Basstölpel

Basstölpel sind die größten in Deutschland vorkommenden Seevögel. Der einzige Brutplatz der Vögel befindet sich seit den 90 er Jahren auf der Insel Helgoland.

Der Basstölpel ist weiß gefiedert. An den Handschwingen und der Steuerfederseite ist die Färbung schwarz und an Kopf und Nacken ist eine leichte gelbe Tönung erkennbar.

Basstölpel
Basstölpel

Imposant ist der rasante Sturz mit 100 km/h ins Meer. Das der Vogel sich dabei nicht den Nacken beim Aufprall aufs Wasser bricht, liegt an der Ergonomie. Schnabel und Kopf werden zu einer Art Pfeil und bilden quasi eine stromfömige Linie, mit der die Wasseroberfläche durchstoßen wird. Vor dem Eintauchen streckt der Basstölpel seine Nackenmuskulatur und so wird der ansonsten gekrümmte Hals gestreckt. Dieses Phänomen stellten Forscher des Institute of Technology Virginia fest (scinexx.de).

Durch den rasanten Sturzflug erreicht der Basstölpel eine Wassertiefe von 4 bis 22 Metern. Die Vögel leben in großen Kolonien. Allerdings sind sie nicht unbedingt gute Nachbarn. Häufig streiten sie mit den Artgenossen. Die meiste Zeit verbringen die Tölpel auf und über dem Wasser. Ein englisches Heldenepos berichtet über Hrothgar, den Lehnsherrn des Helden aus dem Epos, der sagte das das Meer die Badewanne der Basstölpel ist. Tatsächlich schwimmen sie auf dem Wasser als wäre es ein Spiel. Die Federn der Vögel sind extrem gut gefettet. Das Fett wurde früher sogar zum Einfetten von Wagenrädern genutzt und wurde zur Behandlung von Gicht angewandt (nationalgeographic.de).

Basstölpel
Jungvogel

Wenn der Basstölpel auffliegen will, benötigt er viel Wind. Das ist auch ein Grund warum er sein Nest an den Steilfelsen der Insel Helgoland erbaut, um dort das einzige Ei des Jahres auszubrüten. Um zu starten braucht er sich mit ausgebreiteten Flügeln nur fallen zu lassen und der Auftrieb des Windes erleichtert den Abflug.

Junge Basstölpel sind dunkel gefleckt. Es dauert fünf Jahre bis das Gefieder dem eines adulten (erwachsenen) Vogels entspricht.

Ich danke meiner Tochter Daniela Liebing für die Bilder von der Insel Helgoland. Leider konnte ich bei meinem letzten Aufenthalt an der Nordseeküste in Büsum wegen zu starken Windes keine Überfahrt zur Insel unternehmen.

Bislicher Insel

Bislicher Insel – ist der Name einer Region, die eigentlich gar keine Insel ist. Geprägt ist das Naturschutzgebiet durch den Altarm des Rheins. Es entstand durch Überflutungen eine der wenigen Auenlandschaften in Deutschland. Bekannt wurde die Bislicher Insel durch den Einflug der Wildgänse aus dem hohen Norden, die alljährlich die Flächen der Insel nahezu schwarz werden lassen. 25000 Gänse werden in den Wintermonaten als Überwinterungsgäste gezählt. Saatgänse, Graugänse, dazwischen einige Weißwangengänse und in hoher Zahl Blässgänse bilden den Hauptbestandteil der Gänsearten.

Bislicher Insel
Graugans

Die großen Weiden und Wasserflächen bieten den Tieren einen guten Schutz vor Prädatoren. Aber auch in den anderen Jahreszeiten lassen sich hier viele Tiere beobachten.

Blässgans

Auenwald der Bislicher Insel

Der Auenwald besteht aus Pappeln, Erlen, Esche und Weiden. An den Gewässerrändern findet man Beobachtungshütten. Baumfalke, Schwarzmilan, Flußregenpfeifer und Rohrdommel sind zu beobachten. Der Eisvogel lauert auf seinem Ansitz auf Fisch und in der Nähe schwimmen Nil- Brand- und Zwerggans. Löffler und Silberreiher lassen sich auf den Freiflächen des 10,5 km² großen Naturschutzgebietes sehen.

Seeadler wird heimisch

Seeadler
Seeadler

Eine besondere Attraktion bescherte der Seeadler der Bislicher Insel. 2017 beobachtet man im Horst einer Pappel, in der Nähe der Straße zwei Seeadler, die erfolgreich brüteten. Auch 2018 und jetzt 2019 brüteten sie erfolgreich. in diesem Jahr konnten zwei Junge beringt und gesendert werden.

2004 wurden zwei Biberfamilien auf der Bislicher Insel angesiedelt und 2018 registrierte man bereits drei Biberburgen. Heute verzeichnet man am Niederrhein etwa dreißig Biberfamilien.

Für den auswärtigen Besucher empfiehlt sich der Parkplatz am Natur Forum des RVR Besucherzentrums. Auch hier lohnt eine Besuch der Ausstellung.

Nordsee Insel Borkum –

Nordsee Insel Borkum war einmal mehr das Ziel unserer acht Tage Tour. Die Nordsee – Insel mit Hochseeklima und einer Fläche von 36 km²  ist  die größte und westlichste der ostfriesischen Inseln.

Sie liegt zum holländischen Festland fünf Kilometer und zum deutschen Festland zehn Kilometer entfernt. Hier leben 5500 Einwohner, die 300.000  Touristen  jährlich beherbergen.

Erstmals erzählt im 13. Jahrhundert eine Geschichte von einer Kreuzfahrerflotte die vor „BORKNA“ ankerte. Zu dieser Zeit waren die heutigen Inseln Borkum, Juist und Norderney noch eine zusammenhängende Marschinsel. Eine große Sturmflut sorgte erst für das Auseinanderdriften der drei Inseln.

Erstmals urkundlich erwähnt wird die von Seeräubern bewohnte Insel 1398. Wohlstand und Reichtum brachte im 17.Jahrhundert der Walfang. Nahezu jeder der heutigen „Ureinwohner“ hat im Stammbaum etwas mit dem Walfang zu tun.

Der Niedergang entstand durch den englisch-niederländischen Krieg, der den Walfang zum Erliegen brachte. Von den ursprünglich 852 Inselbewohnern aus dem Jahr 1776 blieben im Jahr 1811 gerade einmal 406 der Insel treu. Ein Borkumer Arzt richtete dann 1844 die erste Badestelle ein, da seit 1834 die ersten Erholungssuchenden auf die Insel kamen.

Bereits im Jahr 1865 zählte man 1024 Badegäste und die Zahl wuchs von Jahr zu Jahr. 1900 waren es bereits 1674 Feriengäste. 

Außer den vielen Feizeitangeboten wie das Gezeitenland mit Wellness Zentrum und Panorama Sauna, dem Erlebnisbad, einer Indoor Surf-Anlage, gibt es Kurhäuser und eine gute Gastronomie. Der Trumpf aber ist die herrliche Naturlandschaft, mit gewaltigen Dünen und dem Krüppelwald „Greune Stee“, sowie den Naturschutzgebieten wie dem Tüskendörsee und den Klopwiesen. Das Ostland mit den Salzwiesen zieht jeden Naturliebhaber in seinen Bann. Mehr zu den einzelnen Bereichen erzähle ich in den folgenden Artikeln

Nordsee Insel Borkum – vom Südstrand zur „Greunen Stee“

Von unserem Ferienhaus „Heidi“ in der Süderstraße zum Südstrand ist es nur ein kurzes Stück. Sieben Ferienwohnungen werden im Haus „Heidi“ angeboten und wir waren außerordentlich zufrieden. Unser Zimmer im Erdgeschoß ist liebevoll eingerichtet. Es fehlt an nichts. Sehr sauber und gepflegt und die Gastgeber sind sehr freundlich und hilfsbereit. Die Sterne sind überaus verdient.

Vom Südstrand mit dem Restaurant „Heimliche Liebe“ ist es nicht weit in die „Greune Stee“.

Der Name bedeutet  die „Grüne Stelle“. Im 19. Jahrhundert hatte ein Lehrer die Idee mit seinen Schülern Bäume zu pflanzen, um einen Lebensraum für Vögel und für Wild zu schaffen. Durch die Anpflanzungen gelangten diverse Vogelarten nach Borkum, wie Amsel, Finken und Meisen. Es kamen aber auch der Buntspecht, die Eule und Schnepfen um sich hier anzusiedeln.

ein neues Biotop

In der „Grünen Stelle“ gibt es keine Forstwirtschaft und so kann die Natur sich frei entfalten. Es entsteht Totholz für Insekten und somit viel Nahrung für die Vögel. Das Gebiet enthält einen Mix aus Salzwasser, welches von der Nordsee hereingespült wird und aus Süßwasser. Dadurch entsteht eine außerordentliche Kulturlandschaft mit einem Krüppelwald und den unterschiedlichsten Pflanzen. Teilweise erinnert die Landschaft an einen Dschungel, dann wieder an eine Heidelandschaft. Die „Greune Stee“ ist heute Naturschutzgebiet mit Sumpfvögeln und Löffelenten.

Nordsee Insel Borkum –  „Tüskendörsee“

Bei unserem Besuch im letzten Jahr haben wir ein großes Stück der Tour zu Fuß gemacht und waren ziemlich geschafft. Deshalb fahren wir heute mit dem Bus bis zur Haltestelle „Neuer Deich“ und gehen von dort aus zum Tüskendörsee. Der größte Binnensee der Insel ist Vogelbeobachtern bestens bekannt. Allerdings muß man schon gute Teleobjektive oder ein Spektiv mitführen, da die Entfernung vom Deich zu den Watvögeln sehr groß ist.

Rotschenkel, Austernfischer, Kiebitz Löffelenten und der Löffler sind zu beobachten. Das Brutgebiet des Löfflers liegt allerdings nicht einsehbar irgendwo am See und so konnte ich ihn lediglich im Vorbeiflug „erwischen“. Etwas einfacher machtes mir der Kiebitz und die Rohrammer, die mich völlig ignorieren. Das Wetterschutzhaus am See ist „blockiert“. Rauchschwalben haben sich hier eingerichtet. Obwohl die Jungvögel bereits fliegen können betteln sie die „Alten“ noch um Futter an.                    

Aussichtsdüne und Salzwiesen – Hooge Hörn

Die Tour die wir uns heute vorgenommen haben können wir nicht zu Fuß bewältigen. Wir leihen uns Fahrräder und fahren ins „Ostland“. Erstes Ziel ist die Aussichtsdüne „DUALA DÜNE“  Diese befindet sich am Ende des neuen Deichs. Man hat einen wunderbaren Blick über die Insel und auf das Welt – Kulturerbe – Wattenmeer.  Die Düne ist die höchste der „Steerenklippen“. Ursprünglich waren das Ostland und Borkum die meiste Zeit durch den Tüskendörsee getrennt. Er bildete quasi einen Priel zwischen Borkum und dem Ostland. Erst durch den Deichbau wurde das Ostland dauerhaft zugänglich. Der Name DUALA rührt aus einer Zeit als Borkum eine Festung war. Auf der Düne war eine Flakbatterie mit dem Namen Duala stationiert. Bei guter Sicht erkennt man Norderney und Juist, die benachbarten ostfriesischen Inseln.

Die Räder bleiben an der Aussichtsdüne stehen, weil der Weg durch die folgenden Salzwiesen zu sandig ist. Ziel ist die Hooge Hoern, der äußerste östlich Teil der Insel. Es versteht sich, das wir auf den gekennzeichneten Wegen bleiben, denn wir befinden uns inmitten des Vogelschutzgbiets. Naturschutz hat schließlich Vorrang. Im Frühjahr und Herbst sind hier tausende Vögel zu beobachten. Wir sind allerdings etwa einen Monat zu früh hier. Dennoch sind wir beeindruckt von der wunderbaren Landschaft.

Salz

Das Salz welches durch das Meerwasser der Nordsee bei Hochwasser einfließt ist für normale Pflanzen tödlich. Das erklärt übrigens auch weshalb das Streuen von Wintersalz in den Städten so schädlich für die Bäume und Pflanzen ist.  Die Landpflanzen sind nicht auf den Umweltfaktor Salz eingerichtet. Salzpflanzen, sogenannte Halophyten, haben sich auf das Salz eingestellt. Diese haben auffallend kleine Blätter. Je weiter man in die Salzwiesen voranschreitet um so kleiner, unauffälliger sind die Blüten der Pflanzen.

Queller und andere „Salzpflanzen“

Bei einem Essen im „Teehaus“ hatten wir einmal als Beilage ein „Kraut“ das wir noch nicht kannten, welches aber sehr schmackhaft war. Man erklärte uns das es sich um ein Gewächs aus den Salzwiesen handelt. Es war der   „Queller“, ein Gewächs der Niedrigwassermarke, das überhaupt keine Blätter mehr entwickelt. Während die Salzpflanzen versuchen das aufgenommene Salz mit den Blättern abzustoßen, speichern der Queller und die „Sand – Sode“ das Salz völlig und sterben im Herbst ab. Es handelt sich um Einjahrespflanzen.

Die Salzwiesen bestehen es mehreren Teilen. Zum Einen die Gebiete die ständig vom Hoch- und Niedrigwasser betroffen sind und zum Anderen von Regionen die nur bei Sturmfluten bewässert werden. Zum Deich hin nimmt der Pflanzenreichtum ständig zu, weil nur selten Salzwasser hierherkommt.

So sehen wir auf unserem Weg die Strandnelke, den Halligflieder, die Strand –  Salzmelde und den Queller. Dann das Schlickgras, Zwerg – Seegras und Tang. Der Boden wird ständig sandiger und schließlich erreichen wir den weitflächigen Sandstreifen zur offenen See. Gegenüber sehen wir die Insel Sylt und weiter entfernt Norderney

Den Rückweg stampfen wir durch den tiefen Sand, was schon ziemlich anstrengend ist. Dafür finden wir diverse Muscheln und angespülte Krabben im Sand. Als wir unseren Ausgangspunkt erreichen sind wir total geschafft, aber auch erfreut über das Gesehene.

Diese Muschel wird bis zu 16 cm lang und ist mit einer glänzenden Haut überzogen. Sie wurde ab 1978 im Wattenmeer entdeckt und hat sich, aus Amerika „eingewandert“, rasend schnell vermehrt. Bei Gefahr verschwindet sie im sandigen Meeresboden. Weil sie sehr schnell schwimmt entkommt sie oft ihrem Erzfeind, dem Seestern.

Die Wellhornschnecke findet man im tieferen Watt. Das Gehäuse läuft spindelförmig zu. Aus dem Schlund fährt sie einen langen Rüssel mit einer scharfen Raspelzunge an der Spitze aus und kann so auch im Krebspanzer versteckte Nahrung aufnehmen.

Diese Muschel gehört zu den Weichtieren und zeichnet sich durch 25 Radiärstreifen aus. Sie lebt in 1- 2 cm Tiefe im Sandboden der Nordsee. Weil das wogende Wasser sie immer wider an die Oberfläche spült ist sie ein gefundenes Fressen für Möwen, andere Vogelarten  und Krebse. Nur wenige der Tiere werden so groß das sie nichts mehr zu befürchten haben. Außerdem gilt sie in einigen Ländern als Delikatesse.

Miesmuschel bedeutet nicht anderes als – Moos Muschel. Sie ist die einzige Art im Watt die an der Oberfläche lebt. Sie haftet sich zunächst an eine leere Schale an, die sie als Untergrund benutzt. Mit klebrigen Eiweißfädchen heftet sich dann die nächste an und es entsteht eine Muschelkette die sich irgendwann schließt. Danach geht es oberhalb weiter und es entsteht eine „Muschelbank“ mit bis zu 2000 Muschel auf einem Quadratmeter. Durch das leichte Öffnen der Schale nehmen sie Plankton auf. Dieser ist zu bestimmten Zeiten für den Menschen giftig. Das ist auch der Grund, warum man Muscheln nur in den Monaten mit einem „r“ am Ende essen sollte. In den anderen Monaten wirkt das Planktongift und es kann zu einer Muschelvergiftung kommen.

Die ersten der fünf Laufbeinpaare des „Dwarslöpr“ sind mit kräftigen Scheren ausgestattet. Große Krabben erreichen eine Breite von 10 cm. Ihre Scheren sind in der Lage Miesmuscheln und Strandschnecken mühelos zu knacken. Sie fressen Garnelen, Würmer und kleine Fische. Austernfischer und die Möwen sind ihre Feinde.

Borkum – Im Nordsee Watt

Auch wenn wir nicht so die eingefleischten Wattwanderer sind, so müssen wir doch wenigstens einpaar Schritte in den Schlick machen. Natürlich machen wir auch sofort Bekanntschaft mit dem berühmtesten Bewohner des Watts, den  Wattwurm.

Während der junge Wurm gelbrosa gefärbt ist, ist der ältere rotbraun bis schwarz. In der Regel sieht man vom Wattwurm nur dessen Ausscheidungen, die wie ein Häufchen Regenwürmer übereinander gestapelt aussehen. Neben diesem „Haufen“ befindet sich irgendwo ein kleines trichterförmiges Loch. Dieses Loch und der „Sandkothaufen“ sind unterirdisch verbunden. Unter dem Loch wartet der Wurm in etwa 25 cm Tiefe auf auf nährstoffeichen Sand der in den Trichter fällt. Hat er genug davon aufgenommen, kriecht er rückwarts zum „Ausscheidungsloch“ um den überflüssigen Sand loszuwerden.

In den kleinen Wasserlöchern im Watt entdecke ich dann noch einen Bäumchenröhrenwurm, Dieser ist gelbrosa bis braun gefärbt, mit einer Länge bis zu 30 cm. Auffallend ist der wie eine Baumkrone aussehende Kopfteil. An der Wassergrenze sehen wir dann auch noch eine Nordsee Krabbe im Wasser.

Wieder einmal hatten wir eine herrliche Zeit auf unserer Trauminsel Borkum.

Weiter Urlaubsberichte gibt es im Menüpunkt Urlaube in Deutschland.

Borkum 2015

Nordseeinsel Borkum

Borkum  – Wir fuhren am 13. September um 08:30 Uhr von Essen ab und erreichten bei trockenem und sonnigen Wetter nach angenehmer Fahrt gegen 11:30 Uhr Emden Außenhafen. Nun hatten wir noch reichlich Zeit um auf die Fähre nach Borkum zu warten.

Wir bummelten ein wenig durch den eigentlich uninteressanten Hafen, um uns die Zeit zu vertreiben. Zwischenzeitlich fuhr dann auch schon der Katamaran nach Borkum ab.  Die Abfahrt der Fähre war pünktlich um 14:00 Uhr und wir erreichten Borkum bereits fünfzehn Minuten früher als geplant um 16:00 Uhr.

Der Weg zum Quartier war leicht zu finden, da es immer nur geradeaus ging. Lediglich unseren Parkplatz mussten wir etwas suchen, da die Skizze von Frau Janssen, unserer Vermieterin nicht so ganz exakt war. Unser Zimmer konnten wir auch nicht sofort in Besitz nehmen, da die Reinigung noch in vollem Gange war. Wir sahen das aber eher locker, weil wir ja auch Hunger hatten und etwas zu uns nehmen wollten.

der erste Eindruck

Zunächst machten einen ersten kurzen Bummel durch die Stadt und kehrten dann im Teehaus ein, wo wir in dieser Woche noch des öfteren sein würden, da das Essen hier ganz hervorragend gewesen ist. Nun wurde es Zeit unsere Sachen in die Wohnung zu bringen. Uns stand ein Wohnzimmer mit Südterrasse, ein Schlafzimmer sowie Bad und Dusche zur Verfügung.  Außerdem gab es noch einen Keller mit Waschmaschine und Trockner, was wir aber nicht in Anspruch nahmen. Am folgenden Montag holte ich schon früh beim benachbarten Bäcker Brötchen und wir genossen unser erstes Frühstück auf der Insel. Da es nieselt machen wir einen Rundgang durch die Stadt und erledigen einige Einkäufe. Auch der Nachmittag besteht aus Erkundigungen der Ortschaft  und einem längeren Weg durch die „Greune Stee“.

“Greune Stee”

Das größte Inselwäldchen ist die “Greune Stee” (grüne Stelle). Es handelt sich hierbei um ein typisches Krüppelwäldchen. Durch die vielen hindurch führenden idyllischen Wege lädt es zu erholsamen Spaziergängen ein. Das Gebiet besteht aus teilweise sumpfigem und teilweise sehr trockenem (Dünensand) Boden. Neben den Laub-und Nadelbäumen findet man hier eine Vielzahl der in Niedersachsen heimischen Pflanzen. Die Greune Stee liegt im Süden der Insel und ist von der Wilhelmshöhe bequem über die Promenade bzw. deren Fortführung zu erreichen.

Am Dienstag folgt erneut ein Rundgang durch Borkum. Wir sehen uns das älteste Haus des Ortes an und besichtigen das Heimatmuseum.Dann fahren wir mit der Borkumer Kleinbahn zum Hafen um uns das dort vor Anker liegende Feuerschiff anzusehen. Gerade als wir am Hafen ankommen beginnt es zu regnen und der Himmel wird immer dunkler. Zufällig kommt gerade ein Bus, der wieder nach Borkum hineinfährt und so verzichten wir auf das Feuerschiff und freuen uns, den  nun einsetzenden Schauer im Bus zu erleben. Am Borkumer Bahnhof angelangt ist das Unwetter vorbei und wir gehen entlang dem Nord–und Südstrand zum Quartier.

Da es früh am Mittwoch zunächst regnet gehen wir zum Bahnhof um die Fähre für die Rückfahrt von 16 Uhr auf 10 Uhr am Sonntag umzubuchen. Da wir leider vergessen haben Unterhemden für mich mitzunehmen, kaufen wir in Borkum noch schnell ein Unterhemd. Wegen des schlechten Wetters essen wir im Quartier und lassen den Tag verfließen.

Ostland – Borkum

Donnerstag– Nach dem Frühstück besichtigen wir einige Kirchen in Borkum und den Walfänger Friedhof und gehen dann den Küstenweg entlang Richtung Ostland. Hier begeistert eine fantastische Dünenlandschaft, die wir zu einem späteren Zeitpunkt noch besser kennenlernen werden. Dann beginnt der Regen–und er wird immer stärker. Der Schirm versagt seinen Dienst und als wir unser Quartier erreichen sind wir bis auf die Haut naß. Wir machen uns frisch und gehen zum Teehaus um wenigsten bestens zu speisen. Abends amüsieren wir uns im AIKES, einer Gaststätte in unmittelbarer Nachbarschaft. Hier waren wir auch schon am Dienstagabend.

Am Freitag bleibt es trocken und wir beginnen eine nahezu totale Inselumrundung , durch den Ort zum Flughafen und zum Ostland und durch die schon erwähnten Dünen auf den Küstenweg zurück.Knapp vier Stunden sind wir unterwegs und wieder sind wir durchnäßt, aber heute nicht vom Regen.

Im Dünenbüdchen nehmen wir ein Essen ein. Hier wäre es aber ratsamer gewesen von dem Kuchen zu essen der hier angeboten wird. Das „Abendbier“  im Aikes haben wir uns redlich verdient.Wie immer am letzten Tag besteht dieser aus kleineren Spaziergängen und restlichem Einkauf. Während Ruth zu packen beginnt mache ich mich noch einmal auf den Weg um die historische Damplok an der Borkumer Kleinbahn abzulichten. Am Sonntag sind wir dann um 10:00 Uhr am Hafen um auf die Verladung zu warten.Wir hatten trotz des wechselnden Wetters eine tolle Zeit auf Borkum und sind von dieser herrlichen Insel begeistert.

Bilder vom Urlaub auf Borkum 2018

Nordseeinsel Borkum 2017

Nordseeinsel Borkum . Durch den Ausfall des Katamaran konnten wir bereits eine Ersatzfähre um elf Uhr ab Emden Außenhafen benutzen.  So waren wir bereits um vierzehn Uhr in unserer Ferienwohnung bei Frau Schlant in der Neue Strasse 7. Wir bezogen die Wohnung im Erdgeschoß, während Brigitte und Hans die Wohnung in der ersten Etage nutzten.

Ein Wohnzimmer, separates Schlafzimmer, Küche und Bad, sowie eine kleine Außenterrasse sollten nun für eine Woche unseren Aufenthalt auf Borkum abrunden. Die Wohnungen liegen zentral in der Nähe des Rathauses und sind voll ausgestattet.

Nachdem das Gepäck verstaut war machten wir eine kleine Runde durch die Fußgängerzone und zum Nordstrand. Zum Essen hatte ich bereits im Vorfeld im Teehaus ab achtzehn Uhr einen Tisch für uns bestellt und es war, wie bereits bei unserem ersten Borkumaufenthalt, wieder fantastisch.

Mai – Nach dem Frühstück gehen wir zum Südstrand. Hinter der heimlichen Liebefinden wir eine freie Bank und genießen den Sonnenschein, das Strandleben und die vorbeifahrenden Schiffe. Die Eternal Ace aus dem Baujahr 2011 hat eine Tragfähigkeit von 18.418 Tonnen, ist 199,5 Meter lang und 32,2 Meter breit.

Sie gehört zu der Gattung der Cargo Schiffe. Unter der Flagge Panamas wird sie wohl in Emden die VW`s aus dem dortigen VW Werk abholen..Die Carten Maria Scan Shipping stammt aus dem Jahr 1985, ist 85 Meter lang und 16 Meter breit. Tragfähigkeit ca 3176 Tonnen, bei einer Geschwindigkeit von 13 Knoten und fährt unter der Flagge von Barbados . Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg gen Nordstrand und schließlich nehmen wir eine Mahlzeit in der Fußgängerzone ein.

Die Frauen haben danach noch ein wenig einzukaufen und am Abend genießen wir den Rest des Tages auf der Terrasse des Hauses Donn, wie unser Domizil auch heißt.      

Mai –Ruth und ich unternehmen eine ausgedehnte Wanderung durch die „Greune Stee“. Wie entdecken eine neues Gebiet um die Kugelbake – Heute steht hier leider nur noch ein Model und ein Gedenkstein mit der Inschrift:

Dieses Modell markiert die Stelle, an der über sieben Jahrzehnte die 18,4 m hohe Kugelbake als Tagessichtzeichen für die Schifffahrt stand. Der Abbau der Bake im Jahre 2000 symbolisiert das Ende der großen Bedeutung künstlicher Landmarken als  Orientierungspunkte für die terrestrische Navigation.

Die Greune Stee ist ein Naturschutzgebiet mit vielen Tierarten. Hier kann man mit etwas Glück die Nachtigall sehen und hören. 

Für den Nachmittag haben wir uns mit Brigitte und Hans am Fischimbiss in der Füßgängerzone verabredet. Auch hier ist das Essen schmackhaft, natürlich fehlt es an der Gemütlichkeit. Den Tag lassen wir dann wieder auf der Terrasse ausklingen.

18. Mai – Da wir bei unserem ersten Besuch nicht auf dem Upholmhof waren, gehen wir an diesem Tag zu viert dort hin. Da es von unserer Wohnung aus nur knapp ein Kilometer bis dorthin ist, können wir den Weg gemeinsam zurücklegen. Leider war Brigitte wegen eines Fersensprons unter dem Fuß stark beeinträchtigt, aber die Strecke konnte sie noch einigermaßen bewältigen. Sie hat sich während des gesamten Urlaubs tapfer geschlagen.

Der Upholmhof ist ein altes Scheunenlokal. Draußen ein großer überdachter Biergarten in dem an den Wochenenden Live Musik präsentiert wird. Im Restaurant hängen alte Kutschen an der Decke und es werden Fleisch und Fischgerichte angeboten. Ich hatte am darauffolgenden Tag eine sehr leckere Kohlroulade und auch meine Begleiter waren mit ihren Speisen äußerst zufrieden.

Den Rückweg unternahmen Ruth und ich entlang der Hoppweide mit dem Hoppbach. Auch hierbei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet. Schon auf dem Weg zum Upholmhof konnte ich den Kibitz und Austernfischer fotografieren.

Ganz in der Nähe unserer Wohnungen befindet sich das Restaurant „Valentin“. Wir hatten Glück das dort noch geöffnet war und nahmen dort unser Mittagsmahl en. Der Nachmittag war dann noch einmal dem Einkauf bestimmt. Am späten Abend wollten Ruth und ich uns dann einmal Borkum im Neonlicht betrachten. Es war bereits nach 22 Uhr  und die Lokale leerten sich so nach und nach.

 19.  Mai – Erstmals haben wir von dem Tüskendörsee gehört und beschließen eine Wanderung dort hin. Um den Tüskendörsee befinden sich die Binnenweiden. Das Gebiet steht unter Naturschutz und ist Wiesevogelland. Die Rinderhaltung auf den Weiden trägt zum Schutz der Wiesenvögel bei. Hier findet man neben dem Kibitz, den Austernfischern und der Feldlerche mit etwas Glück auch Rotschenkel, Wiesenpieper und die Uferschnepfe. Leider war mir das Glück nicht bei allen Arten hold.

Die Vorkommen begrenzen sich auf der Insel nicht nur auf die Weiden am Tüskendörsee (der Name bdeutet „Zwischendurch“ und damit ist gemeint, dass die Insel einst zwischen Ostland und dem Rest durch Wasser getrennt war), es gibt sie auch auf der Hoppweide, benannt nach dem Hoppbach, auf den Ostweiden und im Ostland. Der Bestand der Uferschnepfe ist leider durch Beutegreifer, die es früher auf der Insel nicht gab, aber durch die Schifffahrt „importieert“  wurden, gefährdet. 

Der Rückweg führte uns dann am Ostland und Flugplatz vorbei wieder zum Upholmhof, wo wir dann im Restaurant speisten. Während des Weges konnten wir die Rohrweihe im Flug beobachten. Leider war sie für ein Foto zu weit entfernt. Umso glücklicher war ich dann einen Sperber ablichten zu können, der sich lange Zeit nicht an uns störte, oder auf etwas anderes konzentriert war. Die Wanderung ging über knapp dreizehn Kilometer und so genossen wir den Abend im Quartier bei einem Glas Wein.


Nordseeinsel Borkum – Ostland

20. Mai – Wir hatten beschlossen mit dem Bus zum Ostland zu fahren, um Brigitte und Hans einmal die gewaltigen Dünen dort zeigen zu können. Die Haltestelle Ostland befindet sich gleich an der Gaststätte und dem Restaurant Ostland. Die Gaststätte trägt auch den Beinamen „ letzte Gaststätte vor Juist“- Dem Ostland vorgelagert befindet sich die unbewohnte Sandbank „Kachelotplate“ und die Vogelinsel Memmert, hier wohnt lediglich eine Person, nämlich der Vogelwart. Daran schließt sich dann die Insel Juist an.

Auf Juist leben rund 1700 Personen und auf Borkum 5200 Einwohner, womit wir wieder auf unserer Urlaubsinsel angekommen sind. Tiefer , feiner Sand führt hinauf auf die Dünen mit einem herrlichen Blick aufs Meer. Wie machten noch eine kleinere Runde durch das Ostland und trafen uns dann mit unseren beiden Reisebegleitern in der Gaststätte Ostland, wo ich dann eine Scholle zu mir nahm. Auch die Speisen der Anderen wurden gut angenommen.                                           

Mai – Noch einmal geht es an den Nordstrand – den Hauptstrand der Insel. Ein Stück gehen wir die Strandpromenade in Richtung Ostland. Hier trennen wir uns. Ruth und ich gehen auf den Strand und ein Stück ins Watt. Hier sind wir den Seehundbänken dann in etwa so nah, dass ich einige Fotos versuchen kann. Das Weter will heute nicht so richtig mitspielen und wir kehren noch einmal im „Valentin“ ein.

Da es kurz darauf wieder aufhellt beschließen Ruth und ich noch einmla eine Runde entlang den Hoppweiden – ich bin ja noch auf der Suche nach der Uferschnepfe. Aber auch heute will mir dieser Schnappschuß nicht gelingen, Dafür sehen wir auf der Weide am Bach dann zwei Fasanenhähne die  wohl einen Machtkampf um das beste Revier ausfechten wollen.

Noch während der ersten Aufnahmen wird es wieder dunkel und bald darauf kommen die ersten Tropfen. Zunächst scheint es recht harmlos zu sein, bis dann das Donnern einsezt und der Regen dichter und dichter wird. Natürlich haben wir ausnahmsweise weder Schirm dabei, noch hat Ruth einen Knirps in ihrer Tasche und so schaffen wir es einmal wieder richtig naß zu werden, dass muss wohl einmal in jedem Urlaub so sein.… so geht wieder ein Urlaub auf unserer Lieblingsinsel Borkum vorbei. Es gilt jetzt die Koffer zu packen und die Heimreise anzutreten.

Borkum Besuch 2018

Borkum Besuch 2015

Usedom

Usedom ist unser Ziel in diesem Jahr.  Das Seeheilbad Bansin, eines der drei Kaiserbäder auf Usedom wird unser ständiger Sitz. Nach Ankunft beziehen wir unser Quartier in einer der Ferienwohnungen des Gastgebers „Wald am Meer“.

Die Wohnungen bieten einen recht großen Wohnraum, mit einer gut ausgestatteten Küche im Erdgeschoß. Im Obergeschoß, zu erreichen über eine nicht zu steile Treppe, kommt man dann zum Schlafraum in welchem sich ein Doppelbett sowie eine zusätzliche Liege befindet. Ebenfalls auf gleicher Etage das Duschbad mit WC. Vor dem Wohnraum befindet sich eine kleine Terrasse mit Tisch und Stühlen.

Usedom  – Strand und Promenade

Der Strand ist in weniger als fünf Minuten Fußweg zu erreichen, daher befindet  sich  auch der Wald  unmittelbar am Haus. Leider war die angeschlossene Gastronomie zu unserer Zeit geschlossen, da der Pächter zwei Wochen zuvor das Geschäft aufgegeben hatte. Wer wollte, konnte aber morgens im Restaurant frühstücken und es wurde auch ein Brötchenservice angeboten.

Fahrräder können an mehreren Stellen im Ort ausgeliehen werden. Wir erhielten sehr gute Räder am Buchenpark bei dem dort ansässigen Sportverein und zahlten  für acht Tage siebzig Euro.

Seebrücken

Kennzeichnend für diese Seebäder sind die sehr schönen Promenadenwege entlang des Strandes, unzählige Strandkörbe, die den feinen Sand belegen, außerdem mondäne Villen entlang der Hauptverbindungswege und Seebrücken der verschiedensten Größe. Während die Seebrücke in Bansin nur zum Schiffsanleger führt, findet man in Heringsdorf Geschäfte und in Ahlbeck Restauration auf den Brücken . An manchen Tagen werden die unterschiedlichsten musikalischen Darbietungen in den Konzertmuscheln an der Promenade aufgeführt.

Ückeritz

Eine der Radtouren die wir unternehmen führt uns durch dichtes Waldgebiet und über kleine Anhöhen von bis zu 54 Metern. Schließlich erreichen wir einen Natur -Campingplatzes am kleinen Seebad Ückeritz , nördlich von Bansin gelegen. Ein üppiges Strandleben findet an dem Küstenstreifen des Ortes statt. Kioske, Restaurants, kleine Läden der verschiedensten Art und erfreulicherweise einige kostenlos nutzbare Toilettenanlagen.  Außerdem gibt es ein kleines Odeon für Veranstaltungen.

Stagnieß

Folgt man dem Radweg in Richtung Achterwasser , das ist das Gewässer im inneren Teil der Insel, mit Zugang zur Ostsee, kommt man zu dem winzigen Örtchen Stagnieß . Hier finden wir  einen Campingplatz und einen kleinen, aber schönen Yachthafen, an welchem sich ebenfalls Restauration befindet. Der Ort scheint ziemlich im Wachstum zu sein, da überall neue schöne, reetgedecke Häuser entstehen. 

Die Fahrt führt dann weiter über flaches Geestgebiet. Hier weiden Kühe und leider gibt es bereits eine Erdölerprobungsstätte. Sieht so aus als wenn hier bald nach Öl gebohrt würde. Entlang einer Allee erreichen wir dann Pudagla. Hier kann eine Bockwindmühle besichtigt werden. Ein Stück schieben wir das Rad, da die Wegstrecke über einen gemähten Acker führt und radeln dann bergab durch Waldgebiet hinunter zum Schmollensee.

Benz

An diesem Abschnitt, der zum Ort Benz gehört, ist ein Haus schöner als das andere. Hier würde man gerne sein Domizil errichten. Wir machen eine kleine Pause an einer Raststelle am See und beneiden die Anwohner um die wunderbare Lage, in welcher sie ihren Wohnsitz anlegen konnten. In Benz kann die St. Petrikirche und die Hollandmühle besichtigt werden.

Nun beginnt eine Strecke wo wir des öfteren absteigen müssen, weil die Steigungen zwar kurz, aber anstrengend zu radeln sind. So geht es bis zum letzten, längeren Anstieg zum Ort Sellenthin , der für uns der Zugang nach Bansin zum kleinen Einkaufszentrum bedeutet, wo wir uns mit Wasser und Brot sowie einer Flasche Wein für den Abend eindecken.

Naturschutzgebiet

Von Bansin Dorf führt der Radweg direkt hinein in das Naturschutzgebiet „kleiner Krebssee“. Sehr schöne Reethäuser und Gehöfte säumen den Weg hinunter zu den beiden Seen, die nur durch einen schmalen Landstreifen getrennt sind. Hinauf geht es von dort zur Victoriahöhe, das angeblich Ziel eines Ausfluges der Königin Auguste Victoria mit ihrem Gefolge war.

Aussichtspunkt auf Usedom

Der Aussichtspunkt liegt auf einer Höhe von 55 Metern und ist bei Temperaturen um dreißig Grad nicht zu verachten. Dann geht es natürlich bergab zum Schmollensee, der bereits auf der Pudagla -Tour eine Etappe war. Hier erreichen wir aber die gegenüberliegende Seite des Sees mit dem Ort Sellin und einem schönen Rastplatz gleich am See. Auch hier findet man noch das Ursprüngliche, das man andererorts bereits vermißt.

Der Rückweg führt dann eine gute Strecke den See entlang, mit einem Abzweig  am Cafe Fangel vorbei, wieder zum Radweg parallel der B111 nach Bansin. Eine Tour mit dem Auto führte uns zu dem kleinen Ort Rankwitz. Kaum hat man das Ortseingangsschild passiert, ist man auch schon wieder am Ausgangsschild. Nun wurde uns Rankwitz allerdings empfohlen und so nutzten wir den Abzweig zum Hafen Rankwitz.

Sehr schöne und durchaus auch größere Yachten liegen hier vor Anker. Ein großes Fischrestaurant mit eigener Räucherei, sehr schöne Ferienhäuser und ein kleiner gepflegter Park säumen den niedlichen Hafen.  Außerdem finden wir ein wunderschönes bewaldetes Hinterland vor, wo sich romantische, alte Ortschaften wie Morgenitz finden lassen. Dem Wanderer dürfte hier in dieser Region das Herz höher schlagen.

Knapp sieben Kilometer von Rankwitz mit seinen Fischerhäusern kommt man nach Mellenthin. Eine Brücke führt zum Wasserschloß Mellenthin. In der Nachbarschaft wurde eine Scheune in ein Waffelrestaurant umgebaut, wo man sämtliche Arten an Waffeln bekommt. Am Ortsausgang befindet sich ein größeres Restaurant und eine Töpferei.  An einem regnerischen Tag machen wir uns auf den Weg zum Forsthaus Langenberg , welches oberhalb der Steilküste an der höchsten Stelle von Bansin liegt, um dort eines der angepriesenen Wildgerichte zu probieren.

Der etwas mühselige Anstieg hinauf zum Restaurant wurde aber durch den köstlichen Hubertus -Teller zu einem Glücksfall. Eine längere Treppe führt ca 50 Meter vom Hotel hinunter zum Strand und wir bummeln gemütlich entlang der Küste zurück nach Bansin. Wer übrigens einmal leckeren Fisch in besonderer Atmosphäre genießen möchte, sollte das Restaurant „Fischkopp“ in Betracht ziehen. Eine rustikale, mit Details aus dem Fischfang dekorierte Ausstattung und wirklich leckerer Fisch laden hierzu ein.  Reservierung ratsam.

Sehr gut bewirtet wurden wir auch im Restaurant „zur Post“, wo es ebenfalls sehr leckere Fischgerichte gibt. Die Abende kann man dann gut im  „Bierkutscher“ verbringen, wo neben kleineren Gerichten wie Currywurst-Pommes, ebenso Fleisch-und Fischgerichte angeboten werden und es gibt Livemusik.  Rustikaler, aber gemütlich geht es an den kleinen Räucherbuden an der Promenade zu, wo es neben Fischbrötchen auch Eintopf und gezapftes Bier gibt.

Alle Lokalitäten befinden sich auf der Seestraße. Einkaufsmöglichkeiten für den Selbstverpfleger bieten das kleine Einkaufszentrum an der Seestraße mit dem Discounter „Sky“ oder ein paar Meter weiter „Lidl“.

Ziel einer weiteren Radtour war der Wolgastsee. Durch die Seebäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck führt der Radweg bis zur deutsch-polnischen Grenze. Entlang der ehemaligen Grenzbesfestigung müssen wir die Räder eine kurze Strecke schieben, da der Weg völlig versandet ist.

Wenn unser Kartenmaterial besser gewesen wäre, hätten wir einen Weg vorher abbiegen können und uns wäre das Schieben erspart geblieben. Überhaupt muß ich leider feststellen, dass die Beschilderungen für Radler und Wanderer sehr dürftig ausfallen, hier könnte mehr getan werden. Dann überqueren wir die Bundesstraße und fahren durch einen dichten Mischwald vorbei an der alten Markleineiche, über hügeliges Gelände hinunter nach Korswandt am Wolgastsee.

In wunderschöner Landschaft liegt dieser kleine Badesee und wir werden von einer kleinen, gemütlichen Kiosk ähnlichen Restauration überrascht.  Wir genießen eine ausgiebige Pause auf der sonnigen Terrasse. Weiter führt dieFahrt durch Ackerland und Waldungen über Gothen nach Heringsdorf und zurück nach Bansin.

Swinemünde, etwa 15 Kilometer von Bansin entfernt, erreichen wir nach einer Fahrt entlang der Promenade mit den drei Seebädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Am Übergang zwischen Polen und der BRD erinnert nur noch eine mittlerweile bewachsene und versandete Furt an die ehemaligen Befestigungen. Zwei metallene Stelen mit den Fahnen der beiden Republiken markieren heute den Grenzübergang. Zwischen dem Radweg und dem Strand befindet sich bereits seit Ahlbeck eine schöne bewachsene Dünenlandschaft.

Swinemünde ist ebenfalls geprägt durch alte Villen im Seebäderstil. Entlang des Küstenabschnittes wechseln sich Verkaufsstände, Imbisse, und Lokalitäten ab. Fast hat man schon den Eindruck es könnte jeden Moment eine Kirmes auftauchen.

Wir machen einen kurzen Abstecher zu einem wunderbaren breiten Sandstrand und es fällt sofort auf, dass es hier keine Strandkörbe gibt. Die Strandnutzer haben hier alle Windschutztücher gespannt. Der Weg führt von Bansin Dorf über, zunächst befestigte Strecken, zu einem Rad-und Wanderweg, der durch sandige Verwehungen für Fahrräder nur schwer zubefahren ist. Die Waldungen auf der rechten Seite des Weges lassen zwischendurch immer einen Blick auf den Gothensee zu.

Leider erfüllt sich unser Wunsch am See eine Rast zu machen nicht, da eingezäunte Weideflächen und Privatgrund den Zugang zum See verhindern. Linkerhand erstrecken sich ausgiebigeFelder, auf denen der Mais noch in Blüte steht. Pferde und Ponys grasen auf den Weiden und sehr schön ist der Anblick der Pony-Fohlen auf einer Weidefläche.

An der Wegegabelung, die einerseits nach Gothen und zum Wolgastsee führt,  wenden wir uns der zweiten Möglichkeit zu und erreichen schließlich die Bahnunterführung durch welche wir das Klinikgelände des Seebades Heringsdorf erreichen. Von hier geht es dann zurück nach Bansin, aber nicht ohne nochmals im Biergarten des Hotel Coralle eine Mahlzeit zu uns zu nehmen. Hier waren wir bereits zuvor während eines Spaziergangs nach Heringsdorf gelandet. Wie wir jetzt erfahren haben heißt das Haus heute „Strandhaus Heringsdorf“.

Sturm auf Usedom

Eine heimliche Hoffnung sollte an diesem Tag in Erfüllung gehen. Bereits die Geräusche die nach dem Erwachen unser Ohr erreichen machen es klar ,es stürmt mächtig über der Insel. Schon immer wollte ich einmal die Gelegenheit haben eine stürmische See zu fotografieren. Warm eingepackt die Mütze aufgesetzt und selbst Ruth benutzt heute die Kapuze ihrer Wetterjacke, geht es rüber an den Strand. Man muss sich schon richtig gegen den Wind stemmen und das ruhige Halten der Kamera ist doch nicht so einfach wie gedacht.

Schloon Idyll

Es ist schon ein phänomenaler Anblick wenn man das Meer einmal so wüten sieht, auch wenn der Sand unangenehm ins Gesicht weht. Eine Zeit bewundern wir diesen Anblick während wir weiter die Promenade entlang in Richtung Heringsdorf laufen. Schließlich biegen wir ab und wenden uns dem Schloonsee zu.

Hier kehren wir im „Schloon Idyll“ ein. Das Hotel und Restaurant bietet Speisen und Getränke zu normalen Preisen und bietet dazu noch eine sehr schöne Außengastronomie, die natürlich heute bei dem Wetter nicht genutzt werden kann. Ebenso schön ist die Inneneinrichtung, so besteht die Theke aus einem Schiff.  Zander und Lachs schmecken uns hervorragend.

Andere Gäste empfehlen uns den Kuchen, der hier vom Chef selbst gebacken wird. Dazu sind wir allerdings jetzt nicht mehr in der Lage, aber der Kuchen in der Vitrine verspricht so einiges, riesige Stücke vom Allerfeinsten sind hier angeboten. 

Es wird kühl

Auf dem Weg zurück gehen wir noch einmal an der Promenade vorbei, wo der Sturm bereits für einen Einsatz der Feuerwehr gesorgt hat. Auch der heutige Tag beginnt stürmisch und kalt. Da wir die Leihräder bereits abgegeben haben und es auch zum Radeln und Wandern zu stürmisch und frisch ist, fahren wir mit dem Auto einige interessante Orte auf der Insel an.

Schloß Stolpe

Das sehr schön wieder restaurierte Schloß  Stolpe können wir leider nicht von Innen besichtigen, da wegen einer Familienfeier das Schloß fürBesucher geschlossen ist.Vom Turm aus hätte man einen Blick auf das Stettiner Haff genießen können. Der kleine Ort Stolpe ist ebenfalls schön anzusehen, mit schicken alten und neuen Häusern. In kurzer Entfernung kann auch ein Wisentgehege besichtigt werden.

Stadt Usedom

Weiter führt uns die Fahrt in das Städtchen Usedom, welches der Insel den Namen gibt. Einstmals eine angesehen Industrie und Handelsmetropole verlor die Stadt nach einem Großbrand diesen Ruf und beginnt jetzt mit dem Aufbau für den Tourismus interessant zu werden. Den Eingang zu der schön wiederhergestellten Altstadt bildet das Anklamer Tor.

Hubeisenbrücke

Die sehenswerte St. Marienkirche bildet mit dem restaurierten Rathaus den Kern der Altstadt. Die Fahrt führt uns in den äußersten Süd-Westen der Insel Usedom. In Höhe des Ortes Kanin findet sich der Rest einer ehemaligen Hubeisenbahnbrücke. Es steht heute lediglich noch das Teil mit welchem die Eisenbahnschienen bei Bedarf über Motoren hochgezogen wurden, um den Schiffen eine Durchfahrt zu ermöglichen. 

Einst zählte diese Eisenbahnverbindung zu einer sehr stark befahrenen Strecke, da zur Zeit der Hitler Ära Züge die die V1 und andere Raketen, die mit Hilfe des Ingenieurs Werner von Braun in Peenemünde hergestellt wurden, diese Strecke zum Transport in Anspruch nahmen.

Mönchow

Wir fahren nun weiter über Mönchow mit einer der ältesten Kirchen der Insel und einem außerordentlichen Mausoleum auf dem dortigen Friedhof. Der Bauer Carl Dennenfeldt, ließ sich 1891 auf dem Mönchower Friedhof dieses Mausoleum durch den Maurermeister Pistorius  aus Swindemünde errichten. Damals betrugen dieKosten für dieses, heute unter Denkmalschutz stehenden  Neobarockbaus 25.000Mark. Die Kuppel wird von 4 Obelisken umrahmt .

Bevor wir unsere Rückfahrt antreten, machen wir noch einen Abstecher zu dem kleinen Ort Warthe. Die Fahrt führt über Liepe, ebenfalls ein schöner kleiner Ort, mit altem Fachwerk und herrlichen reetgedeckten Häusern. Auf dem weiteren Weg haben wir noch ein besonderes Erlebnis. Kurz hinter einer Kurve steht plötzlich ein Bulle vor uns auf der Straße.  Zu gleicher Zeit biegt aber auch schon der Bauer auf einem Moped vom Acker um den verirrten Bullen zu seinem Stall zu lotsen und so können wir kurz darauf unsere Fahrt fortsetzen.

die blauen Häuser

Besonders in Erinnerung bleiben die blauen Häuser von Warthe, weshalb sie auch auf der gesamten Insel bekannt wurden. Die Rückfahrt nach Bansin unterbrechen wir mit einem Aufenthalt in Rankwitz um indem kleinen Hafen im Fischrestaurant einzukehren. Langsam sind die Tage unseres Insel  Urlaubes gezählt. Einmal noch spazieren wir von Bansin über die Promenade nach Heringsdorf.

Heute ist Himmelfahrtstag und daher ist auch besonders viel los auf den Wegen der Kaiserbäder. Besonders in Heringsdorf brummt der Bär. Den Rückweg nehmen wir dann nicht den Küstenweg, sondern die Wege durch die Ortschaften und wir sehen nochmals sehr schöne Baudenkmäler. Wieder in Bansin angekommen setzen wir uns auf die Außenterrasse des Restaurants „Schloon Idyll“. Das Stück Kuchen, das uns hier serviert wird hat eine enorme Größe. Andere Lokalitäten würden hier sicherlich 2 Stücke daraus machen.

Gegen Abend sind wir dann bei Frank und Heidrun eingeladen und es wird ein sehr gemütlicher Abend bei Essen und Trinken.

Insel Föhr

– Urlaube auf Föhr

Föhr – 2009 und 2011

Föhr besuchen wir erstmals im Jahr 2009. Wir haben  eine Wohnung im Süden von Wyk, welche  an einem kleinen Wald liegt.  Von hier aus sind es etwa 15 Minuten zu Fuß zum Südstrand und zwanzig Minuten zur Innenstadt.

2011 hatten wir ein schönes Bungalow für zwei Personen in Wyk . Zentral gelegen zur Promenade und Strand  knapp 10 Minuten Fußweg. Die Vermietung in den Wohnungen Badstraße und den Bungalows im Knudtsenweg waren Margot und Peter Hückstädt

Wyk ist der Hauptort auf der Insel.  8500 Einwohner leben auf der nordfriesischen Insel und etwa die Hälfte davon in Wyk.  Der Ort ist geprägt durch  seine schönen Friesenhäuser, Cafes, Restaurants und der Uferpromenade mit  kilometerlangem Strand. Gleich an der Promenade gibt es das Lokal „Pinte“, wo wir schöne Abende verbrachten.

Feine Parkanlagen mit exotischen Pflanzen laden zum Verweilen ein. Imposant ist die Artenvielfalt der hier lebenden Tiere. Im Norden der Insel, in der vom Deich geschützten Marsch, gibt es nur vereinzelt Bauernhöfe.   Kühe, Pferde und Schafe weiden auf den saftigen Flächen. Wiesenpieper und Feldlerche sind hier zu finden, ebenso Niederwild wie  Hase, Tauben und Fasane. In den Wäldern leben Rehe, die manchmal bis an den Strand kommen.

Ein Erlebnis ist natürlich eine Fahrt mit dem Schiff zu den vorgelagerten Seehundbänken .

Nieblum

Der mehrfach ausgezeichnete Ort Nieblum, mit etwa sechzig reetgedeckten Häusern, zählt zu den schönsten Orten Deutschlands. Durch den Ort zieht sich eine Lindenallee . Als Friesendom bezeichnet man die Kirche St. Johannis, die 1240 erstmals erwähnt wurde. Auf dem Friedhof findet man alte Grabsteine der Seeleute, diese erzählen die Geschichte der Seefahrer.

In Oldsum gibt es noch eine Mühle. Heute ist die Mühle als Wohnhaus umgebaut. Ein weiterer Ausflug führte uns auf die Nachbarinsel Amrum.

Amrum

Die Insel ist geprägt von wundervollen Dünen und dem größten Strand Europas. Kniepsand , Wald und Heide bieten immer wieder neue Ansichten. Die Aussichtsdüne hat eine Höhe von 32 Metern. Holzstege führen durch die geschütze Dünenlandschaft. Wer die dreihundert Stufen hinauf auf den Leuchtturm unternimmt, wird mit einem herrlichen Blick über die Insel belohnt.