Geologische Wand – Kohle

Geologische Wand ist die Bezeichnung für ein Felsengebilde an der Ruhr in Essen Heisingen. An der Wand sieht man die Erdschichten die sich im Verlaufe von Tausenden Jahren gebildet haben und einen Teil des Flözes. Deutlich ist die Kohle zu erkennen und man ahnt was es für eine Arbeit war, den Abbau über und unter Tage zu betreiben.

Geologische Wand
Stollenmundloch

Zwei Aufschlüsse eines Flözes sind zu sehen, außerdem zwei Stollenmundlöcher der früheren Zechen Voßhege und Wasserschneppe. Die Eingänge sind natürlich geschlossen und der Zugang zu den einstigen Stollen zugemauert.

In der Zeche Voßhege wurde das Flöz Dickebank im Tagebau abgebaut. Es gab auch noch das Flöz Dünnebank, dieses war aber zu schmal um es abzubauen. Die nachfolgezeche Wasserschneppe hatte im Jahr 1817 die Erlaubnis zum Tiefbau erhalten und so wurde das Flöz Dickebank nahezu völlig abgetragen.

Geologische Wand

Die Historie um die Zechen ist auf zwei Informationstafeln die mit Texten von D.E.Meyer beschriftet wurden abzulesen.

Nach der Genehmigung zum Tiefbau kam es zum Zusammenschluß der Zechen Wasserschneppe, Zeche Spiekbank und dem Erbstollen St. Maria von Gutenrath. 1821 wurde die Zeche wegen Absatzmangel geschlossen und 1848 wieder in Betrieb genommen. 1885 kam dann das endgültige Aus.

Im Jahr 2006 geriet Zeche Wasserschneppe noch einmal an die Öffentlichkeit. Ein Tagebruch oberhalb des Flöz verursachte immense Schäden an den oberhalb gelegenen Häusern und 2017 stürzte ein Junge aus 10 Metern Höhe von der Geologischen Wand ab. Die Rettung des verletzten Jungen erfolgte durch die Höhenrettung.

Ganz in der Nähe der Wand wurde vor kurzer Zeit die neue Kampmannbrücke über die Ruhr nach Kupferdreh eingeweiht. Es handelt sich um eine Schrägseilbrücke, die in 40 Monaten errichtet wurde. In der Mitte der Brücke befindet sich eine Gedenktafel für einen Arbeiter, der aus ungeklärten Gründen während der Bauarbeiten in der Ruhr ertrank.

Das imposante Bauwerk hat eine Länge von 175 Metern und eine Breite von 11,7 Metern. Noch sind die Arbeiten rund um die Brücke nicht ganz abgeschlossen, aber man sollte sie in eine Rundwanderung mit einbeziehen, zumal sich im Umkreis ein neues Feuchtgebiet entwickelt, wo man viele Tierarten beobachten kann.

Wer mit dem PKW anreist, könnte den Parkplatz am neuen Cafe Extrablatt, Lanfermannfähre 118, nutzen. Über die Obere Aue und dem Staussebogen kommt man an der See Bar vorbei. und erreicht die Geologische Wand. Über die Kampmannbrücke geht es auf der Kupferdreher Seite wieder in Richtung Baldeneysee. Wer sich bis hierher noch nicht gestärkt hat, kann im alten Bahnhof Kupferdreh im Lukas einkehren, oder nutzt das Restaurant Gleis 2 am Baldeneysee. Vom Bahnhof Kupferdreh kann man in den Sommermonaten mit einem der historischen Züge der Hespertalbahn zum Haus Scheppen fahren. Manchmal auch noch richtig unter Dampf.

Über die alte Eisenbahnbrücke erreichen wir wieder die Heisinger Seite mit dem Vogelschutzgebiet. Entlang der Ruhr, vorbei an den Nestern der Graureiher und der Kormoran Kolonie, erreichen wir schließlich wieder das Cafe Extrablatt.