Fliege

Fliege – mal ehrlich, wer hat sich schon einmal näher mit einer Fliege beschäftigt. Gilt in Form der Stechmücke als Krankheitserreger und meistens ist sie auf Unrat zu sehen. Seit ich mir angewöhnt habe auch in der Natur nicht immer nur geradeaus zu sehen, sondern auch zu den Seiten nach oben und unten, sehe ich auch Insekten.

Auf den Pflanzen am Rande des Weges wimmelt es von Leben und die Rinde eines Baumes beherbergt Tiere, für die man noch nie einen Blick hatte. Das alles verdanke ich der Fotografie und dem erweckten Interesse an die Welt der Vögel.

Fleischfliege

So ist es kein Wunder, dass ich vor einigen Tagen eine Fliege bemerkte, die mir irgendwie anders vorkam. Dann bemerkte ich die Streifen auf dem Oberkörper und die Flecken am Unterleib. Die Stubenfliege und Schwebfliegen sind mir bekannt und auch die Schmeißfliege ist nicht unbekannt.

Hornissen Schwebfliege

Hier muß ich aber ein wenig länger suchen bis ich herausfinde das es sich um eine Fleischfliege handelt. Sie ist recht groß und kann 15 Millimeter erreichen. Bekannt ist sie auch als Aasfliege.

Weil ich ein Foto von der Fliege machte, kann ich sie in der Vergrößerung etwas näher betrachten und muß Dr. Erica McAlister recht geben, die sagt das Fliegen zu Unrecht einen schlechten Ruf haben. Sie sind sogar schön. Dr. Erica McAlister ist eine britische Wissenschaftlerin und Expertin für Insekten.

Wenn man dann noch eine Makro Aufnahme von den Augen macht, wird der Eindruck noch bestätigt, dass die Fliege ein faszinierendes Wesen sein kann. Außerdem ist die Fliege ein wichtiger Bestäuber der Pflanzen.

Fliege
Schwebfliege

Wenn dann die gärtnernde Hausfrau noch erfährt das die Larve der Schwebfliege die Blattläuse auf den Balkonpflanzen vernichtet, das Wasser sauber hält und Schädlinge tötet, spricht eigentlich nichts mehr gegen die Fliege. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt sie nämlich als Larve.

Erica McAlister hat noch einen Trumpf für die Fliege im Ärmel. Ohne die Fliege gäbe es keine Schokolade, denn diese ist es die den Kakao bestäubt.

Quelle Deutschlandfunk Kultur

Winter – Quartiere für Tiere

Winter – das bedeutet für viele Tiere und Insekten kommt eine harte und schwere Zeit. Nicht alle werden die kommenden Monate in Eis, Frost und Schnee überleben. Aber es kann viel getan werden, wenn man weiß wie die Tiere überwintern. 

Der Nabu hat eine interaktive Karte erstellt. Man kann daraus sehr schön sehen wo und  an welchen Stellen im Garten oder Haus, welche Art von Tieren  im Winter ausharren.

Interaktive Karte

Viele Schmetterlinge bleiben bei uns. Sie hängen an Efeublättern, Brombeere oder Stechpalme. Manche bleiben im hohen Gras oder suchen sich Unterbringungsmöglichkeiten in Dachstühlen, Schuppen oder Kelleräumen.  Deshalb sind sie auch die ersten die uns im Frühjahr wieder erfreuen.

Der NABU beschreibt auch den Zitronenfalter, dieser ist der härteste aus der Gattung der Schmetterlinge . Er überwintert nahezu ungeschützt bei Eis und Schnee. Ermöglicht  wird ihm das durch eine Art Frostschutzmittel in seinem Blut . Ausdemgrunde  kann man nur  staunen wie perfekt die Natur ihre Kreaturen ausgestattet hat. Wer hätte geglaubt das so ein zarter Schmetterling wie der Zitronenfalter so hart im Nehmen sein kann.

Raupen der Schmetterlinge überwintern in Baumrinden, im Boden oder über Sträuchern. Außerdem ist  der Mulch am Boden hilfreich , oder das alte liegengelassene Laub.

Altes Laub, oder Steinhaufen und Unterholz sind auch beim Igel für den Winterschlaf beliebt.

Fledermäuse halten den Winterschlaf in Gebäudenischen, Dachlöchern oder Baumhölen. Sie können auch in Brennholzstapeln ihren Platz gesucht haben. Deshalb ist etwas Vorsicht angesagt, wenn man im Winter Brennholz einholt.

der Mensch – der Gastgeber im Winter

Wir können als Gartennutzer, und sei dieser noch klein, einiges tun um den Insekten und den Vögeln so viel Schutz im Winter zu bieten, das sie uns im Frühjahr wieder erfreuen können. Ein stilistisch , künstlerisch angelegter Steingarten bietet weder Tieren und Insekten Schutz.  Außerdem kann man darüber streiten ob so ein “steinerner Vorgarten” überhaupt noch die Bezeichnung “Garten” tragen darf. 

Herabgefallenes Laub muß nicht sofort zusammengefegt und in Papiersäcken entsorgt werden. Es wird im Winter gerne genutzt. Altholz oder kleiner Steinhaufen stören im Winter ebenfalls nicht. Schredder als Bodendecker bietet Schutz und ein Komposthaufen ist ideal. Außerdem gibt es für Insekten und Vögel Winterfutter überall zu kaufen.



Wespe – ein Sommer mit den Plagegeistern

Wespe – diesen Ruf hört man in diesem Sommer alle paar Minuten in Biergärten, Freizeitparks und Cafes. Da es aus der Welt der Vögel im Moment nicht viel an Neuheiten zu berichten gibt, haben dieses kleinen Insekten es geschafft in aller Munde zu sein.

Nicht nur wir lieben Kuchen

In den größeren Lebensmittelgeschäften und beim Discounter befindet sich die angegliederte Backstube oder Konditorei fast immer gleich hinter der offenen Eingangstür. Hierfür zeigen sich Wespen dann besonders dankbar und umschwirren in großer Zahl die leckeren Obststückchen. Ich frage mich immer, wie es das Personal schafft ohne einen Stich an diese Teilchen zu kommen.

Der Wespensommer 2018

Das warme Frühjahr und die ausgefallenen kalten Tage zeigen Wirkung. Weder die “Eisheiligen“, die im Frühjahr für Abkühlung sorgen sollen, Ihre Zeit ist vom 11. bis 13.Mai, noch die “kalte Sophie” am 15. Mai erledigten ihren Job. Selbst die sonst so zuverlässige “Schaftskälte” hat uns in diesem Jahr im Stich gelassen.

Die Schaftskälte Im Juni hat ihren Namen von den geschorenen Schafen die stark gefährdet sind, wenn im Juni noch einmal ein Kälteeinbruch kommt. So waren die Wespen in diesem Jahr in der Lage sich ungehindert vermehren zu können. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Durch die Hitze und die Trockenheit haben die Wespen die idealen Bedingungen vorgefunden

Dummerweise suchen sie offensichtlich regelrecht die Nähe der Menschen. Der Duft der Deos und anderer chemischer Erzeugnisse lockt sie ebenso an wie die Süssigkeiten die im Hochsommer gerne auf der Terrasse oder dem Balkon bereit stehen.

Ideal sind auch die Grill- und Picknickplätze an den Gewässern und in Parks. Eigentlich sollen die Wespen ja die Larven anderer Insekten verspeisen, aber in den Städten gibt da offensichtlich kein ausreichendes Angebot. So bleibt oft kein anderer Weg als das gemütliche Kaffeetrinken mit Kuchen auf “Balkonien” in den Innenraum zu verlegen.

Wespe – wie können wir uns wehren ?

um es vorwegzunehmen, die meisten gut gemeinten Ratschläge nutzen nichts. Da heißt es einmal nicht hektisch nach ihnen schlagen, sondern lediglich langsam mit der Hand abwehren. Meistens gelingt das eh nicht weil man automatisch anders reagiert, wenn eine Wespe um die Nase oder die Augen herumschwirrt. Das Problem ist nur das dann oft auch die Wespe hektisch reagiert und sich das in Form eines Stiches auswirkt.

Auch das Töten eines Insekts bringt keine Abhilfe, das in beiden Fällen ein Alarmpheromon (Duft) ausgestossen wird, der den “Kameraden” mitteilt, dass hier gerade ein Feind am Werke ist und ein Gegenangriff einzuleiten werden muss. Für den Menschen ist es dann angeraten frühzeitig den Rückzug anzutreten.

die “Deutsche Wespe” und die “Gemeine Wespe”

Verständlich scheint da der Name unserer weitest verbreiteten heimischen Wespe zu sein – “Gemeine Wespe”. Ebenso verbreitet ist die ihr sehr ähnliche “Deutsche Wespe”.  Die Letztere war wohl der Anlass für die AfD sich mit einer kleinen Anfrage an den Landtag NRW zu wenden. Wieviele Verstöße es gegen die geschützten Tiere gegeben habe und wie hoch die Strafen waren.

Jedoch ist die Antwort dann der Ernüchterung gewichen. In den letzten fünf Jahren wurde lediglich nur in einem Fall ein “Vergehen” gegen ein Nest der “Deutschen Wespe” mit einem Verwarnungsgeld von 45 Euro geahndet. Die Wespe bleibt euch also erhalten und bei der vorhergesagten weiteren Erwärmung und Trockenheit wohl auch noch bis in den November hinein. Genug Zeit um sich durch einen Besuch zu revangieren.

Ödland in Biotope verwandeln

Lebensraum schaffen

– Lebensraum aus Ödlandschaften zu schaffen ist eine  Idee von Professor Berthold, dem mittlerweile eremitierten, führenden Ornithologen Deutschlands. Biotope aus Landschaftsteilen die für Landwirte uninteressant sind, hat er bereits am Bodensee umgesetzt. In nur kurzer Zeit hat sich die Biodiversität auf diesen Flächen ständig vergrößert. Immer neue Arten haben sich in dem neuen Lebensraum niedergelassen.

Auf Spenden angewiesen

Sein Traum ist die Schaffung eines Biotopen –  Verbundes in ganz Deutschland. Im Abstand von 10 Kilometern sollen dies paradiesischen Inseln zu finden sein. Einen wichtigen Partner hat er mit der Heinz Sielmann Stiftung bereits gefunden. Neue Anlagen in Baden Württemberg könnten folgen. Immer mehr Gemeinden und Landesregierungen sehen die Notwendigkeit, etwas zum Artenschutz und zum Erhalt der Insekten und Vögel tun zu müssen.

Rettet  die Vögel….

lautetet der Titel einer Fernsehsendung im ZDF, die heute 12.08.18 um 09:03 ausgestrahlt wurde.  Die Sendung kann auch jetzt noch in der Mediathek angesehen werden. Mit dabei ist Johanna Romberg, Journalistin, Hobby Ornithologin und Autorin des Buches “Federnlesen”. Sie berichtet vom Naturschutzgebiet am “Dümmer”, dem 2.größten See Niedersachsens. 

Dümmer

Am West- und  Südufer des Dümmer ist ein Naturschutzgebiet entstanden. Mit dem Ochsenmoor  und weiteren Niedermooren ist hier ein Lebensraum für viele Arten entstanden. Röhrichte, Buchenwälder und Grünland auf 1030 ha  bieten Platz für Brut und Rastvögel,  wie Kampfläufer, Bekassine  und Graugans. Mit den Mooren weiter nördlich, ist dort schon ein Verbund entstanden. Rhedener Moor, Diepholzer Moor, Freistätter Moor und nördliches Wietingsmoor sind Heimstätten selbst für den Kranich der zum Teil hier überwintert, aber in großer Zahl auf den Flugpausen hier im Herbst zu sehen ist.

Renaturisierungen

Auch im Ruhrgebiet ist durch die Renaturisierung der Flüsse neuer Lebensraum entstanden. Das Ende der renaturisierungs Maßnahmen an der Emscher ist abzusehen. Die Emschergroppe, eine seltene Fischart ist im Nebenlauf der Emscher, im Borbecker Mühlenbach zu finden und in einem Dortmunder Seitenarm laichen wieder Forellen. 

Insektenzählung

Insektenzählung

 

Insektenzählung  – der Nabu ruft für die Zeit vom 03. August bis zum 12. August dazu auf die Insekten in ihrem Lebensraum zu registrieren. Deshalb  wird gebeten in dieser Zeit Insekten zu zählen, um einen Überblick zu erhalten wo sich noch Insekten aufhalten und wo nicht.

Was wird gesucht?

Im besonderen Fokus stehen dabei zwei Schmetterlinge, der Schwalbenschwanz und der kleine Fuchs.

Ebenfalls zwei Hummelarten werden gesucht, die Ackerhummel, mit dem schwarzen Körper und dem farbigen Hinterteil und die Blaue Holzbiene.  Außerdem aus  der Gattung der Käfer gilt das Augenmerk dem Sieben-Punkt-Marienkäfer und der Streifenwanze. Außerdem werden die Libelle Blaugrüne Mosaikjungfer und das grüne Heupferd gesucht. Letzteres ist eine Heuschrecke. Natürlich werden auch alle anderen vorhandenen Insekten registriert. Ein Formular für die Online Meldung und Beschreibung von Insekten gibt es auf den Nabu Seiten. Ein PDF zum Downloaden gibt es hier.

Lebensräume – Hilfe zur Insektentählung

Zu den Lebensräumen für die Zählung gehören 

  1.  Garten
  2.  Balkon
  3.  Park
  4.  Wiese
  5.  Wald 
  6.  Feld
  7. Teich
  8.  Fluss

sowie andere Lebensräume wie Heide, Moore oder Hecken, aber keine Wohnräume.

die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Blumenwiese lautet das Thema dieses Beitrags. Diese Wiese bietet auch viele Möglichkeiten zur  Tierfotografie . Die Vielfalt an Insekten und Schmetterlingen (klar, das sind ja auch Insekten) schaffen die herrlichsten Motive.

Bei der Wanderung durch die Sarner Aue genießen wir die Ruhe und die saubere Umwelt, die es hier noch gibt. Nach kurzer Zeit bemerken wir eine  Blumenwiese und spontan entspringt  meiner Frau der Satz :“ Sieh nur, die herrlichen Mohnblüten !“

Ja, es stimmt, dieses leuchtende Rot der Mohnblüte sticht aus den vielen Farben der Blumenwiese sofort hervor.  Nicht ohne Grund wurde die Blüte des Mohn für die Herstellung besonders luxuriöser  roter Tinte benutzt.  Dessen ungeachtet gibt es aber noch eine weitere Besonderheit dieser außerordentlichen Pflanze.  Sie kann ferner als  zum Symbol für „Freiheit“  angesehen werden.  Falls man versucht die Blume zu pflücken, ist sie nach  kurzer Zeit auch schon welk.  Auch zum beliebten „Pressen“ zwischen Buchseiten ist sie nicht  zu nutzen, denn die Blätter zerfallen umgehend. Die Mohnblume braucht also ihre Freiheit.

Klatschmohn für die Blumenwiese. Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Die Pflanze gelangte über den Getreideimport aus dem Mittelmeerraum in unsere Gefilde. Die häufigste  Art ist der „Klatschmohn“, der an Wegerändern und Feldrainen oft zu sehen ist. Durch den Einsatz von Herbiziden auf den landwirtschaftlichen Flächen wird nicht nur der Mohn immer seltener.  Infolge dieser Pestizide stirbt auch die Mohnpflanze. Außerdem bewirken diese Gifte enormen  Schaden in der Natur und der Umwelt. Da die Gifte nur eine Art von Gewächs zulassen. Erst die neuerdings einsetzende Einsicht etwas für die Insekten tun zu müssen, schafft wieder die Begrünung von Rainen und Wegerändern.  Hier sind  Wiesenpflanzen wieder zu sehen.

Aus der verwandten Art, dem Schlafmohn, wird aus einem Gemisch von Milchsaft, welcher in der Pflanze enthalten ist, Opium hergestellt. Weshalb Schlafmohn auch nur auf genehmigten Flächen angebaut werden darf. Dennoch braucht man aber keine Sorge beim Verzehr von Mohnbrötchen, Mohnkuchen oder Mohnstreusel zu haben, denn die enthaltenen Stoffe  im  Mohnsamen sind gering. Klatschmohn nutzt man auch zur Herstellung verschiedener Teemischungen und er darf auch überall angepflanzt werden. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze. Der Wind sorgt für die Verbreitung des Samens. Oft wächst der Mohn in der Nähe von Kamille und anderen Kornblumengewächsen.


Gartensalbei für die Blumenwiese, Natur und Umwelt  die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Zu den gerne gesehenen Wiesenpflanzen unserer Blumenwiesen gehört auch der Wiesen – Gartensalbei. Die Art kommt in allen Regionen bis zu den Höhenlagen unserer Mittelgebirge vor und besticht durch die violetten Blüten in die die Bienen regelrecht hineinkriechen um Pollen zu sammeln. Die Blüte des  Wiesensalbei ist größer als die des Gartensalbei, der zu Heilzwecken eingesetzt wird. Bei Insektenstichen greift man gerne auf Salbei zurück. Die Pflanze liebt Sonne und kalkhaltigen, nährstoffreichen Boden.


Skabiose für die Blumenwiese, Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Skabiose ist eine pflegeleichte  Pflanze , weshalb sie ideal für unsere Blumenwiese ist und  weiterhin auch für die  Beetgestaltung in Gärten genutzt wird. Ebenso als Staudengewächs ist diese Pflanze im Garten und in der Natur zu nutzen. Es handelt sich auch hier um einjährige Blumen, die optisch einen runden Blütenkopf mit etwa drei Zentimetern Größe bildet. Die Farben sind unterschiedlich, von Blau über Hellviolett, Purpur und Pink bis Scharlachrot oder einfach schlicht Weiß. Mit Stängel erreicht sie eine Höhe von bis zu fünfzig Zentimetern. Sie liebt zwar sonnige Flächen, dennoch mag sie aber keinen Wind. Es gibt etwa zwanzig Arten der Skabiose, die auch als Schnittblume in der Vase geeignet ist.

Schafgarbe für die Blumenwiese, Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Die Schafgarbe gehört zu den Korbblütern und zählt zur Lieblingsspeise unserer Wolle produzierenden Schafe. In Europa sind über 100 Arten bekannt.  Auf grund ihrer Robustheit ist sie überall beliebt und als Heilkraut hat sie schon ihrem Namensgeber Achilles gedient, daher lautet Ihr lateinischer Name auch „Achillea millefolium“.  Die Stiele wirken wie  aus tausenden von kleinen Blättern zusammengesetzt.  Überdies haben die Blüten diverse  Farben von Rosa über Pink bis zu Kamin Rot.

Die Gemeine Schafgarbe, die bei uns häufig vorkommt, ist cremefarben Weiß. Die Blütezeit, während der Zeit Juni bis September, lockt unendlich viele Insekten an, weshalb auch die Natur und die Umwelt sowie die Pflanzen davon profitieren. Bei der privaten Haltung sollen verwelkte Dolden früh geschnitten werden, um eine zweite Blüte zu ermöglichen. Nach der Blüte bilden sich kleine gelbliche Früchte, aus denen  der Samen abgegeben wird.

Hahnenfuß für die Blumenwiese, Natur und Umwelt  die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Hahnenfuß oder Ranunkel, heißt eine Wiesenpflanze die wir meist als Butterblume kennen. Weithin leuchtet das strahlende Gelb dieser  Pflanz, die während der Zeit von Mai bis in den Herbst hinein blüht. Die Blüte des Hahnenfuß ist allerdings giftig ,weshalb sie dennoch von Tieren  gefressen wird, aber nur wenn alles andere bereits abgegrast ist. Bevorzugt Regionen sind feuchte Wiesen und Gewässerränder.

Schaumkraut für die Blumenwiese, Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Wiesen – Schaumkraut gehört  zu den Kräutern die für unsere Gesundheit von Bedeutung sind. Sie wird als Pflegecreme  und außerdem als Tee in der Volksmedizin gegen Rheuma sowie Schmerzen eingesetzt. Auch das Schaumkraut liebt feuchte Gebiete, Wiesen, Wälder und Gewässer. Sie bilden regelrechte „Blütenmeere“. In der Blütezeit erreicht die Pflanze eine Größe von etwa 40 Zentimetern. Hell Rosa leuchtet die vierblättrige Blüte von April bis Juni. Die Blätter des Schaumkrautes sind  vor der Blüte essbar. Sie haben einen Kresse ähnlichen Geschmack.  Auf den Wiesen gibt es noch weitere Pflanzen die als Heilkräuter genutzt werden, wie Spitzwegerich gegen Insektenstiche ferner die Artischocke, schließlich die Mariendistel, die Schafgarbe  und Wegwarte  bei Leber und Galle Problemen.

Thymian für die Blumenwiese, Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Thymian ist Menschen mit Atemwegserkrankungen sicherlich bestens bekannt.  Arznei aus Thymian oder Tee löst festsitzenden Schleim und wird gegen Husten und Schnupfen eingesetzt. Es gibt diverse Arten von Thymian Gewächsen, den Echten Thymian, Zitronen – Thymian oder den breitblättrigen Thymian.  Alle Arten zeichnet die Robustheit aus. Die Blätter sind rund, andererseits  ganzrandig gezähnt. Thymian ist auch ein Strauchgewächs und entwickelt kleine eiförmige Nüsschen die den Samen enthalten.  Bevorzugt sind helle, trockene,  oder auch sandige Flächen an  Wegerändern, Rainen und auf Wiesenflächen.

Glockenblume für die Blumenwiese Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Glockenblumen erscheinen in allen denkbaren Farben, demzufolge  gibt es mehr als 300 Arten. Für jeden Standort findet man irgendeine Art von Glockenblume. Die sternen, beziehungsweise röhrenformigen Blüten, sind weltweit bekannt. Während der Zeit von Juni bis September zeigt die Glockenblume ihre Blüten in halbtrockenen und ebenfalls sonnigen Gebieten. Die Glockenblume gehört zu den asterartigen Pflanzen, aus denen die Insekten den Pollen vom Griffel abgreifen. In der Mythologie gilt die Blume als die Feenblume, weil sie Ihnen als Kopfbedeckung oder Lichtquelle diente. In vielen Märchen findet die Glockenblume sich wieder. Erfreuen wir uns an den leuchtenden, farbenprächtigen Wiesen die uns und den  Insekten in der Natur so viel Freude bereiten und deshalb für  unsere Umwelt so wichtig sind.

Grundlage unserer Existenz – Insekten

Insekten sind die Grundlage der Existenz. Die Artikel der letzten Zeit über das Insektensterben haben mich dazu veranlasst, mich einmal mehr mit diesen Kreaturen zu befassen, die für unser Leben so wichtig sind. Zunächst vielen mir zum Thema  auch nur die Hummeln, Bienen und Schmetterlinge ein. An ihrem Anblick erfreuen wir uns weil wir sie auch zuerst wahrnehmen.  Aber da gibt es ja auch noch die vielen kleinen, unscheinbaren und oft “hässlichen” Tiere, die wir nicht so oft zu Gesicht bekommen. Sie bewohnen das  Innere des Bodens, oder leben an Stellen die uns nicht so angenehm sind.  Aufgrund ihres Daseins im  Mist und auf Müllbergen oder Ähnlichem.

Klein aber nützlich

Allerdings spielen sie für unsere Umwelt und unser Überleben sogar fast eine größere Rolle als die “hübschen” ihrer Art.  Ohne diese, den Boden bewirtschaftenden Lebewesen, hätten wir kahle Landschaften.

Sie existieren auf allen Kontingenten und in allen Lebensräumen. Bekannt sind etwa 1,2 Millionen Insektenarten. Geschätzt dürften es aber zwischen 10 – 30 Millionen Tiere aus der Gruppe der geben. Ja, es handelt sich tatsächlich um “Tiere”, oft denkt man nämlich  es wären keine  Tiere. Insekten werden in verschiedene Gruppen gegliedert.

Insekten Gruppen

Die Gruppen haben immer ein gemeinsames Detail. Die Gruppe der Käfer, der Schmetterlinge, der Hautflügler, der Zweiflügler, haben als Gemeinsamkeit die Flügel, die aber unterschiedlich genutzt werden.

So hat der Käfer zwei feste Deckflügel, mit denen er den Körper, und die darunter befindlichen feinen Hinterflügel schützt. Die Deckflügel werden für den Flug nicht benutzt, dazu dienen die Hinterflügel. Bei den Schmetterlingen werden Vorder- und Hinterflügel für den Flug genutzt. Fliegen und Stechmücken gehören zu den Zweiflüglern, die nur die Vorderflügel für den Flug brauchen.

Die Hinterflügel dienen der Erhaltung des Gleichgewichtes während des Fluges. Zu den Hautflüglern gehören die Wespen, die beide dünnhäutigen Vorder- und Hinterflügel für den Flug benötigen.

Insektenordnungen

Andere Insektenordnungen sind Geradeflügler , Wanzen, Libellen, Flöhe und Schaben. Man unterscheidet noch zwischen nützlichen und schädlichen Tieren

Nützliche Insekten sind jene die Blumen und Pflanzen bestäuben, den Boden befruchten oder Tieren als Nahrung dienen, aber auch schädliche Insekten fressen. Die schädlichen Insekten fressen unsere Kulturpflanzen, schaden unseren Lebensmitteln oder sind Erreger von Krankheiten.

eine Erde ohne Insekten

Unsere Erde wäre ohne Insekten eine kahle, trostlose Landschaft ohne Lebensqualität.  Wir würden im Unrat und Kot verrotten. Gute Gründe uns mit den Insekten gut zu halten und nicht dafür zu sorgen das sie ausgerottet werden.

Es sind nicht nur die Bienen, von denen ja hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Insektensterben gesprochen wird, es sind die Millionen Insekten die überall zu finden sind und für uns  Überlebenswichtig sind, an die wir ebenfalls denken müssen.

vergiftet – verdrängt – verschollen

Insektensterben vergiftet – verdrängt – verschollen –

…. ist die Überschrift zu einem Artikel in der WAZ , Ausgabe vom 05.06.2018. Viel zu spät kommt meiner Meinung nach die Erkenntnis der Bundesregierung, durch Frau Bundesumweltministerin Svenja Schulze das dringender Handlungsbedarf angesagt ist.  Aus dem Grunde müssen Folgen für das Ökosystem und den Menschen durch das Insektensterben verhindert werden.

42 Prozent der 8000 Insektenarten gelten als Bestandsgefährdet. Viele sind extrem selten oder bereits ausgestorben. Die Gründe liegen auf der Hand. Seit Jahren predigen Umweltverbände über die Vernichtung von Lebensräumen durch die Vergiftung mit Pflanzengiften die  dem Boden zugeführte werden. Ein weiterer Grund ist die immer stärker zunehmende Lichtverschmutzung, welche die Insekten anzieht und tötet (siehe auch im hier verlinkten Artikel) .

Lobbypolitik

Aus “Rücksicht” auf die Lobby von Bauernverbänden und chemische Industrie werden die Warnungen in den Wind geschlagen. Ferner werden in der Zwischenzeit  immer mehr Obstwiesen und Grünflächen in Ackerland umgebaut.

Außerdem werden riesige Maisanbauflächen geschaffen und  Feuchtgebiete trockengelegt. Nicht umsonst ist das Insektensterben in ländlichen Gebieten stärker zu beobachten, als in  Ballungsgebieten, wie dem Ruhrgebiet. Hier wurden aus Industrieflächen Grünanlagen, wurden aus Halden Naturgebiete und  Revierparks geschaffen.

Einen großen Anteil haben die vielen kleinen und großen Gärten und Gartenanlagen. Ich hoffe, dass sich der Trend zu den immer öfter zu beobachtenden Stein – Vorgärten nicht weiter fortsetzt. Immer mehr Gemeinden begrünen Straßenränder und Mittelstreifen, eine erfreuliche Entwicklung.

Forderungen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht desweiteren die Gründe für den Insektenschwund ebenfalls “direkt vor unserer Haustür”. Wünschenswertwäre es  das Abholzen des Hambacher Waldes zu Gunsten des RWE Braunkohletageabbaus , mit uraltem Baumbestand, noch zu stoppen.

Außerdem muß es dringend zu einem Europaweiten Verbot des Insektizides Cyantraniliprol kommen. Dieses wird, trotz Verbot, durch EU Recht über den Import polnischen Saatgutes nach Deutschland importiert. Dieses Gift lähmt die Muskulatur der Insekten und tötet sie.

Stadt Essen schützt Insekten

Insektenschutz –  Die Stadt Essen startet mit einem Aktionsplan für den Insektenschutz, Vogelschutz und   Artenschutz. Ins Boot geholt werden dazu Kleingärtner, Landwirte und Naturschützer und  die Bürger der Stadt.

Als erste Maßnahme wird die Stadt auf Grünstreifen, Schulhöfen und Kindergärten nektar- und pollenhaltige Pflanzen einsäen. Außerdem wird der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten verboten.  Aus Brachflächen werden bunte, reichhaltige Wiesen . Desweiteren  legt der Verband der  Kleingärtner gemeinsam mit dem NABU ein „Wildblumenprogramm“ auf.


Insektenschutz durch weniger Gift

Die Landwirte haben sich bereit erklärt den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln zurückzufahren. Die Gemeinde verpachtet landwirtschaftliche Flächen nur dann noch wenn der Pächter auf derartige Mittel verzichtet.  Die Kommune selbst setzt bereits seit Jahren kein Glyphosat mehr ein.

Aus Brachflächen sollen bunte, reichhaltige Wiesen werden und Antrag von SPD, CDU und Grünen soll der Aktionsplan noch ausgeweitet werden. So sollen Nesthabitate für Wildbienen und Hummeln angelegt werden.