Bernkastel Kues

Bernkastel Kues – Pünktlich um 11:00 Uhr kamen wir nach angenehmer, störungsfreier Fahrt bei Familie Mehrfeld in  Kues an und wurden gleich freundlich begrüßt. Sofort erhielten wir viele Informationen zu Veranstaltungen und Festen in der Umgebung.


Bernkastel  Kues 21.-28.09.2013

Zunächst machten wir aber einen Spaziergang hinüber nach Bernkastel, da wir auf der Kuser Seite wohnten. Gleich unten an der Promenade und neben dem Geburtshaus des ehemaligen Bischofs und Philosophen Cosanus, dem wichtigsten Bürger der Gemeinde, befand sich das Hotel Restaurant „Alt Kues“, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Leider waren wir nicht gerade begeistert von den präsentierten Gerichten.

Nachmittags packte Ruth zunächst die Koffer aus und wir machten eine kleine Siesta, bevor wir uns noch einmal auf den Weg nach Bernkastel machten. Wir sahen wunderschöne Gassen und Fachwerkhäuser, eine stattliche Zahl großer und kleiner Restaurants , Gaststätten und Weinstuben und das bei herrlichem Wetter.

Brauneberg und der Nußbaum

Am zweiten Tag hebt sich beim Blick aus dem Fenster langsam der Nebel aus dem Moseltal und gibt den Blick frei auf die Burg Landshut. Über dem Nebel wird deutlich, dass auch dieser Tag sonnig und warm werden wird. Wir diskutieren ob wir uns Fahrräder leihen oder wandern.

Unser Ziel ist Brauneberg. Da man beim Wandern aber mehr von den Schönheiten der Natur zu sehen bekommt, entschließen wir uns zum Laufen. In Brauneberg findet heute der dritte Tag des dortigen Weinfestes in der  bekannten Nußbaumallee statt. Diese Allee hat eine Länge von 1600 Metern. Die Geschichte besagt, dass ursprünglich e i n Walnussbaum zum Schutz vor dem Eiswasser der Mosel angepflanzt wurde. In späteren Jahren verhinderte dieser, mittlerweile alte Baum, die Zerstörung des Ortes durch die mächtigen Eisschollen der Mosel. Aus Dankbarkeit wurde deshalb eine ganze Allee mit Nußbäumen angepflanzt. 

Weinfest

Auf dem Weinfest gab es natürlich an jeder Ecke Wein und Speisestände. Kapellen aus Deutschland, Holland und Belgien präsentierten ihr Können. Auf dem Weg nach Brauneberg wandern wir über die Höhen der Weinberge entlang der Kueser Seite die Mosel hinab. Vorbei am kleinen Ort Lieser geht es hinunter nach Mülheim. Dem „Zeppelin“ Ort.

Bei der ersten Weltfahrt des Luftschiffs Graf Zeppelin führte man an Bord Mülheimer Wein aus der Lage „Sonnenlay“ mit. So wurde dieser Wein bald zum „König der Lüfte“ unter den Weinen. Bei Mülheim überqueren wir die Mosel und erreichen nach knapp sieben Kilometern Brauneberg. Wir genießen auf dem Weinfest Scampis und natürlich Wein.

Die eingeplante Rückfahrt mit dem Schiff fällt leider aus, da es an diesem Tag keine Fahrten gibt. Der Rückweg über den beschilderten Wanderweg führt uns an der Brücke die wir eigentlich nehmen müßten vorbei, hin zu dem Moselort Brandel und schließlich wieder nach Bernkastel. Trotz der  brennenden Füße und Oberschenkel müssen wir nun natürlich noch die restlichen zwei Kilometer auf die Kuser Seite meistern. Total erschöpft und naß geschwitzt erreichen wir unser Ziel.

Brunnenhof

Nach zweistündiger Pause und der ersten Hochrechnung der Bundestagswahlen machen uns auf zum Weingut Brunnenhof um in der dortigen Straußenwirtschaft unseren Abendtisch einzunehmen. Während Ruth einen trockenen Grauburgunder erwählt, entscheide ich mich für einen süffigen lieblichen Riesling. Dazu bestelle ich eine Winzerplatte mit herrlich frischer Wurst und Schinken, indes Ruth eine Knoblauchstange bevorzugt (Passend zu den mit Knoblauch servierten Scampis von Brauneberg). Drei Schoppen Wein sorgen bei uns für eine prächtige Stimmung.

Cosanus

Am dritten Tag wollten wir eigentlich lediglich einen Besuch auf Burg Landshut unternehmen. Nach dem Frühstück entscheiden wir uns aber zu dem Cosanus Wanderweg. Dieser soll verhältnismäßig leicht zu gehen sein und lediglich 75 Höhenmeter betragen. Mit knapp vier Kilometern erscheint es uns auch nach den gestrigen fünfzehn Kilometern als angemessen. Vorbei an den Wirkungsstätten des großen Sohnes der Stadt führt der Weg der mit einem Krebs, dem Wappentier des Cosanus,
gekennzeichnet ist durch die Kuser Seite.

Cosanus begann seine berufliche Laufbahn als Kirchenjurist und studierte in Köln Theologie. Er wurde Fürstenbischof und Kardinal. Seine Kinder übergaben das Geburtshaus des Theologen dem St. Nikolaus Hospital, worin sich heute ein Museum und eine ständige Ausstellung über das Leben des Cosanus befindet.  Der Weg führt an Fachwerkhäusern vorbei zur St. Brixus Kirche, erstmals 1258 erwähnt. Die Kirche war der Taufort des Cosanus und seiner Geschwister. Vorbei am Cosanus Krankenhaus, indem sich eine beachtliche Bibliothek des Cosanus befindet, geht es hinauf auf den Weinberg, von wo man einen herrlichen Blick auf die Moselschleife genießen kann.

Wein Erlebniwselt

Das nächste Ziel ist die Vonothek und Wein- Erlebniswelt in der Akademie Kues. Hier befindet sich ebenfalls das im spätgotischen Stil erbaute St. Nikolaus Hospital. Die Stiftung des Cosanus stellte die Auflage, dass hier im Hospital dreiunddreißig abgearbeitete , arme Männer über fünfzig bis zu ihrem Lebensende ein sorgenfreies Leben führen könnten. Diese Regelung gilt bis heute. Als Fazit bleibt zu bemerken das außer der Brixius Kirche und der Vonothek dieser Wanderweg kein MUß ist, zumal er auch noch schlecht beschildert und der freie Blick auf die Mosel mittlerweile verbaut ist.

Wir machen dann noch einen Bummel durch Bernkastel und entdecken so den urigen, historischen Weinkeller in einer winzigen Gasse des Städtchens. Hier gibt es sehr leckeren Wein des Weingutes Bernd Kilburg aus Brauneberg.

von Bernkastel nach Traben Trabach

Tag 4 beginnt erneut mit dichtem Nebel über der Mosel Wir besteigen auf Bernkasteler Seite den Weinberg und erreichen die Höhe noch bevor der Nebel ganz aus demTal abgezogen ist. Wie über Wolken blicken wir hinunter auf die durchschimmernde Mosel. Ein herrlicher Anblick. Auf dem Hochplateau grasen Kühe in der Sonne und schließlich beginnt der Abstieg der uns hinunterführt nach Traben Trabach.

Schiffstour

Erschöpft, aber voller Eindrücke fahren wir dann um 16:20 Uhr mit dem Schiff zurück nach Bernkastel. Die Fahrt geht vorbei an bekannten Weinorten, wie Ürzig, Wolf, Kröv mit dem berühmten Kröver Nacktarsch und schließlich durch die Stellingen Schleuse mit einem Höhenunterschied von 6 Metern. 

Lieser

Tag 5 Heute ist etwas Entspannung angesagt. Wir laufen über den benachbarten Weinberg nach Lieser. Hier gibt es ein Schloß zu sehen, welches allerdings zu unserer Zeit gerade voll eingerüstet ist und wegen der Umbauarbeiten nicht zu besichtigen ist. Leider sind auch die Lokalitäten gerade alle geschlossen und öffnen erst ab 18:00 Uhr und so beschließen wir den Rückweg nach Kues, wo wir das „Uferstübchen“ entdecken.

Hier bestellen wir beide das „Uferstübchensteak“ mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch umd mit Käse überbacken. Dazu wird Pommes und ein frischer Salat serviert. Das Ganze mit 0,4 Liter herrlich kühlem Bitburger Pils und der Tag war wieder perfekt. Obwohl wir heute nur knspp sechs Kilometer unterwegs waren sind die Beine schwer und wir gehen  gegen Abend nur noch einmal zum Einkauf nach Kues. Bei einem Fläschchen Wein sehen wir uns dann das Pokalspiel des S04 an.

Burg Landshut

Tag 6. Wir beschließen den Aufstieg zur Burg Landshut um uns die im 7. Jahrhundert  erstmals erwähnte Burg anzusehen. Nach 1238 und dem Verkauf an Boermund von Wasberg wurde das Schloß mit prächtigen Säulen und Kammern sowie Mauern und Befestigungsanlagen versehen. 1692 wurde es durch ein Feuer völlig zerstört. Bis zu dieser Zeit war es Residenz der Erzbischöfe von Trier. Seit 1920 ist die Burg wieder im Besitz von Bernkastel Kues. Bei Ausgrabungen der neueren Zeit fand man Reste eines römischen Kastells von enormer Größe.

Die Kastelle waren als „Picastellum“ bekannt, wodurch sich evtl auch die Namensgebung der Stadt erklären läßt. Durch diese Entdeckung wurde die ursprünglich 700 jährige Stadtgeschichte um 1000 Jahre älter. Der Weg zur Burg führt über Serpentinen den Berg hinauf, über den 555 Meter langen Bergtunnel in den Wald. Anfängs läßt sich der Blick auf die Stadt genießen. Dann bleibt die Sicht durch den Wald versperrt.

Kreuzweg

Wir folgen dem Kreuzweg und erreichen die erste von dreizehn Kreuzwegstationen. Wir sind an der Anne Kappelle angelangt, die die Grablegung Christie zeigt. 1650 wurde die Kapelle errichtet und 1890 erweitert. Sie war der Grund für den Annenfeiertag im Ort. Von der Anne Kappelle gelangen wir dann zur Burg Landshut. Von der Annekapelle führt auch ein Weg über den „Olymp“ zur Burg, das hätte aber einen Aufstieg auf 415 Meter und einige Kilometer mehr Weg bedeutet. Leider war auch die Restauration auf der Burg geschlossen und ein Aufstieg auf den Turm nicht möglich. Sehr schön war es dann allerdings im einige Meter unterhalb der Burg gelegenen Schützenhof. Sehr gutes Essen und Trinken verbunden mit einer herrlichen Sicht von der Außenterrasse auf die Mosel und den Ort machten den Aufstieg dann doch noch lohnenswert.

Den Abend verbrachten wir dann in der Straußenwirtschaft Denzer in Kues.

Auch am 7. Tag weckt uns die Sonne. Der letzte Tag unserer Moseltour verspricht wieder sehr schön zu werden. Heute bummeln wir noch einmal in aller Ruhe durch beide Ortsteile, tätigen letzte Einkäufe und lassen den Nachmittag auf der Terrasse des Schützenhauses ausklingen.

Monreal – Eifel

–  Eifel und Wanderungen

– Reisebericht Monreal – 23. bis 30 September 2012

Monreal liegt etwa nach 1 Stunde und 40 Minuten  Fahrt vor uns.  Bekannt wurde das idyllische Fachwerkdorf durch die Krimi-Serie „der Bulle und das Landei„ mit Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle. In den Gassen des kleinen Ortes wurden die Szenen gedreht .

Die Burgen

Eingebettet in ein enges Tal , durchflossen von der Eltz,  reihen sich hier Fachwerk an Fachwerk. Oben auf den Höhen wachen die Ruinen der Philippsburg und der Löwenburg über das Geschehen.

Für das leibliche Wohl gibt es das Hotel -Restaurant Löwenburg und das Hotel Lotfis Inn. Das Restaurant der Löwenburg ist durchaus zu empfehlen. Eine gut bestückte Speisekarte von der Pizza über Fleisch und Fischgerichte bis zum Salat und alles durchaus schmackhaft zubereitet.

Das Lotfis gehört , wie unsere Hauswirtin uns erzählte, zur gleichen Inhaberfamilie und ist wohl eher etwas für die jüngere Generation. Mit einem Billardtisch sowie Darts und Fernseher wird es auch von dem  Sohn der Familie geführt. Beide Häuser arbeiten Hand in Hand.

Dann wäre da noch das Stellwerk im alten Bahnhof von Monreal mit einem etwas gehobeneren Anspruch und den entsprechenden Preisen. Wir hatten uns einmal auf den Weg gemacht um dort einzukehren und mussten dann feststellen, dass erst um 18 Uhr geöffnet wurde. So nötigte uns der Hunger dazu wieder in die Löwenburg zu gehen.

Außerdem gibt es im Ort einen Bäcker, ein kleines Cafe und eine Weinhandlung in der man ganz vorzügliche Flammkuchen.  Dort gibt es auch ausgezeichnete Weine. Hiervon konnten wir uns am Anreisetag überzeugen. 

Der Übernachtungsgast mit Ferienwohnung sollte seine Vorräte wohl mitbringen, denn ein Lebensmittelgeschäft oder einen Discounter sucht man hier vergebens. Da muss man  schon eine Fahrt nach Kaiseresch oder Mayen unternehmen . Soviel zu unserem Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Eifel. Der Anreisetag bescherte uns noch einen sonnigen Tag an dem wir die Schönheiten Monreals erkundeten.

Kaiseresch

Mit dem Schienenbus unternehmen wir eine Fahrt nach Kaiseresch . Die Fahrkarten müssen im Zug gelöst werden, allerdings fahren wir heute kostenlos, da der Fahrscheinautomat defekt ist und der Fahrer keine Tickets verkauft. Die Fahrt führt durch eine wunderschöne Landschaft.  Man sagte uns bereits, dass die Reise mit dem Schienenbus bis Andernach sämtliche Facetten der Eifel beinhaltet. Allerdings können wir diese Tour während unseres einwöchigen Aufenthaltes nicht mehr ausprobieren.

Vom Bahnhof Kaiseresch laufen wir bergab bis in die Ortsmitte. Hier befindet sich der  historische Ortskern.  Wieder am Bahnhof angekommen stellen wir fest, dass der nächste Zug zurück erst in zwei Stunden abfährt und wir beschließen die 11 Kilometer nach Monreal zu wandern. Leider hat  mittlerweile der Regen eingesetzt  und als wir  unser Ziel erreichen sind wir bis auf die Haut nass, aber wir bereuen  nichts.

Über Höhenzüge, herrliche Lichtungen, saftige Wiesen und Täler,  führt uns der Weg stetig näher heran an Monreal.   Es  geht vorbei an einer alten Mühle, die von einer Künstlerfamilie liebevoll restauriert wurde. Schließlich erreichen  wir  total geschafft, aber zufrieden unser Ziel. Da fällt es dann auch nicht mehr ins Gewicht, dass bei der Leerung des Rucksacks auch noch im Inneren ein kleinerer Bestand Regenwasser festgestellt wird.

Cochem 

Der Regen will  uns anscheinend in dieser Woche ständig begleiten. Wir beschließen uns die Stadt Cochem an der Mosel anzusehen. Trotz des schlechten Wetters staunen wir über den recht großen Besucherandrang an einem Wochentag. Durch die engen Gassen, vorbei an unzähligen Weinlokalen, Restaurants und Gaststätten bahnen wir uns den Weg zwischen den Regenschirmen hindurch und erreichen schließlich eine lange Steintreppe, die uns zum Kulturzentrum von Cochem führt.  Von hier aus hat man einen  Panoramablick über die Stadt, der leider durch den Regen getrübt wird.

Cochemer Wein

Wieder an der Uferpromenade angekommen probieren wir in einer Weinhandlung einige liebliche Weine aus.  Wir erwerben einen  leckeren , lieblichen Weisswein, der aber nicht nur die Traube schmecken läßt, sondern auch den typischen Weingeschmack erkennbar macht. Das Cochemer Goldbäumchen– Riesling – Spätauslese wechselt somit den Besitzer und noch in der gleichen Woche wird sich herausstellen, dass nur wenige Flaschen die Stadt Essen erreichen werden.

Schloß Bürresheim

Von Cochem aus fahren wir über Mayen zum Schloß Bürresheim. Das Schloß gehört zu den wenigen seiner Art die nie zerstört wurden und gibt daher einen realistischen Blick auf die Architektur und Lebensweise der damaligen Zeit frei. Erbaut wurde Schloß Bürresheim ab 1134 und seither wurde die Anlage stetig erweitert.

Bis 1938 war das Gebäude noch in Privatbesitz und wurde dann an das Land Rheinland Pfalz verkauft. Wir nehmen an einer Führung teil und erfahren dadurch unter anderem woher der Begriff „etwas auf die hohe Kante legen“ kommt. Über den Betten gab es zur damaligen Zeit immer einen Holzleiste über dem Kopfende, auf der man die Schätze des Hauses aufhob, da diese dort ja ständig unter Bewachung waren.

Burg Eltz

Bei mäßigem bis schlechtem Wetter fahren wir zur Burg Eltz , die wohl bekannteste Burg der Eifelregion. 1143 begann der Bau dieser wunderschönen Burg, die mit ihren Zinnen und Erkern ein bischen an Schloß Neuschwanstein erinnert. Erstaunlicherweise liegt sie nicht auf einem Gipfel,  sondern auf etwa halber Höhe auf einer Erhebung aus dem Tal heraus. Umflossen von der Eltz und umgeben von wunderschönem Waldbestand wirkt Burg Eltz wie aus einem Märchen.

Noch heute befindet sich die Burg in Privatbesitz. Auch hier nehmen wir an einer interessanten Führung teil und nutzen für den Rückweg einen 1,5 Kilometer langen Wanderweg. Wer schlecht zu Fuß ist kann vom Parkplatz aus einen Shuttlebus benutzen, der für 1,50 € seine Dienste anbietet.

Maria Laach

Heute beschließen wir eine Fahrt zum Laacher See, in der Hoffnung der Regen möge einmal etwas nachlassen. Das Auto bleibt am Klosterparkplatz stehen und wir beginnen einen acht Kilometer langen Rundweg um den , durch einen Vulkan entstandenen See. Der Uferweg führt netterweise nicht ständig am Wasser entlang, sondern leitet uns auch durch dichten Waldbestand – der uns etwas vor dem natürlich nicht nachlassenden Regen, schützt.

Immer wieder gewährt man uns zwischendurch einen unverwachsenen Blick auf das Kloster Maria Laach, das von noch fünfzig Mönchen bewohnt wird. Für den interessierten Wanderer findet man in gewissen Abständen Informationstafeln über die Vegetation und über Gestein, das durch den Vulkan entstanden ist. So erkennen wir einen Geröllstreifen der sich als Basaltgestein, entstanden durch einen Lavafluss, herausstellt.

Auf dem fruchtbaren Boden außerhalb des Waldes grasen Kühe mit ihren Kälbern. Zurück in Monreal reißt plötzlich der Himmel auf und es wird trocken. Nach einer kleinen Pause, in der sich unsere Waden etwas regenerieren können, machen wir uns auf dem Weg zum Restaurant Löwenburg, wo wir heute ein edles Zanderfilet zu uns nehmen.

Traumpfade

Der Blick aus dem Fenster und die erstaunte Feststellung das es trocken ist, läßt uns hoffen einmal wieder eine Wanderung ohne Regen durchführen zu können und so machen wir uns auf den Weg um einen der bekannten „Traumpfade“ zu erforschen. Die Eifel – Traumpfade sind allesamt sehr gut gekennzeichnet und gibt es in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen und Längen. Wir entscheiden uns für den Traumpfad „Hochbermeler.“

Ausgangspunkt für unsere Wanderung ist der Ort Bermel – Fensterseifen, wo wir uns natürlich fragen wie man einen Ort „Fensterseifen“ nennen kann, aber diese Frage bleibt heute unbeantwortet. Zunächst geht es bergauf in den Wald hinein bis wir vorbei an einem Steinbruch mit herrlichen Ausblicken über die Vulkaneifel den Gipfel auf 570 Metern erreichen. Dann geht es wieder sanft den Berg hinunter , unterbrochen von Plateaus auf denen man sicherlich auch ab und an Wild beobachten kann. Hochsitze gibt es in großer Zahl.

Auf einer Länge von zehn Kilometern umrundet man so den Vulkan Hochbermeler. Zurück in Monreal schmerzen zwar die Waden durch die Auf – und Abstiege, aber wir wurden belohnt durch die unterschiedlichsten Wege, auf denen wir teilweise wie auf einem Teppich liefen, oder über Geröll, entstanden durch den Vulkan, wie über Feldwege. Wir hatten wunderbare Panoramablicke über die wirklich sehr schöne Eifellandschaft.

Monrealer Ritterschlag

Kaum zu glauben, aber wieder ist es nur bewölkt und die Sonne übernimmt im Laufe des Tages sogar den Löwenanteil. Zunächst fahren wir allerdings nach Kaiseresch zum Einkauf. Es muß ja für den Sonntag in Essen wieder etwas vorgesorgt werden. Etwa gegen zwölf Uhr machen wir uns auf den Weg um einen Teilabschnitt des Traumpfades „Monrealer Ritterschlag“ kennen zu lernen. Der gesamte Wanderweg hat eine Länge von 13,7 Kilometern, was uns heute allerdings zu viel wäre.

Wir begnügen uns mit knapp fünf Kilometern, die uns einen Eindruck vom Gesamtweg erkennen läßt. Entlang schmaler Waldpfade an denen es unmittelbar steil abfällt und es schon ziemlich eng wird , wenn andere Wanderer uns begegnen. Hier erkennt man dann schon den Schwierigkeitsgrad „mittel“. Manchmal frage ich mich ob es nicht zu gefährlich ist diese Wege ungesichert freizugeben. Wir erreichen aber ohne Unfall wieder das Tal der Eltz und Monreal. Da ja noch „Packen“ ansteht, entschließen wir uns noch zum Essen einzukehren und erreichen dann das Haus Erika noch zeitig um die Endstände der Fußballbundesliga noch in Erfahrung zu bringen.

So endet eine Woche in der Eifel, in der wir viel zu sehen bekamen und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir wieder nach Monreal zurückkehren um von hier aus diese überwältigende Schönheiten dieser Region zu erkunden.