Schneeglöckchen

Schneeglöckchen sind die ersten zarten Pflanzen die dem Winter trotzen. Bereits im Januar sieht man die ersten schneeweißen Blüten auf den teilweise noch mit Schnee bedeckten Flächen sprießen.

Die zu den Amarylisgewächsen zählende Pflanze ist in der Tierwelt beliebt. Die Vögel wissen jetzt, der Frühling ist nicht weit und die Bienen nutzen das Schneeglöckchen um erste Pollen zu sammeln.

Schneeglöckchen

Für die Verbreitung ihres Samens nimmt die Pflanze aber die Hilfe der Ameisen in Anspruch, was wiederum den Grünspecht freut. Wenn der Fruchtknoten platzt, erobern Ameisen die Samen und verzehren die bei ihnen so beliebten Fortsätze am Samen, wobei sie den Rest des Samens weit verbreiten. Diese Form der Samenverteilung wird Myrmekochorie genannt.

Das Schneeglöckchen liebt lichte Stellen mit humusreichem Boden und halbschattige Rasenflächen. Das Pflänzchen ist in allen Teilen leicht giftig und in vielen Arten gezüchtet worden. Die ursprüngliche Art ist nicht mehr sehr oft zu sehen und steht deshalb auch unter Schutz.

Häufig sieht man die Blume in der Nähe von Klöstern oder Kirchen. Das erklärt sich aus einer biblischen Verbindung mit der Pflanze.

Schneeglöckchen und die biblische Geschichte

So gibt es die Geschichte die davon erzählt das Gott dem Erzengel Raphael die Aufgabe erteilte in einem Prototyp der Erde, die Gott in den nächsten sieben Tagen erschaffen wollte, nachzusehen ob er denn an alles gedacht hat.

Als Raphael nach dem Rechten sah, war er zunächst zufrieden, bis aus einer dunklen, kalten Ecke ein zartes, klägliches Läuten zu hören war. Als Raphael näher hinsah bemerkte er eine kleine, farblose Pflanze die sich durch den Schnee hindurch arbeitete. Schnell rief Raphael nach Gott und zeigte ihm das arme Pflänzchen. Gott gab daraufhin zu, das Blümchen wohl vergessen zu habem

Die Beiden einigten sich darauf der Pflanze ein weißliche Farbe zu geben, die zur Umgebung des Schnee paßte und Raphael bat Gott noch um ein bischen “Grün”, welches er durch einen kleinen Klecks an der Blütenseite anbrachte. Weil die Pflanze so früh durch den Schnee brach, nannten sie sie Schneeglöckchen und gaben ihr noch eine Bioheizung hinzu.

Der Erzengel und Gott betrachteten zufrieden ihr Werk, als Raphael noch einen Wunsch anbrachte. ” Herr, die Pflanzen sollen ja den Menschen zum Nutzen sein, laß uns dem Schneeglöckchen noch Galantamin beifügen, das hilft dann später den Menschen gegen Alzheimer !”

Beide lachten darauf herzlich, sollte dieser Hinweis Gott doch darauf aufmerksam machen, dass er eine Pflanze vergessen hatte.

Der stumme Sommer

Die Vogeluhr steht still

der stumme Sommer – 05:30  Uhr , nachdem ich gerade wach geworden bin,  fällt mir auf das die Vögel so still  sind. In den letzten Monaten hat uns der vielstimmige Gesang der Singvögel bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang erfreut. Jetzt aber ist es still, eine Amsel ist entfernt zu hören. Früher habe ich mich oft gefragt was da wohl passiert ist, dass es plötzlich über Wochen keine Vögel mehr zu hören gibt.  Hat es etwas damit zu tun was Rachel Carson in ihrem Buch “der stumme Frühling” beschreibt?

Ein ganz normaler Vorgang – der stumme Sommer

Nein, zum Glück nicht, heute weiß ich das es ein ganz normaler und logischer Vorgang ist. Im Frühjahr in der Balz, beim Wetteifern um eine Partnerin muss ein Vogel zeigen was er kann und wenn dann nach der Paarung die Brut verpflegt werden muss, gilt es auch noch das Revier abzugrenzen und die Familie zu beschützen, da muss man sich schon klar bemerkbar machen. Dann kommt die Zeit wo die Kleinen flügge wurden und das Nest verlassen. Ruhe kehrt ein, der Stress ist vorbei und man kann sich erholen. Jetzt muss bereits neue Kraft getankt werden um sich für  den Flug in den Süden zu rüsten. Anders gesprochen ist es die Zeit wo wir Menschen ein paar Wochen Urlaub machen, um uns ebenfalls vom Stress zu erholen.

Ruhe ist eingekehrt

Die Vögel müssen nun auch kein  Revier mehr verteidigen , also kann man auch morgens seine Stimme schonen. Für den Hobby Ornithologen und Tierfotografen gibt es jetzt bedeutend weniger zu beobachten. Erst im September, wenn die ersten “Gäste” aus dem Norden unsere Region erreichen, ändert sich die Situation wieder. Gönnen wir unseren “alten Vögeln” die Ruhe und harren wir der Dinge die da kommen.

Frühblüher

Frühblüher- noch ist es frostig und der Boden nicht ganz aufgetaut, da sprießen bereits die ersten zarten Pflänzchen aus dem Boden. Krokus und Narzisse erblicken die ersten Sonnenstrahlen.  Aber woher wissen sie eigentlich wann sie sprießen müssen, wo es doch noch recht ungemütlich ist ?

Die  Moleküle der Pflanzen erkennen am Licht das die Tage länger werden, ein Zeichen für den nahenden Frühling. Im Winter haben die Blumen alle Pflanzenteile abgestoßen und sämtliche Energie ist in der Zwiebel gespeichert.

Es ist für die Frühblüher an der Zeit sich blicken zu lassen, zu blühen und Samen zu entwickeln, bevor die Bäume beginnen mit ihren Wurzeln dem Boden Wasser zu entziehen, um so Stickstoff und Mineralien aufzunehmen. Das Laub der Bäume würde dann den Pflanzen das Licht nehmen und sie könnten keinen Samen mehr für die kommenden Blumen entwickeln.

Krokusse und Narzissen – die Frühblüher

So können wir uns bereits früh an den schönen Farben von Krokus und Narzisse erfreuen und wissen, es kann nicht mehr lange dauern bis der Frühling auch alles andere zu neuem Leben erweckt.