Kohlenstoffspeicher

Kohlenstoffspeicher – Kohlenstoff ist in fossilen Brennstoffen gebunden, verbrennt man diese wird  CO2 freigegeben und gelangt in die Atmösphäre. Es entsteht ein Ungleichgewicht an CO2 , welches schließlich zur Erderwärmung führt.

Es ist also wichtig Kohlenstoffspeicher  zu haben. Diese werden aber leider sehr oft, um nicht zu sagen zu oft, vom Menschen zerstört. Moore, die zu den besten Speichern gehören werden trocken gelegt und Wälder vernichtet.

Die Bundeswehr läßt Raketenübungen im ausgetrockneten Moor stattfinden und setzt so das Moor in Brand. In einer Zeit wo überall vor der Brandgefahr in diesem heissen Sommer gewarnt wurde. Ein immenser Schaden entsteht durch Gedankenlosigkeit.

Zur Zeit findet mit der vorgesehenen Rodung des Restbestandes vom Hambacher Forst gerade ein Paradoxum statt. Der Wald mit seinen uralten Bäumen ein idealer Kohlenstoffspeicher, wird vernichtet, um dem schlimmsten Klimagefährder, dem Braunkohlekraftwerk zur Rohstoffgewinnung Platz zu bereiten.

Ich bin davon überzeugt, dass mit etwas guten Willen seitens des RWE Konzerns die 200 Hektar Wald bestehen bleiben könnten. Das Gebiet des Braunkohle-Tageabbaus ist so groß, dass der Wald umgangen werden könnte. Zumal die Zeit für den Kohleabbau abläuft und ein hoffentlich baldiges Ende abzusehen ist. 

Der Baum – Klimaschützer

Der Baum speichert Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Alte Wälder speichern mehr CO2 als junge Wälder. Die Speicherkapazität eines Baumes hängt von der Holzdichte ab. Eine 35 Meter hohe Buche mit dem gleichen Umfang und der gleichen Höhe wie eine Fichte, speichert knapp 1 Tonne CO2 im Jahr mehr als die Fichte.

1 Hektar Wald (1 Hektar = 0,01 km² ) speichert im Jahr etwa 13 Tonnen Kohlenstoff. Bei den geplanten Rodungen von 100 Hektar Hambacher Forst gehen also etwa 1300  Tonnen Speicherplatz verloren.

Der Klimawandel – Folgen für den Kohlenstoffspeicher 

Bäume und Moore sind für den Erhalt des Klimas überaus wichtig. Der Klimawandel ist in vollem Gange, wie wir es in diesem Sommer deutlich vor Augen geführt bekommen haben.  Die Folgen des Klimawandels belasten auch die Bäume in besonderem Maße. Schädigungen entstehen durch Trockenheit, Dürreperioden, Waldbrände und durch invasive Käfer, die durch die Erwärmung neue Gebiete erobern und Krankheiten einführen, auf die die heimischen Bäume nicht vorbereitet sind.

Hohe, alte Bäume haben die höchste Speicherkapazität für CO2 , sind aber der aufkommenden großen Sonneneinwirkung schutzlos ausgeliefert. Die Laubkronen überragen alle anderen Bäume und die Trockenheit zwingt den Baum dazu mehr Energie für das Pumpen von Nässe in die Blätter aufzubringen. Heftigere Stürme, durch den Klimawandel entstanden, belasten ihn zusätzlich. Sein Speicher wird geringer. Das Laub fällt ab und die kleineren Bäume, die vorher von seinem Schatten profitierten, werden ebenfalls der direkten Sonneneinwirkung ausgesetzt. 

Wir müssen endlich aufhören, die von der Natur gegebenen Ressourcen zu vernichten und nach wirksamen Alternativen suchen, beziehungsweise diese zu nutzen. Es muß auch darüber nachgedacht sich den neuen Klimaverhältnissen anzupassen. Dazu gehört auch die Anpflanzung neuer Baumarten in Erwägung zu ziehen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen weniger Energie zu verbrauchen um so noch schneller von dem schmutzigsten aller Energieträger Abschied nehmen zu können. Noch ist die Braunkohle mit einem Drittel an der Energieversorgung beteiligt.

Klimaerwärmung

limaerwärmung wird extremer

Klimaerwärmung – seit mehreren Jahren ist die Erderwärmung feststellbar. Die letzen drei Jahre waren geprägt durch extrem hohe Temperaturen. Das Jahr 2018 bricht nun alle bisherigen Rekorde und bringt eine landesweite Dürre mit sich.

Ernteausfälle in der Landwirtschaft

… führen zu Ertragsverlusten bei den Bauern. Daher auch der Ruf des Bauernverbandes nach Entschädigung in Milliardenhöhe. Zunächst belief sich die Forderung an den Staat auf 1 Milliarde Euro. Heute wird aber bereits ein noch höherer Ernteausfall als vermutet prognistiziert.  Daher ist damit zu rechnen das der Bauernverband eine noch höhere Summer einfordert. Das Geld muss aber aus Steuermitteln kommen. Würde der Staat alle Betriebe die keine erwarteten Beträge erwirtschafte unterstützen, wäre  er bald Bankrott.

Mitverursacher des Klimawandels

Gibt der Staat das Geld ohne Bedingungen, wird die Landwirtschaft in gleicher Weise wie bisher betrieben. Das heißt,  sie wird weiterhin mit 14 Prozent der weltweiten Treibhausgas Emissionen an der Veränderung des Klimas beteiligt sein. Alleine in Deutschland  beträgt der Anteil an Treibhausgasen aus der Landwirtschaft 7 Prozent. Nimmt man noch die Folgen aus der Landnutzung (Abholzung etc.) hinzu liegt der Wert bei 13 Prozent.

Methangas aus der Massentierhaltung

Massentierhaltung von Rindern, Schafen, Ziegen nutzen künstlich erzeugtes Futter. Gülle und Mist haben Anteile an der Klimaerwärmung. Die Verdauung des Viehs aus der Massentierhaltung erzeugt Mathangas, das weltweit mit 27 Prozent an der globalen Emission beteiligt ist. Intensive Landwirtschaft erzeugt durch Düngung der Felder Lachgas und die maschinelle Erzeugung des Kunstdüngers und Spritzmittel erzeugt Kohlendioxid. Die Landwirtschaft ist also mit einem nicht geringen Teil mitverantwortlich am Klimawandel und fordert jetzt für die   daraus entstehenden Schäden  Milliarden Steuergelder.

Landwirtschaft wird gebraucht

Natürlich benötigen wir für die Versorgung die Landwirte und ihre Erzeugnisse. Allerdings kann man auch erwarten das sie alles tun um die Belastung der Umwelt so niedrig wie möglich zu halten.  Weiderinder stossen weit weniger Methangas aus, als Rinder in der Massentierhaltung, weil sie anders ernährt werden.Gülle und Mist kann zur Energieerzeugung in Biogas Anlagen genutzt werden. Digitale Messungen des Bodens reduzieren den Einsatz von Gülle und Spritzmaterial auf das Nötigste. Weltweit muss darauf gedrungen werden die Abholzung der Wälder, im Besonderen des Tropenwaldes,  zu stoppen.

Weiniger Treibhausgase möglich

Es wurde ermittelt, dass die Landwirtschaft in der Lage ist 25 Prozent weniger Teibhausgase zu erzeugen (World Watch Institute). Insofern darf eine Entgschädigung von Ertragsverlusten nur dann mit Steuermitteln finanziert werden, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Ansonsten wird sich nichts ändern und Jahr für Jahr muss die Landwirtschaft abgegolten werden.