebaut, die bereits zwanzig Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland ausmachen. Diese Flächen fehlen dann für den Anbau von Pflanzen zur Herstellung von Lebensmitteln. Die konventionelle Landwirtschaft sucht nach neuen Flächen, wird dafür noch gefördert und weitere Flächen werden für den Artenschutz unbrauchbar. Zudem werden weiter Produkte für die Bio- Gas- Herstellung aus dem Ausland importiert, wo dafür Regenwälder geopfert werden.

Naturschutz und Windenergie

Der Anteil an der Stromversorgung durch Windenergie liegt bereits bei über 40 Prozent. Weil Windräder da gebaut werden wo der Wind beständig ist, kommt man bereits in einen Konflikt mit den Vögeln. Die Greifvögel benötigen für ihre Flüge eben auch gute Windverhältnisse. Insofern war es eigentlich normal das man sich Gedanken macht wie man die Opferzahl der Vögel so niedrig wie möglich halten kann.

Der Bau in unseren Wäldern galt lange Zeit als Tabu. Da die Zahl der Windkraftanlagen aber ständig steigt, gibt es inzwischen bereits 1850 Windräder in Wäldern, Stand 2017. Nun ist es natürlich nicht nur das Windrad, das Platz braucht. Es fallen auch tausende Bäume für die Zufahrtswege, die Logistik und die Strommasten der Windenergie zum Opfer.

Dem veränderten Lebensraum für die Greifvögel wollte man entgegentreten, indem Mindestabstände vom Nest/Horst zum nächsten Windrad eingehalten werden sollen. Der staatliche Vogelschutz empfahl einen Abstand von 6000 Metern. Die Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern, mit den meisten Greifvogelbeständen setzten einen Mindestabstand von 3000 Metern fest.

Wie die „deutsche Wildtierstiftung“ festgestellt hat, werden aber selbst diese Mindestabstände an 33 Windkraftanlagen in Brandenburg nicht eingehalten und auch in Mecklenburg Vorpommern unterschreiten 136 Windräder diese Vorgaben.

Diese Verletzungen von vereinbarten Mindestabständen macht die Konflikte zwischen Energie und Naturschutz natürlich nicht einfacher.

Mit der erneuerbaren Energie läßt sich eben ein ökonomischer Gewinn einfahren, diese Möglichkeit hat der Naturschutz nicht, im Gegenteil, dieser kostet noch Geld. So kann man sich ausrechnen wer beim Kampf um Flächen wohl die Oberhand gewinnen wird.

Dennoch glaubt das Bundesamt für Naturschutz an einvernehmliche Lösungen bei der Bewältigung der Probleme. Um das zu erreichen muß zum Einen der Energieverbrauch niedriger gehalten werden, zum Anderen müssen unproblematischere Flächen für die Windkraftanlagen gefunden werden. Die Nutzung von Dächern und Fassaden und der Ausbau der Solarenergie wären Möglichkeiten. Die Module in der Solarenegie werden immer kleiner und leider wurde die Entwicklung der Sonnenenergie bisher etwas vernachlässigt.

Gebraucht werden die erneuerbaren Energien genau sehr, wie wir Menschen und Tiere die Natur brauchen. Deshalb ist es notwendig in diesem Sinne zusammen zu arbeiten.

Infos zum Teil aus „der Falke – Mai 2019“

mein Freund der Baum

Baum – um ihn ranken sich Sagen, Mythen und Geschichten. Ein Symbol der Stärke, des Schutzes und  Teil religiöser Deutungen. Vielfach besungen, wie in dem Lied von Alexandra, dessen Titel die Überschrift trägt. Oft ist er der Begleiter eines Lebens. Gepflanzt anlässlich der Geburt eines Kindes, sieht man beide gemeinsam aufwachsen.

Auch wenn er stoisch, ruhig an seinem Platze steht und nur der Wind die Baumwipfel bewegt, ist der Baum im Inneren sehr aktiv. Jetzt, zu der kalten Jahreszeit ist er dabei seinen Lebenssaft zu verdicken. Er fährt seine Energie stark herunter. Das Wachstum wird gestoppt, um sich vor der zu erwartenden Kälte zu schützen. 

Die Rinde , die er jährlich erneuert schützt ihn vor Fressfeinden und anderen äußeren Einflüssen.  Gleich unter der Rinde befindet sich eine Schicht aus feinsten Fasern, der Bast. Dieser führt im Wasser enthaltene Nährstoffe, die er vom Wipfel aus bis in die Wurzel an den Baum abgibt.

Aus dem Bast wurden in früheren Zeiten Seile und Körbe angefertigt. Unter dem Bast folgt eine Schicht die man „Kambium“ nennt. Dies ist die Ebene welche die Stärke, die Dicke des Stammes ausmacht. Jeder kennt die Jahresringe eines Baumes. Das ist die Schicht Kambium.

Auf das Kambium folgt dann das Splintholz, das junge Holz eines Baumes. Es führt dem Baum von der Wurzel bis in die Baumkrone  Wasser, Salz und Zucker zu.. Erst danach folgt der eigentliche Stamm, der ihn statisch fest hält. Er ist der harte Kern des Baumes, das eigentliche „Holz“.

Das Kernholz stärkt den Baum und besteht aus besonders festem Stoff. Die schützende Rinde mit den darunter liegenden „Versorgungsteilen“ bilden also die Grundlage für einen gesunden, kräftigen Baum.

Der Baum – die große Pflanze

Einen kranken Baum erkennt man an austretendem Harz, Wasser oder Saft. Auch extreme Risse oder Wunden in der Rinde und starker Pilzbewuchs sind Anzeichen für eine Erkrankung. 

Der Baum ist eine Pflanze mit einem hölzernen Stamm . Der größte seiner Art ist der Mammutbaum. In Kalifornien wurde der größte mit einer Höhe von 120 Metern gemessen. Die maximale Größe die ein Baum erreichen kann errechneten Wissenschaftler mit 150 Metern, darüber hinaus kann er sich nicht mehr selbst versorgen.

Bei den Blüten unterscheidet man zwischen männlichen und weiblichen Bäumen. Sitzen die Blüten beider Geschlechter auf einem Baum, spricht man von „einhäusigen“ Blüten. Das ist zum Beispiel bei der Eiche, der Birke, der Erle der Rot-Buche und dem Nussbaum der Fall.

Befinden sich die Blüten auf verschiedenen Bäumen, reden wir von „zweihäusigen“ Blüten. Die Weide, die Pappel und der Gingko fallen in  diese Kategorie.

Schonen wir unser Bäume in den Wintermonaten. Streusalz das die Bäume erreicht  werden durch Chloride im Spritzwasser an ihren Wurzeln stark geschädigt. Zellen des Baumes sterben ab. Nährstoffe im Boden die für den Baum wichtig sind werden durch die Salze zerstört.

Achten wir darauf in der Nähe von Bäumen möglichst kein Salz zu streuen. Alternativen gibt es ja . Die große Pflanze sollte es uns wert sein.

Es ist immer wieder erstaunlich auf welche Wunder der Natur man trifft, wenn man sich näher mit ihr befasst.

Der Klimawandel – die komplexe Umweltkrise

Klimawandel – technologische Lösungen –

Klimawandel – Ein Zusammenschluß von zwei Dutzend Experten aus den Bereichen  Klima – Ökonomie – hat herausgefunden, dass die Fähigkeit der Natur den Klimawandel zu mildern, um etwa 37 Prozent höher ist, als bisher vermutet. Die Ergebnisse der „natürlichen Klimalösungen“ werden bei der National Academie of Scieneces  veröffentlicht.

Es wird verdeutlicht, dass …  im Einklang mit den Aktionen der verantwortlichen Länder, die am Pariser Übereinkommen teilnahmen,  die Temperaturen auf 2 Grad Celsius zu begrenzen sind.

….Das natürliche Klimalösungen – Speicherung und Reduzierung von Kohlenstoffemissionen in Wäldern, Grasland und Feuchtgebieten – kostengünstige Möglichkeiten bieten. Sie sind Im Vergleich zu technologischen Lösungen auch kostengünstiger.

Erfolge können aber nur dann erzielt werden, wenn die fortschreitende Umweltzerstörung gestoppt wird. Eine Verringerung fossiler Brennstoffe muß mit den natürlichen Klimalösungen einhergehen.  So werden dann  in 10 bis 15 Jahren bis zu 37 Prozent der natürlichen Klimalösungen erreicht. 

Im Übereinkommen von Paris verpflichteten sich die teilnehmenden Länder zu Anstrengungen bei der erneuerbaren Energie, Energieeffizienzen und umweltfreundlichem Verkehr.  In diese Sparten wird das 30fache Investiert, als in die natürlichen Lösungen. Hier konzentriert man sich auf den Schutz der Tropenwälder. Nötig wären aber auch Förderungen in Grünland- Agrar- und Feuchtgebietsökosysteme – und zwar weltweit.

Der Effekt ist dann saubere Luft, sauberes Wasser nachhaltige Nahrungsmittelproduktion und mehr Lebensraum.

Natürliche und technologische Klimalösungen müssen einhergehen mit der Forschung und der Entwicklung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmethoden. Der Klimawandel ist eine komplexe Umweltkrise die mehrere globale Lösungen verlangt