Herbstspaziergang

Herbstspaziergang in der Mülheimer Ruhrau. Es hatte mehrere Tage kräftig geregnet, aber heute strahlt die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Der richtige Tag für eine kleine Wanderung durch unser Lieblingsgebiet in der Saarner Aue. Der Regen der vergangenen Tage hat der Natur gut getan. Ein saftiges Grün und die ersten kräftigen Herbstfarben zeichnen die Umgebung aus.

Das Chlorophyll, das dem Blatt entzogen wird, lässt die ersten Blätter rot leuchten. Die Bäume fahren ihre Photosynthese herunter und entziehen den Blättern das Zucker, welches sie benötigen um gegen den nun bald kommenden Winter gewappnet zu sein.

Herbstspaziergang

Bei unserem Herbstspaziergang verharren wir eine Weile auf der Eisvogelbrücke um den Stockenten und den Blässhühnern zuzusehen. Auch ein Nutria sitzt nur wenige Meter entfernt auf einem Ast und kümmert sich um die Fellpflege.

Herbstspaziergang

Herbstspaziergang – ein prächtiger Admiral

Herbstspaziergang

Als wir unseren Weg fortsetzen sehen wir einen prachtvollen Admiral, der sich auf einem Blatt niederläßt. Als wenn er uns seine ganze Schönheit bewußt präsentieren möchte, breitet er seine seidigen Flügel aus und klappt sie wenig später wieder zusammen. Der Schmetterling gehört als Tagfalter zu den Edelfaltern. Wie man auf dem zweiten Bild sieht sind Ober- und Unterflügel unterschiedlich gezeichnet.

Ursprünglich kam er aus Südeuropa über die Alpen zu uns. Für die Winterquartiere legten die Insekten bis zu 3000 Kilometer zwischen Mitteleuropa und Afrika zurück. Heute verbleiben sie allerdings eher bei uns und nur die nördlichen Admirale ziehen etwas weiter in Richtung Süden.

Herbstspaziergang

Heckenbraunelle und Hornisse

Auf einem Baumstumpf entdecke ich eine Heckenbraunelle die sich von der Sonne wärmen läßt. Aber irgendetwas scheint ihre Ruhe zu stören und da bemerke auch ich die Hornisse, die sich langsam am Stumpf empor hangelt.

Die Braunelle scheint zu überlegen was sie mit der Hornisse machen soll. Als Leckerbissen scheint sie mir eigentlich etwas zu groß. Die Heckenbraunelle frißt in den Sommermonaten Larven, Spinnen, und Käfer, aber so eine Hornisse ? Argwöhnisch wird der Besucher vom Vogel beäugt und schließlich ist ihm der Anblick wohl auch nicht geheuer und er zieht es vor das Weite zu suchen.

Heckenbraunelle
Heckenbraunelle
Herbstspaziergang
Herbstspaziergang

Vorsicht giftig

Auffallend viele Pilze sind nach dem Regen zu sehen. Ich habe in solchen Dingen allerdings keine Erfahrung und kenne mich auch nicht mit Pilzen aus. Welche sind genießbar und welche sind giftig ? Es ist auch gut so, dass ich die Finger davon lasse denn alles was ich hier gesehen habe ist sehr giftig. Der Knollenblätterpilz und der Fliegenpilz gehören ja nicht in den Kochtopf.

Es war wieder einmal eine ergiebige Runde in der Saarner Aue. Immer wieder entdecken wir auf der, etwa eine Stunde währenden Wanderung, neue Dinge die uns begeistern.

Hausrotschwanz – Gartenrotschwanz

Hausrotschwanz und Gartenrotschwanz sind nahe Verwandte.

Hausrotschwanz – phoenicurus ochruros – ist in Europa einheitlich  grauschwarz, während er weiter in den nahen Osten und bis China immer mehr dem Gartenrotschwanz ähnelt. Je weiter im Osten desto  rostroter der Bauch.

Die Heimat beider Arten liegt in Mittelasien, woher wohl auch die Ähnlichkeiten der beiden Rotschwänze kommt. Es gibt in Europa sogar Mischungen aus beiden Arten.

Überwinterungsgebiete des Hausrotschwanz

Die Überwinterungsgebiete liegen zwischen Spaniens Mittelmeerküste Über Kleinasien , Nordafrika, Griechenland und nördlich der Sahara. Der Hausrotschwanz war ursprünglich ein Gebirgsvogel und ist erst vor 450 Jahren in tiefere Gebiete gekommen. Hier ersetzen die Häuser dann die Felsen .

Kein Singvogel außer ihm brütet bis in die Höhenlagen der alpinen Schneefelder. Auch wenn die Art im Bestand zugenommen hat, wird es durch die moderne Hausbauweise immer schwieriger den geeigneten Brutplatz zu finden. Da er zweimal brütet, ist die Brutzeit von April bis September.

Es werden bis zu sechs Eier gelegt und die Jungen sind  nachdem sie das Nest verlassen haben, bereits nach knapp einer Woche selbständig. 

Gartenrotschwanz

Der Gartenrotschwanz – phoenicurus phoenicurus – brütet bis in den hohen Norden und im Osten bis Sibirien. Nach Westen ist die iberische Halbinsel die Abgrenzung  dann folgt Anatolien, Griechenland und Asien. Während er in Europa den Nadelwald bevorzugt ist der asiatische Gartenrotschwanz ein Gebirgsvogel.

Überwinterungsgebiet des Gartenrotschwanz

Überwinterungsgebiete sind die östliche Sahara, sowie Zentral- und Westafrika. Seine Nester legt er in Baumhöhlen alter Bäume an. Leider ist der Bestand der Gartenrotschwänze rückläufig.

Zum Teil liegt das wohl an den Umständen in den Überwinterungsgebieten mit langen Trockenzeiten, aber auch  die Nutzlandschaften in Mitteleuropa zählen zu den Verursachern.

Das Männchen lebt meist mit zwei Weibchen zusammen. Er sucht die Höhlen aus und diese werden vom Weibchen inspiziert und evtl. für gut befunden. 

Brutplatz

Da sie ihrem Brutplatz treu sind, kann es vorkommen das im nächsten Jahr nach der Rückkehr die gleichen Paare wieder zusammen sind. Oft wechselt er aber schon bei der zweiten Jahresbrut den Partner.

Während der Brutzeit füttert das Männchen das Weibchen. Nach der Brut werden die Jungvögel, die bereits nach dem Verlassen des Nestes fliegen können, von beiden Partnern gefüttert.

 

Hausrotschwanz - Gartenrotschwanz
Hausrotschwanz - Gartenrotschwanz