Brunft – der Hirsch

Brunft – das bedeutet für den Hirsch absoluten Streß. Es ist Ende September, Anfang Oktober , überall in den Wäldern wo  Rothirsch und  Damhirsch heimisch sind, hört man das kraftvolle „Röhren“ oder auch „Knören“.

So lebhaft wie jetzt sieht man den prachtvollen Rothirsch selten. Mit hochgerecktem Kopf läßt er seine kraftvolle Stimmer erschallen. Fast scheint die Brust auseineinder zu reißen und der kräftige Hals ist voll aufgebläht. Jetzt läßt er seine 220 Kilo Gewicht voll zur Geltung kommen. Die Brunftzeit beginnt, indem er seinen Urin in Erdkuhlen zum Markieren abläßt. Gleichzeitig scheidet er so einen Duftstoff aus der an Ziegengeruch erinnert, um damit dem Kahlwild, der Hirschkuh, zu imponieren. 

  Die ideale  Diät – Brunft

An Fressen ist nun nicht mehr zu denken. Mehrmals am Tag paart er sich  mit den Hirschkühen, da bleibt fürs Fressen keine Zeit. In der Brunft verliert der prächtige Rothirsch bis zu 1/4 seines Gewichts. Dem Damhirsch geht es sehr ähnlich. Er ist aber deutlich kleiner und die Stimme ist auch nicht so gewaltig wie beim Rothirsch, den man auch als Edelhirsch bezeichnet. Der Hals des Damhirsch wirkt eher zierlich und nicht so kräftig. Ein Unterscheidungsmerkmal neben der Größe sind auch die deutlichen weißen Flecken im Fell. Das Damwild ist auch für den Beobachter leichter zu verfolgen, weil es weniger scheu als das Rotwild ist.

Nachwuchs

Im Juni kommt das Kalb zur Welt und wird über drei Monate von der Hirschkuh mit Muttermilch versorgt. Gemeinsam mit dem bereits einjährigen Kalb aus dem Vorjahr bildet die Mutter mit dem Nachwuchs die Familie. 

Über 50 Arten des Hirsches gibt es, wovon in Europa der Rot- und der Damhirsch, das Ren, und der Elch, sowie das Reh vorkommen.

Oft hat man angenommen das Reh sei die Frau des Hirsches. Dazu beigetragen haben viele  Märchen in denen das Reh und der Hirsch vorkommen. Der Rehbock trägt aber lediglich ein kleines Geweih mit einer maximalen Größe von 75 cm. Der Hirsch hat ein Geweih bis zu 140 cm.  Das bedeutend kleinere Reh ist ein Einzelgänger und nur in kargen Zeiten in kleinen Rudeln zu finden. Dagegen hält der Hirsch sich in Herden auf . Man könnte sagen, dass das Reh der Vorläufer des Hirsches ist, da es bereits vor 50 Millionen Jahren erschien und der Hirsch erst 10 Millionen Jahre später.

Wolfsland NRW

Wolfsland – bis vor kurzer Zeit war das Land Nordrhein Westfalen noch Wolfserwartungsland. Seit Oktober hat sich das nun geändert. In einem Wolfserwartungsland werden immer wieder einmal durchziehende Wölfe gesichtet. Diese lassen sich aber nicht in dem Gebiet nieder. Anhand von Wildkameras, Sichtungen oder Todfunden durch überfahrene Tiere, werden diese registriert.

Nunmehr hat sich aber eine Wölfin im Kreis Wesel sesshaft gemacht. Die Nachweise dazu werden aus Rissen per DNA Analyse festgestellt.  Das Tier hält sich nun schon längere Zeit im Raum Schermbeck auf. Durch die Wölfin, mit dem unspektakulären Namen GW 954 f , was soviel bedeutet wie „German Wolf 954 feminal (weiblich)“, ist NRW nun zum Wolfsland ernannt worden. Die Wölfin konnte eindeutig einem Rudel in  Niedersachsen zugeordnet werden.

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen

Das erste durch das LANUV  ausgewiesene „Wolfsgebiet“ befindet sich jetzt am Niederrhein und liegt zwischen  Autobahnen und dem Rhein.  Vom Kreis Wesel über Kleve, Borken, Recklinghausen bis zur Stadtgrenze Oberhausen. Wölfe ziehen innerhalb ihrer Reviere täglich bis zu 70 Kilometer umher.

Ab sofort steht ein Wolfsportal zur Verfügung in dem man täglich aktualisierte Informationen zum Thema Wolf im Wolfsland NRW finden kann: www.wolf.nrw

Der Wolf ist streng geschützt und es besteht kein Anlass sich vor ihm zu fürchten, da er äußerst scheu ist. Sucht man den Wolf auf einer Liste der gefährlichsten Tiere der Welt, wird man ihn vergeblich suchen.

die gefährlichsten Tiere der Welt

Das gefährlichste Tier auf Platz 1 von 20 Plätzen ist der Mensch, der für mehr als eine halbe Millionen Tote im Jahr durch Kriege usw verantwortlich zeichnet.

Auf Platz 2 rangiert mit 725.000 Toten die Mücke, ihr folgt auf dem 3. Platz die Schlange mit 50.000 bis 100.000 Opfern.

Platz 4 , das wird viele überraschen, geht an den Haushund , ihm fallen 186 Tote zu und die Zahl steigert sich durch streunende Hunde auf insgesamt 25.000 im Jahr.

Die Tsetsefliege belegt mit 10.000 Menschen den Platz 5 und auf Platz 6 steht durch die Übertagung von Krankheiten die Raubwanze.

Platz 7 – der Skorpion 5000 Opfer, Platz 8 Bandwurm 2000 Tote, Platz 9 Krokodil 1000 Menschen und auf Platz 10 durch Tottrampeln von 500 Neugierigen , der  Elefant.

Die Plätze 11Qualle -150 , 12 – durch Auffahrunfälle mit dem Tier – der Hirsch, Platz 13, 100 Tote durch einen Tigerangriff, 14 – 53 Todesopfer durch Bienen und Platz 15 etwa 50 Opfer durch Spinnen , Platz 16 -30 Tote durch Ameisen.  Durch die Tritte einer Kuh verstarben 25 , was sie auf Platz 17 bringt und durch Rodeounfälle steht das Pferd mit 20 Verunfallten auf 18. – Platz 19 belegt der Leopard mit 15 Toten und der so gefürchtete Hai steht mit lediglich 10 Toten auf Platz 20.

Das alles sind Jahreszahlen. da findet man den Wolf nicht. Für den Wolf steht in den letzen 50 Jahren die Zahl 9, davon vielen allerdings 5 Menschen einem Wolf zum Opfer der von der heute als ausgerottet geltenden Tollwut befallen ware. Die verbleibenden 4 Toten wurden von Wölfen getötet, die der Mensch zuvor durch anfüttern usw. an sich gewöhnen wollte, die also die Scheu vor ihm verloren haben.


Verhalten bei der Begegnung mit dem Wolf im Wolfsland NRW

Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist das man im Wald einem Wolf begegnet, gibt es Verhaltensregeln die hilfreich sind. Der Wolf bemerkt den Menschen sehr früh und entfernt sich in der Regel, weil er sehr scheu ist.

Bei einer Begegnung ruhig stehen bleiben und den Wolf ansehen. So hat er die Möglichkeit sich zurückzuziehen.

Auf keinen Fall anlocken oder gar füttern wollen.

Sollte er sich nicht fortbewegen, laut sprechen oder in die Hände klatschen, dabei langsam rückwärts gehen und mehr Distanz schaffen. 

Außerdem kann man sich durch Heben der Arme größer machen und ihn anschreien. Sollte man einmal mehreren Wölfen begegnen, handelt es sich meist um neugierige Jungtiere, für die die gleichen Regeln gelten. Wie gesagt ist eine Begegnung aber äußerst unwahrscheinlich, da trifft man wohl eher einmal auf eine Rotte Wildschweine.

Freuen wir uns über den Heimkehrer

Wir können uns über den Neuankömmling freuen, der ja eigentlich ein Heimkehrer ist. Vor längerer Zeit wurde er  vom Menschen hier ausgerottet, weil er den Bauern und Viehhirten zu viel Schaden zufügte.

Heute stehen den Bauern und Schafzüchtern durch die Einordnung in „Wolfsland“ staatliche Unterstützung zur Verfügung. Zum Beispiel bei der Einzäunung  oder der Anschaffung von Schutzhunden. Außerdem gibt es Entschädigung zu 100 Prozent bei Verlust, Tierarztkosten oder Medikamenten.

Zur Zeit gibt es nur einen ansässigen Wolf in der Region. Es wäre erfreulich wenn es zu einem Treffen mit einem Partner kommen würde um ein Rudel bilden zu können. Aber bereits jetzt fordern Bauern und Jagdverbände den Wolf  in die Liste jagdbarer Arten aufzunehmen.

Nachtrag 03.01.2019 :
Wolfsland NRW : 20. Dezember 2018 : Ministerin Ursula Heinen-Esser: Ab heute können Maßnahmen zum Herdenschutz auch in Ostwestfalen gefördert werden.
Ein zweites ausgewiesenes Schutzgebiet ist jetzt in der Senne ausgewiesen worden. Ein weiterer standorttreuer Wolf konnte jetzt nachgewiesen werden. Er hat die Kennung GW1044f und wird seit Juli 2018 beobachtet.

Das Wolfsgebiet Senne ist 922 km2 groß und umfasst Teile der Kreise Gütersloh, Lippe und Paderborn sowie der Stadt Bielefeld.

 

Bayer und das Herbizid Glyphosat

Bayer wird nicht müde alle Vorwürfe gegen das Pflanzengift Glyphosat abzuweisen. Es bestehe keinerlei Gesundheitsgefahr für den Menschen.

Anders lautende Studien von unabhängigen Instituten werden mit dem Hinweis auf selbst in Auftrag gegebene Studien als falsch deklariert.

Im Jahr 2013, damals noch Monsanto und nicht Bayer, wurden in 44 % von 182 Urinproben Rückstände von Glyphosat festgestellt. Die BfR – Bundesanstalt für Risikobewertung, sah die Werte als unbedenklich und unterhalb der Grenzwerte an.

Nachdem Monsanto dann genmanipulierte Pflanzen schuf, die resistent gegen Glyphosat sind, konnten auch Mais und Sojabohnenfelder in großem Stil das Herbizid verabreicht werden. Die erhöhte Gesamtmenge ergab dann in einer Studie, dass es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Mensch und Tier kommen könnte.


Bayer – Glyphosat Kennzeichnung

Einstufung von Glyphosat

Alleine die Einstufung der CLP und GHS Kennzeichnung macht es mir schwer an die Harmlosigkeit des Mittels zu glauben.

… Kennzeichnung umweltgefährliche Stoffe …… deren Produkte geeignet sind, die Beschaffenheit des Naturhaushaltes, von Wasser, Boden oder Luft, Klima, Tieren Pflanzen oder Mikroorganismen derart zu verändern, dass dadurch sofort oder später Gefahren für die Umwelt herbeigeführt werden können. ……. Umweltgifte werden oft als begünstigend für Krankheiten und Artensterben angeführt….

Insektizide – schleichende Vergiftung ?

Insektizide – der Öko – Klassiker und Roman von Rachel Carson  „der stumme Frühling“  hat mich dazu bewogen einmal nachzuforschen wieviel Insektizide eigentlich zugelassen sind. Wie sieht es denn heute mit dem Ausgeben auf die Felder aus? Hat sich die Situation in Bezug auf Kontrolle und Stärke der Gifte durch das Verbot von DDT eigentlich verändert? Glyphosat ist ja zur Zeit in aller Munde. Insofern bin ich schon erschrocken, als ich die ellenlange Liste plötzlich vor mir sehe.

Im oben erwähnten Buch steht an einer Stelle der Ausspruch eines Arztes, der  sinngemäß aussagt, dass der Mensch immer meint, die Natur müsse ihm, den Menschen, dienen. Das der Mensch selbst aber ein Teil dieser Natur ist, wird von ihm meistens vergessen. Die Natur ist mit allem was sie ausmacht eine geschlossene Kette. Zerstört nun der Mensch ein Glied in dieser Kette, zerstört er im Grunde sich selbst.


Pymetrocin

Der erste Wirkstoff der mir ins Auge fällt gilt dem Pflanzenschutz. Es ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Pyridin-Azamethine, das Pymetrocin.

Es ist enthalten in den Insektiziden PLENUM 50 und TAFARI. Beide Mittel enthalten den Hinweis „kann Krebs erzeugen“.

Insektizide:  Plenum 50

Das Mittel gilt als Spezialprodukt zur Bekämpfung von Rapsglanzkäfern

Es bewirkt Lähmungserscheinungen an den Extremitäten und sorgt dafür, dass der Käfer von der Pflanze auf den Boden abfällt und dort von Räubern gefressen wird. – So der Hersteller. Bedenkt man aber, dass das Ausbringen des Giftes nur in Schutzkleidung erfolgen soll, glaube ich kaum das  da am Boden noch Räuber zu finden sind.

Das Mittel ist als Wasser- und Umweltschädigend gekennzeichnet und wird gespritzt. Bleibt zu hoffen, dass es da nicht gerade regnet, ansonsten sehe ich den Aspekt „wassergefährdent“ schon alleine als Extrem an. Außer dem Rapsfeld gibt es noch die Anwendung bei Obst, Gemüse, Kartoffeln, Ölsaate und Zierpflanzen,  im Freiland und unter Glas.

Der Hersteller gibt an, dass es auch mit anderen Insektiziden und Fungiziden vermengt werden kann.

Die Vermischung mit anderen Giften dürfte dann wohl die Gesamtmenge an Giftstoffen erheblich erhöhen. Ich frage mich was dann das Gemüse damit macht bis es den Verbraucher erreicht !!!!

Plenum50 wird, soll –  maximal 2x aufgetragen werden. Es hat die Einstufung:  Xn = Gesundheitsgefährdent – und N =Umweltgefährdent

Insektizide:  TAFARI

Ein ebenfalls Pymetrocin enthaltendes Mittel ist TAFARI. Es wird gegen Insekten und Schädlinge, wie die Blattlaus und die weiße Fliege,  an Zierpflanzenkulturen eingesetzt. Nach Angaben des Herstellers ist es Möglich, dass die Insekten noch ein paar Tage nach Aufbringung leben, sie können aber nichts mehr saugen. Sie sterben „verzögert“ ab. Einsatzgebiete sind im Freiland und unter Glas. Das Mittel soll maximal 3x aufgebracht werden.

Auch Tafari kann mit anderen Herbiziden und Insektiziden vermischt werden !!!! Der Hinweis „kann Krebs erzeugen“, fehlt ebenfalls nicht.

Ergebnis

Es gibt natürliche Möglichkeiten für die Bekämpfung der Blattlaus. Marienkäfer, von ihnen frißt jeder einzelne Käfer am Tag 200 Blattläuse, oder die Flor- und Hainschwebfliege, deren Larve bis zu 500 Blattläuse täglich verputzt. Die Hainschwebfliege sogar 800.

Im Falle des Rapsglanzkäfer helfen Schlupfwespen. Nach einer Studie der Uni Göttingen haben diese in einem befallenen Garten 54 % dieser Käfer vernichtet.

Es ist mir unverständlich wie Mittel die als „kann Krebs erzeugen“ gekennzeichnet sind, überhaupt auf den Markt kommen können. Wer garantiert denn, das die Gifte nicht auch in die Nahrungskette geraten, wenn sie noch dazu als „wassergefährdend“ und „umweltgefährdent“ deklariert sind?  Wer kontrolliert ob sie überhaupt Weisungsgemäß aufgebracht werden?

Kohlenstoffspeicher

Kohlenstoffspeicher – Kohlenstoff ist in fossilen Brennstoffen gebunden, verbrennt man diese wird  CO2 freigegeben und gelangt in die Atmösphäre. Es entsteht ein Ungleichgewicht an CO2 , welches schließlich zur Erderwärmung führt.

Es ist also wichtig Kohlenstoffspeicher  zu haben. Diese werden aber leider sehr oft, um nicht zu sagen zu oft, vom Menschen zerstört. Moore, die zu den besten Speichern gehören werden trocken gelegt und Wälder vernichtet.

Die Bundeswehr läßt Raketenübungen im ausgetrockneten Moor stattfinden und setzt so das Moor in Brand. In einer Zeit wo überall vor der Brandgefahr in diesem heissen Sommer gewarnt wurde. Ein immenser Schaden entsteht durch Gedankenlosigkeit.

Zur Zeit findet mit der vorgesehenen Rodung des Restbestandes vom Hambacher Forst gerade ein Paradoxum statt. Der Wald mit seinen uralten Bäumen ein idealer Kohlenstoffspeicher, wird vernichtet, um dem schlimmsten Klimagefährder, dem Braunkohlekraftwerk zur Rohstoffgewinnung Platz zu bereiten.

Ich bin davon überzeugt, dass mit etwas guten Willen seitens des RWE Konzerns die 200 Hektar Wald bestehen bleiben könnten. Das Gebiet des Braunkohle-Tageabbaus ist so groß, dass der Wald umgangen werden könnte. Zumal die Zeit für den Kohleabbau abläuft und ein hoffentlich baldiges Ende abzusehen ist. 

Der Baum – Klimaschützer

Der Baum speichert Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Alte Wälder speichern mehr CO2 als junge Wälder. Die Speicherkapazität eines Baumes hängt von der Holzdichte ab. Eine 35 Meter hohe Buche mit dem gleichen Umfang und der gleichen Höhe wie eine Fichte, speichert knapp 1 Tonne CO2 im Jahr mehr als die Fichte.

1 Hektar Wald (1 Hektar = 0,01 km² ) speichert im Jahr etwa 13 Tonnen Kohlenstoff. Bei den geplanten Rodungen von 100 Hektar Hambacher Forst gehen also etwa 1300  Tonnen Speicherplatz verloren.

Der Klimawandel – Folgen für den Kohlenstoffspeicher 

Bäume und Moore sind für den Erhalt des Klimas überaus wichtig. Der Klimawandel ist in vollem Gange, wie wir es in diesem Sommer deutlich vor Augen geführt bekommen haben.  Die Folgen des Klimawandels belasten auch die Bäume in besonderem Maße. Schädigungen entstehen durch Trockenheit, Dürreperioden, Waldbrände und durch invasive Käfer, die durch die Erwärmung neue Gebiete erobern und Krankheiten einführen, auf die die heimischen Bäume nicht vorbereitet sind.

Hohe, alte Bäume haben die höchste Speicherkapazität für CO2 , sind aber der aufkommenden großen Sonneneinwirkung schutzlos ausgeliefert. Die Laubkronen überragen alle anderen Bäume und die Trockenheit zwingt den Baum dazu mehr Energie für das Pumpen von Nässe in die Blätter aufzubringen. Heftigere Stürme, durch den Klimawandel entstanden, belasten ihn zusätzlich. Sein Speicher wird geringer. Das Laub fällt ab und die kleineren Bäume, die vorher von seinem Schatten profitierten, werden ebenfalls der direkten Sonneneinwirkung ausgesetzt. 

Wir müssen endlich aufhören, die von der Natur gegebenen Ressourcen zu vernichten und nach wirksamen Alternativen suchen, beziehungsweise diese zu nutzen. Es muß auch darüber nachgedacht sich den neuen Klimaverhältnissen anzupassen. Dazu gehört auch die Anpflanzung neuer Baumarten in Erwägung zu ziehen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen weniger Energie zu verbrauchen um so noch schneller von dem schmutzigsten aller Energieträger Abschied nehmen zu können. Noch ist die Braunkohle mit einem Drittel an der Energieversorgung beteiligt.

die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Blumenwiese lautet das Thema dieses Beitrags. Diese Wiese bietet auch viele Möglichkeiten zur  Tierfotografie . Die Vielfalt an Insekten und Schmetterlingen (klar, das sind ja auch Insekten) schaffen die herrlichsten Motive.

Bei der Wanderung durch die Sarner Aue genießen wir die Ruhe und die saubere Umwelt, die es hier noch gibt. Nach kurzer Zeit bemerken wir eine  Blumenwiese und spontan entspringt  meiner Frau der Satz :“ Sieh nur, die herrlichen Mohnblüten !“

Ja, es stimmt, dieses leuchtende Rot der Mohnblüte sticht aus den vielen Farben der Blumenwiese sofort hervor.  Nicht ohne Grund wurde die Blüte des Mohn für die Herstellung besonders luxuriöser  roter Tinte benutzt.  Dessen ungeachtet gibt es aber noch eine weitere Besonderheit dieser außerordentlichen Pflanze.  Sie kann ferner als  zum Symbol für „Freiheit“  angesehen werden.  Falls man versucht die Blume zu pflücken, ist sie nach  kurzer Zeit auch schon welk.  Auch zum beliebten „Pressen“ zwischen Buchseiten ist sie nicht  zu nutzen, denn die Blätter zerfallen umgehend. Die Mohnblume braucht also ihre Freiheit.

Klatschmohn für die Blumenwiese. Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Die Pflanze gelangte über den Getreideimport aus dem Mittelmeerraum in unsere Gefilde. Die häufigste  Art ist der „Klatschmohn“, der an Wegerändern und Feldrainen oft zu sehen ist. Durch den Einsatz von Herbiziden auf den landwirtschaftlichen Flächen wird nicht nur der Mohn immer seltener.  Infolge dieser Pestizide stirbt auch die Mohnpflanze. Außerdem bewirken diese Gifte enormen  Schaden in der Natur und der Umwelt. Da die Gifte nur eine Art von Gewächs zulassen. Erst die neuerdings einsetzende Einsicht etwas für die Insekten tun zu müssen, schafft wieder die Begrünung von Rainen und Wegerändern.  Hier sind  Wiesenpflanzen wieder zu sehen.

Aus der verwandten Art, dem Schlafmohn, wird aus einem Gemisch von Milchsaft, welcher in der Pflanze enthalten ist, Opium hergestellt. Weshalb Schlafmohn auch nur auf genehmigten Flächen angebaut werden darf. Dennoch braucht man aber keine Sorge beim Verzehr von Mohnbrötchen, Mohnkuchen oder Mohnstreusel zu haben, denn die enthaltenen Stoffe  im  Mohnsamen sind gering. Klatschmohn nutzt man auch zur Herstellung verschiedener Teemischungen und er darf auch überall angepflanzt werden. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze. Der Wind sorgt für die Verbreitung des Samens. Oft wächst der Mohn in der Nähe von Kamille und anderen Kornblumengewächsen.


Gartensalbei für die Blumenwiese, Natur und Umwelt  die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Zu den gerne gesehenen Wiesenpflanzen unserer Blumenwiesen gehört auch der Wiesen – Gartensalbei. Die Art kommt in allen Regionen bis zu den Höhenlagen unserer Mittelgebirge vor und besticht durch die violetten Blüten in die die Bienen regelrecht hineinkriechen um Pollen zu sammeln. Die Blüte des  Wiesensalbei ist größer als die des Gartensalbei, der zu Heilzwecken eingesetzt wird. Bei Insektenstichen greift man gerne auf Salbei zurück. Die Pflanze liebt Sonne und kalkhaltigen, nährstoffreichen Boden.


Skabiose für die Blumenwiese, Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Skabiose ist eine pflegeleichte  Pflanze , weshalb sie ideal für unsere Blumenwiese ist und  weiterhin auch für die  Beetgestaltung in Gärten genutzt wird. Ebenso als Staudengewächs ist diese Pflanze im Garten und in der Natur zu nutzen. Es handelt sich auch hier um einjährige Blumen, die optisch einen runden Blütenkopf mit etwa drei Zentimetern Größe bildet. Die Farben sind unterschiedlich, von Blau über Hellviolett, Purpur und Pink bis Scharlachrot oder einfach schlicht Weiß. Mit Stängel erreicht sie eine Höhe von bis zu fünfzig Zentimetern. Sie liebt zwar sonnige Flächen, dennoch mag sie aber keinen Wind. Es gibt etwa zwanzig Arten der Skabiose, die auch als Schnittblume in der Vase geeignet ist.

Schafgarbe für die Blumenwiese, Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Die Schafgarbe gehört zu den Korbblütern und zählt zur Lieblingsspeise unserer Wolle produzierenden Schafe. In Europa sind über 100 Arten bekannt.  Auf grund ihrer Robustheit ist sie überall beliebt und als Heilkraut hat sie schon ihrem Namensgeber Achilles gedient, daher lautet Ihr lateinischer Name auch „Achillea millefolium“.  Die Stiele wirken wie  aus tausenden von kleinen Blättern zusammengesetzt.  Überdies haben die Blüten diverse  Farben von Rosa über Pink bis zu Kamin Rot.

Die Gemeine Schafgarbe, die bei uns häufig vorkommt, ist cremefarben Weiß. Die Blütezeit, während der Zeit Juni bis September, lockt unendlich viele Insekten an, weshalb auch die Natur und die Umwelt sowie die Pflanzen davon profitieren. Bei der privaten Haltung sollen verwelkte Dolden früh geschnitten werden, um eine zweite Blüte zu ermöglichen. Nach der Blüte bilden sich kleine gelbliche Früchte, aus denen  der Samen abgegeben wird.

Hahnenfuß für die Blumenwiese, Natur und Umwelt  die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Hahnenfuß oder Ranunkel, heißt eine Wiesenpflanze die wir meist als Butterblume kennen. Weithin leuchtet das strahlende Gelb dieser  Pflanz, die während der Zeit von Mai bis in den Herbst hinein blüht. Die Blüte des Hahnenfuß ist allerdings giftig ,weshalb sie dennoch von Tieren  gefressen wird, aber nur wenn alles andere bereits abgegrast ist. Bevorzugt Regionen sind feuchte Wiesen und Gewässerränder.

Schaumkraut für die Blumenwiese, Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Wiesen – Schaumkraut gehört  zu den Kräutern die für unsere Gesundheit von Bedeutung sind. Sie wird als Pflegecreme  und außerdem als Tee in der Volksmedizin gegen Rheuma sowie Schmerzen eingesetzt. Auch das Schaumkraut liebt feuchte Gebiete, Wiesen, Wälder und Gewässer. Sie bilden regelrechte „Blütenmeere“. In der Blütezeit erreicht die Pflanze eine Größe von etwa 40 Zentimetern. Hell Rosa leuchtet die vierblättrige Blüte von April bis Juni. Die Blätter des Schaumkrautes sind  vor der Blüte essbar. Sie haben einen Kresse ähnlichen Geschmack.  Auf den Wiesen gibt es noch weitere Pflanzen die als Heilkräuter genutzt werden, wie Spitzwegerich gegen Insektenstiche ferner die Artischocke, schließlich die Mariendistel, die Schafgarbe  und Wegwarte  bei Leber und Galle Problemen.

Thymian für die Blumenwiese, Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Thymian ist Menschen mit Atemwegserkrankungen sicherlich bestens bekannt.  Arznei aus Thymian oder Tee löst festsitzenden Schleim und wird gegen Husten und Schnupfen eingesetzt. Es gibt diverse Arten von Thymian Gewächsen, den Echten Thymian, Zitronen – Thymian oder den breitblättrigen Thymian.  Alle Arten zeichnet die Robustheit aus. Die Blätter sind rund, andererseits  ganzrandig gezähnt. Thymian ist auch ein Strauchgewächs und entwickelt kleine eiförmige Nüsschen die den Samen enthalten.  Bevorzugt sind helle, trockene,  oder auch sandige Flächen an  Wegerändern, Rainen und auf Wiesenflächen.

Glockenblume für die Blumenwiese Natur und Umwelt die Blumenwiese und ihre Pflanzen

Glockenblumen erscheinen in allen denkbaren Farben, demzufolge  gibt es mehr als 300 Arten. Für jeden Standort findet man irgendeine Art von Glockenblume. Die sternen, beziehungsweise röhrenformigen Blüten, sind weltweit bekannt. Während der Zeit von Juni bis September zeigt die Glockenblume ihre Blüten in halbtrockenen und ebenfalls sonnigen Gebieten. Die Glockenblume gehört zu den asterartigen Pflanzen, aus denen die Insekten den Pollen vom Griffel abgreifen. In der Mythologie gilt die Blume als die Feenblume, weil sie Ihnen als Kopfbedeckung oder Lichtquelle diente. In vielen Märchen findet die Glockenblume sich wieder. Erfreuen wir uns an den leuchtenden, farbenprächtigen Wiesen die uns und den  Insekten in der Natur so viel Freude bereiten und deshalb für  unsere Umwelt so wichtig sind.

Schwebfliegen – nützliche Winzlinge

Schwebfliegen sind weit weit verbreitet. Ebenfalls  die „große Schwebfliege“. Sie gehört zu den häufigsten der Schwebfliegenarten. Zu finden ist sie an allen Blütenarten, vom Doldenblütler über Hahnenfußgewächse bis zur blühenden Hecke und den Balkon oder Terrassenblumen. Auch wenn sie den Namen „groß“ führt, bringt es die große Schwebefliege nur auf 9 – 13 Millimeter . Vom Aussehen ähnelt sie einer Wespe. Drei gelbe, unterbrochene Querstreifen mustern ihren Hinterleib.  So ahmt sie der wehrhafteren Wespe nach. Ebenfalls weit verbreitet ist die kleine Schwebefliege und die behaarte Schwebefliege.

die Schwebfliege – der Flugkünstler

Schwebefliegen sind großartige Flugkünstler. Wie der Kolibri „stehen“ sie in der Luft und haben dabei einen Flügelschlag von 300 in der Sekunde. Sie sind in der Lage blitzartig nach Vorne oder nach Hinten zu fliegen. Da sie sich ausschließlich von Pollen und Nektar ernähren, zählen Schwebfliegen, von denen es in Deutschland über 450 Arten gibt, zu den wichtigsten Bestäubern in der Natur und sie haben einen noch weiteren nützlichen Vorzug.

die  Schwebfliegen – Schädlingsbekämpfer

Die Made der Schwebfliegen verzehrt in den zehn Tagen ihres Daseins, danach wird sie zur Schwebfliege,  mehrere hundert Blattläuse. Die Eier werden im Versandhandel mit Einheiten von 500 Stück zur Schädlingsbekämpfung verkauft. Schwebfliegen liefern also wichtige Argumente  uns für den Schutz und den Erhalt von Insekten einzusetzen.

 

Grundlage unserer Existenz – Insekten

Insekten sind die Grundlage der Existenz. Die Artikel der letzten Zeit über das Insektensterben haben mich dazu veranlasst, mich einmal mehr mit diesen Kreaturen zu befassen, die für unser Leben so wichtig sind. Zunächst vielen mir zum Thema  auch nur die Hummeln, Bienen und Schmetterlinge ein. An ihrem Anblick erfreuen wir uns weil wir sie auch zuerst wahrnehmen.  Aber da gibt es ja auch noch die vielen kleinen, unscheinbaren und oft „hässlichen“ Tiere, die wir nicht so oft zu Gesicht bekommen. Sie bewohnen das  Innere des Bodens, oder leben an Stellen die uns nicht so angenehm sind.  Aufgrund ihres Daseins im  Mist und auf Müllbergen oder Ähnlichem.

Klein aber nützlich

Allerdings spielen sie für unsere Umwelt und unser Überleben sogar fast eine größere Rolle als die „hübschen“ ihrer Art.  Ohne diese, den Boden bewirtschaftenden Lebewesen, hätten wir kahle Landschaften.

Sie existieren auf allen Kontingenten und in allen Lebensräumen. Bekannt sind etwa 1,2 Millionen Insektenarten. Geschätzt dürften es aber zwischen 10 – 30 Millionen Tiere aus der Gruppe der geben. Ja, es handelt sich tatsächlich um „Tiere“, oft denkt man nämlich  es wären keine  Tiere. Insekten werden in verschiedene Gruppen gegliedert.

Insekten Gruppen

Die Gruppen haben immer ein gemeinsames Detail. Die Gruppe der Käfer, der Schmetterlinge, der Hautflügler, der Zweiflügler, haben als Gemeinsamkeit die Flügel, die aber unterschiedlich genutzt werden.

So hat der Käfer zwei feste Deckflügel, mit denen er den Körper, und die darunter befindlichen feinen Hinterflügel schützt. Die Deckflügel werden für den Flug nicht benutzt, dazu dienen die Hinterflügel. Bei den Schmetterlingen werden Vorder- und Hinterflügel für den Flug genutzt. Fliegen und Stechmücken gehören zu den Zweiflüglern, die nur die Vorderflügel für den Flug brauchen.

Die Hinterflügel dienen der Erhaltung des Gleichgewichtes während des Fluges. Zu den Hautflüglern gehören die Wespen, die beide dünnhäutigen Vorder- und Hinterflügel für den Flug benötigen.

Insektenordnungen

Andere Insektenordnungen sind Geradeflügler , Wanzen, Libellen, Flöhe und Schaben. Man unterscheidet noch zwischen nützlichen und schädlichen Tieren

Nützliche Insekten sind jene die Blumen und Pflanzen bestäuben, den Boden befruchten oder Tieren als Nahrung dienen, aber auch schädliche Insekten fressen. Die schädlichen Insekten fressen unsere Kulturpflanzen, schaden unseren Lebensmitteln oder sind Erreger von Krankheiten.

eine Erde ohne Insekten

Unsere Erde wäre ohne Insekten eine kahle, trostlose Landschaft ohne Lebensqualität.  Wir würden im Unrat und Kot verrotten. Gute Gründe uns mit den Insekten gut zu halten und nicht dafür zu sorgen das sie ausgerottet werden.

Es sind nicht nur die Bienen, von denen ja hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Insektensterben gesprochen wird, es sind die Millionen Insekten die überall zu finden sind und für uns  Überlebenswichtig sind, an die wir ebenfalls denken müssen.

Vogelfotografie – Technik

Vogelfotografie – wie fotografiere ich Vögel

für die Vogelfotografie ist es nützlich wenn man sich einiges an Wissen über diese  kleinen und meist scheuen Lebewesen aneignet. Sie sind schnell, flink und man weiß nie was sie als nächstes machen.

Neben den Informationen die das Internet bietet, gibt es zahlreiche gute Lektüren. Eines ist das „BLV Handbuch Vögel„, oder der „Kosmos Vogelführer „, ebenfalls vom Kosmos Verlag  „Welcher Vogel ist das? “ und diverse andere Lektüren. Mehr zu Büchern in der Sektion „Buchrezension“.

Tarnung in der Vogelfotografie?

Oft wird man gefragt ob man für die Vogelfotografie eine „Tarnung“ benötigt. Nein, benötigt man nicht, das Auto ist als Tarnung hervorragend geeignet. Natürlich nur dort, wo man es benutzen kann und darf. Wir wollen ja  die Natur schonen und nicht mit den Autoreifen beschädigen. 

Die frühe Morgenstunde ist sehr gut geeignet um Vögel abzulichten, da sind sie noch nicht so ganz aufmerksam was ihre Umgebung betrifft. Grundsätzlich registriert der Vogel jede Bewegung. Geräusche irritieren ihn nicht besonders, da wär er ja in unserer urbanen Gesellschaft schwer beschäftigt.

Wenn wir einen Vogel entdeckt haben, hat er uns mit Sicherheit längst bemerkt. Abstand ist also notwendig um ihn nicht zu verscheuchen.

300mm Festbrennweite
Das Objektiv – Brennweite

Das wiederum nötigt unserem Objektiv eine hohe Brennweite ab. Brennweiten um 400 – 600 mm im Kleinbildformat, oder 300 – 500 mm im APS-C Bereich sollten etwa das Minimum an Brennweite darstellen. Es können natürlich auch schon einmal Bilder mit niedriger Brennweite gelingen, allerdings gehören da Faktoren wie Glück und Zufall dazu.

Große Vögel die an den Menschen gewöhnt sind, wie eine Möwe, kann man natürlich auch mit kürzeren Brennweiten als Vollbild ablichten. Auch die Vögel in Freiflughallen sind in der Regel einfach zu fotografieren. In der freien Natur ist das allerdings meistens nicht so.

Wie bereits am Anfang beschrieben sind Vögel sehr schnell, zumal wenn man sie im Flug erhaschen will. Meist verharren sie auch nicht lange an derselben Stelle. Somit benötigen wir also neben der langen Brennweite auch eine entsprechend kurze Verschlußzeit.

Verschlußzeit

Ein Vogel im Flug zwingt uns schon zu einer Verschlußzeit  ab 1/1000 Sekunde, eher 1/2000 Sekunde oder kürzer. Je näher die Flugbahn des Vogels ist, um so kürzer muß die Verschlußzeit sein. Damit beantwortet sich auch schon die Frage des Bildstabilisators. Den braucht man bei solchen Verschlußzeiten natürlich nicht mehr.  Bei langen Zeiten bietet sich gegebenenfalls ein Stativ an. Es gibt allerdings auch Kameras die einen 5 Achsen Stabilisator mitliefern, womit dann sogar Freihandaufnahmen mit 1/30 Sekunde noch machbar sind.

In der Regel gilt allerdings, um ein verwacklungsfreies Bild zu bekommen,  als Verschlusszeit in etwa der Kehrwert der Brennweite. Zum Beispiel eine Brennweite von 300 mm entspricht einer Verschlusszeit von etwa 1/300 Sekunde. Ich empfehle zunächst die Blendenautomatik zu nutzen.

ISO

An der Kamera sollte die ISO Automatik eingestellt sein. Beginne mit einer Verschlusszeit von 1/1000 Sek und experimentiere, je nachdem wie aktiv der Vogel ist, den du ablichten möchtest. Wenn die ISO Zahl zu hoch wird, wird das Rauschen im Bild unschön.

Für die Belichtungsmessung empfehle ich die Spotmessung um sich auf das Objekt zu konzentrieren. Der Autofokus sollte auf AI Servo , also bewegende Objekte, stehen und benutze die schnelle Reihenaufnahme, das erhöht die Chance, das eines der Reihenbilder dem entspricht, das dir richtig gut gefällt.

Hintergrund

Auch bei der Vogelfotografie sollte man auf den Hintergrund achten. Eine weiße Möwe im Flug vor einem fast weißen bedeckten Himmel zu fotografieren macht nicht viel Sinn. Anders ist das Bild bei einem schönen blauen Himmel als Hintergrund. Bei hellerem Himmel werden die fliegenden Gänse zu dunkel abgelichtet durch das vorhandene Gegenlicht. Man muß also die Lichtmessung anpassen um die Konturen erkennen zu können.

Ähnlich ist es mit Vögeln die in Bäumen oder auf Ästen sitzen. Der Hintergrund ist dann sehr unruhig. Oft sind Blätter im Weg, was die Scharfstellung erschwert. Ein Autofokus ist dann fast nicht mehr möglich. Ein Positionswechsel kann dann hilfreich sein. Eine offene Blende lässt das Laub in Unschärfe verschwinden.

das amerikanische Grauhörnchen- eine Gefahr ?

Grauhoernchen eine Gefahr für unser heimisches Eichhörnchen? Um es vorwegzunehmen, bei dem Ausspruch „das schwarze Eichhörnchen gefährdet unser heimisches, rotes Eichhörnchen“ handelt es sich um „Fakenews“ – reine Panikmache.

Unsere heimische Art ist nämlich nicht nur kastanienrotbraun gefärbt. Oft wechselt die Fellfarbe gerade in den Wintermonaten ins Grau und es gibt grundsätzlich Eichhörnchen die dunkelbraun bis fast schwarz sind. Nur der weiße Unterbauch ist allen gleich.

Das amerikanische Grauhörnchen hat im Vergleich zu dem europäischen (eurasischen) Eichhörnchen keine Puschelohren und einen kurzen Hals. Der Körper ist breiter als beim Eichhörnchen. Das amerikanische Grauhörnchen kann sich mit dem europäischen Eichhörnchen nicht kreuzen, außerdem gibt es in Deutschland noch keine Grauhörnchen. Aber woher kommen dann die Gerüchte über das gefährliche Grauhörnchen?

Grauhoernchen  in England

1876 wurden in England amerikanische Grauhörnchen ausgesetzt um die Artenfielfalt zu erhöhen. Das ging allerdings nicht  gut. Das amerikanische Grauhörnchen importierte den Paropoxvirus der für viele europäische Eichhörnchen den Tod bedeutete. Einen Beitrag zum Niedergang der heimischen Population verursachte auch die Fällung großer Nadelbaumbestände zum Heizen der Wohnungen.

Die Nadelwälder waren die Wohngebiete der Eichhörnchen, während das amerikanische Grauhörnchen Laub- und Mischwälder bevorzugt, die es im hohen Maße gab. Mittlerweile arbeiten Forscher an einem Impfstoff gegen das Virus und die Eichhörnchen haben bereits eine Immunität gegen das Virus entwickelt. Der Bestand des europäischen Eichhörnchens hat sich deshalb auch in England erholt, zumal ja auch nicht alle Grauhörnchen das Virus in sich tragen.

Die Natur regelt also bereits die Bestände selbst. In Italien wurden vor 60 Jahren ebenfalls Grauhörnchen in die Natur entlassen und es kam zu einer Population die mittlerweile auch den italienisch – schweizerischen Raum erreicht hat. Somit ist es also durchaus möglich das irgendwann auch einige Grauhörnchen Deutschland erreichen.

Die Bestände wurden aber , auch durch den hohen Anteil an Nadelwald, nicht zu einer Gefahr der vorhanden Eichhörnchen. Sensationsberichte nach denen Grauhörnchen das Eichhörnchen angreifen, haben sich ebenfalls als falsch erwiesen.

Wir können also beruhigt darauf warten, auch einmal eines der ebenfalls niedlichen Grauhörnchen zu sehen.