Naturwunder

Naturwunder – oder wie ich das Wunder der Natur entdeckte-

Nach einer Scheidung, Alkoholexzessen und einem beruflichen Neustart als Gastwirt, begann mein zweiter Lebensabschnitt nicht gerade hoffnungsvoll. Dennoch sollten die kommenden Jahre zu den schönsten und wichtigsten meines Lebens werden.

Der Zeit als Wirt waren nur wenige Jahre bestimmt, sie reichten aber um die beste Frau der Welt kennen zu lernen und schon bald zu heiraten. Aus den Töchtern waren Ehefrauen und Mütter geworden, die mir die tollsten Enkel bescherten.

Ich hatte mein Interesse an der digitalen Fotografie entdeckt und mir eine Spiegelreflex Kamera zugelegt. Nach einem Canon Workshop in Hellenthal in der Eifel, mit den faszinierenden Greifvögeln, kaufte ich mir ein gutes Teleobjektiv.

Durch eine Umschulung war ich in einem Job als Sicherheitsfachkraft und Betriebssanitäter tätig. Meinen Dienst leistete ich bei einem großen Aluminiumhersteller im Essener Nordwesten.

Bei den Streifenfahrten entdeckte ich den Mäusebussard, der sich mit einem kleinen Kaninchen in den Fängen abmühte. Dann sah ich den Fasan mit seinem Harem, der nach Erfüllung seiner ehelichen Pflichten wieder alleine seines Weges zog.

Der Grünspecht hatte mich tagelang ausgelacht, bis ich ihn entdeckte. Es hatte so lange gedauert, weil ich ihn immer an einem Baum gesucht habe. Damals ahnte ich noch nicht das er sich so gerne von Ameisen ernährt und sich deshalb oft am Boden aufhält.

Auf dem Kamin, in luftiger Höhe, nistete jährlich ein Wanderfalkenpaar. Die Beringung war immer spannend und die Falkner zeigten mir dann auch die Bilder von den jungen Falken.

Naturwunder – Vogelfotografie

Nach diesen Erlebnissen war es eigentlich schon logisch, dass ich mich immer mehr mit der Vogelfotografie befasste. Schließlich wollte ich auch wissen, wen ich da ablichtete und welche Gesänge ich da ständig hörte. Ich besorgte mir also Bestimmungsbücher und andere Lektüren. Auch das Internet war in dem Falle recht hilfreich.

Das Buch “Federnlesen”, wunderbar geschrieben von Johanna Romberg , fördert noch die Begeisterung an der Vogelbeobachtung

Auch wenn ich einmal nicht fotografieren konnte, war es immer aufregend die Vögel zu beobachten und immer besser auch zu erkennen. Dann häuften sich die Berichte über den Niedergang diverser Arten und das Insektensterben. Nun wollte ich auch diese Zusammenhänge kennen. Wodurch kam dieser massive Rückgang bei den Insekten, warum werden immer mehr Vogelarten in die gefährdeten Listen eingetragen?

Unter anderem mit diesen Themen befasst sich Prof. Berthold in seinem Buch “unsere Vögel”.

So erfuhr ich von den verschiedenen Arten der Landwirtschaft. Klar hatte ich auch vorher schon vom biologischen und intensiven Anbau gehört, aber mit welchen Massen und welchen Dimensionen man es bei Pestiziden, Insektiziden, Neonikotinoiden und Massentierhaltung mit riesiger Überdüngung zu tun hat, war mir fremd.

Im Buch von Alexander Schiebel “Das Wunder von Mals”, werden die Folgen des intensiven Obstanbaus in Süd-Tirol drastisch geschildert.

Welche Folgen die Einsätze von Giften auch auf die Vogelwelt hat, beschreibt Rahel Carson in ihrem Buch “Der stumme Frühling.”

Naturwunder und der Mensch

Es wurde mir immer klarer, dass der Mensch ja nur ein Glied im Kreislauf der Natur ist und das er ständig daran arbeitet dieses Glied selbst zu zerstören, im Bewußtsein, damit auch sich selbst zu zerstören. Eine gerissene Kette kann man nicht mehr umhängen.

Kaum zu glauben das es noch immer Menschen gibt, die an den menschgemachten Klimawandel zweifeln. Hemmungslos werden die wichtigsten CO² Speicher vernichtet, wenn es um industrielle Interessen geht. Noch immer beherrschen Lobbyisten die Politik, auch wenn man langsam ein Umdenken wahrzunehmen scheint.

Naturwunder – Baum

Das Lebewesen Baum wird weiterhin nicht geschont wenn es um den Braunkohlebbau geht. Lebewesen? Ja, tatsächlich ist der Baum ein Lebewesen. Zu der Erkenntnis muß man kommen, wenn man das Buch von Peter Wohlleben ” Das geheime Leben der Bäume” gelesen hat.

Dann sieht man tatsächlich die Bäume laufen, wie man es oft in Fantasyfilmen oder Märchenfilmen vorgeführt bekommt. Wie sie mit wankenden Schritten und wedelnden Armen daher schreiten. Tatsächlich gibt es so etwas wie soziales Verhalten unter den Bäumen. Beim Lesen des Buches werden einem die Zusammenhänge mit den unter der Erde existierenden Wurzeln und Kleinstlebewesen klar.

Das es einen Datenaustausch unter der Erde gibt, den Wissenschaftler tatsächlich bereits als “Wood Wide Web” bezeichnen, setzt dem die Krönung auf.

Die Natur, unsere Erde ist ein einzigartiges Wunder. Dieses Wunder müssen wir für unsere Nachkommen erhalten, das sollte unser wichtigstes Ziel sein.

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Weihnachtsbaum, voll Gift sind deine Blätter…

Weihnachtsbaum – wer seine Schwiegermutter loswerden will, kauft ihr zu Weihnachten einen Tannenbaum – aus einem Baumarkt in Gmünden. 

Was sich wie der Beginn eines Kriminalromanes liest, lässt erahnen das mit dem Baum etwas nicht stimmt.  Von 17 getesteten Weihnachtsbäumen hat der NaBu in und auf den Nadeln von 13 Tannen Pestizide festgestellt.

In  Gmünden befand sich an einem Baum sogar das Gift Parathion-Ethyl, auch bekannt als E 605, das im Volksmund den Beinamen “Schwiegermuttergift” erhielt. Mit dem Gift begingen viele Menschen Suizid, oder nutzten es für einen Mordanschlag. E 605 ist seit 15 Jahren innerhalb der EU verboten.

Weihnachtsbaum – 76 Prozent mit Pestiziden belastet

Die Tester entnahmen 17 Proben aus Bäumen der verschiedensten Regionen in Deutschland. Tannen aus Plantagen, Baumärkten, Gartencentern und dem Straßenverkehr wurden untersucht.

Bei 76 Prozent, 13 von 17,  der mit Pestiziden belasteten Bäume wurden neun verschiedene Gifte gefunden. Fünf der nachgewiesenen Pestizide gelten als besonders schädliche Mittel Bei der Hälfte fand man gleich zwei Wirkstoffe je Baum, bei einem sogar drei.

Das schädlichste, in der EU zugelassene Pestizid, Lambda – Cyhalothrin , wurde an neun der getesteten Bäumen gefunden. Dieses Gift wird auf Plantagen als Insektengift genutzt.

Wer sicher gehen will, einen von Herbiziden (Unkrautvernichtung), Insektiziden (Insektengift) oder Fungiziden (Pilze,Sporn)  unbelasteten Baum für den Gabentisch zu schmücken, muß etwas tiefer in die Tasche greifen und einen Bio – Tannenbaum kaufen.

Es ist bisher nicht nachgewiesen ob die  Gifte an den Bäumen in den warmen Räumen eine Gesundheitsgefährdung darstellen. Allerdings kommt es bereits durch die Behandlung der Tannen mit Pestiziden in der Forst- und Baumwirtschaft zur Verunreinigung des Bodens und des Grundwassers.

Einen unbehandelten Bio-Baum erkennt man am Siegel der Öko Anbauverbände Bioland, Naturland, oder Demeter. Auch die Bäume aus FSC- zertifizierten Wäldern sind ohne Gifte.

Weihnachtsbaum mit Ballen ?

Oft empfehlen Weihnachtsbaum Verkäufer einen Baum mit Ballen zu kaufen, weil man damit die Umwelt geschont und der Baum wieder eingepflanzt werden kann. Allerdings gelingt die Wiedereinpflanzung nur sehr selten. Der Ballen muß groß genug sein. Der Baum muß langsam an die Umgebung gewöhnt werden.

Der Übergang aus der Kälte in die warme Wohnung hat langsam zu erfolgen, Genauso ist es dann später wenn er wieder gepflanzt werden soll. Die Energie des Baumes ist vor dem Ausnehmen bereits heruntergefahren worden. Kommt er nun abrupt in einen beheizten Raum, ist es für ihn ein Schock. Umgekehrt ist es das Gleiche. 

Übrigens möchte ich mit diesem Artikel niemandem die Freude am Weihnachtsfest nehmen. Auch ich habe Spaß an einem schönen geschmückten Tannenbaum an den Weihnachtstagen und deshalb wünsche ich auch allen Lesern ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr 2019.

mit dem schönen Weihnachtslied :


Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum,     voll Gift sind deine Blätter.                du strahlst nicht nur zur Sommerzeit,  nein auch im Winter, wenn es schneit,

Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum,      voll Gift sind deine Blätter.                                                                                          

Gesundheit zählt nicht

Gesundheit der Bevölkerung ist für die Industrie nur Zweitrangig. Das zeigt einmal mehr das Verhalten von UNIPER.

Trotz der Bitte der Stadt Gelsenkirchen das Verbrennen von Ölpellets auszusetzen, weil die Gefahr besteht, dass der Ausstoß krebserregend sein kann, wird die Verbrennung weiter durchgeführt. Die Argumentation ist immer die Gleiche, es gibt keine Gefährdung.

Auch in der Vergangenheit gab es immer diese Argumentation und kommt es tatsächlich dann einmal zu “unerklärlichen” Erkrankungen handelt es sich stets um einen unvorhersehbaren Zwischenfall.

Die Messwerte an den Stationen werden dann angepasst, indem man die Höchstbelastungsgrenzen etwas korrigiert und schon ist die  Welt wieder in Ordnung. Mitschuld ist natürlich nicht gegeben, weil es ja entsprechende Studien gibt. Die  Harmlosigkeit des Materials wird bestätigt.

Bayer legt Wert darauf, dass in 800 Studien keine Krebsgefahr durch Glyphosat gesehen wird. 750 dieser Studien befassen sich allerdings überhaupt nicht mit dem Thema Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat. Sie befassen sich mit phyikalischen oder chemischen Eigenschaften von Glyphosat. 

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt auf Anfrage der taz nur rund 50 wissenschaftliche Berichte zu Glyphosat mit einem Bezug zu Krebs.

Dabei handelt es sich um 16 Prüfberichte an Versuchstieren und 34 Publikationen aus der Literatur zur Beobachtung an Menschen. Das BfR kommt zu dem Befund, dass bei korrekter Dosierung und Anwendung keine Gefahr durch den Stoff besteht.

Andere Experten sehen allerdings in den 50 Studien durchaus Hinweise auf ein mögliches Krebsrisiko durch Glyphosat.

Wenn man sieht in welchen Mengen der Stoff in der Realität aufgetragen wird, kann man durchaus bezweifeln das Glyphosat nur in den vorgeschriebenen Dosierungen aufgebracht wird.


Umweltgifte – Gefahr für die Gesundheit

Überhaupt wird auch von politischer Seite immer wieder betont, dass die Gefahr durch Umweltgifte durch die Minimierung der Grenzwerte nicht mehr gegeben sei.

Dennoch wird dann später festgestellt, dass die Qualität des Trink- und Grundwassers schlechter geworden ist.

 Wenn der  Feinstaub in der Luft  angestiegen ist und es werden erhöhte Messwerte festgestellt, wird hinterfragt ob der Standort für die Messungen korrekt ist, oder die Grenzwerte werden etwas “korrigiert” bzw. angepasst. Natürlich wird abermals betont, dass es zu keiner Zeit eine Gefahr für die Gesundheit gibt oder gab.

Dann schafft der Gesetzgeber ein europaweites Normenpaket mit festgelegten Grenzwerten.  Seit 10 Jahren hat die Bundesregierung nichts gegen die festgestellten Abgasüberschreitungen getan. Nun legen Gerichte aufgrund einer Klage Fahrverbote fest. Wie reagiert die Politik? Mit Bechimpfungen der Gerichte, die nichts anderes tun, als sich an die Gesetze zu halten, die die Politik selbst eingeführt hat.

Die Gerichte hätten nicht Weise entschieden, sagt der Essener Oberbürgermeister Kufen.  Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Gerichte müssen nicht Weise entscheiden und auch nicht dem Volk den Mund reden, Gerichte müssen nach den Gesetzen handeln und das ist gut so. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Trennung von Staat und Gerichtsbarkeit funktioniert.

Mengenweise Gifte

Neonikotinoide und Pestizide gelangen über einen längeren Zeitraum ins Grundwasser und in die Nahrungskette. 

Quecksilber und Blei sind Umweltgifte die durch die Industrie in die Gewässer gelangen können. Auch wenn bei Quecksilber und Blei strenge Regeln festgelegt wurden, gibt es immer noch PCB belasteten Fisch.

Kosmetik enthält oft Stoffe die eigentlich den Körper nicht erreichen sollten. Schwermetalle werden immer wieder in der Nahrung festgestellt.

Die Schaffung von Grenzwerten bei Umweltgiften ist sicher eine gute Sache um Risiken zu begrenzen. Die Gefahr besteht aber nicht im einzelnen Gift, sondern im Zusammenhang mehrer Gifte die der Körper im Laufe eines Tages aufnimmt.

Mir ist keine Studie bekannt die aussagt wie hoch die Gesamtbelastung an einem Tag ist.

Umweltgifte die eingeatmet werden (durch die Herstellung und Ausbringung der Industrie und Landwirtschaft), die durch das Trinkwasser aufgenommen werden (Pestizide -Neonikotinoide), durch Körperpflege (Fluorid), oder durch die Nahrung.

Wie hoch darf denn die GESAMTBELASTUNG an einem Tag sein, ohne die Gesundheit zu gefährden? Ist es Zufall das Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall häufiger werden? 

Monsanto wegen Glyphosat verurteilt

Monsanto ist von einem amerikanischen Gericht auf Zahlung eines Schmerzensgeldes von 250 Millionen Euro verurteilt worden. Weil nicht auf die schädliche Wirkung des Mittels hingewiesen wird, ist das Urteil aus “Heimtücke” gefällt.

Geklagt hat ein amerikanischer Hausmeister der über Jahre die Schulwiese mit Glyphosat gedüngt hat. Daher leidet  der Mann an unheilbarem Lymphdrüsenkrebs. In den Staaten sind weitere 5000 Klagen und in Kanada weitere 400 Klagen anhängig. Da kommt einiges auf Bayer Leverkusen zu, der den Konzern erst kürzlich übernahm.

Konzern streitet Rechtmäßigkeit ab

Bayer spricht dem amerikanischen Gericht zum Thema Glyphosat die Urteilsfähigkeit ab. Über 800 Studien haben ergeben das Glyphosat unbedenklich ist. Außerdem hat die EPA 2017 die Lizenz zum Verkauf erneut erteilt – so Bayer.

Verschwiegen wird das gegen den damaligen Chef der Behörde, Scott Pruitt Strafverfahren anhängig sind. Der Behördenchef ist 2018 wegen einer Skandalserie zurückgetreten. Ethnische und juristische Verfehlungen werden ihm angelastet. Er gilt als Energie – Lobbyist der den Klimawandel bestreitet. Zu seinem Rücktritt schreibt er an den ihm vertauten Präsidenten Donald Trump:

Ich glaube, dass Sie heute wegen Gottes Vorsehung als Präsident dienen. Ich glaube, dass mich die gleiche Vorsehung in ihren Dienst gebracht hat. 

Bluewin – Newsportal v. Swisscom

Studien zu Glyphosat

Die WHO – Krebsagentur IARC stufte bereits 2015 Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Allerdings teilen andere Studien diese Einschätzung nicht. BfR, EFSA und ECHA sind einige davon und kommen zu einem anderen Ergebnis.

Allerdings ist auch die Art der Studien unterschiedlich. Die IARC untersucht den Stoff an sich als möglichen Krebsauslöser. Dagegen untersuchen die Anderen  lediglich auf sachgemäße Anwendung und stellen so keine Gefährdung fest.

Vorwürfe an Monsanto Studien

Der Efsa ist eine Lebensmittelbehörde aus der Befürwortergruppe von Monsanto.  Ihr wird vorgeworfen  für positive  Berichte ihrer Forscher Geld bekommen zu haben.

Global 2000 berichtet zu den Studien der  Befürworter , dass diese lediglich  solche Untersuchungen aus der Tumorforschung nutzen, die Glyphosat als nicht krebserregend einstufen. Alle anderen Studien die einen Zusammenhang mit dem Pflanzengift herstellen werden einfach ignoriert.

Außerdem sind  Studien mit schwerwiegenden Mängeln und unklaren Methoden bei der BfR, EFSA und ECHA Studie zurate gezogen worden.

Schädigungen durch Gifte

Bereits in den 80er Jahren bestätigen alle unabhängigen Studien das Roundup und Glyphosat nicht nur krebserregend sind, sondern auch zahlreiche massive gesundheitliche Schäden auslösen. Hierdurch werden Zell – DNA – Hormone- Leber – Darmbakterien und das Antiimmunsystem  geschädigt. Darüber berichtet auch das Aerzteblatt

Alle unabhängigen Studien belegen die Gefährlichkeit von Glyphosat. Zweifelhafte Studien zum Thema gibt es  bereits seit 1992. Sie wurden bereits bei den ersten Roundup –  Saatgut – Einsätzen eingesetzt. Das belegt die National Society in einem Bericht.

Bleibt zu hoffen das durch das Gerichtsurteil  nun eine erneute Offensive zustande kommt um das Pflanzengift Glyphosat endgültig zu verbieten. 

Grundwasservergiftung durch den Menschen

Pestizide – Wissenschaftler der Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften – Halle, fordern eine Überprüfung bei der Zulassung von Pestiziden. Die bisherigen Laborüberprüfungen halten der Realität bei der tatsächlichen Anwendung nicht stand.

Neonicotinoide, Glyphosat, Fipromil und andere Pflanzenschutzmittel gefährden das Ökosystem und die Lebensgrundlagen ernsthaft.

Abbauzeit der Gifte

Bisher beriefen sich die Prüfungen lediglich auf ein einzelnes Mittel. Die Nutzer besprühen ihre Obstbäume und andere Kulturen allerdings nicht nur einmal, sondern 20-30 mal und mit verschiedenen Giften. Noch bevor ein zuvor genutztes Pestizid abgebaut werden kann, kommt schon das nächste Gift zur Anwendung und es entsteht eine Vervielfachung der Wirkungen. In der Wissenschaft mehren sich nun die Hinweise darauf, dass sich diese verschiedenen Wirkstoffe auf den Organismus auswirken. Ebenfalls wurde festgestellt, dass der Abbauzeitraum von Pestiziden in Land und Wasser den bisherigen Angaben nicht entsprechen.

Pflanzenschutzmittel

Atrazin, ein Gift das 1991 verboten wurde, galt als das erfolgreichste Pflanzenschutzmittel aller Zeiten. 85 % der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland wurden damit behandelt. In den 80er Jahren stellte man fest, dass die Brunnen eine hohe Konzentration Atrazin enthielten. Die Akademie für Technikfolgenabschätzungen Baden-Württemberg zählte 2001  Atrazin und die Triazine Simazin und Terbuthylazin zu den besonders kritischen Wirkstoffen. In den USA kam es durch diese Gifte zu einem großen Amphibiensterben.

Unkrautvernichtungsmittel

Obwohl Atrazin nun schon seit 27 Jahren verboten ist, wird es noch heute im Grundwasser nachgewiesen. Glyphosat tötet zwar nur die Kräuter und nicht die Insekten, aber durch die Vernichtung der Pflanzen werden indirekt durch Glyphosat auch die Insekten getötet. Sie werden ihrer Nahrungsgrundlage beraubt . Eine Untersuchung der Wirkung von Unkrautvernichtungsmitteln ergab das über die Verbreitung im Regenwasser Ufersäume, Feldraine und Wildpflanzen in ihrer natürlichen Umgebung ebenfalls zerstört werden. Das Argument, diese Pflanzen würden sich nach einiger Zeit wieder regenerieren, ist offensichtlich falsch. Noch bevor es überhaupt zu einer Erholung kommen kann,  haben sich bereits fremde Pflanzenarten an den Stellen eingerichtet . Es ist kein Platz mehr für die ursprüngliche Art vorhanden.

Alternativen

Neue Studien haben ergeben das Landwirte auf einen großen Teil Pestizide verzichten können.  Die bisherige intensive Landwirtschaft nötigt ihnen aber die Nutzung dieser Gifte ab. Eine politische Korrektur, die durch Ausgleichszahlungen ein Umdenken unterstützt, wäre daher dringend nötig. Man muss davon abkommen die Effizienz der intensiven Nutzung zu fördern.Die nachhaltige  Landwirtschaft soll mehr Unterstützung bekommen. Hier ist ein Handeln Europas und der Länder einzufordern.

Bisher wurden die Grundwasserschäden geschildert, die durch Pestizide entstehen.  Ein Tema das in letzter Zeit immer häufiger die Öffentlichkeit beschäftigt ist der Gehalt von Nitrat im Grundwasser, in Seen, Badegewässern und Teichen.

Die Grundwerte für Nitrat liegen bei 50 mg pro Liter. In NRW werden diese Grundwerte bei mehr als 40 % der Vorkommen überschritten.  In  Niedersachsen sogar bei über 60 % , was an der stärkeren Landwirtschaft in Niedersachsen liegt.

Nitrat

Nitrat ist in natürlicher Bestandteil im Boden. Es ist ein Nährstoff für Pflanzen und fördert die Eiweissbildung im Körper. Landwirte bringen Nitrat durch Düngung auf die Felder. Im Kuhdung ist Nitrat ebenfalls enthalten. Durch Überdüngung können die Pflanzen das Nitrat nicht aufnehmen und es gerät über den Boden und durch Regenwasser ins Grundwasser . Auf diesem Wege gelangt es dann  über Brunnen wieder ins Trinkwasser. Vorab sei gesagt, dass im Allgemeinen das Leitungswasser ungefährlicher ist als das Mineralwasser.  Leitungswasser unterliegt ständigen Kontrollen.

Ein zu hoher Nitratgehalt im Körper ist gesundheitsgefährdent. Eine besondere Gefahr besteht hier bei Säuglingen unter sechs Monaten. Durch eine chemische Veränderung in den Darmbakterien wird aus Nitrat das den roten Blutfarbstoff verändernde NitritDieses erzeugt  im Zusammenspiel mit eiweißhaltigen Lebensmitteln unter Krebsverdacht stehende Nitrosamine .

Überdüngung der Felder – und Pestizide

Das Überdüngen von landwirtschaftlichen Flächen gefährdet in großem Maße die Gesundheit der Menschen.  Das waren zunächst die möglichen Belastungen des Grundwassers durch Pestizide und Nitrat. Eine weiter Belastung stellen die Mikroschadstoffe dar, die durch Medikamente, Reinigungsmittel und Kosmetika ins Grundwasser gelangen. Am 18.06.18 forderte die NRW Umweltministerin Ursula Heinen Esser die Bundesregierung auf dieses Problem Ernst zu nehmen.

Man muss sich langsam fragen, wie unsere Erde die vom Menschen geschaffenen Schäden noch bewältigen kann – es muß dringend gehandelt werden, oder wollen wir weiter daran arbeiten die Menschheit zu vernichten?

Stadt Essen schützt Insekten

Insektenschutz –  Die Stadt Essen startet mit einem Aktionsplan für den Insektenschutz, Vogelschutz und   Artenschutz. Ins Boot geholt werden dazu Kleingärtner, Landwirte und Naturschützer und  die Bürger der Stadt.

Als erste Maßnahme wird die Stadt auf Grünstreifen, Schulhöfen und Kindergärten nektar- und pollenhaltige Pflanzen einsäen. Außerdem wird der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten verboten.  Aus Brachflächen werden bunte, reichhaltige Wiesen . Desweiteren  legt der Verband der  Kleingärtner gemeinsam mit dem NABU ein „Wildblumenprogramm“ auf.


Insektenschutz durch weniger Gift

Die Landwirte haben sich bereit erklärt den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln zurückzufahren. Die Gemeinde verpachtet landwirtschaftliche Flächen nur dann noch wenn der Pächter auf derartige Mittel verzichtet.  Die Kommune selbst setzt bereits seit Jahren kein Glyphosat mehr ein.

Aus Brachflächen sollen bunte, reichhaltige Wiesen werden und Antrag von SPD, CDU und Grünen soll der Aktionsplan noch ausgeweitet werden. So sollen Nesthabitate für Wildbienen und Hummeln angelegt werden.